• Produktbild: Lügen im Paradies
  • Produktbild: Lügen im Paradies

Lügen im Paradies Colombe Schneck, ein Aushängeschild der aktuellen französischen Literatur.

5

25,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Rezension

Ein kluges, nachdenklich stimmendes und von Claudia Steinitz schwungvoll übersetztes Buch. ("Neue Zürcher Zeitung")
Eine sehr eindrückliche Geschichte über trügerische Erinnerung. ("dpa")
Colombe Schnecks Thema ist das, was an und für sich im Privaten bleibt, dem seit einiger Zeit Schriftstellerinnen eine Bühne bieten: Annie Ernaux, in Deutschland etwa Julia Schoch, im englischsprachigen Raum Rachel Cusk. ("Welt am Sonntag")
Ein berührendes und beunruhigendes Buch über fragile Familienbeziehungen und die verblendende Kraft der Erinnerung. ("Buchkultur")
Die französische Autorin Colombe Schneck hat sich dem Erkunden der eigenen Geschichte verschrieben. Ein klassisch autofiktionaler Roman, wo das Geschehen ein Echoraum für die Erzählerin selbst ist. ("Deutschlandfunk Kultur "Lesart"")
Colombe Schneck seziert erbarmungslos ihre Ferienerinnerungen - eine schockierende Abrechnung mit verdrängter Gewalt und Angst. ("NDR Info "Neue Bücher"")
Ein schmales, aber eindringliches Buch. Gerade in der Reduktion liegt seine enorme Wucht. ("WDR Westart")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.12.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21/13,5/2 cm

Gewicht

241 g

Farbe

Moosgrün / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mensonges au paradis

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00724-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Rezension

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.12.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21/13,5/2 cm

Gewicht

241 g

Farbe

Moosgrün / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mensonges au paradis

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00724-9

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebt man mit den Lügen oder den Wahrheiten besser?!?!

    Eine Kindheitsidylle. Erinnerungen. Was sagen solche Erinnerungen aus? Was bleibt von diesen Erinnerungen, wenn man als Erwachsene diesen alten Erinnerungen nachspürt? Man schaut mit einem völlig anderen Hintergrund auf das Vergangene. Man weiß mehr. Colombe Schneck spürt diesem Vergangenen Jahrzehnte später nach und entdeckt diese Lügen im ehemaligen Paradies. „Lügen im Paradies“ ist ein biographischer, wie auch fiktionaler Roman. Einerseits spürt Colombe Schneck ihren Erinnerungen auf ihrer Reise in die Schweiz nach, die Erinnerungen und das Erleben, was sie in ihrer Kindheit in den Schweizer Bergen hatte. Andererseits schreibt sie einen Roman darüber. Dort in den Schweizer Bergen kümmerte sich ein Paar um viele verschiedene Kinder, deren Eltern sie in diese Art Ferien schickten. Liebevoll und streng kümmerte sich das Paar um die Kinder aus gutem Hause, aber auch aus Familien, die etwas zerrüttet waren. Wie auch die Familie von Colombe Schneck zerrüttet war, denn die jüdische Familie hatte im Krieg so manches erlebt, was die Eltern verändert hatte. Für Erwachsene verstehbar, für Kinder nicht immer ein völlig nachvollziehbares Verhalten. Das Erleben in den Schweizer Bergen tat ein Übriges dazu, denn auch das Tun des Schweizer Ehepaars ist nicht nur mit hehrem Gedankengut gefüllt. Schließlich waren die Kinder aus gutem Haus auch eine monetäre Einnahmequelle. Colombes Reise in die Schweiz und ihre Begegnungen mit Menschen, die dieses Damals ebenso erlebt hatten, gewähren der Autorin völlig neue Einblicke in dieses Damals. Hier ist besonders die Begegnung mit den Kindern des Schweizer Paars hilfreich, die auf das Tun der Eltern einen ganz besonderen Blick haben, denn ihre eigene Kindheit war nicht so sonnig. Die Kinder aus gutem Haus, die Einnahmequelle des Paars standen im Vordergrund. Die eigenen Kinder hatten einfach zu funktionieren. Und das machte etwas mit diesen Kindern. Im Damals und im Jetzt. Colombe erhält auf ihrer Reise Einblicke, die die Eindrücke von damals untermauern oder auch verändern. Einblicke, die die Lügen im Paradies offenlegen. Und so könnte man sich schon fragen, welche Erinnerungen, die man so in sich trägt, wirklich real sind oder einem falschen Eindruck entsprungen sind. Man könnte, man muss dies nicht. Denn manches sollte man vielleicht nicht unbedingt aufwühlen. Manche erlebte Lüge erscheint, wenn man dann die Wahrheit kennt, nicht mehr ganz so schlimm. Ist vielleicht auch immer die Frage, was so eine Rückschau bringen soll, oder vielmehr ein Eindringen in das Damals. Denn Colombes Reise in die Schweiz ist ja nicht nur eine Rückschau, sie begibt sich ja auch örtlich in die Vergangenheit.  Auf jeden Fall ist das Buch „Lügen im Paradies“ ein sehr interessantes Buch, gerade auch aus dem Hintergrund der Autorin heraus. Denn solch ein Hintergrund lässt vielleicht das elterliche Tun in einem anderen Licht erscheinen. Auch aus der Sicht der Erwachsenen heraus, die dieses Tun ja völlig anders begreift. Das Tun des Schweizer Paar vielleicht nicht unbedingt, denn hier gab es ja ganz andere Gründe. Aber auch hier findet das Karma ja seinen Weg. Und dieser Gedanke erscheint ja durchaus hilfreich. Im Buch, wie auch in der gefühlten Realität. Für die Kinder des Schweizer Paars allerdings nicht! Was ist dieses Damals? Was war da? Spüre ich dem hinterher? Und wenn ja warum? Denn dieses Nachspüren kostet auch etwas. Colombe entschließt sich zu diesem Nachspüren, wegen ihrer eigenen Familie. Und was findet sie? Das Leid von Anderen. Es ist die Frage, ob dieses Leid Colombe trifft. Ich hatte den Eindruck, dass dies passiert. Denn Colombe kannte die Kinder des Paars. Sie konnte damals nichts tun. Und jetzt, ja jetzt erscheint dies zu spät.  Ja, alles, was man macht, kostet auch etwas. Aber deswegen kann man ja dem Leben nicht mit einer Starre begegnen und zum Schwamm werden.  Und wer weiß, vielleicht hat diese Reise von Colombe ja auch etwas gekittet, das Verhältnis zu den eigenen Eltern etwa. Vielleicht!?!?

  • Bewertung

    5/5

    20.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Toll

    Ein wunderschönes Chalet in den Schweizer Alpen, in dem viele Kinder ihre Ferien verbringen. Kinder, die aus zerrütteten Verhältnissen kommen, die Eltern aber viel Geld investieren um die Kinder wegzuschicken. Karl und Anne-Marie sind die Ersatzeltern für die Ferienkinder, kümmern sich liebevoll um sie. Klingt alles erstmal ganz zauberhaft aber Colombe Schneck, die selber viele Jahre lang zu Gast war, beginnt zu reflektieren ob es wirklich so ein Paradies war, wie in ihren Erinnerungen. Sie war gern dort, hat ein angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr kaum Liebe geben konnte. Mit Abstand betrachtet war es dann doch nicht so eine Idylle. Ihre eigenen Kinder behandelte das Ehepaar schlechter als die Gastkinder, es gab harte Strafen. Colombe reist zurück in die Ferien ihrer Kindheit, trifft auf altbekannte Menschen und erinnert sich. Ganz klar und ruhig erzählt die Autorin über Erinnerung und Selbsttäuschung. Sie beginnt Risse im Paradies zu finden. Lügen, die sie sich selbst erzählt hat. Langsam beginnt der schöne Schein zu bröckeln und sie beginnt zu verstehen. Sie versteht warum es die mittlerweile erwachsenen Kindern der Gasteltern so schwer haben. Warum sie auch noch im späterer Leben gern einer Illusion glaubte. Nüchtern liest sich der Text, doch der bleibt im Kopf. Oft ist es auch das Ungesagte, das sich im Kopf einbrennt, bewegt. Colombe Schneck gelingt ein eindringlicher, stiller Roman über die Kunst der Selbsttäuschung und ob wir manchmal überhaupt bereit sind für all die traurigen Wahrheiten. Ich bin schwer begeistert und möchte sehr gern noch mehr von dieser Autorin lesen. Große Empfehlung!

  • Jürg K.

    5/5

    19.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr interessant

    Ein Roman, der die Frage stellt: Wie viel Wahrheit erträgt ein Leben und wie viel Lüge braucht es, um glücklich zu sein? Die Geschichte von Colombe, deren Kindheitssommer in den Schweizer Bergen wie eine Idylle erscheinen. Gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt wuchs sie unter der Obhut eines Ehepaars auf, das Strenge und Fürsorge miteinander verband. Doch hinter der Fassade von Ordnung und Geborgenheit verbargen sich Brüche. Kinder aus wohlhabenden, aber zerrütteten Familien, eine Mutter, die sich einst im Kloster verstecken musste, ein Vater, der nie zur Ruhe kam. Dreissig Jahre später kehrt Colombe zurück und erkennt, dass die vermeintliche Idylle Risse hatte. Die Wiederbegegnung mit den Kindern des Ehepaars, offenbart eine schmerzhafte Wahrheit. Während die fremden Zöglinge umsorgt wurden, blieben die eigenen Kinder vernachlässigt. Colombe Schneck verwebt Themen wie Erinnerung, Schuld und die fragile Konstruktion von Familie zu einem berührenden Text über Schmerz und Heilung. Dieses Buch ist Reise und Recherche, es erzählt, wie Erinnerungsblasen platzen und dennoch einen goldenen Glanz bewahren. Dieses Buch liest man nicht so einfach. Es lässt den Leser Nachdenklich werden. Dieses Buch sollte man lesen.

  • Bewertung

    4/5

    03.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckende Geschichte

    INHALT Ein Haus in den Alpen, idyllisch und groß. Vor allem in den Ferien ein besonders lauter Ort: ein Ort, an dem viele Kinder ihre Ferien verbringen. Karl und Anne-Marie sind für viele der Kinder Ersatzeltern. Die Eltern haben viel Geld investiert um ihre Kinder in die Ferien zu schicken. Ein Kind - heute erwachsene Frau, reflektiert diese Erinnerungen. Sie reist dorthin zurück und sieht, wie brüchig die Erinnerungen sind - wahrhaftig Lügen im Paradies. EINDRUCK UND FAZIT Durch dieses Buch bin ich durchgerannt quasi, es las sich ganz wunderbar. Still und bewegend schreibt die Autorin einen ganz beeindruckenden Roman, der mich sehr beschäftigt. Vor allem weil ich in der Jugendhilfe arbeite und einige Parallelen sehe, oder vermute. Wie geht es den Kindern wenn sie älter sind und ihre Kindheit und/oder Jugend reflektieren eigentlich wirklich? Spannend fand ich die Tatsache, dass die Familie die eigenen Kinder so viel schlechter behandelt hat, als die Fremden. Ein interessanter Roman!

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    27.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Erinnerungen ihre Unschuld verlieren

    Manchmal fühlt sich Erinnerung an wie ein sonnenbeschienener Ort, den man viel zu lange nicht hinterfragt hat. Die Schweizer Berge, die Sommer der Kindheit, das Gefühl von Geborgenheit – all das trägt in diesem Buch einen warmen, beinahe trügerischen Glanz. Und genau dort setzt diese leise, eindringliche Erzählung an: bei der Frage, wie viel Wahrheit ein glückliches Leben überhaupt aushält. Schritt für Schritt bröckelt das idealisierte Bild einer vermeintlichen Zuflucht. Zwischen Fürsorge und Strenge, Nähe und Vernachlässigung öffnet sich ein Raum, in dem Schweigen lauter ist als Worte. Besonders berührend wirkt die Verflechtung der persönlichen Familiengeschichte mit den kollektiven Traumata von Flucht, Verfolgung und Überleben – nie pathetisch, sondern ruhig, tastend und ehrlich. Die Reise zurück ist weniger eine geografische als eine innere. Begegnungen mit Menschen von damals legen frei, wie selektiv Erinnerungen sein können und wie sehr Schutzmechanismen das eigene Leben formen. Schmerz wird nicht dramatisiert, sondern behutsam freigelegt, Heilung nicht versprochen, sondern vorsichtig angedeutet. Zurück bleibt ein Text, der lange nachhallt. Einer, der zeigt, dass Lügen nicht nur zerstören, sondern manchmal auch tragen können – bis der Moment kommt, an dem man stark genug ist, sie loszulassen. Kein lautes Buch, aber eines mit großer emotionaler Tiefe.

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

2

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (5)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Lügen im Paradies
  • Produktbild: Lügen im Paradies