Halbwach
Roman | Female Rage, Beziehungsunfähigkeit und Selbstfindung in der heutigen Gesellschaft | SPIEGEL-Bestsellerautorin | Perfekt für Millenials und Fans von Dolly Alderton
Cocktails am Wochenende, Journaling in der cozy Altbauwohnung und unverbindlicher, heißer Sex Als erfolgreiche Autorin liebt Zoe romantische Geschichten – solange sie nicht ihre eigenen sind. Denn im wahren Leben bedeutet Liebe für sie Enge und Stress. Also bleibt sie unabhängig, geht feiern, hat One Nights Stands und treibt ihre Karriere voran. Zoe ist überzeugt: Sie braucht keine Beziehung. Als sie den attraktiven Mael kennenlernt, scheint alles perfekt. Auch er möchte unter keinen Umständen eine feste Bindung eingehen und bietet Zoe genau das, was sie will - Nähe ohne Verpflichtung. Doch diese Nähe fühlt sich mit einem Mal gar nicht mehr so unverbindlich an, und Zoes sorgfältig entwickeltes Lebenskonzept bekommt Risse. Schließlich begibt sie sich auf eine schonungslos ehrliche Reise zu sich selbst und muss dabei nicht wenige Fragen beantworten: Was wird von uns in Beziehungen erwartet? Warum wollen wir immer das, was wir nicht haben können? Und warum ist sie wirklich seit so vielen Jahren Single? Elektrisierender Millennial-Roman von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sophia Como
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Authentisch und berührend
Sarina am 22.06.2026
Bewertungsnummer: 3175534
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich bin schon lange ein großer Fan der Bücher von Sophia Como und habe mich sehr auf ihr literarisches Debüt gefreut.
Das Cover von "Halbwach" gefällt mir wahnsinnig gut. Es hebt sich von den anderen New Adult Titeln der Autorin ab und passt auch sehr gut ins das Spektrum der literarischen Romane. Ich habe so langsam auch das Gefühl dass sich mein Lesegeschmack weiterentwickelt und ich auch sehr gerne Bücher lesen, die etwas realitischer und ehrlicher sind, was für mich dieses Cover auch ausstrahlt und weswegen es mich so neugierig machen konnte.
Zoe war eine Protagonistin mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Ich selbst habe mich dabei erwischt, wie ich ähnliche Gedanken und Muster an den Tag gelegt habe, wie sie und fand dass sie jemand ist der perfekt in die heutige Zeit mit dem komplizierten Dating Markt passt.
Die Handlung an sich hat mir auch gefallen, da das Buch in die Tiefe gegangen ist und Themen angesprochen hat die gar nicht so einfach waren. Zoe musste sich hier mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Das Buch hatte so viele schön, manchmal auch herzzerbrechende Momente und Zitate, die unter die Haut gingen. Ich habe dieses Buch wirklich sehr geliebt und hoffe, dass Sophia Como auch noch weitere literarische Werke schreiben wird.
Auch die Nebencharaktere und der Love Interest wurde sehr gut ausgebaut und waren mir sehr sympathisch. Ich habe die Charaktere schnell in mein Herz geschlossen und fand es toll, dass Zoe solche Freunde hatte, die immer für sie da sind.
Der Schreibstil von Sophia Como hat es mir hier zudem wirklich angetan. Ich kam sehr leicht in die Geschichte rein und fand, dass es einfach eine sehr berührend, realistische und tiefgreifende Geschichte war. Ich werde dieses Buch nicht so schnell vergessen und freue mich schon darauf zu sehen, was als nächstes von der Autorin kommen wird.
Die Erinnerung an eine Frau, die ich einmal war: 4,5 ⭐️
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 22.06.2026
Bewertungsnummer: 3174924
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Zoe ist erfolgreiche Autorin von Liebesromanen, doch in ihrem Privatleben erträgt sie keine Nähe, hält sich an One Night Stands und unverbindliche Affären. Feste Bindungen verursachen Beklemmungen und Stress in ihr, daher hat sie schon viele Herzen gebrochen: „Heute werde ich es beenden. Ich kann das alles nicht mehr.
Weil ich es nie kann. Weil ich es noch nie konnte. Und es auch nie können werde. Ich beende Beziehungen ohne Grund, weil ich der Grund bin. Weil Nähe mir zu nah ist. Weil Liebe mir einfach zu viel ist – egal, wie oft ich mich ihr stelle.“
Zoe ist überzeugt, dass sie keine feste Beziehung braucht, ihre vierköpfige Clique ist ihr genug.
Als sie den sympathischen und attraktiven Mael trifft, scheint alles perfekt für Zoe zu sein, denn auch er möchte unter keinen Umständen eine feste Beziehung.
Doch wieso fühlt es sich irgendwann nicht mehr gut an für Zoe?
„‘Danke. Ich find’s gut, dass das so unkompliziert zwischen uns ist.‘ – ‚Klar‘, gebe ich von mir und ziehe mich wieder an. Ich lächle, während es in mir sticht. Dann werfe ich mich in die Nacht, als wäre es ein Wettlauf gegen meine eigenen Gedanken.“
„Und während die Stadt mich verschluckt, frage ich mich, seit wann es so wehtut, egal sein zu wollen.“
Und warum ist sie wirklich seit Ewigkeiten Single?
„Zwischen Altstadt und Merianplatz wird mir klar, dass ich nicht mehr weiß, wonach ich suche. Vor Mael wollte ich Freiheit, Unabhängigkeit, keine Erwartungen und keine Liebe. Doch zwischen seinem Blick und meinem eigenen auf mich ist etwas verrutscht, was ich nicht genau benennen kann. Etwas, das mir die Frage stellt, wann ich angefangen habe, nicht mehr zu wissen, was echt ist. Vermutlich ist das das Gefährlichste daran, eine Rolle zu spielen: Ab einem bestimmten Punkt ist dir nicht mehr klar, ob du sie spielst, weil du es willst, oder weil du glaubst, dass die Welt genau diese Version von dir erwartet, und du dich dabei nur selbst hintergehst.“
Sie muss sich ihren Bindungsängsten, ihren verborgenen Gefühlen und auch den Ursachen, die in ihrer Kindheit und ihrer schwierigen Beziehung zu ihrem Vater wurzeln, endlich stellen, um zu sich selbst zu finden.
„Das hier ist meine Geschichte. Und so ungern ich es auch zugebe, ein Teil davon ist, dass auch ich eines Tages auf der anderen Seite stand. Auf der Seite, die vergebens darauf wartete, dass sich das Blatt wendete. Auf der Seite, die die Zeichen sah, aber trotzdem zu viel in ein Nichts hineininterpretierte.
Der Plottwist kam nicht. Dafür etwas anderes. Die Erkenntnis, dass nicht jeder, der Herzen bricht, automatisch ein Herzensbrecher ist. Ziemlich oft brechen wir es uns nämlich selbst, indem wir es Menschen geben, die nie darum gebeten haben.“
Ich freue mich, dass Sophia Como den Wechsel in ein neues Genre gewagt hat, mit ihrem alten hätte ich definitiv nicht zu ihrer Zielgruppe gehört – „Halbwach“ dagegenhat mir (überraschend) gut gefallen. Sowohl der frische, humorvolle, aber dennoch tiefgründige Schreibstil als auch die authentischen Charaktere (vor alle Zoe, aber auch Nebenfiguren wie Stina) haben mir sehr gut gefallen.
Zoes Aufarbeitung der Vergangenheit und ihr Weg zu sich selbst sind in einen unterhaltsamen, modernen Roman verwoben, für den 4,5 von 5 Sternen vergebe.
Vielen Dank an den HarperCollins Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!
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