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Bianca Nawrath

1. Schöne Scham

Schöne Scham

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

3858

Gesprochen von

Bianca Nawrath

Spieldauer

5 Stunden und 19 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

13

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Sprache

Deutsch

EAN

9783627033309

Beschreibung

Rezension

»Bianca Nawrath zeigt in ›Schöne Scham‹: Aktives Wegschauen ist eine klare Form von Mitschuld. [...] Nawrath zeichnet ein aussagekräftiges Porträt unserer Gesellschaft: auf der einen Seite einige wenige, die Verantwortung nicht scheuen, auf der anderen all jene, die sich das Leben leichter machen, indem sie einfach wegschauen.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

3858

Gesprochen von

Bianca Nawrath

Spieldauer

5 Stunden und 19 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

13

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Sprache

Deutsch

EAN

9783627033309

Herstelleradresse

FVA-Frankfurter Verlagsanstalt GmbH
Arndtstr. 11
60325 Frankfurt
Deutschland
Email: literatur@fva.de
Url: www.fva.de
Telephone: +49 69 74305590
Fax: +49 69 74305591

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  • Sandra

    5/5

    28.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein psychologisches Drama, das sich auf Dialoge statt großer Action konzentriert.

    - Rezensionsexemplar - Es soll ein entspannter Urlaub unter Freunden werden. Zwei Paare, eine Single-Freundin. Alles könnte so harmonisch sein, doch ehe man sich versieht, kommen Themen auf, die jahrelang unter der Oberfläche gebrodelt haben und nun nicht mehr aufzuhalten sind. »Ein bisschen fühle ich mich wie in einem Theaterstück gefangen, nur dass ich nicht weiß, nach welchem Stück wir spielen.« Kata Wir nehmen abwechselnd den Blickpunkt der drei Frauen ein. Schnell wird deutlich, dass Christian sich von Ola provoziert fühlt. Ola ist feministisch, direkt, manchmal unbequem und sie spricht unangenehme Wahrheiten aus. Sie schweigt nicht, sie legt den Finger in die Wunde. Im Gegensatz zu allen anderen. »Was muss passieren, damit er versteht, dass an diesem Tisch bis zur Eskalation deeskaliert wurde?« Ola Und die Eskalation kommt. Mit voller Wucht. Noch bevor man das ungute Gefühl in der Magengegend verstanden hat, fliegt einem die ganze Situation um die Ohren. Dabei bekommen wir tiefe Einblicke in die Beziehungen, aber auch in die Persönlichkeiten mit ihren Geschichten, die aufeinanderprallen. Scharfsinnig beschreibt die Autorin dabei den Umgang mit toxischen Beziehungen, Gewalt und Migration. Das Ende lässt einen mit vielen Gedanken zurück. Sollte man sich einmischen in die Beziehungen, in das Leben anderer? Ab wann ist Nicht-Einmischen stille Akzeptanz? Wo endet Fremdscham und Schuld beginnt? Und was ist man bereit selbst zu verändern? »Veränderung ist ein Marathon in Trippelschritten.« Amalia Ein psychologisches Drama, das sich auf Dialoge statt großer Action konzentriert. Ein beeindruckendes Buch, das nachklingt. Ich habe dieses Buch als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

  • Bewertung

    5/5

    25.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein transformierender Kokon für die Figuren und Leser gleichermaßen

    In „Schöne Scham“ schreibt Bianca Nawrath gekonnt über eine 5-er Gruppe von Menschen die durch ein gemeinsames Wochenende Masken fallen sehen und lassen und sich unliebsamen Tatsachen stellen müssen. Dabei seziert Nawrath gekonnt die Zwischenmenschliche Beziehungsebene und gibt uns Leser:innen einen Einblick in die Gedanken der 3 Protagonistinnen: Ola, Amalia und Kata. Ich muss zugeben, dass ich nicht viel vom Buch wusste als ich angefangen habe es zu lesen und somit auch von der Handlung zum Teil wirklich überrascht wurde und das im positiven Sinne. Denn die Beziehungen sind hier nicht unbedingt das was sie zu sein scheinen. Durch feine, besonders zu Beginn, subtile Hinweise die Nawrath in die Gedanken und das Handeln ihrer Figuren streut eröffnet sich uns nach und nach was dahinter steckt. Ich wünschte wirklich ich hätte dieses Buch in einer Leserunde lesen können, hier könnte man wunderbar diskutieren und auseinander nehmen, hinein interpretieren und neu zusammen fügen. Nawraths Schreibstil hat mich beeindruckt, ihre klare Sprache ohne Schnörkel lässt sich nahezu einatmen, so schnell fliegt man durch die Seiten und schnell hatte mich die Geschichte damit in ihren Bann gezogen. Dazu kommt dass ich es liebe etwas über Wortbedeutungen zu erfahren, womit sie mich beim Schmetterling ja direkt zu beginn für sich gewonnen hat. Und oh, wie genial ist dadurch bitte dieses Cover?! Ich möchte wirklich nicht zu viel verraten, daher verzichte ich auf weitere Storydetails. Nur das noch: Die Geschichte spinnt sich immer dichter um uns Leser, gleichermaßen wie um die Figuren, so dass wir am Ende selbst mit ihnen in einem Kokon sitzen und hoffen dürfen als Schmetterling daraus hervor zu gehen. Einzig das Ende war für mich dann doch etwas zu schnell, etwas zu hoppla, hop. Dafür versöhnte mich dann aber wieder der Epilog, der, aus meiner Sicht, Realistisch und nicht zu „Friede, Freude, Eierkuchen“ zeigt wie es weitergegangen ist. Etwas für jeden der sich nicht scheut einen ehrlichen Blick auf Beziehungs-- und Machtstrukturen innerhalb von Freundschaften zu werfen. Ein Buch dass auch meiner Meinung nach die Leser:innen in die Verantwortung bringt darüber nachzudenken: Was würde ich tun? Somit ein Buch für Leute, die etwas aus Büchern mitnehmen möchten und sei es nur die Wortherkunft des Schmetterlings. Von mir gibt es 4,5 Sterne. Eventuell mein Januar Highlight.

  • MarieOn

    5/5

    23.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toxische Beziehung

    Christian streicht Amalia eine Strähne hinters Ohr. Er ist gut drauf. Kata fragt sich laut, wann Lenny das letzte Mal so aufmerksam zu ihr war. Christian geht Katas Kompliment runter wie Erdnussbutter. Kata will Lenny herausfordern, der den Kopf an die Scheibe gelehnt hat und döst. Sie könne sich wirklich nicht erinnern, wann Lenny zuletzt ihren Nacken liebkost habe. „Seit du dich über meine rauen Hände beschwert hast“, brummt Lenny. Ola hat sich noch bei niemandem gemeldet. Sie wollen schnell bei ihr Halt machen und Klingeln, bevor sie sich alle zusammen auf die zweieinhalb Stunden Fahrt in das Wochenendhäuschen von Katas Eltern machen. Und da sehen sie Ola auch schon und laden sie ein. Kata Lenny ist Weltmeister in Prokrastination. Er ist der bequemste Mensch, den Kata kennt. Ein echtes Trödeltalent. Eigentlich sollte diese Fahrt ein reiner Mädelstrip werden, aber Kata hat sich durch Lennys stoisches Schmollen breitschlagen lassen, mit der Tradition zu brechen. Zum Dank hat er sie alles allein organisieren lassen und dann nicht einmal seinen Koffer gepackt. Ola Warum sie keinen Freund mitgebracht hat, will Christian wissen. Sie hat keinen. Was sie beruflich macht. Lkw-Fahrerin. Christian lacht schallend. „Jetzt mach mal keinen Quatsch, Lkw-Fahrerin.“ Ola betrachtet Christian vom Rücksitz aus, spottet innerlich über den nach Zimt stinkenden Wunderbaum nebst Rosenkranz am Rückspiegel. Wie die zwei wohl zusammengekommen sind Amalia und Christian, die immer noch so aneinanderkleben wie am Anfang ihrer Beziehung. Amalia Vor ihnen ein Auto, doppelter Auspuff, dominanter Spoiler, Rammstein-Sticker. Christian kündigt an, dass er es dem jetzt mal zeigen wird und startet ein rasantes Überholmanöver. Im Grunde freut sie sich auf das Wochenende. Christian war in letzter Zeit so unterkühlt und aufbrausend zu ihr. Vielleicht hilft das hier ihrer Beziehung auf die Sprünge. Fazit: Bianca Nawrath hat eine fein austarierte Geschichte, ganz ähnlich einer Sitcom ohne die Lacher geschaffen, wie sie ganz sicher häufig passiert. Sie lässt mich den fünf Menschen, die das Wochenende miteinander verbringe werden, über die Schulter schauen und erzählt die Geschehnisse abwechselnd aus Sicht der drei Frauen. Obwohl Christian und Kata eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet, ahnt niemand im Auto, wie er wirklich ist. Nur Amalia weiß das, weil sie mit ihm zusammen und mitten in einer toxischen Beziehung lebt. Die Autorin zeigt den Charakter Christians, der immer etwas drüber ist. Wie er Amalia mit und ohne Publikum behandelt. Die Geschichte steht stellvertretend für uns alle, bezieht uns gedanklich ein. Wie schnell wir uns blenden lassen. Unsere Zurückhaltung, weil wir in der Regel konfliktscheu sind, lieber die Augen vor den Tatsachen verschließen, als den anderen zu verärgern. In der Nachbarwohnung wird gebrüllt, etwas scheppert und wir drehen den Fernseher lauter. Die Betroffene zweifelt an sich selbst, versucht den Ball flach zu halten, ihn nicht zu verärgern. Die einzige, die den Täter glasklar durchschaut, ist Ola, aber sie steht ebenso allein da wie Amalia, die sich nicht mit ihr verbünden will, zu groß ist die Angst, alles noch schlimmer zu machen. Das Ende ist so krass wie tröstlich. Ein menschliches Desaster mit psychologischen Finessen gezeigt. Das war genau meins, solche Storys liebe ich und die Autorin merke ich mir ganz sicher.

  • zeilen_echo

    5/5

    22.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Fünf Menschen, ein Wochenende, ein Haus – und jede Menge unausgesprochene Wahrheiten.

    In Schöne Scham prallen unterschiedliche Beziehungen, Herkunft und Selbstbilder aufeinander. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven von drei Frauen: Amalia, Kata und Ola. Dieser Wechsel macht den Roman sehr zugänglich, weil man nah an ihren Gedanken ist und dabei erkennt, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können. Amalia stammt aus einfachen Verhältnissen und blickt mit Staunen (und auch Unsicherheit) auf den Wohlstand ihrer Freundin Kata. Klassismus ist damit zwar nicht das zentrale Thema des Romans, aber er durchzieht die Geschichte wie ein unterschwelliger Ton. Im Fokus stehen vor allem die Beziehungsdynamiken:
 – Amalias Partner Christian wirkt nach außen liebevoll, offenbart aber schnell ein hoch toxisches, narzisstisches Muster. Dass seine Herkunft dabei mitbeleuchtet wird, macht ihn komplexer und gleichzeitig noch unangenehmer.
 – Besonders spannend fand ich, wie klar gezeigt wird, dass Freund:innen zwar oft merken, wenn etwas nicht stimmt, aber trotzdem wegsehen. Ein heikles, wichtiges Thema. 
– Kata und Lenny, das vermeintlich „schlechtere“ Paar, entpuppen sich dagegen als Beispiel dafür, dass Alltag nicht gleich Stillstand ist. Ihre gesunde Kommunikation fand ich sehr erfrischend. 
– Mein persönliches Highlight: Ola. Selbstbewusst, glücklich single und die Einzige, die Amalias Zwickmühle wirklich wahrnimmt. Sie ist eine Figur, die zeigt, dass Selbstbestimmung nicht nur möglich, sondern kraftvoll sein kann. Schade nur, dass ihre eigene Story um „Lotti“ offen bleibt. Fazit: Schöne Scham ist leicht zugänglich geschrieben, hat mich komplett mitgerissen und regt dazu an, Beziehungsdynamiken neu zu betrachten. Wo fängt Fürsorge an und wo schlägt sie in Kontrolle oder sogar Gewalt um? Der Roman zeigt, dass nichts so ist, wie es scheint, und dass wir vorsichtig sein sollten, Beziehungen von außen vorschnell zu bewerten.

  • Bewertung

    5/5

    21.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtiges Thema, flott und spannend verhandelt

    Das Setting von „Schöne Scham“ ist fast schon klassisch: Zwei befreundete Paare, eine Single-Freundin, ein Sommerhaus an der Ostsee und die ewige Frage was da schon schief gehen soll? Wie sich herausstellt so einiges, zumindest wenn unausgesprochene Konflikte, toxische und kontrollierende Beziehungsmuster und feministische Ansichten mit im Gepäck sind… „Schöne Scham“ ist unterhaltsam, flott und bildhaft erzählt – ich konnte mir das Sommerhaus und die Stimmung nur allzu gut vorstellen. Nawrath trifft mit ihrer Sprache einen Nerv. Auch die Charaktere sind gut gewählt und dargestellt, die Konflikte zwischen ihnen kommen erst nach und nach, dann aber immer intensiver zu Tage. Gekonnt zeigt dieser Roman wie Scham und gesellschaftliche Erwartungen Menschen in ungesunden und selbstzerstörerischen Beziehungen und Machtstrukturen gefangen halten, und wie schwer dies, auch für außenstehende, manchmal zu erkennen ist. Fazit: Tolle Sommerlektüre, die nicht nur humorvoll unterhält, sondern auch ein wichtiges und ernstes Thema sehr fein und scharfsinnig behandelt – unbedingte Leseempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (19)

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