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Ian McEwan

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Was wir wissen können

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2254

Gesprochen von

Eva Mattes + weitere

Spieldauer

14 Stunden und 3 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

32

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696318

Beschreibung

Rezension

»Ein so hochliterarischer wie engagierter Zeitdiagnostiker.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

2254

Gesprochen von

Spieldauer

14 Stunden und 3 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

24.09.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

32

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Bernhard Robben

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696318

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  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    01.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein verklärter Blick in unsere Gegenwart

    In diesem Roman blicken wir aus dem Jahr 2119 zurück in unsere Gegenwart. Der erste Teil des Romans ist im Jahr 2119 angesiedelt. Die Welt hat alle Konsequenzen unserer ungeheuer laschen Klimapolitik zu tragen: ganze Erdteile sind aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels überschwemmt, es kam zu Nuklearkatastrophen und insgesamt hat sich die Weltbevölkerung auf vier Milliarden halbiert. Wohlstand gibt es keinen mehr. Thomas Metcalfe ist Literaturprofessor, jedoch im Jahr 2119 sind Geisteswissenschaften nicht mehr gefragt. Der Professor hat seinen wissenschaftlichen Fokus auf Literatur von 1990-2030 eingegrenzt. Metcalfe ist auf der Suche nach einem Liebesgedicht von dem damals berühmten Francis Blundy. Sämtliche Archive hat er bereits durchforstet, aber es gibt keinen Hinweis, wo das Gedicht geblieben sein könnte. Beim Lesen des archivierten Materials bekommt Metcalfe eine Ahnung, wie die Welt 2020 ausgesehen hat und die Menschen gelebt haben, welche Krisen sie meistern mussten und welche Kriege sie geführt haben. Er kann nicht begreifen, warum in dieser Zeit nicht mehr für die Umwelt und das Klima getan wurde. Er stellt sich die Jahre 1990-2030 sehr verklärt vor (im Gegensatz zu dem, wie wir sie derzeit selbst erleben). Im zeiten Teil des Romans erzählt dann Vivien Blundy ihre Geschichte, denn für sie wurde das Gedicht „Ein Sonettenkranz für Vivien“ geschrieben und so löst sich auch das Rätsel rund um den Verbleib des Gedichtes. Dieser Teil des Romans ist großartig konzipiert und geschrieben. Ich fand den ersten Teil etwas zu lang und fast ein wenig zäh zu lesen, wurde jedoch im zweiten Teil mehr als belohnt. Bei dem Roman handelt sich nicht nur um eine Umwelt- bzw Klimadystopie, weil der Roman so viele andere Themen verhandelt und sich auch nicht wie eine Dystopie liest. Liebe, Alzheimer und Ehebruch sind weitere zentrale Themen. Insgesamt dann am Ende ein gelungener Roman. Aus dem Englischen von Bernhard Robben

  • Bewertung

    5/5

    16.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich bin begeistert!

    Wegen den schlechten Bewertungen hätte ich das Buch fast nicht gekauft. Weil ich aber die Geschichten und die Sprache von Ian McEwan so mag, habe ichs dann doch getan. Geschmack ist bekanntlich verschieden. Und tatsächlich brauchte auch ich eine Weile, ehe ich mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte. Und nun bin ich so begeistert, dass ich gleich noch einmal von Vorne beginnen möchte. Ich lese Bücher nur ganz selten zweimal - das könnte eines davon sein. Mein Tipp: Am Anfang durchhalten und das Buch zu Ende lesen. Viel Vergnügen!

  • buch.pilot

    4/5

    02.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Geschichte zur Erzählung wird

    Ian McEwan verknüpft in „Was wir wissen können“ eine dystopische Zukunftsvision mit einer literarischen Detektivgeschichte. Vor allem aber ist sein Werk ein komplexes Gesellschaftsdrama sowie eine Reflexion über die Unzuverlässigkeit historischer Überlieferungen. Der Roman ist zweigeteilt. Im ersten Teil versucht der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe in einer ökologisch zerstörten Zukunft, ein verschollenes Gedicht und die Wahrheit hinter einem mysteriösen Abendessen im Jahr 2014 zu rekonstruieren. Statt sich den Herausforderungen in seinem eigenen Leben zu stellen, arbeitet er sich wie besessen durch historische Tagebücher, SMS und E-Mails. Vor seinen Augen entfaltet sich dadurch ein literarisches Rätsel um Liebe und Verrat. McEwan zeichnet das Bild eines „postapokalyptischen“ Englands, das durch den Anstieg des Meeresspiegels zu einer Inselgruppe geworden ist. Damit wird die Suche nach dem Gedicht – das selbst den Klimawandel thematisiert – zum Symbol für die kollektive Trauer um eine zerstörte Umwelt und die Sehnsucht, das Unabwendbare rückgängig zu machen. Immer wieder springt die Handlung zwischen den Zeitebenen hin und her. Im Jahr 2014 steht die intensive, aber komplizierte Ehe zwischen dem Lyriker Francis Blundy und seiner Frau Vivien im Zentrum. Ihre Verbindung bildet das emotionale Herzstück, um das sich das verschollene Gedicht dreht. Vivien Blundys Aufzeichnungen machen dann auch den zweiten Teil des Romans aus. In ihrem schriftlichen Vermächtnis spiegelt sich ein Leitthema McEwans: Er hinterfragt, was wir über die Vergangenheit wirklich wissen können, wenn wir lediglich auf unvollständige Indizien und Datenfluten angewiesen sind. Wie echt kann eine Biografie sein? In welchem Verhältnis stehen Biograf und abgebildete Persönlichkeit? Neigt die Nachwelt dazu, Ereignisse zu stilisieren – und wann geht die Wahrheit der Fiktion auf den Leim? „Was wir wissen können“ ist somit weit mehr als ein Science-Fiction-Roman: Es ist ein brillantes Spiel mit der Zeit, das uns vor Augen führt, dass jede Rekonstruktion der Vergangenheit eine Form des Erzählens bleibt.

  • Bewertung

    aus Feuerthalen

    4/5

    01.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    was ist und was bleibt

    Die Suche nach einem legendären Gedicht ergibt den Rahmen der Handlung in unserer Gegenwart und in hundert Jahren. Grossartig sind die Charaktere der verschiedenen Protagonisten geschildert. Die Schwierigkeit von Beziehungen scheint zeitlos. Anstelle der gesuchten Prosa finden die Literaturwissenschaftler der Zukunft tatsächlich einen Schatz, den sie aus Unkenntnis der Wahrheit aber nicht wertschätzen können. Die historische Sicht der Dinge bleibt trotz akribischer Forschung unvollständig, reduziert auf das "was wir wissen können".

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    4/5

    26.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    etwas zu lang

    Das ist ein schönes Buch, ausserordentlich gut geschrieben, viel Sensibilität, Gespür für Kultur, für Weitsicht, für Psychologie, Empathie und Schönheit. Der Plot ist aber ziemlich schräg, schon fast halb Science Fiction. Ausserdem bietet er Material für mindestens zwei Geschichten, die ziemlich unabhängig voneinander hätten geschrieben werden können. Nicht erstaunlich ist deshalb das Urteil, dass dieses Buch viel zu lang ist. Die Akteure sind sehr fein und detailliert beschrieben, sehr glaubwürdig. Die Männer kommen ziemlich schlecht weg.

Kundinnen und Kunden meinen

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