Zusammen sind sie ein unschlagbares Team, wenn sie sich nicht gerade mal wieder streiten!
Robin und Mary stehen vor ihrer zweiten Mission. Irgendwer hat Robins Ausbilderin Loretta und Marys Adoptiv-Vater, den General, entführt. Statt Lösegeld verlangen die Verbrecher: Albert Einsteins Gehirn. Doch das zu klauen, wird für Robin und Mary zu einer echten Herausforderung. Und außerdem stellt sich die Frage: Darf das Gehirn eines Genies wirklich in den Händen von Gangstern landen, die damit ihre KI noch klüger machen wollen?
Ein Irrsinnskommando? Nicht für die beiden cleversten Kinder, die das Action-Universum zu bieten hat!
Alle Bände der Robin the Hood-Reihe:
Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt? (Band 1)
Robin the Hood – Wie klaut man ein Gehirn? (Band 2)
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lesenmitausblick
5/5
20.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großer Lesespaß garantiert!
Welches Buch von Autor Rüdiger Bertram ist euer liebstes?
Neben seiner Dystopie „Streuner“ mag ich die Kinderbuchreihe „Robin the Hood“ sehr gern. Nach Band 1 „Wie klaut man eine Stadt“ gibt es jetzt auch Band 2 „Wie klaut man ein Gehirn?“ im cbj Verlag. Allein schon der Titel ist doch grandios, denn das ist eine gute Frage! Wie klaut man denn ein Gehirn und vor allem wessen?
Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Bände geben wird, weil Meisterdieb Robin „the Hood“ und Superagentin Mary „the Hand“ ein wirklich unterhaltsames, witziges Duo sind. Laut Klappentext sind die beiden die cleversten Kinder, die das Action-Universum zu bieten hat. Nachdem sie sich im ersten Abenteuer von Konkurrenten zu Freunden entwickelt haben, lassen sie trotz allem keinen Moment aus, um sich aufzuziehen und herauszufordern – zur Unterhaltung der Lesenden.
Doch worum geht es denn nun? Loretta - Ausbilderin, Nanny und Robins engste Bezugsperson – sowie der General – Mitarbeiter eines ultra-geheimen Geheimdienstes und Stiefvater von Mary – sind spurlos verschwunden. Weder Robins Eltern, die ihr Leben in der Karibik chillen, noch seine Oma, die in einem Hochsicherheitsgefängnis ihre 30jährige Strafe absitzen muss, wissen etwas über den Verbleib von Loretta und dem General. Oder haben sich die beiden abgesetzt, um sich zusammen eine schöne Zeit zu machen? Doch da taucht ein Erpresserbrief auf. Wenn Robin und Mary Loretta und den General zurückhaben wollen, müssen sie das Gehirn von Albert Einstein klauen! Wie, was? Ohh ja, das Gehirn von Albert Einstein – richtig gelesen!
Ob und wie Mary und Robin diese Herausforderung meistern können und somit Loretta und den General befreien können, verrate ich hier nicht. Das lest mal schön selbst. Man kann in Band 2 einsteigen, ohne den ersten Teil zu kennen. Aber allein um des Lesespaß‘ Willen empfehle ich auch Band 1 zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Man merkt jedem Satz und jedem Dialog an, welch diebische Freude es dem Autor zu machen scheint, im Meisterdiebe- und Superagenten-Universum unterwegs zu sein. Augenzwinkernd und überspitzt erzählt er hier eine sowohl wahnsinnig witzige, als auch spannende Geschichte, die alle Mittel des Action-Universums aufgreift.
Gleichzeitig geht es auch um Freundschaft, Vertrauen und das Thema Herkunft/Eltern. Während Robin von seinen Eltern nicht viel hält, weil diese sich wiederum nicht für ihn interessieren und auch nicht nach dem Motto „Nimm von den Reichen und gib den Bedürftigen.“ agieren und in Saus und Braus leben, ist Mary auf der Suche nach ihren richtigen Eltern. So zeigt der Autor nicht nur die Stärken seiner Hauptcharaktere, sondern auch ihre verletzliche Seite.
Schlussendlich macht das Buch aber auch so viel Spaß, weil Autor Rüdiger Bertram hier ein weiteres Mal mit dem Illustrator Horst Hellmeier zusammengearbeitet hat. Dieser hat nicht nur einfach Bilder zum Buch dazu gesteuert. Seine Schwarz-Weiß-Illustrationen erzählen die Geschichte weiter und setzen gekonnt Handlungen und Pointen in Szene. Sie sind also fester Teil der Geschichte. Die Comicpanels sind superwitzig und stellen die Handlung in spannenden Szenen fast schon filmisch dar. Manchmal ist es nur ein großes Panel, an anderer Stelle eine Folge von Panels, die den Fortgang der Geschichte vorantreiben. Speedlines, unterschiedlich gerahmte Sprechblasen, Lautmalereien – Horst Hellmeier zeichnet reduziert und setzt gekonnt die Mittel des Comics ein, um Witz und Spannung zu erzielen.
„Robin the Hood – Wie klaut man ein Gehirn?“ ist der sehr gelungene zweite Band einer coolen Kinderbuchreihe von Rüdiger Bertram und Horst Hellmeier und hoffentlich auch nicht der letzte. Klare Leseempfehlung von mir!
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