Produktbild: Bildnis eines Unsichtbaren

Bildnis eines Unsichtbaren Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

313

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,3 cm

Gewicht

405 g

Farbe

Kaffee / Cool Grey

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84343-3

Beschreibung

Rezension

"Das 'Bildnis eines Unsichtbaren' ist die unkonventionelle Chronik einer für alle Zeit festgeschriebenen tiefen Verbindung zwischen zwei Menschen, ihrer leuchtenden Selbstbehauptung und einer Intimität, in der Verlustangst und Lebensfreude immer dicht beieinander lagen."




Geistesblüten






"Heiter und traurig, elegant und erhellend. Ein Lesegenuss par exellence!"




Across Cultures, Hans Durrer



Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

313

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/3,3 cm

Gewicht

405 g

Farbe

Kaffee / Cool Grey

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-84343-3

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • buecherboy

    5/5

    08.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerung, Verlust und die Liebe

    Bildnis eines Unsichtbaren von Hans Pleschinski ist ein einfühlsamer, autobiografisch geprägter Roman über Erinnerung, Verlust und die Liebe. Über mehrere Jahrzehnte – vom München der 1970er- und 1980er-Jahre bis nach der Jahrtausendwende, die einen wichtigen erzählerischen Einschnitt bildet, – begleitet Pleschinski das Leben zweier Männer in einer Zeit, in der AIDS zunehmend zur gesellschaftlichen Katastrophe wurde und Angst, Unsicherheit und Verlust ganze Lebensrealitäten bestimmten. Gleichzeitig erzählt der Roman von sexueller Selbstfindung, Begehren und der Suche nach Nähe und Identität. Mit großer sprachlicher Eleganz zeichnet Pleschinski eine Beziehung, die oft zurückhaltend erscheint und gerade dadurch besonders intensiv wirkt. Man taucht tief in die Leben der Protagonisten ein, fühlt mit ihnen und kann ihren Schmerz und ihre Einsamkeit unmittelbar nachvollziehen. Kulturelle und gesellschaftliche Beobachtungen verweben sich dabei mit persönlichen Erinnerungen zu einem dichten Zeitbild des schwulen und künstlerischen Münchens, des lebendigen Paris und ländlichen niedersächsischen Heimat des Protagonisten. Besonders berührend ist, wie der Roman versucht, ein gemeinsames Leben und einen geliebten Menschen festzuhalten, bevor Erinnerungen verblassen. Bildnis eines Unsichtbaren ist eine stille, ehrliche und tief bewegende Liebesgeschichte – und zugleich ein Erinnerungsstück an ein Leben, eine Zeit und eine Generation.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    12.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte, die man so schnell nicht mehr vergisst

    In der Geschichte wird ein Münchner Galerist vom seinem Partner tot in seiner Wohnung aufgefunden. Dreiundzwanzig Jahre waren die beiden zusammen. Es waren Jahre bewegter Liebe und künstlerischen Austauschs, Jahre in Luxus und Armut, Jahre der Trauer um die ringsum Sterbenden, Jahre der Angst vor dem eigenen Tod und der unbändigen Lebensfreude. Die Geschichte erzählt von der Lebenswirklichkeit einer Generation, deren neues Selbstbewusstsein durch Aids einen mörderischen Tiefschlag erfuhr. Ich fand die Geschichte sehr lehrreich und für mich ist es auch eine Geschichte, die mich so schnell nicht mehr loslassen wird, denn ich musste zum Teil ziemlich mitfühlen. Deshalb vergebe ich auch sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Johanna

    aus München

    5/5

    29.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Man muss Geschichten erfinden, die über den Abgrund führen.“

    Der Geliebte ist tot. Der Zurückbleibende schreibt einen Text über ihn, über die Beziehung, über das Kennenlernen, die Herkunft des einen und des anderen. Es ist eine Totenklage und die Erinnerung an ein gemeinsam verbrachtes Leben, eine literarisch gestaltete Biographie eines schwulen Lebens und einer Liebe in München. „Ich bringe es nicht über mich, seine Telefonnummer zu löschen. Die Display-Auskunft gelöscht, das elektronische Geräusch wäre die Salve eines Hinrichtungskommandos. Man kann niemanden löschen.“ Aus dem Schmerz entsteht die Darstellung beider Leben, einer dreiundzwanzigjährigen Liebe und das Bild einer Ära bis zum Einbruch der tödlichen Krankheit: die 70er und frühen 80er Jahre – die heiteren, kreativen, promisken Zeiten, als München wieder einmal leuchtete. Das Datum des Knalls am Ende ist genau bezifferbar. AIDS zerreißt die Leben vieler. Die Todesgefahr schwebt über der Community. Pleschinski erzählt von seiner ersten Liebe, der Jugend in Celle, mit großer Wärme und viel Witz von dem Zivildienst in einem Altenheim, in dem vorwiegend alte Adlige aus dem ehemals deutschen Osten ihre letzten Jahre verbrachten. Er lässt seine Anfänge in München wieder aufleben, die wilde Zeit mit einer Wiener Schauspielerin, die vielen schwulen Affären. Er erzählt auch vom Aufwachsen des achtzehn Jahre älteren Geliebten in der Nachkriegszeit, von dessen Anfängen als Galerist, von Erfolg und Misserfolg, von der letzten Unternehmung: dem Ausstellungsprojekt für Werke des Malers Edgar Ende (des Bruders des Schriftstellers Michael Ende) und von Krankheit und Tod von Volker Kinnius. Beim Kennenlernen und im Diskurs über das Theater Becketts besteht der junge Pleschinski darauf: „Man muss Geschichten erfinden, die über den Abgrund führen.“ Das hat er mit seinem Buch getan. Er hat das Schwere immer wieder mit Humor durchkreuzt. Lesenswert für alle, die eine vergangene Ära in München besichtigen wollen, die über eine große schwule Liebe lesen wollen, und für alle Pleschinski-Leser sowieso. Das Buch ist erstmals 2002 im Carl Hanser Verlag erschienen und 2026 bei C. H. Beck mit einem Nachwort des Autors und einem Nachwort der Schriftstellerin Anja Kampmann versehen wieder aufgelegt worden. Kleine Bemerkung am Rande: Im Text sind ein paar Fehler zu viel stehen geblieben.

  • MarieOn

    4/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kulturelles und intellektuelles Feuerwerk

    Hans besuchte seinen damaligen Weggefährten Serge nach vielen Jahren in Paris. Sie wollten Silvester 1999 gemeinsam verbringen. Die vielen Jahre AIDS hatten die Stadt entvölkert. Serge war bisher auf dreiundvierzig Beerdigungen gewesen. Er verbrachte nur noch jedes vierte Wochenende in Paris, den Rest der Zeit arbeitete er auf dem kleinen Weingut seiner betagten Eltern in Roussillon. Hans erinnert die Zeit, als er achtzehn war und mit dem Zug zum ersten Mal nach Paris kam. Kurz vor Antritt des Zivildienstes wollte er die Stadt der Liebe gesehen haben. Er war in einer Jugendherberge untergekommen, die sich als ausgebaute Gartenlaube mit je sechs Pritschen entpuppte. Nach der langen Fahrt schlief er ein, und als er erwachte, saß Serge auf dem Bett gegenüber. Einen so schönen Mann hatte er noch nie gesehen. Trotz Hans Schüchternheit kamen sie ins Gespräch. Er wollte in die Oper und da Serge selbst noch nie in der Oper war, begleitete er ihn. Am nächsten Abend saßen sie im Palais Garnier und lauschten der Musik Monteverdis. Danach entdeckten sie gemeinsam Versailles – die Pracht auf Erden. Sechzig Kilo Gold in den Tapisserien verwebt. Sie lachten über Ludwig den XIV. … hielten ihn für die erfolgreichste heterosexuelle Tunte, die je geatmet hat. Mit Federbüschel, Quasten, Tressen am Hut, Rubingehänge und Schnallenschuhe mit roten Absätzen. S. 13 Nach drei Wochen saß Hans im Nachtzug und heulte. Er dachte, sie würden sich nie wieder sehen. Doch dann reisten sie mit einem klapprigen VW-Käfer durch Deutschland. Sie führten ein Jahr lang konsequent Briefkontakt und jedes Jahr war Hans bei Serge. Bei einer Schlossbesichtigung in der Nähe von Melun brach Serge plötzlich vor dem Porträt Liselottes von Pfalz schweißgebadet zusammen. Nach einer Pause und einem Steak ging es besser. Serge war der erste HIV-Infizierte den Hans kannte. Fazit: Der vielfach ausgezeichnete Autor Hans Pleschinski erzählt in dieser Neuauflage fünfunddreißig Jahre seines Lebens und von den Menschen, denen er begegnete. In seiner atmosphärischen Erzählung gewinne ich einen Eindruck seiner Zeit, in der ich selbst vierzehn war. HIV hielt Einzug und verunsicherte die Schwulenszene zutiefst. Plötzlich konnte jeder Träger dieses (damals) todbringenden Virus sein. Die unmittelbaren Gefahren des Kalten Krieges und des Wettrüstens waren gegenwärtig. Als junger Künstler und Intellektueller wollte er dem spießigen Muff des Bürgertums mit allen Konventionen entgehen und schloss sich dem Lebensstil der Bohème, entstanden im Pariser Quartier Latin, an. Er fand Weggefährten aus den künstlerischen Bereichen, die ihn unterstützten und mit denen ihn lebenslange Freundschaft verband. Allen voran den älteren Galeristen Volker, mit dem er dreiundzwanzig Jahre, bis zu dessen Tod eine tiefe Beziehung pflegte. Der Autor erzählt über die Beschaffenheit der nüchternen Persönlichkeit Volkers, der den jüngeren sehnsüchtigen Hans erdete. Die Geschichte ist ein kulturelles, intellektuelles Feuerwerk. Feurige Lebenslust gepaart mit Aufbruchstimmung findet Abkühlung in den weltlichen Katastrophen und es erfordert eine Menge Lebensmut, den Gefahren nicht mit depressivem Rückzug zu begegnen. Das Buch ist ein Zeitzeugnis aus der Sicht einer anderen Gesellschaftsschicht. Und ich muss gestehen, dass ich nicht nur außen vor geblieben bin, sondern mich regelrecht ausgeschlossen habe. Das passiert mir selten in Büchern und ich habe lange darüber nachgedacht, woran das liegt. Ich hatte den Eindruck einer elitären Gruppe dabei zuzusehen, besonders zu sein und das war so weit von meiner Lebenswirklichkeit, von meinen Nöten und Ängsten entfernt, dass ich mich distanziert habe. Ich muss aber auch betonen, dass das mein ganz persönlicher Eindruck ist. Ich habe von Leser*innen gehört, die das Buch sehr schätzen konnten. Für alle, die „Zwei Männer in einem Raum“ von Walter Vogt mochten.

  • Jana

    3/5

    26.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    persönliches Werk

    Das Buch und ich wurden leider nicht so warm. Dabei lese ich gerne Biographien und auch Homoxsexualität und AIDS finde ich interessant zu lesen. Gerade am Anfang vom Buch wurde mir bewusst wie viele Menschen an der Krankheit gestorben sind. Wie die Angst sich anzustecken sich ausbreitet, man zunehmend veruteilt wird für seine Homosexualität. Dazwischen ein Paar das sich Jahre lang begleitet hat, mal mehr oft weniger monogam. Es finden sich auch wirklich schöne Formulierungen wieder. Nur bin ich schon kein Fan von Büchern ohne Kapitel. Ich finde es anstrengend zu lesen, vor allem weil die Geschichte in der Zeit hin und her springt. Gleichzeitig konnte ich mich auch nicht wirklich in die Personen hineinversetzen. Die kulturellen Gespräche werden wohl so stattgefunden haben, helfen mir aber nicht dabei eine emotionale Verbindung aufzubauen. Dennoch habe ich Respekt, das der Autor seine persönliche Geschichte geteilt hat und es gibt auch einen guten Rückblick in das Zeitgeschehen vor meiner Zeit. Danke netgalley für die Ausgabe

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