Produktbild: Sehnsucht

Sehnsucht "Twardoch ist ein großer Erzähler." Florian Illies

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8816

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.06.2026

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,6 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Flieder / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Powiedzmy, że Piontek

Übersetzt von

Olaf Kühl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7371-0232-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Ein literarisches Feuerwerk ... meisterhaft. ("Berliner Morgenpost")
Der nächste Streich des polnischen Erzähl-Maniacs ... ein verwegenes Zeit-Abenteuer. ("Focus")
Sprachgewaltig und fantasievoll. ("Nürnberger Nachrichten")
Diese Geschichte, das ist die eigentliche Sensation bei Szczepan Twardoch, geht endlich mal gut aus ... Nicht nur Romanfiguren können über sich hinauswachsen. Auch wir, die wir das lesen, können es. ("Deutschlandfunk Kultur")
Der erzählerische Wirbelwind, den Twardoch mit magischer Sprachkunst und -lust entfacht, entfacht einen gewaltigen Sog und bringt herrlich aberwitzige Momente hervor. ("Der Standard")
Twardoch führt hier zusammen, was er besonders gut kann. Atmosphären erzeugen. Szenen des Lebens in große historische Panoramen einschreiben. ("Neue Zürcher Zeitung")
‹Sehnsucht› in seiner Kühnheit, in seiner Energie und in seinem weltumspannenden Ausgreifen: Das ist der Stoff, aus dem Weltliteratur besteht ... das ist so ein Buch, für das man 20 oder 30 Jahre später den Literaturnobelpreis bekommt. ("Frankfurter Rundschau")
Eine einzige Ode auf die magische Kraft des Erzählens ... Die Lektüre lohnt sich bis zum letzten Satz. ("Welt am Sonntag")
Sehr saftig und schön erzählt ... Twardoch zeigt, was er kann, mit Lust und Freude am Erzählen. Dieses literarische Experiment sei geglückt. Ein Lesespaß. ("RBB")
Der Roman vibriert vor Elektrizität, als hätte er ein Eigenleben, das ist seine Stärke. ("NDR")

Produktdetails

Verkaufsrang

8816

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.06.2026

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,6 cm

Gewicht

307 g

Farbe

Flieder / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Powiedzmy, że Piontek

Übersetzt von

Olaf Kühl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7371-0232-2

Herstelleradresse

Rowohlt Berlin
Neue Promenade 5
10178 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

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    4/5

    20.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Erwin Pionetek ist ein Erwin Piontek ist ein Erwin Piontek

    Im Juni 1990 wurde das 26. Heft der DC-Comicserie „Animal Man“ von Grant Morrison veröffentlicht. Vom Cover der seitdem berühmt gewordenen Ausgabe starrt die Hauptfigur den Lesenden entgegen mit der Sprechblase darüber „I can see you!“. Im Verlauf der Geschichte begegnet der Protagonist seinem literarischen Schöpfer und ist plötzlich konfrontiert mit der Künstlichkeit und Fernsteuerung seiner eigenen Existenz. Szczepan Twardoch wagt in „Sehnsucht“ ein ähnliches Experiment; doch bevor es soweit kommt, lernen wir Erwin Piontek kennen. Einen ehemaligen Bergarbeiter im Ruhestand mit dem lebenslang unerfüllten Traum, Zeit auf dem Meer zu verbringen. Also beschließt er Hals über Kopf sich unangekündigt für ein Jahr von seiner Frau zu verabschieden und ohne größere Vorkenntnisse mit einem Segelschiff auf Reisen zu gehen. Das Ziel: einmal um die Welt. Der Weg: Runde um Runde um Runde um deb Rybnik-Stausee in Schlesien. Ungewollt erregt er immer mehr mediale Aufmerksamkeit und versucht diese nach besten Kräften zu ignorieren oder in die Vorstellung einer tatsächlichen Erkundung der Weltmeere und seiner Bewohner*innen zu integrieren. Dieser erste Teil des Romans schwankt zwischen Tragik und Komik und findet ein jähes Ende, als wir plötzlich von einem weiteren Erwin Piontek erfahren, der im Jahr 1905 in Deutsch-Südwestafrika zwischen die vorherrschenden Konfliktlinien gerät. Das abschließende Drittel führt die Hauptfigur in eine weitere Was wäre wenn-Situation seines Lebens, als er einige Jahr in unserer Zukunft zum Doppelgänger des totalitär herrschenden Staatsführers Polens wird. Den ganzen Roman durchzieht die deutlich hörbare Stimme eines sich einmischenden Erzählers. „Sagen wir“ ist eine der wiederkehrenden Floskeln mit der ständig vor Augen geführt wird: Jede Erzählung ist nur eine Möglichkeit, wie der Erzähler / Autor seine Figur einsetzen könnte – womöglich könnte alles ganz anders sein, denn über Wohl und Wehe von Erwin Piontek entscheidet am Ende nur Szczepan Twardoch selbst. Und genau der taucht gegen Ende immer wieder prominent auf, liefert sich Wortgefechte und Diskussionen mit seiner literarischen Schöpfung, wer nun die Endgültige Hoheit über deren Schicksal hat. „Sehnsucht“ ist kein Roman, der sich nebenbei zur guten Unterhaltung leicht runterlesen lässt. Vieles erschließt sich womöglich erst, wenn das Buch zur Seite gelegt und jemand anderem davon erzählt wurde (das Buch eignet sich bestimmt auch gut für einen ambitionierten Lesekreis). Und auch nach der letzten Seite bleiben Leerstellen, den selbst zu füllen sind. Aber wer davon nicht frustriert wird und ein Faible für außergewöhnliche Sprache und Erzählkonstrukte hat, dem sei dieser Roman mutig empfohlen.

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