Kala
Sie war unser Zentrum, mit ihr waren wir unbesiegbar. Bis sie nach dem Sommer verschwand. | Der internationale Bestseller - 'Ein unwiderstehlicher Krimi' Deutschlandfunk Kultur
Eine Gruppe junger Freunde, die Anfang der 2000ern in Kinlough aufwachsen und eigentlich die Zeit ihrers Lebens haben müssten, geraten in etwas hinein, dass ihnen die Leichtigkeit, die Freundschaft und Kala nimmt. Denn sie wird von da an vermisst.
Als sich 15 Jahre später drei der Freunde wieder treffen, passieren einige Dinge, die sie wieder in die Vergangenheit zurück katapultieren und merken, dass ganze ist immer noch aktuell.
Ultra spannender Pageturner.
Ich muss gestehen, an sich fand ich den Schreibstil super, nur hätte es für mich gerne gekennzeichnet werden dürfen, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Die Sprünge fand ich manchmal etwas verwirrend obwohl ich wirklich viel Bücher mit Zeitsprüngen lese, passierte es hier öfter dass es mir erst nach einer halben Seite auffiel, in welcher Zeit wir uns gerade befinden.
Ansonsten ist das Buch wirklich Klasse gemacht.
Die ganze Gruppe wirkte, als könnte es sie genau so gegeben haben. Es hat mich ein bisschen an meine Jugend mit 15 erinnert, da die Protagonisten alle in meinem Alter sind. Das war für mich ein kleiner Flashback Bonus.
Ich habe vor diesen Buch "Gott des Waldes" gelesen und war ein bisschen traurig als ich es ausgelesen hatte, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass mich so schnell wieder ein Buch so packen könnte. Kala hat es tatsächlich geschafft. Nachdem ich bei den ersten Seiten noch ein bisschen an den anderen Buch hing, hat es mich nach und nach in den Bann gezogen.
drawe
aus Landau
5/5
03.04.2026
eBook (ePUB 3)
Beeindruckendes Debut!
2003: Sechs Jugendliche genießen ihren Sommer in der nordirischen Kleinstadt Kinlough. Riskante Radmanöver, abendliche Treffen am Fluss, Musik, und, wie Marcel Reich-Ranicki zum Thema Irische Literatur es ausdrückte, „immer wird gesoffen und ein bisschen gekotzt“. Im Mittelpunkt der Gruppe steht Kala, ein eigenwilliges Mädchen mit unklarer Vergangenheit, das bei ihrer Großmutter aufwächst. Diesen Sommer erfährt der Leser in einer leicht verklärten Rückschau von drei Mitgliedern der Clique, die sich 15 Jahre später wieder treffen und aus deren wechselnden Perspektiven sich die Handlung ergibt. Und wieder ist es Kala, deren Verschwinden im Mittelpunkt steht.
Colin Walshs Roman kann man vordergründig als Krimi bezeichnen, aber damit wird man diesem erstaunlichen Debut-Roman nicht gerecht. Der Autor entwirft ein komplexes und dichtes Gefüge seiner Figuren. Er leuchtet ihre Befindlichkeiten psychologisch schlüssig und sehr differenziert aus, und dabei lotet er auch die irische Kleinstadt als Hintergrundfolie aus: die Kleinherzigkeit vieler Einwohner, die sozialen Ungleichheiten, Vorurteile, mafiöse Seilschaften, kriminelle Aktionen und eine korrupte Polizei. Immer wieder bringt er dabei die Rückblicke mit der aktuellen Gegenwart seiner Figuren zusammen, und es wird immer deutlicher, wie die unbewältigte Vergangenheit in die Gegenwart hineinragt und die drei Erzähler mit der Frage ihrer Schuld konfrontiert.
Bemerkenswert ist die erzählerische Souveränität des jungen Autors. Die häufigen Perspektiven- und Zeitwechsel machen das Lesen zwar nicht einfacher, aber mit raffiniert gesetzten Cliffhangern hält der Autor seine Leser problemlos bei der Stange. Besonders erstaunlich fand ich, dass jeder der drei Erzähler seinen eigenen unverkennbaren Ton hat. Überhaupt ist Colin Walsh ein Sprachkünstler. Er verlangsamt und beschleunigt sein Erzähltempo und baut kontinuierlich Spannung auf. Dabei schreckt er auch nicht vor Beschreibungen von Gewalt zurück, einer Gewalt, die sich auch in seiner Sprache spiegelt, aber zugleich kann er mit Hingabe seine heimatliche Landschaft beschreiben.
Ein atmosphärisch dichter und emotional intensiver Roman mit einer logisch konstruierten Handlung, sprachlich ausgefeilt – ein beeindruckendes Debut, das mich neugierig auf die Folgeromane macht!
Sylvia B.
aus Fredersdorf-Vogelsdorf
5/5
02.03.2026
eBook (ePUB 3)
...sterbliche Überreste
Kala von Colin Walsh
Den Leser erwartet ein spannende und bewegender Kriminalroman. Im Mittelpunkt unserer Geschichte steht eine eine jugendliche Clique.Eine von ihnen: Kala verschwand 2003 spurlos.
Inzwischen sind 15 Jahre vergangen und wir befinden uns im Jahr 2018. In der Kleinstadt Kinlough an der Westküste Irlands treffen die drei alten Freunde nach Jahren wieder aufeinander. Helen, Joe und Mush. Sie alle hat das Leben ohne ihre Freundin Kala geprägt, waren sie doch Jugendliche, die das ganze Leben noch vor sich hatten. Aber auch Aidan ist nicht mehr am Leben...
Inzwischen wurden Leichenteile gefunden und kurze Zeit später steht fest, die Tote ist Kala. Doch wer ist ihr Mörder und warum musste sie sterben?
Helen möchte Licht in das Dunkel bringen. Sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Fakten. Denn nichts hat eine Bedeutung, bis du es zu einer Geschichte zusammenfügst.
Hilfe bekommt sie dabei von Mush. Gemeinsam mit Joe tauchen sie in alte Erinnerungen ein und langsam setzten sich die Puzzlestücken zusammen...
Nele33
4/5
05.05.2026
eBook (ePUB 3)
andere Erwartung
Mit "Kala" hat Colin Walch ein Debüt geschrieben, welches mich von Beginn an gepackt hat. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden von Kala, die im Sommer 2003 spurlos verschwunden ist. Sie schien der Mittelpunkt ihrer Clique zu sein, doch deren Leben geht nach dem anfänglichen weiter.
Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitsträngen, der Zeit 2003 und 15 Jahre später, als die Freunde sich wieder sehen. Da ist Helen, mittlerweile Journalistin und in Kanada zu Hause, Mesh, der es niemals aus dem kleinen Ort Kinlough heraus geschafft hat und hinter dem Tresen der Kneipe seiner Mutter arbeitet und nicht zuletzt Joe, der nun auf den großen Bühnen der Welt zu Hause ist.
Genau zu dieser Zeit, als sie wieder in Kinlough aufeinandertreffen, wird das Skelett von Kala gefunden und es verschwinden wieder zwei Mädchen. Dies lässt beim Lesen einen großen Raum für Spekulationen zu, was mir sehr gut gefallen hat. Dabei geht Welch durch den eigenwilligen, aber dennoch literarischen Schreibstil sehr auf die Perspektiven und Empfindungen der einzelnen Protagonisten ein. Die Strukturen des irischen Dorfes erscheinen teils sehr klischeehaft, aber sind dennoch überzeugend.
Insgesamt werden hier viele Vorurteile und Klischees bedient, die sich teilweise doch sehr in die Länge ziehen.
Im letzten Drittel kommt dann so richtig die erwartete Spannung auf. Auch wenn ich die Auflösung schon so erwartet hatte konnte sie mich überzeugen.
Meine Erwartungen waren nach dem Klappentext eine andere, dennoch konnte mich Colin Welch mit seinem Debüt überzeugen.
Bianka
Thalia Book Circle Community
5/5
13.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hinter dieser Wiese ist nichts idyllisch.
Hinter dieser Wiese ist nichts idyllisch.
Das Cover fand ich übrigens irgendwie trügerisch. Diese Wiese, die eher idyllische Gestaltung – und dann weiß man natürlich durch den durchgestrichenen Namen, dass jemand verschwunden ist. Aber trotzdem hatte ich zunächst nicht unbedingt erwartet, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Und dann war ich beim Lesen irgendwann so: Oh. Okay.
Denn hinter dieser fast harmlos wirkenden Gestaltung verbirgt sich ein ziemlich düsterer und vielschichtiger Krimi.
Im Mittelpunkt steht eine Clique Jugendlicher aus dem irischen Küstenort Kinlough. Kala ist das Zentrum dieser Gruppe. Doch im Sommer 2003 verschwindet sie plötzlich spurlos.
Fünfzehn Jahre später treffen einige ihrer damaligen Freunde wieder aufeinander. Als menschliche Überreste gefunden werden, holt sie die Vergangenheit erneut ein. Und je mehr ans Licht kommt, desto deutlicher wird, dass damals längst nicht alles so war, wie es vielleicht ausgesehen hat.
Was mir richtig gut gefallen hat, waren die Figuren. Sie sind nicht einfach nur irgendwelche Personen, die für die Handlung gebraucht werden, sondern haben ihre eigenen Geschichten, Fehler, Verletzungen und Geheimnisse. Gerade dadurch wird der Roman für mich so vielschichtig.
Auch die Rückblicke und Zeitsprünge haben mich überhaupt nicht gestört. Ich weiß, dass sich manche Leser daran aufhängen, aber ich hatte damit wirklich kein Problem. Ich fand es eher interessant, wie sich die Geschichte nach und nach zusammensetzt und man immer besser versteht, was damals passiert ist und wie sehr diese Ereignisse die Menschen noch Jahre später beeinflussen.
Der Einstieg ist eher gemächlich, aber danach wurde es für mich immer besser. Ich habe das Buch tatsächlich ziemlich schnell weggelesen, weil mich die Geschichte zunehmend gepackt hat. Es ist keine laute, hektische Spannung, sondern eher eine leise, düstere Atmosphäre, die sich immer weiter verdichtet.
Und diese Sprache! Die hat mir wirklich richtig gut gefallen. Sie ist melancholisch, atmosphärisch und passt für mich wunderbar zu der Geschichte. Man hat beim Lesen oft das Gefühl, dass über allem etwas Unausgesprochenes liegt.
Ich fand es außerdem spannend, wie sich der Krimi mit dieser Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden, Schuld und die Vergangenheit verbindet. Es geht eben nicht nur darum, herauszufinden, was mit Kala passiert ist. Es geht auch darum, was ihr Verschwinden mit den Menschen gemacht hat, die zurückgeblieben sind.
Für mich ist „Kala“ ein wirklich gelungenes Debüt. Ein Krimi, der sich Zeit nimmt, seine Figuren und seine Geschichte zu entwickeln, dabei aber immer mehr Sog entwickelt.
Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐⭐⭐
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4/5
06.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannung meets Coming-of-Age
„Kala“ ist für mich so ein Mix aus Spannungsroman und Coming-of-Age-Story. Am Anfang hat es sich ehrlich gesagt etwas gezogen – so richtig spannend wurde es erst ab etwa der Hälfte. Man begleitet eine Gruppe von Jugendlichen, die später als Erwachsene in ihr Heimatdorf zurückkehren, und Stück für Stück kommt raus, was damals passiert ist. Ich mochte die Perspektivwechsel zwischen den Figuren, auch wenn der Schreibstil manchmal etwas eigen war (z. B. die „Du“-Form bei Joe). Insgesamt interessant, aber nicht durchgehend fesselnd.
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