Produktbild: Lügen im Paradies

Lügen im Paradies Colombe Schneck, ein Aushängeschild der aktuellen französischen Literatur.

5

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.12.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

2695 KB

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783644021594

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Erscheinungsdatum

12.12.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

2695 KB

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783644021594

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Lebt man mit den Lügen oder den Wahrheiten besser?!?!

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 23.06.2026

Bewertungsnummer: 3176354

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kindheitsidylle. Erinnerungen. Was sagen solche Erinnerungen aus? Was bleibt von diesen Erinnerungen, wenn man als Erwachsene diesen alten Erinnerungen nachspürt? Man schaut mit einem völlig anderen Hintergrund auf das Vergangene. Man weiß mehr. Colombe Schneck spürt diesem Vergangenen Jahrzehnte später nach und entdeckt diese Lügen im ehemaligen Paradies. „Lügen im Paradies“ ist ein biographischer, wie auch fiktionaler Roman. Einerseits spürt Colombe Schneck ihren Erinnerungen auf ihrer Reise in die Schweiz nach, die Erinnerungen und das Erleben, was sie in ihrer Kindheit in den Schweizer Bergen hatte. Andererseits schreibt sie einen Roman darüber. Dort in den Schweizer Bergen kümmerte sich ein Paar um viele verschiedene Kinder, deren Eltern sie in diese Art Ferien schickten. Liebevoll und streng kümmerte sich das Paar um die Kinder aus gutem Hause, aber auch aus Familien, die etwas zerrüttet waren. Wie auch die Familie von Colombe Schneck zerrüttet war, denn die jüdische Familie hatte im Krieg so manches erlebt, was die Eltern verändert hatte. Für Erwachsene verstehbar, für Kinder nicht immer ein völlig nachvollziehbares Verhalten. Das Erleben in den Schweizer Bergen tat ein Übriges dazu, denn auch das Tun des Schweizer Ehepaars ist nicht nur mit hehrem Gedankengut gefüllt. Schließlich waren die Kinder aus gutem Haus auch eine monetäre Einnahmequelle. Colombes Reise in die Schweiz und ihre Begegnungen mit Menschen, die dieses Damals ebenso erlebt hatten, gewähren der Autorin völlig neue Einblicke in dieses Damals. Hier ist besonders die Begegnung mit den Kindern des Schweizer Paars hilfreich, die auf das Tun der Eltern einen ganz besonderen Blick haben, denn ihre eigene Kindheit war nicht so sonnig. Die Kinder aus gutem Haus, die Einnahmequelle des Paars standen im Vordergrund. Die eigenen Kinder hatten einfach zu funktionieren. Und das machte etwas mit diesen Kindern. Im Damals und im Jetzt. Colombe erhält auf ihrer Reise Einblicke, die die Eindrücke von damals untermauern oder auch verändern. Einblicke, die die Lügen im Paradies offenlegen. Und so könnte man sich schon fragen, welche Erinnerungen, die man so in sich trägt, wirklich real sind oder einem falschen Eindruck entsprungen sind. Man könnte, man muss dies nicht. Denn manches sollte man vielleicht nicht unbedingt aufwühlen. Manche erlebte Lüge erscheint, wenn man dann die Wahrheit kennt, nicht mehr ganz so schlimm. Ist vielleicht auch immer die Frage, was so eine Rückschau bringen soll, oder vielmehr ein Eindringen in das Damals. Denn Colombes Reise in die Schweiz ist ja nicht nur eine Rückschau, sie begibt sich ja auch örtlich in die Vergangenheit.  Auf jeden Fall ist das Buch „Lügen im Paradies“ ein sehr interessantes Buch, gerade auch aus dem Hintergrund der Autorin heraus. Denn solch ein Hintergrund lässt vielleicht das elterliche Tun in einem anderen Licht erscheinen. Auch aus der Sicht der Erwachsenen heraus, die dieses Tun ja völlig anders begreift. Das Tun des Schweizer Paar vielleicht nicht unbedingt, denn hier gab es ja ganz andere Gründe. Aber auch hier findet das Karma ja seinen Weg. Und dieser Gedanke erscheint ja durchaus hilfreich. Im Buch, wie auch in der gefühlten Realität. Für die Kinder des Schweizer Paars allerdings nicht! Was ist dieses Damals? Was war da? Spüre ich dem hinterher? Und wenn ja warum? Denn dieses Nachspüren kostet auch etwas. Colombe entschließt sich zu diesem Nachspüren, wegen ihrer eigenen Familie. Und was findet sie? Das Leid von Anderen. Es ist die Frage, ob dieses Leid Colombe trifft. Ich hatte den Eindruck, dass dies passiert. Denn Colombe kannte die Kinder des Paars. Sie konnte damals nichts tun. Und jetzt, ja jetzt erscheint dies zu spät.  Ja, alles, was man macht, kostet auch etwas. Aber deswegen kann man ja dem Leben nicht mit einer Starre begegnen und zum Schwamm werden.  Und wer weiß, vielleicht hat diese Reise von Colombe ja auch etwas gekittet, das Verhältnis zu den eigenen Eltern etwa. Vielleicht!?!?

Lebt man mit den Lügen oder den Wahrheiten besser?!?!

Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 23.06.2026
Bewertungsnummer: 3176354
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kindheitsidylle. Erinnerungen. Was sagen solche Erinnerungen aus? Was bleibt von diesen Erinnerungen, wenn man als Erwachsene diesen alten Erinnerungen nachspürt? Man schaut mit einem völlig anderen Hintergrund auf das Vergangene. Man weiß mehr. Colombe Schneck spürt diesem Vergangenen Jahrzehnte später nach und entdeckt diese Lügen im ehemaligen Paradies. „Lügen im Paradies“ ist ein biographischer, wie auch fiktionaler Roman. Einerseits spürt Colombe Schneck ihren Erinnerungen auf ihrer Reise in die Schweiz nach, die Erinnerungen und das Erleben, was sie in ihrer Kindheit in den Schweizer Bergen hatte. Andererseits schreibt sie einen Roman darüber. Dort in den Schweizer Bergen kümmerte sich ein Paar um viele verschiedene Kinder, deren Eltern sie in diese Art Ferien schickten. Liebevoll und streng kümmerte sich das Paar um die Kinder aus gutem Hause, aber auch aus Familien, die etwas zerrüttet waren. Wie auch die Familie von Colombe Schneck zerrüttet war, denn die jüdische Familie hatte im Krieg so manches erlebt, was die Eltern verändert hatte. Für Erwachsene verstehbar, für Kinder nicht immer ein völlig nachvollziehbares Verhalten. Das Erleben in den Schweizer Bergen tat ein Übriges dazu, denn auch das Tun des Schweizer Ehepaars ist nicht nur mit hehrem Gedankengut gefüllt. Schließlich waren die Kinder aus gutem Haus auch eine monetäre Einnahmequelle. Colombes Reise in die Schweiz und ihre Begegnungen mit Menschen, die dieses Damals ebenso erlebt hatten, gewähren der Autorin völlig neue Einblicke in dieses Damals. Hier ist besonders die Begegnung mit den Kindern des Schweizer Paars hilfreich, die auf das Tun der Eltern einen ganz besonderen Blick haben, denn ihre eigene Kindheit war nicht so sonnig. Die Kinder aus gutem Haus, die Einnahmequelle des Paars standen im Vordergrund. Die eigenen Kinder hatten einfach zu funktionieren. Und das machte etwas mit diesen Kindern. Im Damals und im Jetzt. Colombe erhält auf ihrer Reise Einblicke, die die Eindrücke von damals untermauern oder auch verändern. Einblicke, die die Lügen im Paradies offenlegen. Und so könnte man sich schon fragen, welche Erinnerungen, die man so in sich trägt, wirklich real sind oder einem falschen Eindruck entsprungen sind. Man könnte, man muss dies nicht. Denn manches sollte man vielleicht nicht unbedingt aufwühlen. Manche erlebte Lüge erscheint, wenn man dann die Wahrheit kennt, nicht mehr ganz so schlimm. Ist vielleicht auch immer die Frage, was so eine Rückschau bringen soll, oder vielmehr ein Eindringen in das Damals. Denn Colombes Reise in die Schweiz ist ja nicht nur eine Rückschau, sie begibt sich ja auch örtlich in die Vergangenheit.  Auf jeden Fall ist das Buch „Lügen im Paradies“ ein sehr interessantes Buch, gerade auch aus dem Hintergrund der Autorin heraus. Denn solch ein Hintergrund lässt vielleicht das elterliche Tun in einem anderen Licht erscheinen. Auch aus der Sicht der Erwachsenen heraus, die dieses Tun ja völlig anders begreift. Das Tun des Schweizer Paar vielleicht nicht unbedingt, denn hier gab es ja ganz andere Gründe. Aber auch hier findet das Karma ja seinen Weg. Und dieser Gedanke erscheint ja durchaus hilfreich. Im Buch, wie auch in der gefühlten Realität. Für die Kinder des Schweizer Paars allerdings nicht! Was ist dieses Damals? Was war da? Spüre ich dem hinterher? Und wenn ja warum? Denn dieses Nachspüren kostet auch etwas. Colombe entschließt sich zu diesem Nachspüren, wegen ihrer eigenen Familie. Und was findet sie? Das Leid von Anderen. Es ist die Frage, ob dieses Leid Colombe trifft. Ich hatte den Eindruck, dass dies passiert. Denn Colombe kannte die Kinder des Paars. Sie konnte damals nichts tun. Und jetzt, ja jetzt erscheint dies zu spät.  Ja, alles, was man macht, kostet auch etwas. Aber deswegen kann man ja dem Leben nicht mit einer Starre begegnen und zum Schwamm werden.  Und wer weiß, vielleicht hat diese Reise von Colombe ja auch etwas gekittet, das Verhältnis zu den eigenen Eltern etwa. Vielleicht!?!?

Toll

Bewertung am 20.12.2025

Bewertungsnummer: 2681698

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein wunderschönes Chalet in den Schweizer Alpen, in dem viele Kinder ihre Ferien verbringen. Kinder, die aus zerrütteten Verhältnissen kommen, die Eltern aber viel Geld investieren um die Kinder wegzuschicken. Karl und Anne-Marie sind die Ersatzeltern für die Ferienkinder, kümmern sich liebevoll um sie. Klingt alles erstmal ganz zauberhaft aber Colombe Schneck, die selber viele Jahre lang zu Gast war, beginnt zu reflektieren ob es wirklich so ein Paradies war, wie in ihren Erinnerungen. Sie war gern dort, hat ein angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr kaum Liebe geben konnte. Mit Abstand betrachtet war es dann doch nicht so eine Idylle. Ihre eigenen Kinder behandelte das Ehepaar schlechter als die Gastkinder, es gab harte Strafen. Colombe reist zurück in die Ferien ihrer Kindheit, trifft auf altbekannte Menschen und erinnert sich. Ganz klar und ruhig erzählt die Autorin über Erinnerung und Selbsttäuschung. Sie beginnt Risse im Paradies zu finden. Lügen, die sie sich selbst erzählt hat. Langsam beginnt der schöne Schein zu bröckeln und sie beginnt zu verstehen. Sie versteht warum es die mittlerweile erwachsenen Kindern der Gasteltern so schwer haben. Warum sie auch noch im späterer Leben gern einer Illusion glaubte. Nüchtern liest sich der Text, doch der bleibt im Kopf. Oft ist es auch das Ungesagte, das sich im Kopf einbrennt, bewegt. Colombe Schneck gelingt ein eindringlicher, stiller Roman über die Kunst der Selbsttäuschung und ob wir manchmal überhaupt bereit sind für all die traurigen Wahrheiten. Ich bin schwer begeistert und möchte sehr gern noch mehr von dieser Autorin lesen. Große Empfehlung!

Toll

Bewertung am 20.12.2025
Bewertungsnummer: 2681698
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein wunderschönes Chalet in den Schweizer Alpen, in dem viele Kinder ihre Ferien verbringen. Kinder, die aus zerrütteten Verhältnissen kommen, die Eltern aber viel Geld investieren um die Kinder wegzuschicken. Karl und Anne-Marie sind die Ersatzeltern für die Ferienkinder, kümmern sich liebevoll um sie. Klingt alles erstmal ganz zauberhaft aber Colombe Schneck, die selber viele Jahre lang zu Gast war, beginnt zu reflektieren ob es wirklich so ein Paradies war, wie in ihren Erinnerungen. Sie war gern dort, hat ein angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr kaum Liebe geben konnte. Mit Abstand betrachtet war es dann doch nicht so eine Idylle. Ihre eigenen Kinder behandelte das Ehepaar schlechter als die Gastkinder, es gab harte Strafen. Colombe reist zurück in die Ferien ihrer Kindheit, trifft auf altbekannte Menschen und erinnert sich. Ganz klar und ruhig erzählt die Autorin über Erinnerung und Selbsttäuschung. Sie beginnt Risse im Paradies zu finden. Lügen, die sie sich selbst erzählt hat. Langsam beginnt der schöne Schein zu bröckeln und sie beginnt zu verstehen. Sie versteht warum es die mittlerweile erwachsenen Kindern der Gasteltern so schwer haben. Warum sie auch noch im späterer Leben gern einer Illusion glaubte. Nüchtern liest sich der Text, doch der bleibt im Kopf. Oft ist es auch das Ungesagte, das sich im Kopf einbrennt, bewegt. Colombe Schneck gelingt ein eindringlicher, stiller Roman über die Kunst der Selbsttäuschung und ob wir manchmal überhaupt bereit sind für all die traurigen Wahrheiten. Ich bin schwer begeistert und möchte sehr gern noch mehr von dieser Autorin lesen. Große Empfehlung!

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