Die Mostviertler Alm feiert Jubiläum! Eigentlich ein Grund zum Feiern, doch als Elisabeth Wagner als Funktionärin des Bauernbundes eine Festrede hält, bricht der Zorn der Landwirte über sie herein. Der anwesende Landeshauptmann springt Elisabeth zur Seite, aber als tags darauf ihre Leiche medienwirksam in einer Kuhtränke entdeckt wird, sieht er rot.
Major Brandner und Inspektorin Lindner kämpfen auf dem Land nicht nur mit wortkargen Zeugen, sondern vor allem mit Druck von oberster Stelle. Als ein weiteres Verbrechen öffentlich ausgeschlachtet wird, beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.
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Mörderisches Treiben vor toller Kulisse
Bewertung am 02.09.2025
Bewertungsnummer: 2584687
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Als Elisabeth Wagner beim Jubiläumsfest der Mostviertler Alm ,als Funktionärin eine Rede hält,explodiert die Stimmung.Es gibt einige Themen,unter anderem die Kürzung der Fördermittel, welche die Gemüter der Bauern erhitzt und somit hat Elisabeth viele Feinde. Als am nächsten Morgen ihre Leiche in einer Kuhtränke entdeckt wird, gibt es viele Verdächtige und somit reichlich Arbeit für major, Brandner und Inspektoren, Annika Lindner. Die Influencerin Tina Egger, hat die Leiche gefunden und gleich fotografiert. Sie möchte ihre Karriere ausbauen und ihren momentanen Beruf nicht mehr ausüben. Als sie das Video online stellt und dadurch die Zahl ihrer Follower drastisch steigt, wird ihr das zum Verhängnis.
Meine Meinung:
Ich kenne einige der Krimis aus dieser Reihe und lese sie sehr gerne. Wie immer ist es eine gelungene Mischung aus Krimi, Lokalkolorit und einiges aus dem Privatleben der beteiligten Personen. Natürlich spielt auch wieder die Kulinarik eine größere Rolle. Das bekannte Ermittlerteam gefällt mir gut ,lediglich die unbedachten Alleingänge Annikas ,bei denen sie sich selbst immer wieder in Gefahr begibt,wirken etwas unprofessionell,hier sollte Major Brandner mal ein wirkliches Machtwort sprechen.
Ansonsten hat mich der Krimi gut unterhalten,ich freue mich schon auf den nächsten Fall.
Tod in der Kuhtränke
tinstamp aus Hürm am 19.08.2025
Bewertungsnummer: 2571770
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Bewertung: 4 1/2 Sterne
Nachdem ich erst vor kurzem bei der Premieren-Lesung von Helmut Scharner zu "Mostviertler Bauern" war, musste natürlich auch der bereits siebente Band rund um Major Brandner gelesen werden.
Dieses Mal sind wir im süd-östlichsten Teil des Mostviertels, welches bisher eher ein Stiefkind in den Vorgängerbänden war. Im Mittelpunkt steht die Voralpen-Region rund um Lilienfeld. Die Mostviertler Alm in Türnitz feiert 50-jähriges Jubiläum. Nicht nur die örtlichen Funktionäre, die Blasmusikkapelle und der Bauernbund ist anwesend, sondern sogar der Landeshauptmann Gerhard Lehner. Er ist es auch, der der Funktionärin des Bauernbundes, Elisabeth Wagner, zur Seite steht, als es bei ihrer Rede zu bösen Zwischenrufen kommt. Die Landwirte sind über Kürzungen und dem neuen Freihandelsabkommen der EU erbost. Es kommt zu einem Eklat. Nur Stunden später wird Elisabeth Wagner von der Bergläuferin und Influencerin Tina Eder tot in einer Kuhtränke aufgefunden....
Major Brandner und Annika Lindner werden zum Tatort gerufen. Die Spuren nach dem Fest sind unzählig und Feinde scheint Elisabeth Wagner unter den hiesigen Bauern genug zu haben. Diese halten jedoch eisern zusammen. Zusätzlich erschwerend ist die Nähe der Toten zum Landeshauptmann, der ebenfalls Druck auf die Ermittler ausübt.
Ein weiteres Problem stellt Tina Eder dar. Sie sieht in ihrem Video, der den Fund der Leiche zeigt, eine einmalige Chance ihre Reichweite drastisch zu erhöhen. Sie möchte nicht mehr mit ihrem Mann den Gasthof führen und undankbare Gäste bedienen, sondern mit ihren Videos Geld verdienen. Wird sie ihre Moral über Bord werfen und das Video online stellen?
Ich mag die beiden Ermittler Leo Brandner und Annika Lindner. Vor allem Annika, die etwas ungewöhnliche Kollegin von Brandner mit der tätowierten Rose auf dem Kopf, bringt wieder frischen Wind in die Geschichte. Während ihre Lebensgefährtin Nina ein Auslandssemester in Stockholm angetreten ist, fühlt sich Annika einsam und stürzt sich in den Kriminalfall. Verdächtige gibt es mehr als genug und der Druck von oben ist diesmal gewaltig. Während Brandner die Bauern besucht und zu verhören versucht, widmet sich Annika dem Umfeld von Elisabeth Wagner, deren Tochter Anna und Wagners Büro in der Bezirksbauernkammer. Und dann passiert ein weiterer Mordanschlag....
Der Regionalkrimi ist spannend und facettenreich. Als Mostviertlerin gefällt mir an dieser Reihe natürlich das Lokalkolorit sehr. Immer wieder kenne ich einige der Schauplätze - manchmal mehr, manchmal weniger - wobei es auf die Region in der Brandner und Lindner ermitteln, ankommt. Die Charaktere sind mir bereits ans Herz gewachsen und wirken authentisch. Das Privatleben der beiden Ermittler ist zwar präsent, wird aber nur am Rande behandelt, was ich gut finde.
An den Kapitelanfängen stehen wieder Ort und Datum, damit man als Leser weiß, wo die Ermittlungen gerade stattfinden und Brandner und Lindner sich aufhalten.
Wie immer habe ich fleißig mitgeraten, aber meine Ideen oft wieder verworfen. Zum Ende hin gibt es einige unerwartete Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Die Reihe wird mit jedem weiteren Band immer stärker. Die Auflösung fand ich sehr gelungen.
Fazit:
"Mostviertler Bauern" ist ein typischer Ermittlerkrimi, der diesmal in den Voralpen um Lilienfeld spielt und mich sehr gut unterhalten hat. Spannend mit überraschenden Wendungen und einer gelungenen Auflösung.
Meinung aus der Buchhandlung
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Im mittlerweile siebten Fall bekommen es Major Leopold Brandner und Inspektorin Annika Lindner mit aufgebrachten Bauern und Bäuerinnen zu tun. Bei einem Festakt zum 50-jährigen Bestehen der „Mostviertler Alm“ wird die Rednerin Elisabeth Wagner von einigen aufgebrachten Bauern verbal attackiert. Diese muss sich aufgrund der gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise sowie den rückläufigen Landesförderungen seitens des Landes Niederösterreich einiges anhören. Da hilft es auch nicht, wenn der niederösterreichische Landeshauptmann, der ebenfalls vor Ort ist, Frau Wagner zu Hilfe kommt. Sie wird auf das Schlimmste beschimpft. Am nächsten Tag wird sie ermordet in der Nähe der Alm aufgefunden, alles deutet auf einen Tod durch Ertrinken hin.
Da der Landeshauptmann persönlich anwesend und mit der Ermordeten auch befreundet war, wendet er sich gleich direkt an den Vorgesetzten von Brandner und Lindner. Diese bekommen zwei Probleme auf einmal. Zum Einen den Druck von oben und zum Anderen die Tatsache, dass die Liste der Verdächtigen immer länger zu werden scheint. Nicht einer, sondern gleich mehrere Bauern und andere Anwesende auf der 50-Jahr-Feier hätten ein Motiv Frau Wagner getötet zu haben. Einzig ihre Tochter Anna trauert um den Verlust ihrer Mama.
Die Ermittlungen konzentrieren sich daher auf die Mitglieder der örtlichen Ortsbauernschaft der Gemeinde Türrnitz in nördlichen Waldviertel. Viele der Bauernhöfe haben schon bessere Zeiten gesehen und leiden auch so schon unter den sich verschärfenden wirtschaftlichen Bedingungen. Nun müssen noch weitere Auflagen der EU, wie etwa erweiterter Auslauf für Tiere und biologisches Futter, angewendet werden, was durch die Bank den wenigsten Bauern schmeckt. Außerdem sind alle Involvierten untereinander gut bekannt, was nicht wirklich bei den Ermittlungen weiterhilft, wenn jeder dem Nächsten den Schwarzen Peter unterschieben will. Selbst die Familie der Ermordeten hätte ein Motiv Elisabeth Wagner aus dem Weg zu räumen.
Wie auch die anderen Bände der Reihe liest auch dieser sich sehr schnell und flüssig. Man findet rasch in die Handlung hinein und die Widerstände, mit denen Major Brandner und Inspektorin Lindner zu kämpfen haben, sind gut nachvollziehbar. Auch einige Wendungen und eine überraschende Lösung am Schluss fand ich toll. Leider sind ein paar kleine Mankos auch zu beklagen, die den Band dann doch nicht so gut im Gesamtbild machen, wie etwa den Fall der „Mostbarone“, welchen ich nach wie vor als den besten Teil der Reihe ansehe.
Etwas zu fiktiv fand ich, dass das LKA Niederösterreich Handys mit „Siri“ als Sprachförderung nutzt. Das halte ich für unrealistisch, da diese ja selbst bestmöglich überwachbar sind und nachdem es kein europäisches Modell ist, denke ich nicht, dass dieses in der Realität wirklich von Brandner und Lindner eingesetzt werden würde. Außerdem hat mich gestört, dass beide Kommissare sehr schnell von fast allen Beteiligten mit dem Vornamen angesprochen werden. Mir ist schon bewusst, dass das auf der Alm gängig ist, dennoch denke ich nicht, dass das im Berufsumfeld von Kriminalbeamten der Mordkommission gleich so lapidar gehandhabt wird. Und zum Schluss würde ich noch die Tatsache kritisieren, dass vor allem der Landeshauptmann so inflationär mit Anglizismen im Raum herumwirft. Auch das hätte ich im wahren Leben wohl nicht so gesehen. Ich hoffe auch hier auf eine Verbesserung bei einem weiteren Fall, den ich aber sicher wieder lesen werde.
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Ein ländlicher Krimi mit Mordfall und politischen Widrigkeiten. Insgesamt leider wenig ereignisreich, es kommt zu wenig Spannung auf. Auch die Auflösung war ein typisches, nicht originelles Motiv.
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