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Klassenbuch - Wer gewinnt im Spiel des Lebens? Kindersachbuch über Klassismus | Kindgerecht erklärt und reich illustriert | Für Kinder ab 8

1

23,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1482

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

8 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

19.02.2026

Abbildungen

Durchgängig farbig bebildert

Illustriert von

Gerda Raidt

Verlag

Klett Kinderbuch

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

26,4/20/1,5 cm

Gewicht

458 g

Farbe

Karamell

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95470-325-8

Beschreibung

Rezension

»Das „Klassenbuch“ sollten alle lesen. Vor allem die aus den oberen Klassen.« Stuttgarter Zeitung, Anja Wasserbäch, 25.02.2026
»Ein Buch, das aufweckt und zeigt, wie wichtig es ist, sich zu engagieren für mehr Gerechtigkeit und das Arbeiten an den Verhältnissen vor Ort und weit darüber hinaus.« Detlef Rüsch, Diplomsozialpädagoge

Produktdetails

Verkaufsrang

1482

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

8 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

19.02.2026

Abbildungen

Durchgängig farbig bebildert

Illustriert von

Gerda Raidt

Verlag

Klett Kinderbuch

Seitenzahl

80

Maße (L/B/H)

26,4/20/1,5 cm

Gewicht

458 g

Farbe

Karamell

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95470-325-8

Herstelleradresse

Klett Kinderbuch
Richard-Lehmann-Straße 14
04275 Leipzig
DE

Email: info@klett-kinderbuch.de

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Pflichtlektüre für uns alle!

lesenmitausblick am 11.04.2026

Bewertungsnummer: 3106047

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wisst ihr, was Klassismus ist? Ich stelle euch heute ein ungemein wichtiges Buch aus dem, wie kann es anders sein, Klett Kinderbuch Verlag vor. Autorin und Illustratorin Gerda Raidt setzt sich in ihrem neuen Werk „Klassenbuch – Wer gewinnt im Spiel des Lebens?“ mit der Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auseinander. Haben wir alle die gleichen Chancen? Ist unser Leben, sind unsere Lebenswege gerecht und geht es fair zu? Gerda Raidt geht der Frage nach, warum es manche von uns im Leben leichter haben. Sie versucht dieses wage Gefühl in Worte zu fassen. Denn die Macht unserer Herkunft sorgt dafür, dass wir von klein auf eingeteilt werden oder selbst einteilen – Stichwort Vorurteile. Dafür geht Gerda Raidt ganz systematisch vor und beginnt am Anfang, bei der Geburt. Zunächst scheinen die Chancen für alle gleich zu sein, doch da ist so ein unbestimmbares Gefühl, dass da doch geschummelt wird. Denn geht die Rechnung so einfach: Wir alle spielen das Spiel des Lebens, in dem es darum geht einen guten Platz zu erobern und das schafft man, indem man sich anstrengt…? Die Autorin thematisiert also unsere bunte Gesellschaft, in der wir alle ganz verschieden sind. Manche Unterschiede sind offensichtlich und äußerlich, manche sind eher versteckt zu ergründen. Und genau dort schaut Raidt genauer hin und hält ihren Finger in die Wunde. Sie benennt die „feinen Unterschiede“ (nach Pierre Bourdieu) und veranschaulicht diese in gut zu verstehenden, kindgerechten Illustrationen. Da sind unsere Kleidung, die Sprache, das Essen, auch Musik und Kunst(geschmack) sowie Sport. Aber auch Statussymbole, die zeigen sollen, dass man dazugehört und anerkannt ist. Sucht man sich etwas aus, weil man es mag oder weil die Leute, die man kennt, es gut finden? Na? All das sortiert uns ein. Sogar unsere Namen! Wir werden einsortiert, bevor man uns sieht, allein über unsere Namen. Auch der Ort, wo wir wohnen, sagt etwas über uns aus. Beziehungsweise können wir uns unsere Adresse nicht immer aussuchen, denn Leute mit einem Namen, der nicht deutsch klingt, haben es bei der Wohnungssuche deutlich schwerer. Auch unsere Wohnungen zeigen klar und deutlich Unterschiede in der Art, wie sie eingerichtet sind. Diese feinen Unterschiede haben eine große Macht und Wirkung. Man spürt sie erst, wenn man unter Leuten ist, die es anders machen. Dann fühlen wir uns womöglich unbehaglich, können nicht mitreden, fühlen uns fremd. Und manchmal werden wir auf Grund dessen ausgegrenzt. Gerda Raidt beschreibt das Einsortieren und die feinen Unterschiede sehr kindgerecht und verständlich nachvollziehbar. Die Illustrationen greifen dabei auch Alltagssituationen aus dem Erleben von Kindern auf, so werden ihre Erklärungen noch greifbarer. Dass es schon immer Klassen gab, veranschaulicht die Autorin auch in einem Blick in unsere Vergangenheit, anhand der Klassen in einem Zug. Wusstet ihr, dass es sogar eine vierte Klasse gab? Extra für Arbeiter, nur Stehplätze. Heute sagen wir nicht mehr Klasse, sondern sprechen von Schichten. Die Autorin wirft die These auf, dass wer es heute noch unbequem hat, sich einfach nicht genug angestrengt hat. Und widerlegt sie sofort anhand von verständlichen Beispielen. Denn sie geht davon aus, dass man in der Klasse festgehalten wird, wo man herkommt. Denn einige Kinder haben einen Vorsprung, zum Beispiel, wenn ihnen viel vorgelesen wurde, und andere eben nicht. Aber alle bekommen in der Schule die gleichen Aufgaben und Noten. Hier spielt auch das Konstrukt der sich selbst erfüllenden Prophezeiung aus der Lernpsychologie eine immense Rolle. Gerda Raidt benutzt hier nochmal eine sehr gut nachvollziehbare Veranschaulichung anhand eines Wettkampfes, bei dem einige Kinder eben schon mit großem Vorsprung loslaufen, andere mit schwerem Gepäck hinterlaufen und einige es erst gar nicht ins Ziel schaffen. Schulabschlüsse, Bewerbungen, Jobs – überall geht es ungerecht zu. Selbst, wenn man gestorben ist, lässt sich noch erkennen, wo man einsortiert war. Ist das nicht krass, wenn man sich das mal ganz bewusst, zum Beispiel mit Hilfe dieses großartigen, erklärenden Buches vor Augen hält?! Aber an dieser Stelle endet die Autorin nicht, sondern gibt Hinweise, was jede/r von uns tun kann, damit dieses Spiel des Lebens nicht so unfair weiterlaufen kann. Mehr noch, sie ruft dazu auf, dass wir die Regeln ändern müssen. Um gleichberechtigt zu sein, müssen wir uns öffnen, uns besuchen, hinsehen und den Platz der anderen und somit ihre Perspektiven einnehmen. Wir müssen sehen, fühlen, reden, um zu verstehen. Und wir müssen uns laut beschweren! Wenn die Unterschiede kleiner würden, wäre das nur gerecht. Puh, was bin ich froh, dass mir „Klassenbuch“ über den Weg gelaufen ist. Dieses Buch hilft auch mir als Lehrerin sensibler zu sein, genauer hinzusehen, Ungerechtigkeiten aufzudecken, zu verstehen und zu vermeiden. Gerda Raidt erklärt in ihrem Buch klar und systematisch, auf den Punkt und sehr verständlich, was Klassismus ist und wie wir ihn erkennen und ihm begegnen können. Und das ohne dieses für Kinder schwer zu verstehende Fremdwort zu benutzen! Wie der Klappentext treffend formuliert: „Ein augenöffnendes Buch über die Macht unserer Herkunft“(Klappentext), das in jede (Schul)Klasse und jedes Lehrerzimmer gehört.

Pflichtlektüre für uns alle!

lesenmitausblick am 11.04.2026
Bewertungsnummer: 3106047
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wisst ihr, was Klassismus ist? Ich stelle euch heute ein ungemein wichtiges Buch aus dem, wie kann es anders sein, Klett Kinderbuch Verlag vor. Autorin und Illustratorin Gerda Raidt setzt sich in ihrem neuen Werk „Klassenbuch – Wer gewinnt im Spiel des Lebens?“ mit der Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auseinander. Haben wir alle die gleichen Chancen? Ist unser Leben, sind unsere Lebenswege gerecht und geht es fair zu? Gerda Raidt geht der Frage nach, warum es manche von uns im Leben leichter haben. Sie versucht dieses wage Gefühl in Worte zu fassen. Denn die Macht unserer Herkunft sorgt dafür, dass wir von klein auf eingeteilt werden oder selbst einteilen – Stichwort Vorurteile. Dafür geht Gerda Raidt ganz systematisch vor und beginnt am Anfang, bei der Geburt. Zunächst scheinen die Chancen für alle gleich zu sein, doch da ist so ein unbestimmbares Gefühl, dass da doch geschummelt wird. Denn geht die Rechnung so einfach: Wir alle spielen das Spiel des Lebens, in dem es darum geht einen guten Platz zu erobern und das schafft man, indem man sich anstrengt…? Die Autorin thematisiert also unsere bunte Gesellschaft, in der wir alle ganz verschieden sind. Manche Unterschiede sind offensichtlich und äußerlich, manche sind eher versteckt zu ergründen. Und genau dort schaut Raidt genauer hin und hält ihren Finger in die Wunde. Sie benennt die „feinen Unterschiede“ (nach Pierre Bourdieu) und veranschaulicht diese in gut zu verstehenden, kindgerechten Illustrationen. Da sind unsere Kleidung, die Sprache, das Essen, auch Musik und Kunst(geschmack) sowie Sport. Aber auch Statussymbole, die zeigen sollen, dass man dazugehört und anerkannt ist. Sucht man sich etwas aus, weil man es mag oder weil die Leute, die man kennt, es gut finden? Na? All das sortiert uns ein. Sogar unsere Namen! Wir werden einsortiert, bevor man uns sieht, allein über unsere Namen. Auch der Ort, wo wir wohnen, sagt etwas über uns aus. Beziehungsweise können wir uns unsere Adresse nicht immer aussuchen, denn Leute mit einem Namen, der nicht deutsch klingt, haben es bei der Wohnungssuche deutlich schwerer. Auch unsere Wohnungen zeigen klar und deutlich Unterschiede in der Art, wie sie eingerichtet sind. Diese feinen Unterschiede haben eine große Macht und Wirkung. Man spürt sie erst, wenn man unter Leuten ist, die es anders machen. Dann fühlen wir uns womöglich unbehaglich, können nicht mitreden, fühlen uns fremd. Und manchmal werden wir auf Grund dessen ausgegrenzt. Gerda Raidt beschreibt das Einsortieren und die feinen Unterschiede sehr kindgerecht und verständlich nachvollziehbar. Die Illustrationen greifen dabei auch Alltagssituationen aus dem Erleben von Kindern auf, so werden ihre Erklärungen noch greifbarer. Dass es schon immer Klassen gab, veranschaulicht die Autorin auch in einem Blick in unsere Vergangenheit, anhand der Klassen in einem Zug. Wusstet ihr, dass es sogar eine vierte Klasse gab? Extra für Arbeiter, nur Stehplätze. Heute sagen wir nicht mehr Klasse, sondern sprechen von Schichten. Die Autorin wirft die These auf, dass wer es heute noch unbequem hat, sich einfach nicht genug angestrengt hat. Und widerlegt sie sofort anhand von verständlichen Beispielen. Denn sie geht davon aus, dass man in der Klasse festgehalten wird, wo man herkommt. Denn einige Kinder haben einen Vorsprung, zum Beispiel, wenn ihnen viel vorgelesen wurde, und andere eben nicht. Aber alle bekommen in der Schule die gleichen Aufgaben und Noten. Hier spielt auch das Konstrukt der sich selbst erfüllenden Prophezeiung aus der Lernpsychologie eine immense Rolle. Gerda Raidt benutzt hier nochmal eine sehr gut nachvollziehbare Veranschaulichung anhand eines Wettkampfes, bei dem einige Kinder eben schon mit großem Vorsprung loslaufen, andere mit schwerem Gepäck hinterlaufen und einige es erst gar nicht ins Ziel schaffen. Schulabschlüsse, Bewerbungen, Jobs – überall geht es ungerecht zu. Selbst, wenn man gestorben ist, lässt sich noch erkennen, wo man einsortiert war. Ist das nicht krass, wenn man sich das mal ganz bewusst, zum Beispiel mit Hilfe dieses großartigen, erklärenden Buches vor Augen hält?! Aber an dieser Stelle endet die Autorin nicht, sondern gibt Hinweise, was jede/r von uns tun kann, damit dieses Spiel des Lebens nicht so unfair weiterlaufen kann. Mehr noch, sie ruft dazu auf, dass wir die Regeln ändern müssen. Um gleichberechtigt zu sein, müssen wir uns öffnen, uns besuchen, hinsehen und den Platz der anderen und somit ihre Perspektiven einnehmen. Wir müssen sehen, fühlen, reden, um zu verstehen. Und wir müssen uns laut beschweren! Wenn die Unterschiede kleiner würden, wäre das nur gerecht. Puh, was bin ich froh, dass mir „Klassenbuch“ über den Weg gelaufen ist. Dieses Buch hilft auch mir als Lehrerin sensibler zu sein, genauer hinzusehen, Ungerechtigkeiten aufzudecken, zu verstehen und zu vermeiden. Gerda Raidt erklärt in ihrem Buch klar und systematisch, auf den Punkt und sehr verständlich, was Klassismus ist und wie wir ihn erkennen und ihm begegnen können. Und das ohne dieses für Kinder schwer zu verstehende Fremdwort zu benutzen! Wie der Klappentext treffend formuliert: „Ein augenöffnendes Buch über die Macht unserer Herkunft“(Klappentext), das in jede (Schul)Klasse und jedes Lehrerzimmer gehört.

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