Produktbild: Wir waren die Zukunft

Wir waren die Zukunft Leben im Kibbuz

Aus der Reihe Altneuland
1

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

268

Maße (L/B/H)

21,7/13,9/2,8 cm

Gewicht

456 g

Farbe

Lichtgrau / Rost

Auflage

1

Übersetzt von

Lucia Engelbrecht

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856819-0-7

Beschreibung

Rezension

»Yael Neeman beschreibt auf eindrückliche Weise eine Welt, die es nicht mehr gibt, eine neue Gesellschaft, die von Eltern erträumt wurde, deren Kinder irgendwann weggelaufen sind.« Maxim Leo

»Eine ergreifende Erinnerung an den verlorenen israelischen Idealismus.« Financial Times

»Yael Neeman hat ein wunderbares, tiefgründiges Buch über das Leben im Kibbuz geschrieben.« Haaretz

»Eine kraftvolle Reminiszenz an den Untergang von Israels idealistischstem Experiment.«

»Ein augenöffnender Blick auf eine faszinierende Ära in der israelischen Geschichte und darauf, was passiert, wenn ein Kind Teil eines soziopolitischen Experiments wird.« Kirkus Review 

»Eine sehr empfehlenswerte Einführung in die Kibbuz-Bewegung.« Library Journal 



»Sowohl wunderschön lyrisch als auch erschütternd erhellend.« The Times of Israel 

»Neemans Werk ist nicht nur ein faktenreiches Sachbuch, sondern warmherzige Analyse voller Verständnis für die Elterngeneration, die ihre Schoa-Traumata unter harter Arbeit auf den Feldern begruben.« Ellen Presser, Jüdische Allgemeine

»Die Schilderungen ihres Lebens in radikaler Kollektivität sind beeindruckend plastisch und reflektiert zugleich.« Prof. Erhard Schütz, der Freitag 

»Zur Lektüre ans Herz gelegt!« Teresa Präauer, die Presse

»Yael Neeman erzählt in ihrem eindrücklichen autobiografischen Buch nicht nur ihre persönliche Geschichte, sondern öffnet zugleich ein Fenster in die ideologische und soziale Welt der sozialistischen Kibbuzbewegung« TRUST 

»Ein sprachliches Meisterwerk, großartig übersetzt« Diplomatisches Magazin 

»Der Roman erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem das israelische ›Wir‹ vielleicht so gespalten und zersetzt ist wie noch nie.« Bernadette Conrad, Berliner Zeitung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

268

Maße (L/B/H)

21,7/13,9/2,8 cm

Gewicht

456 g

Farbe

Lichtgrau / Rost

Auflage

1

Übersetzt von

Lucia Engelbrecht

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856819-0-7

Herstelleradresse

Kanon Verlag Berlin GmbH
Belziger Straße 35
10823 Berlin
DE

Email: info@kanon-verlag.de

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Wichtiges & lesenswertes Buch

Carina Fellner aus Baden bei Wien am 29.11.2025

Bewertungsnummer: 2665456

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mir eine Welt eröffnet, von der ich vorher nicht wusste, das sie je existiert hatte. Yael Neeman schreibt aus der Wir-Perspektive über eine Kindheit im israelischen Kibbuz Yechiam. Die deutsche Übersetzung von Lucia Engelbrecht trägt die Nuancen gut, die Sätze sind klar und ruhig übersetzt. Der Kibbuz Yechiam ist nicht nur Schauplatz, sondern vor allem Erfahrung: Felder, Pinien, Feigen, Staub und Hitze. Die Natur ist immer präsent, wird von der Autorin aber nicht romantisiert. Sie ist der Rahmen, in dem eine Gemeinschaft versucht, ein völlig neues Leben zu bauen. Der Kibbuz organisiert dabei alles. Ein Studium etwa ist keine Privatentscheidung: Ob und was jemand studiert, richtet sich nach dem Bedarf der Gemeinschaft. Essen außerhalb der festen Zeiten ist nicht erlaubt. Kleidung und Schuhe stellt der Kibbuz, private Dinge gibt es nicht. Der Tag ist durchgetaktet: Schlafen, lernen, spielen, arbeiten, alles zu seiner Zeit. In der Schule gibt es keine Prüfungen und keine Noten. Gleichaltrige schlafen in Kinderhäusern, nicht bei den Eltern. Babys werden von der Familie getrennt, später besuchen die Kinder ihre Eltern jeden Abend genau für eine Stunde und fünfzig Minuten. Freundschaftsnetze entstehen in der Altersgruppe, Hierarchien sollen sich gar nicht erst bilden. Es ist eine sozialistische Erziehung, in der das Ich der Gemeinschaft weicht. Neeman zeigt sowohl die Zuversicht, die am Anfang steht, als auch die Risse, die sich mit der Zeit bilden. Plena, in denen alles verhandelt wird, wirken aus Kinderaugen wie ein Stummfilm. Und dann ist da noch der Glaube, eine neue Welt zu schaffen, und das Scheitern, das sich in den Alltag schleicht. Die Wir-Stimme passt dazu, denn sie schafft Nähe zur Gruppe und hält gleichzeitig eine kleine Distanz zum Einzelnen. Mich hat die Genauigkeit beeindruckt, mit der Regeln und Rituale beschrieben werden. Gleichzeitig bleibt das Buch tiefgründig, weil es spüren lässt, wie es war, im Kibbuz Yechiam groß zu werden. Für mich wirkte das Buch sogar noch stärker, als ich erwartet hatte. Es wirkte sehr echt und gleichzeitig sehr fern von dem, wie viele von uns Familie und Erziehung kennen, und gerade deshalb so wichtig und lesenswert.

Wichtiges & lesenswertes Buch

Carina Fellner aus Baden bei Wien am 29.11.2025
Bewertungsnummer: 2665456
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hat mir eine Welt eröffnet, von der ich vorher nicht wusste, das sie je existiert hatte. Yael Neeman schreibt aus der Wir-Perspektive über eine Kindheit im israelischen Kibbuz Yechiam. Die deutsche Übersetzung von Lucia Engelbrecht trägt die Nuancen gut, die Sätze sind klar und ruhig übersetzt. Der Kibbuz Yechiam ist nicht nur Schauplatz, sondern vor allem Erfahrung: Felder, Pinien, Feigen, Staub und Hitze. Die Natur ist immer präsent, wird von der Autorin aber nicht romantisiert. Sie ist der Rahmen, in dem eine Gemeinschaft versucht, ein völlig neues Leben zu bauen. Der Kibbuz organisiert dabei alles. Ein Studium etwa ist keine Privatentscheidung: Ob und was jemand studiert, richtet sich nach dem Bedarf der Gemeinschaft. Essen außerhalb der festen Zeiten ist nicht erlaubt. Kleidung und Schuhe stellt der Kibbuz, private Dinge gibt es nicht. Der Tag ist durchgetaktet: Schlafen, lernen, spielen, arbeiten, alles zu seiner Zeit. In der Schule gibt es keine Prüfungen und keine Noten. Gleichaltrige schlafen in Kinderhäusern, nicht bei den Eltern. Babys werden von der Familie getrennt, später besuchen die Kinder ihre Eltern jeden Abend genau für eine Stunde und fünfzig Minuten. Freundschaftsnetze entstehen in der Altersgruppe, Hierarchien sollen sich gar nicht erst bilden. Es ist eine sozialistische Erziehung, in der das Ich der Gemeinschaft weicht. Neeman zeigt sowohl die Zuversicht, die am Anfang steht, als auch die Risse, die sich mit der Zeit bilden. Plena, in denen alles verhandelt wird, wirken aus Kinderaugen wie ein Stummfilm. Und dann ist da noch der Glaube, eine neue Welt zu schaffen, und das Scheitern, das sich in den Alltag schleicht. Die Wir-Stimme passt dazu, denn sie schafft Nähe zur Gruppe und hält gleichzeitig eine kleine Distanz zum Einzelnen. Mich hat die Genauigkeit beeindruckt, mit der Regeln und Rituale beschrieben werden. Gleichzeitig bleibt das Buch tiefgründig, weil es spüren lässt, wie es war, im Kibbuz Yechiam groß zu werden. Für mich wirkte das Buch sogar noch stärker, als ich erwartet hatte. Es wirkte sehr echt und gleichzeitig sehr fern von dem, wie viele von uns Familie und Erziehung kennen, und gerade deshalb so wichtig und lesenswert.

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Wir waren die Zukunft

von Yael Neeman

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