Ein Eintragebuch für alle, die komplexe Zusammenhänge verstehen und etwas bewegen möchtenWie leben jüdische Jugendliche? Was ist Antisemitismus und wie zeigt er sich heute? Wie haben Menschen die Shoah überlebt? In diesem Eintragebuch geben kurze Sachtexte Antworten auf viele Fragen. Faktenkästen erklären, was es mit Kippa und Makkabi auf sich hat. Handlungsimpulse zeigen, wie man aktiv werden kann – sei es eine virtuelle Ausstellung zu besuchen oder Antisemitismus auf Social Media zu erkennen und damit umzugehen. Immer wieder regen Reflexionsfragen zum Notieren der Gedanken an. Politik geht uns alle an! Komplexe Inhalte verstehen, den Bezug zum eigenen Alltag entdecken und unterschiedliche Perspektiven kennenlernen – dazu lädt die interaktive Sachbuchreihe Let’s talk about Jugendliche ab 12 Jahren ein.Mit kompakten Sachtexten tauchen die Jugendlichen häppchenweise in die Inhalte ein. Dazu gibt es zahlreiche Reflexionsfragen zum Eintragen ins Buch und Handlungsimpulse. Es entstehen konkrete Ideen, wie man selbst aktiv werden und mehr über das Thema erfahren kann. So wird das Buch zum individuellen Arbeitsbuch. Faktenkästen erklären schwierige Begriffe und geben zusätzliche Informationen. O-Töne von Expertinnen und Experten sowie von Jugendlichen eröffnen verschiedene Sichtweisen. Moderne Illustrationen begleiten durch das Buch und verdeutlichen das Gelesene. Ein Eintragebuch für alle, die mitreden und etwas bewegen möchten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
jennylovesreading
Thalia Book Circle Community
5/5
11.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wichtiges Sachbuch für junge Leserinnen
Das Sachbuch Antisemitismus aus dem Ravensburger Verlag ist ein weiterer Band der Reihe Let’s talk about und wird für Kinder ab 12 Jahren empfohlen.
In vier farblich voneinander abgesetzten Kapiteln beschäftigt sich das Buch mit den Themen Judentum, Antisemitismus, Shoah sowie Israel und Antisemitismus. Dabei vermittelt es einen aktuellen und altersgerechten Einblick in historische Hintergründe und weltpolitische Zusammenhänge.
Besonders gelungen finde ich, dass das Buch nicht nur sachliche Informationen vermittelt, sondern auch persönliche Erfahrungen jüdischer Kinder einbindet. Dadurch werden die Themen greifbarer und emotional nachvollziehbarer.
Zusätzlich gibt es immer wieder interaktive Elemente. Die Kinder können eigene Gedanken und Gefühle festhalten oder werden auf Videos und Webseiten mit weiterführenden Informationen hingewiesen. Gemeinsam haben wir uns beispielsweise ein Video über eine Führung durch eine Synagoge angeschaut, was die Inhalte noch anschaulicher gemacht hat.
Ich kann das Buch uneingeschränkt Kindern und Jugendlichen empfehlen, die sich intensiver mit dem Thema Antisemitismus beschäftigen möchten. Aber auch Erwachsene können beim Lesen noch vieles dazulernen.
LG
5/5
19.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Empfehlung!
„Let’s talk about – Antisemitismus. Dein Eintragebuch“ von Marie-Sophie Adeoso, herausgegeben gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank, hat mich auf ganzer Linie überzeugt. Für mich ist das ein Buch, das in jede Schulbibliothek gehört – am liebsten direkt im Klassensatz!
Insbesondere das Konzept hat mir richtig gut gefallen: Es handelt sich nicht nur um ein Sachbuch, sondern um ein Eintragebuch, das Information und persönliche Auseinandersetzung verbindet. Kurze, gut verständliche Sachtexte erklären grundlegende Fragen: Wie leben jüdische Jugendliche heute? Was genau ist Antisemitismus – historisch und gegenwärtig? Was ist die Shoa? Was ist israelbezogener Antisemitismus? Ergänzt werden diese Inhalte durch Faktenkästen, die Begriffe wie Kippa oder Makkabi einordnen, sowie durch konkrete Handlungsimpulse. So bleibt es nicht beim reinen Wissen, sondern es wird aufgezeigt, wie man selbst aktiv werden kann. Besonders gelungen finde ich aber die vielen Reflexionsfragen. Die Leserinnen und Leser werden immer wieder dazu eingeladen, die eigene Haltung zu hinterfragen, Gedanken festzuhalten oder eigene Erfahrungen zu notieren. Dadurch entsteht eine persönliche Auseinandersetzung, wodurch man das Buch sehr gut in Bildungskontexten einsetzen kann.
Inhaltlich habe ich bei der Bildungsstätte Anne Frank vollstes Vertrauen. Die Einrichtung steht seit Jahren für fundierte, differenzierte Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Rassismus. Das merkt man auch diesem Eintragebuch an: Es ist sachlich korrekt, sensibel formuliert und zugleich klar in seiner Haltung. Für mich ist „Let’s talk about – Antisemitismus“ ein durchdachtes, niedrigschwelliges und zugleich anspruchsvolles Sachbuch!
Venenorojo
Thalia Book Circle Community
4/5
02.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Antisemitismus für Jugendliche erklärt
Marie-Sophie Adeoso hat in Zusammenarbeit mit Nathalie Friedlender und der Bildungsstätte Anne Frank dieses immer noch heikle Thema aufgegriffen und versucht, für größere Kinder und Jugendliche von der Pike auf zu erklären. Das Eintragebuch, das auch Platz für eigene Gedanken lässt, ist in vier große Blockthemen aufgeteilt: Judentum, Antisemitismus, Shoah und Israel und Antisemitismus.
Im ersten Abschnitt wird grundsätzliches zum Judentum erklärt: Von der Entstehung des Judentums bis zum jüdischen Alltag. Hier kommen auch Mitglieder jüdischer Gemeinden zu Wort. Im zweiten Block zum Antisemitismus geht es vorab um Diskriminierung, Vorurteile und Mobbing an sich, bevor es direkt um Antisemitismus und seine zahlreichen Facetten geht. Der dritte Block beschäftigt sich mit der Shoah: Das große Unheil, welches das Judentum ertragen musste, aber auch der Hinweis darauf, dass grundsätzlich anders Denkende, Süchtige, Homosexuelle oder auch Menschen mit anderer Hautfarbe oder einer Behinderung zur Zeit des Zweiten Weltkrieges eine Schreckenszeit durchmachen mussten, wenn sie diese denn überhaupt überlebten. Natürlich darf auch Anne Frank in dem Rückblick nicht fehlen, ebenso wenig wie ein zeitlicher Abriss über die schlimmen Geschehnisse zu der Zeit.
Der vierte Block berichtet darüber, wie Israel an sich entstanden ist und was zur heutigen Zeit im Staat Israel passiert und was es mit dem Nahost-Konflikt auf sich hat. Außerdem gibt es viele Hinweise darauf, wo man sich mehr Informationen zum Thema holen kann.
Mich hat es zum Beispiel sehr überrascht, dass z. B. auf die Wörter “mauscheln” und “schachern” eingegangen wird. Das Wörter antisemitisch sein können, war mir persönlich bislang noch nicht klar. Ich habe sie niemals mit dem Judentum in Verbindung gebracht. Und mehr oder weniger aus diesem Grund gebe ich dem Buch nur vier Sterne: Meiner Meinung nach reichen Hinweise darauf. Aber man möchte gefühlt alles auslöschen, und zwar mit erhobenem Finger. Themen wie Rassismus, Diskriminierung und Vorurteile gab es - leider - schon immer, und wir alle wünschen uns wohl eine Welt ohne. Ob man die jedoch mit dem erhobenen Zeigefinger erlangt, wage ich zu bezweifeln. Das Buch an sich ist jedoch ein großer Schritt in die richtige Richtung.
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