Nina wünscht sich nichts sehnlicher als ein Monster. Eines, das so furchterregend ist, dass sich niemand mehr traut, sie zu ärgern. Als sie den Versandkatalog einer Monsteragentur findet, scheint ihr Traum zum Greifen nah. Dort gibt es kleine und große Monster, gefährliche und verspielte, Monster in allen Farben. Das Monster namens Walter scheint Nina perfekt! Doch als nach einer schier endlosen Wartezeit die Spedition endlich liefert, versteckt sich in dem viel zu großen Karton nicht der furchteinflößende Walter, sondern die ängstliche Mimi ...
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Witzig und rührend zugleich!
lesenmitausblick am 01.05.2026
Bewertungsnummer: 3125718
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Würdet ihr euch ein Monster als Freund/Haustier wünschen?
Nina jedenfalls, wünscht sich ein richtiges, echtes, furchteinflößendes Monster. Davon erzählt „Ninas Monster – Falsch geliefert“ von Erfolgsautor Rüdiger Bertram. (Hatte ich erwähnt, dass mein liebstes Buch von ihm „Streuner“ ist!?)
Sein Buch ist im Tulipan Verlag erschienen, die Bilder sind von Mateo Dineen, der bekannt ist für seine Monster-Gemälde im Comic-Stil.
Nina wünscht sich ein Monster, damit sie keine Angst mehr haben muss, von den Kindern in der Schule nicht geärgert werden kann, nicht mehr allein auf dem Schulhof ist und sich im Unterricht traut, die richtigen Antworten zu geben. Doch wie das so ist, Monster gibt es ja nicht! Oder etwa doch? Während eines Sturms fliegt Nina ein Monster-Katalog der Firma Franken & Stein mitten ins Gesicht. Ein Wink des Schicksals! Doch wie überzeugt man seine Eltern, dass demnächst ein Monster einziehen wird? Und wie bringt man vor allem das viele Geld dafür auf? Nina findet einen Weg und freut sich sehr auf ihr eigenes Monster. Walter soll es sein, der ist perfekt. Mit ihm könnte sie knuddeln, er könnte sie beschützen, mit ihr spielen und reden. Am großen Tag der Tage sitzt doch tatsächlich Mimi, dieses kleine, gelbe, ängstliche Monster aus dem Katalog in der großen Kiste! Falsch geliefert! In der Firma Franken & Stein ist niemand zu erreichen und so muss Nina Mimi notgedrungen erst einmal mit zu sich nehmen…
Vielleicht ahnt ihr es. Nina und Mimi kommen sich näher und der Wunsch, Mimi umzutauschen wird mit der Zeit immer kleiner, Nina kann sich ein Leben ohne Mimi gar nicht mehr vorstellen…da plötzlich wird Walter geliefert und Mimi einfach zurückgenommen, ohne dass Nina etwas tun kann!
Ob Nina Mimi zurückbekommt, was es mit der dubiosen Firma auf sich hat, warum auch Walter dort auf keinen Fall zurück will und was Ninas Oma mit dem TikTok-Kanal damit zu tun hat, das solltet ihr selbst herausfinden!
„Ninas Monster“ ist eine zugleich witzige und auch rührende Geschichte. Es geht um die eigenen Ängste und die der anderen, um Stärken, Sich-einander-annähern, Freundschaft und den Mut zu kämpfen. Das Buch würde ich zum Selberlesen ab Ende Klasse 2, Klasse 3 empfehlen und kann auch super vorgelesen werden. Die wirklich schönen Illustrationen von Mateo Dineen erinnerten mich an Kinderbücher aus meiner Kindheit, in denen es manchmal auch künstlerisch sehr anspruchsvolle, einprägsame Zeichnungen in Schwarz-Weiß gab. Wer Rüdiger Bertram kennt, kennt auch seinen Schreibstil. Er schafft es gekonnt, sich in die Gedankengänge von Kindern hineinzuversetzen. Er erzählt wunderbar, was in Ninas Kopf vorgeht und worüber sie so alles grübeln muss, um Lösungen für ihr Problem zu finden. Zwischen den Zeilen finden sich immer wieder humorige, witzige Dialoge, Gedanken oder Anspielungen. Ich mag das sehr. Kleine Sidekicks wie auf den Eisverkäufer in der Eisdiele machen einfach viel Spaß. Der Autor weiß, was Kinder beschäftigt.
Ich hatte das große Glück, Rüdiger Bertram zum ersten Mal live zu erleben. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse hat er aus „Ninas Monster“ vorgelesen. Nachdem ich schon sehr viele seiner Werke gelesen habe, war die Freude groß, kurz persönlich mit ihm zu sprechen.
„Ninas Monster – Falsch geliefert“ empfehle ich sehr gern weiter.
Herzliche Monster
lesen=liebe am 19.03.2026
Bewertungsnummer: 3082010
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ninas größter Wunsch ist, ein Monster als Freund zu haben. Da sie in der Schule oft gehänselt und ausgelacht wird, möchte sie ein starkes Monster an ihrer Seite haben, vor dem sich alle fürchten.
Ich habe das Buch gemeinsam mit meinen Söhnen (7 und 8) gelesen. Es ist eines dieser Bücher, die einen schon auf der ersten Seite abholen. Man kann sich gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Gefühle und Wünsche nachvollziehen. Die Beziehung zwischen Oma und Nina berührt uns besonders. Oma nimmt Ninas Sorgen ernst und unterstützt sie mit viel Herz. Schön ist auch, dass Nina die Monster nicht verheimlichen und sich keine Ausreden ausdenken muss.
Auch Ninas Eltern sind toll. Sie haben zwar wenig Zeit für Nina, reagieren aber erstaunlich verständnisvoll und gelassen, als die Monster auftauchen. Viele Szenen haben uns zum Lachen gebracht.
Am Ende waren die Kinder sogar ein bisschen traurig, dass das Abenteuer schon vorbei war. Mein Sohn meinte: „Schade, dass wir das Buch schon fertig gelesen haben.“ Das sagt doch alles.
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