Nach den Abenteuern des Tauchers Jim Curious im Ozean und im Dschungel schickt Matthias Picard diesmal den schlaksigen Lasse Langbein in erhabene Landschaften, die unter unseren Füßen verborgen sind. Lasse Langbein erforscht Kalksteinabgründe, durchmisst Kristallwälder, passiert Stalagmiten und Stalaktiten, erschrickt vor Blitzen und Fledermäusen – ein faszinierendes Schauspiel!
In seinem neuen 3D-Abenteuer nimmt uns Matthias Picard mit unter die Erde. An der Seite von Lasse Langbein gibt es in in dieser spektakulären Mischung aus 3D-Comic und -Bilderbuch überall etwas zu entdecken.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
LeLiPä
5/5
14.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolutes Buchhighlight
Der Künstler Matthias Picard lebt und arbeitet in Paris und hat mit seinen beiden 3D-Comics „Jim Curious“ zurecht große Erfolge gefeiert.
Nun taucht er mit seiner neuen Figur Lasse Langbein in die Geheimnisse der Tiefe ab. Auch dieser Titel wird mit zwei 3D-Brillen ausgeliefert, wodurch ein intensiveres Betrachtungserlebnis ermöglicht wird.
Im Intro sehen die Betrachter Lasse, der mit seinem Boot auf dem Meer unterwegs ist, bevor er an einem Felsen ankert, und sich in dem großen Loch des Felsens mutig abseilt.
Die Geschichte startet... und Lasse taucht immer tiefer ab, begibt sich durch enge Gänge. Dabei scheucht er Fledermäuse auf und muss Hindernisse überwinden. Er läuft an unterirdischen Pilzen vorbei, tritt auf naturgewachsene Treppen und darf unterirdischen Schnee erleben.
Was für ein überaus gelungener, ausnahmslos textloser Buchtitel, der die Betrachter in eine andere Welt entführt. Denn hier sprießen auch schon mal Regenschirme aus dem Boden.
Jedes der schwarz umrandeten Bilder erzielt, ob mit oder ohne 3D-Einsatz, eine besondere Einzelwirkung.
Lasse Langbein, ein sympathisches, kleines Kerlchen, der eine wunderbare Reise unternimmt und dabei viele Abenteuer erlebt, bevor er erkennt, wo er tatsächlich ist....
Es fällt zu jeder Zeit leicht, sich der herzergreifenden Reise anzuschließen.
Eines meiner Buch-Highlights in den letzten Wochen.
CorniHolmes
5/5
06.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein außergewöhnliches Leseerlebnis!
Als mir Lasse Langbein zum ersten Mal begegnete, stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen, sieht es nicht toll aus? Es war mein erstes Werk von Matthias Picard und sicherlich nicht mein letztes. Seine vorherigen beiden 3D-Abenteuer mit dem Taucher Jim Curious stehen mittlerweile auf meiner Wunschliste und werden ganz bestimmt demnächst noch bei mir einziehen.
Matthias Picard hat hier etwas ganz Besonderes geschaffen, eine einzigartige Mischung aus Bilderbuch und Comic mit 3D-Effekten. Gekonnt spielt der französische Künstler mit verschiedenen Perspektiven und Panelgrößen, kombiniert Fotografien mit gezeichneten Elementen und erzählt die Geschichte (fast) komplett ohne Worte und ausschließlich in schwarz-weiß. Dieses Buch lebt von seinen Bildern, die in wundersame Landschaften entführen und uns auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen. Auf den ersten Blick mögen die Seiten etwas unspektakulär wirken – doch wenn man eine der beiden 3D-Brillen aufsetzt, die sich hinten im Buch befinden, erhalten die grauen, verschwommenen Bilder plötzlich Tiefe. Wie durch Zauberei hat man auf einmal imposante dreidimensionale Welten vor sich. Leider kann ich euch diesen Wow-Effekt hier nicht zeigen, aber ihr könnt mir glauben, es lohnt sich, nach diesem Buch zu greifen!
Es macht einfach total viel Spaß den schlaksigen Lasse Langbein auf seinem spannenden Abenteuer zu begleiten. Dieses dünne schwarze Strichmännchen macht seinem Namen alle Ehre und zeigt uns allein durch Körperhaltung, Blick und Ohren, was es gerade fühlt. Beginnen tut seine Expedition auf einer kleinen Insel, wo er einem geheimnisvollen schwarzen Faden in die Tiefen eines Höhlenlabyrinth folgt. Gemeinsam mit ihm durchwandert man dunkle Gänge und riesige Plizwälder, vorbei an Stalagmiten und Stalaktiten und Schwärmen von Fledermäusen. Man segelt mit einem Blütenschirmchen durch ein schweres Unwetter, entkommt nur haarscharf einem Blitzeinschlag, taucht in einen unterirdischen See hinab und trifft schließlich auf ein weißes Kaninchen, ein bisschen wie bei Alice im Wunderland. Witzigerweise gibt es auf der aufklappbaren Doppelseite am Ende sogar ein Buch von Lewis Carroll zu entdecken. ;-)
Man ertappt sich beim Betrachten der Bilder immer wieder dabei, wie man über die Seiten streicht und versucht, etwas zu erfüllen. Kindern ab 6 Jahren wird es sicherlich besonders viel Freude machen, die vielen verschiedenen Welten zu erkunden, aber auch als Erwachsener hat man seinen hellen Spaß daran und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Fazit: „Lasse Langbein“ ist eine fesselnde und faszinierende Reise durch eindrucksvolle 3D-Bilderwelten. Ein außergewöhnliches Leseerlebnis für Jung und Alt! Ich bin begeistert von diesem coolen, textlosen Bilderbuch-3D-Comic-Mix, ich kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
lesenmitausblick
5/5
24.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Genialer 3D-Effekt!
Ihr seid auf der Suche nach einem besonderen Buch? Dann habe ich genau das richtige für euch:
„Lasse Langbein – Das Geheimnis der Tiefe“ ist ein genialer Comic mit 3D-Effekt vom französischen Illustrator Matthias Picard, erschienen bei Reprodukt. Es ist eines dieser Bücher, die ein kleines Kunstwerk sind und im Buchregal immer einen besonderen Platz bekommen. Denn im Buch enthalten sind zwei 3D-Brillen. Werden diese aufgesetzt, entfaltet sich der Zauber des Comics, denn plötzlich bekommen die grauen Bilder Tiefe und strahlen/leuchten silbern. Es ist wie Zauberei und nimmt euch sofort gefangen. Mich ärgert nur, dass ich euch den Effekt hier nicht zeigen kann! Das geht wirklich nur, wenn ihr die Brillen benutzt. Daher kann es sein, dass ihr beim Betrachten meiner Bilder denkt, wovon redet sie nur? Glaubt mir einfach. ES LOHNT SICH!
Der Comic lebt allein von seinen Bildern, es gibt nur auf der letzten Seite zwei Sätze.
Zum ersten Mal halte ich hier auch einen Comic in der Hand, der einen Prolog (!) aus Bildern enthält. Was für eine coole Idee. Dort lernen wir Lasse Langbein kennen, der ein Seil entdeckt hat und herausfinden will, wohin es führt. Er zieht sich in seinem Boot übers Meer am Seil entlang und landet auf einer felsigen Insel, dort geht es in einem Loch in die Tiefe. Das Abenteuer beginnt.
Lasse ist im Prinzip lediglich eine einfache Strichmännchenfigur. Allein durch Körperhaltung, Blick und Ohren lassen sich Stimmung und Gefühle ablesen. Einfach und genial. In wechselnden Panelgrößen gibt der Illustrator entweder ganz- oder doppelseitig den Blick auf das große Ganze frei oder lenkt die Lesenden in vielen kleinen Panels hin auf Details der Geschichte, manchmal nur auf Mimik und Gestik von Lasse. Dicke schwarze Panelrahmen grenzen die Episoden voneinander ab. Lasse läuft entlang des Seils durch ein Labyrinth aus Höhlen. Meine liebste Seite ist die Höhle mit den Fledermäusen, weil der Effekt mit der 3D-Brille hier besonders toll wirkt. Die Fledermäuse flattern wild um Lasse herum. Die Bilder wirken so plastisch und echt, es ist grandios. Lasse hangelt sich von Felsen zu Felsen, kriecht durch enge Gänge, springt und klettert, immer tiefer. Es gibt pilzartige Gewächse, Treppen, die hinunter zu fantastischen Landschaften führen. Er entdeckt glitzernde Kristalle und ganze Höhlen aus Kristallgestein. Dann wird es bergig, der Himmel verdunkelt sich, es regnet, er muss sich vor den Blitzen in Sicherheit bringen und fliegt an einem Schirmchen davon. Landet im Meer, zwischen Korallen und wundersamen Wesen, bis er schließlich in einer Sandwüste bei kleinen weißen Häschen ankommt, in der Hitze sieht er eine Fata Morgana, um schließlich durch eine dunkle Tür auf einem Schreibtisch zu landen, der voller Skizzen und Ideen zu einem Buch - zu seinem Buch - ist. Es finden sich die verschiedensten Gesteine und Lasse krabbelt auf die Hand des Autors/Illustrators. Hier bekommt er seinen Namen und findet…Das verrate ich nicht.
„Lasse Langbein“ ist ein ganz besonderer Comic für Kinder und Erwachsene. Sobald man die 3D-Brille aufsetzt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es ist verrückt, was Bücher alles können.
Ich kann mir übrigens auch den Einsatz im Unterricht sehr gut vorstellen. Fächerübergreifend kann hier in Kunst und Deutsch gearbeitet werden. Auch Mineralien und Gesteine können thematisiert werden. Auf dem Vorsatzpapier des Comics werden Gesteine und Fundstücke gezeigt, die zum Teil aus einem Naturkundemuseum stammen. Geologie und Erdgeschichte finden ihren Eingang in das Abenteuer von Lasse Langbein.
Ich empfehle euch von Herzen dieses besondere Buch und bedanke mich für das Rezensionsexemplar.
Fernweh_nach_Zamonien
aus Buchhaim
5/5
29.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine außergewöhnliche Lektüre für Groß und Klein: spektakulärer Spaziergang durch unterirdische Welten in 3D!
Inhalt:
Lasse Langbein folgt neugierig einem mysteriösen schwarzen Faden, klettert dabei hinab in die Tiefe und erkundet geheimnisvolle Welten, die unter unseren Füßen verborgen sind.
Vorbei an Stalagmiten und Stalaktiten durchstreift das langbeinige Kerlchen Wälder aus gigantischen Pilzen, entdeckt wunderschöne Kristalle, entgeht um Haaresbreite einem Blitzeinschlag, weicht Schwärmen von Fledermäusen aus, fliegt Mithilfe eines Blütenschirmchens durch die Luft, taucht in den Tiefen eines unterirdischen Sees und erlebt am Ende eine Überraschung ...
Dem Buch liegen zwei 3D-Brillen bei für eine gemeinsame Lektüre.
Altersempfehlung:
ab 5 Jahre
Mein Eindruck zur Drucktechnik:
Wie bereits bei den beiden Abenteuern von Jim Curious ist auch hier die Umsetzung hervorragend gelungen: großes Buchformat, saubere Drucktechnik und qualitativ hochwertiges Papier.
Die Bilder sind ausschließlich in schwarz-weiß gehalten, der Protagonist selbst ist "nur" eine schwarze Schattengestalt.
Um den gewünschten dreidimensionalen Effekt zu erreichen, werden Teilbilder, z. B. Pilze im Vordergrund in Blau und Rot überlagert.
Es empfiehlt sich, grelle und direkte Beleuchtung bei der Lektüre zu vermeiden, um das 3D-Erlebnis zu intensivieren.
Sobald man dann durch eine der beiden dem Buch beiliegenden Pappbrillen (ein "Glas" mit blauer Folie, das andere mit roter) schaut und so jeweils nur die Eigenfarbe durchgelassen und die Komplementärfarbe gefiltert wird, entsteht im Kopf ein zusammengesetztes Bild mit Tiefen, die real auf dem Papier nicht existieren.
Mein Eindruck zur Geschichte:
Nach den abenteuerlichen Ausflügen des Tauchers Jim Curious in die Tiefen des Ozeans sowie in den dichten Dschungel schickt Autor Matthias Picard dieses Mal den schlaksigen und langbeinigen Lasse ins Rennen (im Original Jean Jambe).
Lesende benötigen nichts weiter als die beiliegenden 3D-Brillen, um in eine faszinierende Welt der Stalagmiten und Stalaktiten einzutauchen.
Kleine Details, die bereits vor der Lektüre auffallen:
Die beiden "L" im Titel schauen exakt aus, wie Lasses ellenlange Beine.
Bei den 3D-Brillen ist es ein Hingucker, dass die Aussparungen zum Durchsehen nicht einfach rund sind, sondern felsiges Gestein nachzeichnen.
Lasse Langbein ist ein sympathisches, aufgewecktes Kerlchen. Sein Weg durch die geheimnisvolle und beeindruckende Unterwelt zieht sich wortwörtlich wie ein schwarzer Faden durch das Buch.
Es gibt kaum erkennbare Mimik, da Lasse ausschließlich eine schwarze Schattengestalt ist. Dafür vermittelt die Position der langen Ohren umso deutlicher, ob Lasse fröhlich, erstaunt oder ängstlich ist.
Die Gestaltung der Welt ist eindrucksvoll: eine Mischung aus Photographie (modellierte Landschaft aus Gips kombiniert mit Mineralien aus den Sammlungen des Naturhistorischen Museums von Aix en Provence) und gezeichneten Elementen. Wer sich für die Entstehung interessiert: weitere Infos und Bilder finden sich auf der Homepage des Autors.
Abgesehen von den faszinierenden 3D-Effekten bietet die Mischung aus Bilderbuch und Comic ein außergewöhnliches Leseerlebnis.
Nicht zuletzt aufgrund des Spiels mit verschiedenen Perspektiven und der Anordnung der Panels.
Es kommt nahezu vollständig ohne Worte aus. Lediglich am Ende gibt es einige Zeilen zu lesen. Jedes Panel, das Timing und jede Aktion in der beeindruckenden Reise spricht für sich.
Kurz vor Ende seiner unermüdlichen Verfolgung des schwarzen Fadens begegnet Lasse Langbein einem weißen Kaninchen und erlebt eine Überraschung, welche ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen möchte.
Wer hier sofort an Alice im Wunderland denkt: dies ist kein Zufall, sondern ein Easter Egg.
So wie auch Alice langsam und immer tiefer in die Welt des sonderbaren Wunderlandes eintaucht, so ähnlich ergeht es Lasse Langbein. Die Regeln der Logik kann man getrost vergessen.
Auf der letzten Seite entdeckt man neben dem Schreibtisch des Autors unter anderem ein Buch von Lewis Caroll ;-)
Diese ausklappbare Doppelseite ist zugleich eine Art Making-off und wird anschließend ergänzt durch die im Vorsatz gezeigte, kurz erläuterte Sammlung verschiedener Mineralien.
Fazit:
Lasse Langbeins abenteuerlicher Spaziergang ist eine bildgewaltige und faszinierende Mischung aus 3D-Comic und Bilderbuch.
Ein außergewöhnliches Lesevergnügen für Jung und Alt!
...
Rezensiertes Buch: "Lasse Langbein - Das Geheimnis der Tiefe" aus dem Jahr 2025
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