Produktbild: Gotico salentino

Gotico salentino Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/3 cm

Gewicht

420 g

Übersetzt von

Elisa Harnischmacher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8274-7

Beschreibung

Rezension

"Vergesst alles, was ihr in den letzten Jahren über diesen Ort gehört habt - den Übertourismus, das Nachtleben, das Chaos, die DJs, den Mambo: Marina Pierris Salento ist eine ganz andere Welt, viel mehr wie das viktorianische London oder Frankensteins Schweiz." Vanity Fair "Ein Roman zwischen literarischer Tradition und zeitgenössischem Rhythmus. Marina Pierris Debüt glänzt mit einer hochstilisierten Sprache, die sich gelegentlich dem Dialekt öffnet und so die wunderschönen Beschreibungen der mediterranen Macchia und der Architektur in ein salentinisches Gothic-Gewand hüllt." Internazionale "Ein Buch, das einen sofort für sich gewinnt." Marie Claire "Balancierend zwischen der literarischen Tradition des 19. Jahrhunderts und dem ungestümen Trend von Fernsehserien erzählt Pierri in ihrem Briefroman von Feminismus, familiären Bindungen, Psychotherapie und Patriarchat." Il Libraio

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/3 cm

Gewicht

420 g

Übersetzt von

Elisa Harnischmacher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7099-8274-7

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    30.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine italienische Gespensterstory

    Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, ich mag die Gesamtgestaltung sehr und das Cover hat mich neugierig gemacht. Filomena Quarta kehrt mit einem mulmigen Gefühl zurück auf das Familienanwesen, das ihr Ururgroßvatergebaut hat. Dieser gründetete auch die Stadt. Filomena hofft auch einen Neuanfang, sie möchte ein Bed&Breakfast aus der Villa machen. Der Tod ihres Vaters und die gescheiterte Ehe haben sie dazu angetrieben. Auch möchte sie endlich ihren Roman schreiben. Doch das Haus hat andere Pläne und der Geist der Vergangenheit ist spürbar. Der Roman ist für mich etwas ganz Besonderes. Allein die Briefform des Buches ist ungewöhnlich und passt einfach perfekt. Die beiden Autorinnen Mary Shelley und Shirley Jackson spielen eine große Rolle in der Handlung. Dieser leicht feministische Roman geht direkt unter die Haut. Ich mag das Mystische in der Geschichte und fand die beschriebenen Szenen gut. Die Autorin Marina Pierri hat es geschafft mich zu packen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

  • Jadi

    aus Montabaur

    5/5

    18.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine gelungene Hommage!

    . Dieser Gruselroman ist eine funkelnde Hommage an die großen Autorinnen der feministischen Schauerliteratur. Eine außergewöhnliche Reise voller dunkler Schönheit und geheimnisvoller Entdeckungen. „Gotico salentino“ ist mehr als ein Buch… es ist eine Einladung, nach Italien aufzubrechen und in eine Welt voller Schatten und Geschichten einzutauchen. . Aber worum geht es genau… Filomena kehrt nach dem Tod ihres Vaters in das fiktive Dorf Palude del Salento zurück. In der alten Familienvilla wird sie mit ihrer Vergangenheit und dem Spuk um die Legende von Orlando Trispét konfrontiert, die sie als Kind wahrhaftig schon einmal erblickt hat. Filomena versucht nun die alte Familienvilla in ein Bed&Breakfast umzuwandeln, während sie versucht einen Roman zu schrieben. . In „Gotico Salentino“ begleiten wir Filomena durch ihre Geschichte… allerdings nicht in Form einer klassischen Ich-Erzählung. Stattdessen entfaltet sich die Handlung in E-Mails, die sie an ihre Psychologin richtet. So entsteht der Eindruck, als halte sie ihre Erlebnisse bewusst für uns fest, als schreibe sie ihre eigene Chronik zwischen Erinnerung, Selbstbefragung und Geständnis. Auf diese Weise lernen wir Filomena auf sehr intime Art kennen. Zugleich gewährt sie uns Einblicke in ihre Vergangenheit und in die geheimnisvolle Geschichte der Villa, deren Mauern mehr Erinnerungen bewahren, als sie preiszugeben scheinen. . Von den ersten Seiten an werden wir mit den Legenden und Mythen des Hauses konfrontiert. Die unheilvolle Atmosphäre schleicht sich zunächst leise heran, verdichtet sich nach und nach und entfaltet schließlich ihre ganze Wirkung. Es dauerte für mich etwas, bis sich das volle Gruselgefühl einstellte, doch als es schließlich da war, war es umso eindringlicher und faszinierender. . Wer allerdings blutrünstigen Horror erwartet, wird hier etwas anderes finden! „Gotico Salentino“ setzt nicht auf Schockeffekte, sondern auf das feine Frösteln eines unerklärlichen Geräuschs, auf den kalten Hauch einer Präsenz, die vielleicht nur im Augenwinkel existiert. Es ist ein atmosphärischer, beinahe wohltuender Grusel… jener seltene Schrecken, der mehr verzaubert als verstört. . Unter der Oberfläche dieser Spukgeschichte verbirgt sich zudem die leise, berührende Erzählung einer Frau auf der Suche nach sich selbst. Es ist ein Roman der Ermutigung, der dazu einlädt, genauer hinzusehen… auf die verborgenen Dinge des Lebens, auf Wahrheiten, die wir allzu oft übersehen oder missverstehen. . „Gotico Salentino“ verbindet die Tradition der klassischen Haunted-House-Erzählung mit der einzigartigen Folklore Apuliens. Zwischen Hexenglauben, den geheimnisvollen Strie, alten Legenden und der melancholischen Schönheit der süditalienischen Landschaft entfaltet sich eine Geschichte von großer atmosphärischer Dichte. Gleichzeitig ist es ein Roman von bemerkenswerter feministischer Kraft, erzählt in einem fesselnden, eindringlichen Stil, der seine Leserinnen und Leser mühelos in den Bann zieht. . Pierri führt die großen Motive der Schauerliteratur ins 21. Jahrhundert und verleiht ihnen eine frische, zeitgenössische Stimme. Wer die Werke von Mary Shelley, Shirley Jackson und anderen Meisterinnen des literarischen Unheimlichen schätzt, sollte dieses Buch unbedingt lesen!

  • Jürg K.

    5/5

    12.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine interessante Geschichte

    Dieser Roman fühlt sich an wie ein heiss flimmernder Sommertag. Filomena Quarta ist eine faszinierende Figur. Eine Frau, die zurückkehrt, um sich selbst wiederzufinden und stattdessen auf die Geister trifft, die sie nie wirklich verlassen haben. Die Dimora Quarta ist dabei nicht nur ein Haus, sondern ein Organismus, der atmet, lauscht, beobachtet. Jeder Raum trägt eine Schicht Vergangenheit, und Filomena bewegt sich darin wie jemand, der gleichzeitig heimkehrt und fremd ist. Besonders stark fand ich, wie Marina Pierri die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung und literarischer Imagination verwischt. Mary Shelley und Shirley Jackson treten nicht als blosse Referenzen auf, sondern als geistige Gefährtinnen, die Filomena begleiten, inspirieren, herausfordern. Dadurch entsteht ein Gefühl, als würde die Villa selbst ein Zufluchtsort für schreibende Frauen sein. Ein Ort, an dem Kreativität und Spuk untrennbar miteinander verwoben sind. Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die feministische Kraft des Romans. Hier sind Frauen nicht Opfer des Horrors, sondern seine Autorinnen. Sie bestimmen, welche Geister bleiben dürfen und welche endlich sprechen müssen. Der Schrecken ist nicht etwas, das ihnen widerfährt, sondern etwas, das sie verwandeln in Erkenntnis, in Kunst, in Selbstermächtigung. Für mich ein sinnlicher, kluger, tief atmosphärischer Roman, der das Gothic-Genre nicht nur zitiert, sondern neu belebt. Ein Buch, das nachhallt wie ein Schritt auf altem Holz, wie ein Hauch im Nacken, wie eine Erinnerung, die man nicht ganz abschütteln kann.

  • Desiree Buchwald

    aus Wanne-Eickel

    4/5

    26.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feministisch angehauchter Schauerroman

    Mit keinem guten Gefühl kehrt Filomena Quarta zurück zum Familienanwesen, das ihr Ururgroßvater erbaute und welches in der kleinen Stadt liegt, die er gründete. Aber nach einer gescheiterten Ehe und dem Tod ihres Vaters möchte sie nun aus dem Haus ein Bed&Breakfast machen und endlich ihren Roman schreiben. Doch sie hat unterschätzt, wie sehr die Vergangenheit sie einholt. „Gotico Salentino“ von Marina Pierri ist ein feministisch angehauchter Briefroman, der auf besondere Weise das Erbe von Mary Shelley und Shirley Jackson würdigt und das nicht nur, weil die beiden Autorinnen persönlich eine große Rolle spielen. Wunderbar atmosphärisch schenkt Marina Pierri ihren Leser*innen Häppchen für Häppchen neue Informationen, zum Haus und dessen Geschichte, zur Schauerliteratur und ihren Wegbestreiter*innen, die sowohl aus prominenten und unbekannten Geistern bestehen, sowie aus Lebenden. Nicht die ganze Zeit gruselt es einen, allerdings ist es kein Roman für Zartbesaitete. Sprachlich ist es sehr poetisch, manchmal etwas hochgestochen, hin und wieder holpert die Übersetzung, aber das löst sich im Ganzen auf. Zum Ende hin ist es ein wenig chaotisch, als würde Marina Pierri noch schnell alle Fäden auflösen und es sind zahlreiche. Für mein Empfinden auch ein, zwei zu viel, als habe sie alles, was in ihrem Kopf ist, in diesen einen Roman stecken wollen, was zur Folge hat, dass manche Themen nur kurz angeschnitten werden und dann runterfallen. Auch hatte er einige Längen. Beides kann man aber durchaus verzeihen. „Gotico Salentino“ ist ein feministischer Schauerroman, der an die Klassiker dieser Gattung erinnert.

  • Lana

    aus Wien

    4/5

    12.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bella Italia, Ombra Malumbra

    Gotico Salentino hat mich vor allem durch seine Atmosphäre begeistert. Marina Pierri schafft es, eine wunderbar unheimliche Gothic-Stimmung mitten im sonnigen Salento entstehen zu lassen. Da ich selbst erst vor Kurzem dort im Urlaub war, hat das Setting für mich besonders gut funktioniert. Die Mischung aus italienischer Lebenswelt, Familiengeschichte und übernatürlichen Elementen hebt den Roman für mich von vielen anderen Vertreter:innen des Genres ab. Besonders gefallen haben mir die zahlreichen literarischen und popkulturellen Anspielungen. Von Beetlejuice über die Addams Family bis hin zu Autorinnen wie Mariana Enriquez – immer wieder habe ich Referenzen entdeckt, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Auch die Einbindung von Mary Shelley und Shirley Jackson fand ich einen originellen und außergewöhnlichen Kniff. Filomena war für mich eine sehr sympathische Protagonistin. Sie hat Ecken und Kanten, wirkt authentisch und entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer Figur, mit der ich gerne Zeit verbracht habe. Gleiches gilt für die übrigen Charaktere, die mir nach und nach wirklich ans Herz gewachsen sind. Wer allerdings einen klassischen Horrorroman erwartet, sollte die Erwartungen etwas anpassen. Gotico Salentino lebt weniger von Schockmomenten als von einer stetig wachsenden, beklemmenden Atmosphäre. Das Buch ist eher Mystery mit Gothic-Elementen als echter Horror. Einige Szenen sind durchaus schaurig, insgesamt steht aber das Geheimnisvolle und Atmosphärische im Vordergrund. ABER: Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt recht schwer. Die Briefform war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig und über einen längeren Abschnitt hinweg hatte ich das Gefühl, dass die Handlung nur langsam in Gang kommt. Sobald die Geschichte jedoch Fahrt aufnimmt, entwickelt sie einen enormen Sog. Das Ende war mir persönlich etwas zu schnell abgehandelt, auch wenn ich die Auflösung insgesamt gelungen fand. Insgesamt hat mich Gotico Salentino stark an Mexican Gothic erinnert – gleichzeitig fühlte es sich stellenweise wie eine etwas sanftere, zugänglichere Variante der Werke von Mariana Enriquez an. Wer atmosphärische Gothic-Mystery, geheimnisvolle Häuser, literarische Anspielungen und starke Figuren mag, sollte diesem Roman definitiv eine Chance geben. - 4/5 Sterne

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Bewertungen (11)

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    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein absolutes Jahreshighlight!

    Mein absolutes Jahreshighlight! Eine wunderbare Hommage an die Anfänge der Gothic Literatur, feministisch Neuerzählt. Mit dabei sind Mary Shelley, Shirley Jackson, eine alte italienische Villa, queere Charaktere, Geister und die Absprechung patriarchaler Strukturen. Mein absolutes Jahreshighlight!!!  Unsere Hauptcharakterin Filomena kehrt nach Jahren in ihr Heimatdorf Palude del Salento, im Süden Italiens zurück. Als Kind konnte sie als einzige in der Villa ihrer Großeltern, der Dimora Quarta, den unheimlichen Geist der Gemäuer sehen, seitdem ist sie als "Mädchen, das mit den Toten spricht" dort bekannt. Obwohl sie davon immer wegwollte, grafen vor allem die literarischen Spukhände ihr Leben lang nach ihr. "Der Tod rief nach mir, und so erweckte die Schauerliteratur meine Leidenschaft. Diesem Ruf konnte ich nicht entkommen, auch nicht, wenn ich mir die Ohren zuhielt."  30 Jahre später kehrt sie nun zu ihrem Erbe zurück und will nicht nur ein Bed & Breakfast aus der Villa zaubern, auch an ihrem Debütroman möchte sie hier weiterschreiben. Angekommen versucht sie zuerst noch alle alten Spukspuren des Geistes zu vergraulen und den Leuten aus dem Dorf zu erklären, dass das alles nicht wahr ist - schnell wird sie jedoch selbst eines Besseren belehrt. Doch warum lebt Orlando Trispét in diesen Mauern? Und was will sie von Filomena, der ersten weiblichen Erbin der Quartas? Eigentlich wollte sie doch bloß in Ruhe an ihrem Roman über Mary Shelley und ihrer Beziehung zu Jane Williams schreiben... Erzählt wird Filomenas Geschichte in epilostarischer Form durch Mails an ihre Therapeutin Dottoressa und auch dieses Detail habe ich so sehr geliebt (ein weiterer Wink an die fantastische Gothic Literatur, in einer modernen Adaption). Marina Pierris Debütroman "Gotico Salentino", aus dem italienischen nach Elisa Harnischmacher, sprengt Grenzen der Literatur und lässt mein Komparatistik Herz wärmer und stärker schlagen. They ziehen Verbindungen klassischer Gothic-Literatur zu feministischen Strukturen über Zeiten hinweg und das Buch beinhaltet so ziemlich alles, was ich in einem Roman gerne lese und Pierri schreibt dieses in so einem sympathischen, ehrlichen und sprachlich tollem Ton - ich kann es kaum erwarten, mehr von Pierri lesen zu dürfen. Für mich ist dieser Roman ein besonderes Highlight und ich habe es bereits jeder Person empfohlen, die auch nur ansatzweise das Thema Literatur im Gespräch anschnitt. Absolutes Gem! 

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