Produktbild: Der Vater eines Mörders
Band 23608

Der Vater eines Mörders Eine Schulgeschichte

Aus der Reihe Modern Classics
2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18,7/12,5/1,9 cm

Gewicht

169 g

Farbe

Tanne

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07361-4

Beschreibung

Rezension

»Alfred Andersch ist aus der Literatur und dem geistigen Leben Deutschlands nach 1945 nicht wegzudenken.«
»Es sind — für mich — wahre Kostbarkeiten, — Kostbarkeiten der Wahrheit —, in Ihrer Studie. Ach ja, welche Wohltat ist die Stimme des Wissens und loyaler Intelligenz inmitten des quälenden Geschreis der Dummheit.«
»Was politisches Bewußtsein ist, was es hervorbringt (neben den biographischen Unkosten) bei einem Schriftsteller, zeigt uns das literarische Werk von Alfred Andersch: exemplarisch in seiner Spannweite bewußter und verbindlich-gelebter Widersprüche.«

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

18,7/12,5/1,9 cm

Gewicht

169 g

Farbe

Tanne

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-07361-4

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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Eine kurze aber anspruchsvolle...

Bewertung am 02.12.2023

Bewertungsnummer: 2080548

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine kurze aber anspruchsvolle Lektüre mit einem schönen Einblick in die Vergangenheit. Mir hat das Lesen Spaß gemacht, auch wenn es sehr anstrengend war. Alfred Andersch war Mitglied der Gruppe 47. Die Lektüre lohnt sich!

Eine kurze aber anspruchsvolle...

Bewertung am 02.12.2023
Bewertungsnummer: 2080548
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine kurze aber anspruchsvolle Lektüre mit einem schönen Einblick in die Vergangenheit. Mir hat das Lesen Spaß gemacht, auch wenn es sehr anstrengend war. Alfred Andersch war Mitglied der Gruppe 47. Die Lektüre lohnt sich!

Der Vater...

Zitronenblau am 21.09.2010

Bewertungsnummer: 682850

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Andersch' kleine Erzählung "Der Vater eines Mörders" ist autobiographisch gefärbt, denn der Erzähler Franz Kien ist Andersch selbst. Kien beschreibt die Momente einer Griechischstunde, in der der Direktor (der Rex) der Schule eintritt und die Schüler belehrt, d.h. bloßstellt, schikaniert und demütigt. Der Direktor ist der Vater von Heinrich Himmler. Was will Andersch also sagen? Will er etwas erklären, etwas verstehen? Ist diese kleine Stunde eine Mikrostudie über ein autoritäres Erziehungssystem - hier in Koinzidenz des schulischen Pädagogen und väterlichen Erziehers Himmlers -, die danach sucht, die Frage nach Mit-Verantwortlichkeit, Mit-Schuld oder Mit-Ursächlichkeit zu beantworten? Kaum... Der autobiographische Auszug ist kein Versuch eines Psychogramms des Vaters, er ist keine Analyse einer Repräsentation des Systems. Denn der kleine Franz beschreibt aus seinen Kinderaugen heraus. Es wird etwas wahrgenommen, aber die Evokation dieser Wahrnehmung mangelt an Tiefgründigkeit, folgerecht an den Konsequenzen. Aber kommen wir auf den Pfad des Verstehens?, den Pfad des Erklärens?, des Deutens? Vater Himmler bleibt in meinen Augen eine mystifiziert-diffuse Gestalt, eine Figur, die irgendwie mit ihrem Sohn zusammenhängt. Die Erzählung jedoch taugt nicht als Modell. Sie ist nur eine Erinnerung des Schriftstellers...

Der Vater...

Zitronenblau am 21.09.2010
Bewertungsnummer: 682850
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Andersch' kleine Erzählung "Der Vater eines Mörders" ist autobiographisch gefärbt, denn der Erzähler Franz Kien ist Andersch selbst. Kien beschreibt die Momente einer Griechischstunde, in der der Direktor (der Rex) der Schule eintritt und die Schüler belehrt, d.h. bloßstellt, schikaniert und demütigt. Der Direktor ist der Vater von Heinrich Himmler. Was will Andersch also sagen? Will er etwas erklären, etwas verstehen? Ist diese kleine Stunde eine Mikrostudie über ein autoritäres Erziehungssystem - hier in Koinzidenz des schulischen Pädagogen und väterlichen Erziehers Himmlers -, die danach sucht, die Frage nach Mit-Verantwortlichkeit, Mit-Schuld oder Mit-Ursächlichkeit zu beantworten? Kaum... Der autobiographische Auszug ist kein Versuch eines Psychogramms des Vaters, er ist keine Analyse einer Repräsentation des Systems. Denn der kleine Franz beschreibt aus seinen Kinderaugen heraus. Es wird etwas wahrgenommen, aber die Evokation dieser Wahrnehmung mangelt an Tiefgründigkeit, folgerecht an den Konsequenzen. Aber kommen wir auf den Pfad des Verstehens?, den Pfad des Erklärens?, des Deutens? Vater Himmler bleibt in meinen Augen eine mystifiziert-diffuse Gestalt, eine Figur, die irgendwie mit ihrem Sohn zusammenhängt. Die Erzählung jedoch taugt nicht als Modell. Sie ist nur eine Erinnerung des Schriftstellers...

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