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Produktbild: Wir waren die Zukunft

Wir waren die Zukunft Leben im Kibbuz

Aus der Reihe Altneuland
1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

40122

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Kanon Verlag

Seitenzahl

268 (Printausgabe)

Dateigröße

11373 KB

Übersetzt von

Lucia Engelbrecht

Sprache

Deutsch

EAN

9783985681914

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A

Verkaufsrang

40122

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Kanon Verlag

Seitenzahl

268 (Printausgabe)

Dateigröße

11373 KB

Übersetzt von

Lucia Engelbrecht

Sprache

Deutsch

EAN

9783985681914

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Wichtiges & lesenswertes Buch

Carina Fellner aus Baden bei Wien am 29.11.2025

Bewertungsnummer: 2665456

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mir eine Welt eröffnet, von der ich vorher nicht wusste, das sie je existiert hatte. Yael Neeman schreibt aus der Wir-Perspektive über eine Kindheit im israelischen Kibbuz Yechiam. Die deutsche Übersetzung von Lucia Engelbrecht trägt die Nuancen gut, die Sätze sind klar und ruhig übersetzt. Der Kibbuz Yechiam ist nicht nur Schauplatz, sondern vor allem Erfahrung: Felder, Pinien, Feigen, Staub und Hitze. Die Natur ist immer präsent, wird von der Autorin aber nicht romantisiert. Sie ist der Rahmen, in dem eine Gemeinschaft versucht, ein völlig neues Leben zu bauen. Der Kibbuz organisiert dabei alles. Ein Studium etwa ist keine Privatentscheidung: Ob und was jemand studiert, richtet sich nach dem Bedarf der Gemeinschaft. Essen außerhalb der festen Zeiten ist nicht erlaubt. Kleidung und Schuhe stellt der Kibbuz, private Dinge gibt es nicht. Der Tag ist durchgetaktet: Schlafen, lernen, spielen, arbeiten, alles zu seiner Zeit. In der Schule gibt es keine Prüfungen und keine Noten. Gleichaltrige schlafen in Kinderhäusern, nicht bei den Eltern. Babys werden von der Familie getrennt, später besuchen die Kinder ihre Eltern jeden Abend genau für eine Stunde und fünfzig Minuten. Freundschaftsnetze entstehen in der Altersgruppe, Hierarchien sollen sich gar nicht erst bilden. Es ist eine sozialistische Erziehung, in der das Ich der Gemeinschaft weicht. Neeman zeigt sowohl die Zuversicht, die am Anfang steht, als auch die Risse, die sich mit der Zeit bilden. Plena, in denen alles verhandelt wird, wirken aus Kinderaugen wie ein Stummfilm. Und dann ist da noch der Glaube, eine neue Welt zu schaffen, und das Scheitern, das sich in den Alltag schleicht. Die Wir-Stimme passt dazu, denn sie schafft Nähe zur Gruppe und hält gleichzeitig eine kleine Distanz zum Einzelnen. Mich hat die Genauigkeit beeindruckt, mit der Regeln und Rituale beschrieben werden. Gleichzeitig bleibt das Buch tiefgründig, weil es spüren lässt, wie es war, im Kibbuz Yechiam groß zu werden. Für mich wirkte das Buch sogar noch stärker, als ich erwartet hatte. Es wirkte sehr echt und gleichzeitig sehr fern von dem, wie viele von uns Familie und Erziehung kennen, und gerade deshalb so wichtig und lesenswert.

Wichtiges & lesenswertes Buch

Carina Fellner aus Baden bei Wien am 29.11.2025
Bewertungsnummer: 2665456
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mir eine Welt eröffnet, von der ich vorher nicht wusste, das sie je existiert hatte. Yael Neeman schreibt aus der Wir-Perspektive über eine Kindheit im israelischen Kibbuz Yechiam. Die deutsche Übersetzung von Lucia Engelbrecht trägt die Nuancen gut, die Sätze sind klar und ruhig übersetzt. Der Kibbuz Yechiam ist nicht nur Schauplatz, sondern vor allem Erfahrung: Felder, Pinien, Feigen, Staub und Hitze. Die Natur ist immer präsent, wird von der Autorin aber nicht romantisiert. Sie ist der Rahmen, in dem eine Gemeinschaft versucht, ein völlig neues Leben zu bauen. Der Kibbuz organisiert dabei alles. Ein Studium etwa ist keine Privatentscheidung: Ob und was jemand studiert, richtet sich nach dem Bedarf der Gemeinschaft. Essen außerhalb der festen Zeiten ist nicht erlaubt. Kleidung und Schuhe stellt der Kibbuz, private Dinge gibt es nicht. Der Tag ist durchgetaktet: Schlafen, lernen, spielen, arbeiten, alles zu seiner Zeit. In der Schule gibt es keine Prüfungen und keine Noten. Gleichaltrige schlafen in Kinderhäusern, nicht bei den Eltern. Babys werden von der Familie getrennt, später besuchen die Kinder ihre Eltern jeden Abend genau für eine Stunde und fünfzig Minuten. Freundschaftsnetze entstehen in der Altersgruppe, Hierarchien sollen sich gar nicht erst bilden. Es ist eine sozialistische Erziehung, in der das Ich der Gemeinschaft weicht. Neeman zeigt sowohl die Zuversicht, die am Anfang steht, als auch die Risse, die sich mit der Zeit bilden. Plena, in denen alles verhandelt wird, wirken aus Kinderaugen wie ein Stummfilm. Und dann ist da noch der Glaube, eine neue Welt zu schaffen, und das Scheitern, das sich in den Alltag schleicht. Die Wir-Stimme passt dazu, denn sie schafft Nähe zur Gruppe und hält gleichzeitig eine kleine Distanz zum Einzelnen. Mich hat die Genauigkeit beeindruckt, mit der Regeln und Rituale beschrieben werden. Gleichzeitig bleibt das Buch tiefgründig, weil es spüren lässt, wie es war, im Kibbuz Yechiam groß zu werden. Für mich wirkte das Buch sogar noch stärker, als ich erwartet hatte. Es wirkte sehr echt und gleichzeitig sehr fern von dem, wie viele von uns Familie und Erziehung kennen, und gerade deshalb so wichtig und lesenswert.

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Wir waren die Zukunft

von Yael Neeman

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