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Zugwind Roman | Ein Buch, das Mut macht: vom Leben einer jungen ukrainischen Ärztin und dem Versuch, Trost in alltäglichen Dingen zu finden

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

38343

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Khaki

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Jakob Walosczyk

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00800-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Ein ganz eigener, humorvoller und lakonischer Ton, der nach der Lektüre hoffen lässt, dass diese Autorin weiterschreibt, am Leben entlang. ("Bücherschau")
Ein erschütternder Roman darüber, was ein Krieg mit den Seelen der Menschen macht. ("Freundin")
Umwerfend! ("Hamburger Morgenpost")
Trost bezieht der Roman aus einer ungeheuren Energie seiner Protagonistin. Angesichts der Einsicht in die eigene Sterblichkeit ist der Lebenswille umso unbändiger. ("Frankfurter Rundschau")
Wir haben nur ein Leben, und dieses eine Leben ist wertvoll. Dass Fingerova diese Losung nicht einfach behauptet, sondern sinnlich umsetzt, gehört zur Verführungskraft ihres Buches. In zig Szenen und witzigen Dialogen zeigt sie, wie Klugheit und Ambivalenz, Lebensfreude und Mitgefühl, Liebe und Schwermut koexistieren. ("Neue Zürcher Zeitung")
Iryna Fingerova erzählt mit Furor, Wehmut und Witz, was das Leben zwischen den Welten fordert. ("Emotion")
Wie hält man es aus, wenn die Welt um einen herum immer wieder zusammenbricht, in der der Alltag aber weitergeht? Iryna Fingerova gibt Einblicke in Lebensrealitäten, die der Krieg geformt hat. ("MDR "Artour"")
Was die Flucht mit den Menschen macht, davon erzählt Fingerova als Ärztin mit einer sachlichen, genauen Art. Aber auch mit einem sehr menschlichen Blick. ("SWR Kultur am Morgen")
Die Sprache in "Zugwind" ist eindrücklich, impulsiv und poetisch, inklusive Ausflügen in den magischen Realismus. In diesem Buch, das so schwere Themen wie Flucht, Vertreibung, Identitätsverlust behandelt, schwingen viel Optimismus und Hoffnung mit. ("SPIEGEL plus")

Produktdetails

Verkaufsrang

38343

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.02.2026

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,2 cm

Gewicht

348 g

Farbe

Khaki

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Jakob Walosczyk

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00800-0

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bettina Hertz Lesehertzen

    aus Brandenburg

    5/5

    15.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Heimat und Neuanfang

    Zugwind“ von Iryna Fingerova ist ein autofiktionaler Roman, erschienen im Rowohlt Verlag. Die Autorin erzählt darin von Mira, einer Hausärztin, Ehefrau und Mutter, die wie sie selbst vor zehn Jahren mit ihrem Mann und der kleinen Tochter von Odesa nach Deutschland ausgewandert ist. Dadurch fließen viele persönliche Erfahrungen in die Geschichte ein. Es ist der 3. Roman der Autorin und erstmals hat sie hier Teile des Romans selbst auf Deutsch geschrieben. Die übrigen Passagen wurden von Jakob Walosczyk übersetzt – eine Kombination, die für mich sehr gelungen ist. Als der Krieg in der Ukraine ausbricht, gerät Miras bisheriges Leben aus dem Gleichgewicht. In ihrer Gemeinschaftspraxis begleitet sie viele geflüchtete Menschen und erlebt deren Sorgen und Ängste hautnah. Gleichzeitig kämpft sie selbst mit Trauer, Wut und einer immer stärker werdenden Sehnsucht nach ihrer Heimat. Denn während sie in Deutschland in Sicherheit lebt, sind einige ihrer Angehörigen, u.a. Ihre Großmutter, in Odesa geblieben. Der Wunsch, nach Odesa zurückzukehren, ihre Großmutter zu besuchen und mit ihren Freundinnen tanzen zu gehen, wird zunehmend stärker. Der „Zugwind“ wird dabei zu einem Bild für Miras innere Unruhe und ihre Zerrissenheit zwischen zwei Welten. Der Schreibstil ist leicht und fließend und wird immer wieder durch eine gute Portion Humor aufgelockert. Besonders gefallen haben mir die vielen Anekdoten aus der Hausarztpraxis, die mich oft zum Schmunzeln gebracht haben. Gleichzeitig zeigt der Roman auch die ernste Seite des Krieges und welche Veränderungen er für Menschen mit sich bringt, die plötzlich vieles neu lernen und ihr Leben unter völlig anderen Bedingungen weiterführen müssen. Man spürt Miras Zerrissenheit, sie beginnt, vieles in ihrem Leben zu hinterfragen – auch ihre Ehe. Dabei begleiten wir sie auf ihrem Weg herauszufinden, wo sie eigentlich hingehört und wie sie mit den unterschiedlichen Gefühlen umgehen kann. Wie es ihr gelingt, sich dem ZUGWIND entgegen zu stellen. Fazit:
Ein persönlicher, humorvoller und zugleich nachdenklicher Roman über Heimat, Familie, Krieg und die Frage, wo man hingehört. Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt und ich kann sie sehr gerne weiterempfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    28.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesen, unbedingt lesen!

    Die Protagonistin stammt aus Odesa und arbeitet als Ärztin in der Praxis mit Frau Erde und Frau Meer. Ein paar Jahre vor Ausbruch des Ukraine-Krieges ist sie hier sesshaft geworden. Diese Sesshaftigkeit wird mit dem Krieg durchgerüttelt. Immer mehr UkrainerInnen suchen sie auf. Und mit jeder Geschichte kommt die Frage auf, was besser ist. Ein Leben in Sicherheit, aber gefühlt ohne alles, was zum richtigen Leben dazugehört oder ein Leben im Kriegszustand. Ein Leben, das an der Oberfläche noch so zu sein scheint, wie es war, das aber von jetzt auf gleich vorbei sein kann. Und was haben die PatientInnen ausser ihren Beschwerden auf dem Herzen oder sind nicht oft genug die Beschwerden "nur" Symptome? Welche Frage ist die richtige? Die eigene Großmutter lebt nach wie vor in Odesa. Wie hält man das aus? Der Zugwind rüttelt und rüttelt. Die Autorin selbst ist Ärztin und kommt aus Odesa. Ein Buch voller Wärme, Mitgefühl ohne jedwede unangebrachte Gefühligkeit. Lesen, unbedingt lesen!

  • Bewertung

    5/5

    12.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gut

    Dieses Buch ist wirklich sehr gut. Ich habe es durch Zufall in der Stadtbibliothek entdeckt: dort gibt es ein Regal mit Neuerwerbungen. Auch wenn man schon viel über den Ukraine-Krieg gelesen hat, ist dieses Buch noch mal ganz anders und beleuchtet allgemeine und existenzielle Fragen unseres Lebens. Lesen!

  • Bewertung

    5/5

    20.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tagebuch der Zerissenheit

    Jeder kennt die Nachrichtenbilder des Ukrainekriegs, doch wenige werden die Menschen dahinter wirklich kennen, die Geflüchteten, aber auch die zuvor schon Ausgewanderten. Was fühlen sie, welche Gedanken schwirren ihnen im Kopf rum, was lässt ihnen keine Ruhe, wie kommen sie in diesem neuen Leben klar? Die Autorin erkundet diese Fragen in einer Geschichte, die sich sehr persönlich anfühlt und liest. Die Gedanken der Protagonistin Mira, einer jungen Ärztin, die schon einige Jahre vor dem Krieg nach Deutschland gezogen ist, wirken so wie die Gefühle der Autorin selbst und sind dadurch besonders authentisch und bewegend. Der Schreibstil ist dabei sehr poetisch, auf fast jeder Seite kann man schöne Zitate finden, die einen tief treffen und die man auch öfters lesen möchte. Es wirkt teilweise ein wenig wie ein Tagebuch, als ob man all den Gefühlen im Kopf einen weiteren Raum geben möchte indem man sie auf Papier bannt. Dabei lernt man natürlich Miras Sicht sehr eindrücklich kennen und kann gut nachvollziehen, wie es ihr mit der Situation und all den schlimmen Dingen geht. Darf man noch glücklich sein, wenn in der Heimat Menschen sterben? Oder muss man es sogar? Wie soll man so seine Rolle als Mutter, Ehefrau oder Ärztin erfüllen? Dazu erzählt sie zusätzlich noch von all den Menschen, die geflüchtet sind, von ihren kleinen und großen Problemen im neuen Alltag und der Kriegssituation. Man fühlt sich den Ukrainer*innen mit jeder Seite näher, das was bisher in der Distanz war wird einem hier berührend nähergebracht. Dies ist kein Buch, das man schnell nebenbei zur Unterhaltung liest, stattdessen ein wunderschön geschriebenes Werk voller Emotionen und Wortschätzen.

  • Adele

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    14.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein authentischer Blick in die Lebenswelt ukrainischer Menschen in Deutschland

    Zugwind erzählt die Geschichte der ukrainisch stämmigen Ärztin Mira, die sich lange vor dem russischen Angriffskrieg mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein Leben und eine berufliche Karriere in Deutschland aufgebaut hat. Mira stammt aus einer jüdischen Familie in Odessa und ist von dort einst selbst mit ihrem Mann nach Deutschland aufgebrochen. Mit dem Krieg in ihrem Heimatland gerät auch das hart erarbeitete, mittlerweile jedoch recht eingespielte und glückliche Leben in Deutschland zunehmend aus den Fugen. Wieviel Glück ist im Alltag erlaubt, während Familie und Freunde um ihr Land und Leben kämpfen? Man erlebt die Protagonistin zerrissen zwischen scheinbarer Normalität in ihrem Leben und Alltag in Deutschland als Ärztin und der Sorge um Familie und Freunde in der Ukraine. Verstärkt wird diese Zerrissenheit von der täglichen Arbeit in ihrer Hausarztpraxis, die sich schnell als Anlaufstelle für geflüchtete Ukrainerinnen herumspricht. Und so erlebt Mira auch hautnah die Nachrichten aus der Ukraine, die Sorgen ihrer Landsleute und auch deren Schwierigkeiten im gewählten Exil anzukommen, während ein Teil der Familie noch im Krieg lebt und um ihre Heimat kämpft. Mira wird hier oft von der Ärztin zur Sozialpädagogin und Therapeutin angesichts der Komplexität der Ansprüche. Dies alles erzählt Iryna Fingerova lebensnah und einfühlsam. Besonders berührt hat mich, wie die Protagonistin in ihrem Alltag als Ärztin ihren (ukrainischen) Patientinnen begegnet, mit so viel Verständnis und Empathie für deren Lebenswelt, weit über die medizinische Rollenbeschreibung hinaus. Neben dem Leben in Deutschland und dem inneren und äußeren Ringen um einen Umgang mit dem Krieg in der Ukraine stehen Passagen in denen die Protagonistin selbst zurück in ihr Heimatland reist und so einerseits ein authentisches Bild einer Gesellschaft im Krieg vermittelt. Über Erinnerungen an die Vergangenheit und ihr Leben und Aufwachsen in Odessa strahlt jedoch gleichzeitig eine Leichtigkeit und Schönheit in die Erzählung, die vermittelt, was der Krieg alles zerstört hat. Ich bin mittlerweile sehr vorsichtig mit autofiktionalen Romanen, die mich zuletzt oft enttäuscht haben. Zugwind war daher eine sehr positive Überraschung für mich, denn die Autorin hat ohne Zweifel schriftstellerisches Talent und nutzt dieses mit Zugwind gekonnt, um ein authentisches Bild der Lebenswelt ukrainischer Menschen in Deutschland zu vermitteln!

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