Wo geht die Liebe hin, wenn man sagt, sie ist verschwunden?
Der zweite Band der Bestseller-Reihe von Julia Schoch nun in großer Schrift in der Reihe dtv Großdruck.
Eine Frau will ihren Mann verlassen. Nach vielen Ehejahren ist sie entschlossen und doch bestürzt: Wie konnte es dazu kommen? Sie erinnert sich an die Jahre der Verliebtheit nach dem Mauerfall, an der Universität, später mit den Kindern. Aber auch an andere Momente, die das Scheitern schon erahnen ließen. Julia Schoch legt frei, was im Alltag eines Paares oft verborgen ist. Ein Loblied auf die Liebe.
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Die Geschichte einer Liebe von...
Bewertung am 19.04.2023
Bewertungsnummer: 1925407
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte einer Liebe von den Anfängen bis zum Ende, erzählt aus der Sicht der Frau mit allen Höhen und Tiefen. Was war der Auslöser zu gehen? Ein sehr intimes Buch, mit leisen Tönen erzählt.
Liebe
Kaffeeelse am 04.04.2023
Bewertungsnummer: 1915147
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Schon mit dem ersten Teil der Trilogie "Biographie einer Frau", mit dem Buch "Das Vorkommnis" hat mich die Autorin Julia Schoch sehr neugierig gemacht. "Das Vorkommnis" in seiner Betrachtung dieses Vorkommnisses aus den Augen der Erzählerin erschien mir schlüssig, regte mich zum Nachdenken an, genauso wie es der erzählenden Stimme erging. Ein interessanter Blick, dem nur noch der letzte kleine Rest gefehlt hat, der mich schlussendlich angezündet hat.
Dieses Anzünden passierte dann hier bei dem zweiten Band der Trilogie, "Das Liebespaar des Jahrhunderts". Wobei es kein Liebespaar des Jahrhunderts ist, welches hier geschildert wird. Es wird eher auf eine Liebe geschaut, es wird auf die Veränderungen geblickt, denen die Beziehungen, die wir mit anderen Menschen eingehen, unterworfen sind, die die Zeit, die vergeht und die jeden ein Stück weit verändert, einfach mit sich bringt. Die Erzählstimme blickt auf die Irrungen und Wirrungen, die das Lieben mit sich bringt, lässt anfängliche Gedanken hochkommen, die dieses Liebeschaos in uns hochkommen lässt, blickt aber genauso sezierend und sinnierend auf diese Liebe, auf dieses Liebespaar des Jahrhunderts und zieht ein Resümee. Und gerade mit diesen Gedanken, mit diesem Sinnieren trifft mich die Autorin, die Erzählstimme vollkommen, denn diese Gedanken könnten auch von mir kommen, sie berühren mich immens, sie zeigen eine Sicht, die mir nicht fremd ist und die gleichzeitig eine Impulsivität zeigt, aber gleichzeitig auch ein Nachdenken, ein sorgfältiges Abwägen. Denn dieses Impulsive in der Liebe bringt vielleicht doch verfrühte Entscheidungen, die bei einem näheren Nachdenken, einem Sinnieren über das Geschehen andere Ereignisse hochspülen. Gerade wenn man liebt, hat ja die geliebte Person auch einen großen Einfluss auf das eigene Empfinden, ein impulsgesteuertes Erleben wird ermöglicht, wenn man dies denn zulässt, denn das ruhigere Sinnieren über das Vergangene bringt dann wieder andere Gedanken. Ich bin mir fast sicher, dass dieses Buch gerade durch diesen Inhalt von den Leserinnen verschieden betrachtet wird, verschieden betrachtet werden muss. Denn die jeweilige Position im Leben bestimmt das Wahrnehmen dieser Geschichte sehr, ebenso wie der jeweilige Charakter der Lesenden hier entweder angesprochen oder auch abgestoßen wird. Ich freue mich jetzt schon auf die verschiedenen Sichten zu diesem Buch, denn man sollte sich darüber klar sein, dass jede Sicht auf ein Geschehen auch von einem Selbst einiges preisgibt.
Mich hat dieses Buch vollkommen angeknipst und ich ziehe für dieses Buch die 5-Sterne-Bewertung und freue mich als erstes auf den dritten Teil der Trilogie und dann auf weitere Bücher von Julia Schoch. Denn diese Autorin macht mich neugierig, sehr neugierig.
Meinung aus der Buchhandlung
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Frau Schoch arbeitet in dieser Erzählung teils nüchtern, doch mit emotionaler Tiefe die Historie einer fiktiven Partnerschaft auf. Der melancholische Grundtenor und das literarisch hohe Niveau werden von pikanten philosophischen Fragezeichen verziert. Die durchgängige Suche nach dem Zeitpunkt des Verwelkens einer Liebe(sbeziehung) zwingt dazu, sich mit den eigenen verflossenen Beziehungen auseinanderzusetzen und trägt diese Gedanken über die Gegenwart hinaus. Die Autorin bringt den Mut auf, das sich schleichende Einstellen der Gewohnheit mit analytischer Ehrlichkeit darzulegen. Ein wertvoller Partnerschaftsratgeber in Romanform.
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