Die Novelle erzählt die Lebensgeschichte von Friedrich Mergel, einem Bauernsohn in Westfalen. Er wächst in schwierigen sozialen Verhältnissen auf, in einem Milieu von Armut, Gewalt und Alkohol. Friedrich gerät in Konflikte mit seinem Umfeld, begeht Diebstähle und wird schließlich verdächtigt, den jüdischen Holzaufkäufer Aaron ermordet zu haben.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
34 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
Ab ins Bett, der Sandmann kommt!
Eva Fl. aus Franken am 06.06.2026
Bewertungsnummer: 3160125
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Immer wieder abends kommt die Familie im Arbeitszimmer des Vaters zusammen, dort erzählt dieser dann spannende Geschichten. Nathanel liebt diese Abende, die auf einmal aufhören. Die Mutter begründet es mit dem geheimnisvollen Sandmann, von dem sie schaurige Geschichten erzählt. Tatsächlich erhält der Vater Besuch vom Anwalt Coppelius, so dass Nathanel annimmt, dass dieser wohl der Sandmann ist. Plötzlich passiert etwas sehr Schlimmes. Auch Jahre später, als Nathanael dann studiert, fühlt er sich vom Sandmann weiterhin verfolgt. Von Freunden wird dies aber als blühende Fantasie abgetan.
Tatsächlich kannte ich dieses Werk von E. T. A. Hoffmann bisher überhaupt nicht. (Mir war ja nicht einmal bekannt, dass E. T. A. für Ernst Theodor Amadeus Hoffmann steht.) Umso mehr war ich gespannt auf dieses Buch und die Umsetzung.
Die Bilder im Buch gefallen mir unheimlich gut. Dorota Wünsch bildet wunderbar ab, wie man sich den Anwalt Coppelius anhand der Schilderungen vorstellt. Mir gefällt die Art und Weise, wie sie malt wirklich gut. Es wird alles sehr anschaulich verdeutlicht, macht auch Spaß, die Bilder anzusehen.
Die Geschichte ist tatsächlich schon auch irgendwie krass, wenn man dann natürlich erfährt, dass sie in der Tradition der damaligen Schwarzen Romantik verfasst wurde, weiß man, woher der Stil kommt.
Inhaltlich ist es meiner Ansicht nach gut zu verstehen, natürlich sind es immer mal wieder für die damalige Zeit übliche Ausdrucksweisen. Mir hat das unheimlich gut gefallen, dass man auch hier zahlreiche Zitate übernommen hat, die man dann extra kursiv gesetzt hat (und außerdem dem modernen Deutsch angepasst hat), damit man diese gleich erkennt. Das macht es für mich wirklich authentisch.
Ansonsten finde ich die Nacherzählung von Anna Kindermann wirklich toll. Ob ich der Altersempfehlung, die bei einem Lesealter von acht Jahren liegt, selbst auch so berücksichtigen würde, weiß ich nicht. Es ist ja schon ein Stück weit harter Stoff. Ich denke, sowas muss jeder für sich selbst sehen.
In meinen Augen ist dieses Stück der Weltliteratur für Kinder wunderbar umgesetzt, so machen Klassiker absolut Spaß, wecken das Interesse.
Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.
ich bin was ich lese
read_more_books aus Leverkusen am 19.03.2024
Bewertungsnummer: 2157906
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In diesem Buch zeigt Stefan Zweig, dass eine Geschichte nicht über hunderte von Seiten haben muss, um einfach gut zu sein, um einen zu überzeugen und um tief in die Psyche eines Menschen einzudringen.
Ich bin total begeistert von diesem Buch.
Ich empfehle einfach, ohne große Erwartungen an, dieses Buch ran zu gehen und sich mitreißen zu lassen. Vielleicht aber nur vielleicht ist der Anfang etwas langatmig aber wenn man gegen Mitte des Buches ankommt, da wird das noch mal richtig richtig gut.
Meinung aus der Buchhandlung
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Eine Geschichte die auf wenigen Seiten so viel Tiefe und Inhalt vermittel, was manch dicker Schmöker nicht erreicht.
Mit den Stilmitteln des Realismus zieht uns Stefan Zweig wiedereinmal in die unendlichen psychischen Abgründe des menschlichen Verstands. Unerwartet fesselnd und mit zahlreichen geschichtlichen Aspekten aus dem österreichischen Nationalsozialismus gespickt.
Eine auf vielen Ebenen bildende Novelle.
Eine fesselnde Erzählung über eine Gefangenschaft, den Wahnsinn, den die Einsamkeit und Isolation auslöst und ein Schachduell, das den Höhepunkt der Geschichte darstellt.
Czentovics Vorgeschichte hätte gern etwas kürzer, Dr. B.'s Vorgeschichte gerne etwas länger ausfallen können für meinen Geschmack.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.