2096: Die Welt ist überbevölkert, Ressourcen und Jobs sind rar. Der Tod gründet die Firma Death Call, die über den Todeszeitpunkt aller Menschen entscheidet. Kurz nachdem die 21-jährige Blue erfährt, dass ihre Lebenszeit beinahe abgelaufen ist, trifft sie auf einer Party den geheimnisvollen Creek, einen Mitarbeiter von Death Call. Blue geht mit ihm einen Deal ein: Um dreißig weitere Jahre leben zu dürfen, nimmt sie einen Job bei der Firma des Todes an. Doch über Leben und Tod zu entscheiden, hat seinen Preis …
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Nathaly.dresden
aus Dresden
5/5
24.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Oh mein gott, einfach wieder ein mega Buch von Justine was komplett anderes und doch hat es mich absolut überzeugt!
Blue wird richtig gut beschrieben und dadurch dass man im ersten Prolog direkt etwas aus ihrer Vergangenheit erfährt was sie besonders geprägt hat hatte ich eine echt gute Verbindung zu ihr und bin super leicht mit ihr gestartet. Blue ist richtig tiefgründig und ich konnte vor allen aufgrund ihrer vorgeschichte mit ihren eltern ihrer Entscheidungen und gedanken sehr gut nachvollziehen und verstehen. Das sie so eine Abneigung gegen Death Call hegt ist absolut verständlich. Wie dieses ganze system der neuen welt aufgebaut ist hat mich komplett aus den socken gehauen und ich war so geschockt weil man einfach wirklich davon ausgehen kann, dass es irgendwann vermutlich so sein wird auf dieser welt. Das das macht einen traurig und man bekommt echt böse gedanken gegen die menschen, dafür verantwortlich sind genauso wie blue es tut.
Was sie dann erfährt bezüglich ihres ablebens und dass sie eine andere Möglichkeit bekommen damit umzugehen, fand ich krass, weil sie ja so negativ gegenüber death call aufgestellt ist aber trotzdem hat sie sich schlussendlich mit der Überzeugung von Iris dafür entschieden. Iris fand ich auch eine super protagonistin und mochte total wie sie ausgearbeitet war und dass sie blue immer zur seite stand die beiden sind echt ein herz und eine seele, und das die beiden sich damals im Waißenhaus kennengelernt haben hat sie echt zusammengeschweisst. ❤️
Ist Blue dann Creek kennen gelernt hat, war sie ja echt nicht überzeugt von ihm, das hat auch bei mir eine Weile gebraucht, weil man natürlich erst einmal verstehen muss, was die menschen bewegt für Death Call zu arbeiten. Mit der Zeit lernt man Creek aber sehr gut kennen und auch lieben. Er ist richtig nett und hat gute absichten warum er da arbeitet. Was sich zwischen ihm und Blue dann entwickelt war süß, aufregend und ehrlich
Was lässt endlich alles rauskam, war echt heftig und vor allen wer für was verantwortlich war. Auch das Creek sein Vater eine grosse rolle gespielt hat fand ich krass.
Das ende war Justine Pust like und hat mir mein Herz nicht gebrochen wofür ich sehr sehr dankbar bin ❤️
Kann das buch wirklich nur jedem empfehlen, vorallem euch Menschleins, die mal im Callcenter gearbeitet haben
Bewertung
5/5
10.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Mein bisheriges Jahreshighlight
Der Tod eröffnet ein Callcenter, weil die Welt überbevölkert ist. Dieser Pitch hat mich direkt gecatcht und ich wusste, ich muss dieses Buch lesen.
Ganz ehrlich, ich habe es mir ein bisschen anders vorgestellt. Ich dachte, die Mitarbeiter wählen willkürlich Leute aus, die sterben sollen. SO ist es aber nicht. Sobald jemand an der Schwelle zum Tod steht, ist er oder sie im Callcenter mit einem Agenten oder einer Agentin verbunden und die müssen entscheiden, ob die Person weiterleben darf oder sterben soll. Dennoch fand ich die Geschichte grossartig.
Die Welt ist als offizielles Klassensystem aufgebaut von Klasse 1 bis glaub 13. In den Klassen 1-2 herrschen keine Gesetze und die Bewohner haben keine Arbeitsbewilligung. Ab Stufe drei dürfen die Bewohner arbeiten und erhalten glaub etwas grössere Essensrationen. Die Welt in den Unterstufen ist aber die reinste Katastrophe: Überfüllt, verpestet mit Abgasen und ohne ein Stück Natur.
Die Protagonistin wohnt mit ihrer 21-jährigen besten Freundin Blue in einer Wg in einem Wohnhaus aus Abfall. Ich war echt verblüfft, als da in der Wand ein altes Handy zu klingeln begann. Das Setting ist anfangs etwas düster und skurril, was mir sehr gut gefallen hat. Das ändert sich dann aber. Als Blue erfährt, dass sie krank ist und bald stirbt erhält sie ein Angebot von Creek, einem Callagent beim Callcenter des Todes, Death Call.
Es ist für Blue eine schwierige Entscheidung. Sie will leben, aber sie hasst Death Call. Schlussendlich entscheidet sie sich aber für das Leben und somit auch den Tod Also, beim Tod höchstpersönlich zu arbeiten.
Damit steigt Blue von Stufe drei in die neunte Stufe auf und ist völlig perplex, als sie die frische Luft riecht und die Natur (glaub zum ersten Mal sieht) und ihr schönes Appartment. Auch der Snackautomat und die Cafeteria haben es ihr angetan.
Gleichzeitig hat sie aber auch ein schlechtes Gewissen, weil sie ihre beste Freundin Iris in Stufe 3 zurücklassen muss.
Vorab eine Minirezension, die Spoilerfrei ist: Ich finde, die Geschichte beginnt sehr stark und endet stark. Gegen Ende kommen aber recht viele Themen auf und manches war für mich nicht ganz klar oder zu oberflächlich abgehandelt. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht oder zumindest eine etwas genauere Erklärung. Erzähl wird die Geschichte in einem leicht humorvollen Ton, der die düstere Weltlage und die Themen gut auflockert, dabei aber nie ins Lächerliche zieht.
Dann ein Einblick in die Welt und Politik in dem Buch:
Also, ich finde so viele kritische Themen hier skurril, humorvoll und zugleich mit dem notwendigen Ernst aufgegriffen, echt meinen Respekt an die Autorin, das ist echt gelungen.
Da wäre einmal der Präsident Boneld Bump. Ich musste so lachen, als ich den Namen und die Charakterisierung zum ersten Mal gelesen habe. Ich glaube, wir wissen alle, an wem der orientiert ist.
Dann der «Immobilienhai» Flex, der alle Immobilien aufkauft und vor allem die Armen aus ihren Wohnungen vertreibt.
Die Gemeinschaft alias Sekte der Magenta Moms, die Kinder am Fliessband gebären und zur Adoption freigeben müssen. Die sogenannten Schwestern dieser Gruppe sind oft Frauen aus niedrigen Stufen, die sich wegen der Armut auf ein besseres Leben in dieser Stufe einlassen. Hier finde ich diesen Wiederspruch sehr spannend: Die Welt ist eindeutig überbevölkert, Death Call wirbt immer mit dem Ableben, um Platz für jemand neuen zu schaffen. Gleichzeitig Gebären die Magenta Moms so viele Kinder, was vor allem von den höheren Stufen gefordert wird.
Achtung, ab hier wird gespoilert:
Blues Einstieg im Callcenter ist alles andere als einfach. Ohne das sogenannte Handbuch dazu richtig gelesen zu haben, entscheidet sie sich, allen eine neue Chance zu geben, auch wenn die es nicht unbedingt verdienen. Das klingt etwas hart, aber die Callagenten haben eine Übersicht der Karmapunkte der Person, sehen was sie getan haben und ihre Zukunftsaussichten, also ob sie etwas Gutes zur Welt beiträgt. Als sie eine junge Frau in der Leitung hat, die ein kleines Kind hat und viel für ein besseres Leben auf der Erde beitragen könnte, merkt sie mit Schrecken, dass ihr Kontingent aufgebraucht ist an Leben, die sie retten kann.
Als Leserin war für mich klar, dass da ein Haken kommen muss. Sonst könnten alle Callagents alle leben lassen und das ganze wäre der Traumjob schlechthin. Ich habe diese Arbeitsszene also mit grosser Neugier gelesen und nur darauf gewartet, wann der grosse Hammer kommt. Oder besser gesagt, die Sense.
Die Sensen sind tote Seelen, die die Seelen ins Jenseits begleiten, sie sind aber fast wie echte Menschen. So habe ich das auf jeden Fall verstanden und ich finde die Umsetzung sehr cool.
Ganz besonders habe ich mit Blue mitgefiebert, als sie plötzlich ihre beste Freundin Iris und Creek, in den sie sich verliebt hatte, am Telefon hatte. Die beiden hatten einen Autounfall. Die Vorgabe von oben (wo genau ist unbekannt) war, dass nur einer überleben kann. Blue hatte 10 Minuten Zeit zu entscheiden, wer. Würde sie zu lange warten, würden beide sterben. Schweren Herzens entschied sie sich für Creek. Anfangs ärgerte ich mich als Leserin ein wenig, dass sie ihre beste Freundin hängenlässt für einen Typen, den sie seit kurzem kennt. Aber dann konnte ich ihre Entscheidung besser nachvollziehen, da Iris weitere Lebenserwartung ohnehin gering war und ihr Ableben Blue Retraumatisierung würde, weil sie auf die gleiche Art sterben sollte wie Blues Eltern. Ausserdem hatte Creek mehr Potenzial, mit ihr «die Welt zu retten».
Ganz besonders schön fand ich da das überraschende Wiedersehen mit Iris als Sense.
Ebenfalls ins Herz geschlossen habe ich auch den sogenannten Mister, den Tod höchstpersönlich, der sich als irdische Gestalt auf die Erde begeben hat. Er ist und bleibt etwas undurchsichtig. Vieles scheint er nicht zu wissen, manches verheimlicht er. Mir gefiel es gut, wie er sich gegen Ende hin engagiert hat. Gleichzeitig hätte ich mir von ihm mehr Engagement in kritischen Szenen gewünscht, das ist jetzt aber nur mein persönlicher Wunsch .
Das Ende fand ich auch recht witzig: Blue wurde befördert und konnte offiziell die Welt retten (Ich habe nicht ganz verstanden wie) und sie beschwert sich, dass sie dafür Überstunden machen muss.
Ich muss natürlich sagen, dass ich das als Lektorin kritisch anmerken würde, als Leserin bin ich da aber recht entspannt .
Ich würde mich auch sehr über eine Fortsetzung freuen, um herauszufinden, ob sie die Welt wirklich retten können und wie .
Zum Schluss gibt es ein paar Kritikpunkte. Diese sind nur meine Meinung und es kann durchaus an mir liegen, dass ich manche Themen nicht ganz verstanden habe . Und trotz der Kritik ist das Buch mein bisheriges Highlight im Jahr 2026 .
1) Das Cover zeigt eine Sanduhr mit lila Sand. Diese wird ein paarmal kurz mit dem Mister beschrieben. Diese Szenen haben bei mir die Erwartung geweckt, dass diese Uhr eine besondere Bedeutung hat, auch da sie auf dem Cover abgebildet ist. Da fand ich es schade, dass der Mister am Ende behauptet, er weiss nicht was passiert, wenn der Sand komplett durchgelaufen ist und das so stehengelassen wurde.
2) Call: Blue hört den Call ihrer Eltern damals heimlich ab und erfährt, dass sie damals selbst in einem war, aber den hört sie dann nicht mehr, mich hätte das auch interessiert.
3) Das mit der Unsterblichkeit habe ich nicht ganz verstanden, also was Bump und Flex da genau gemacht haben, wie sie die Unsterblichkeit erreicht haben, da hätte ich mir eine genauere Erklärung gewünscht und auch wie es «funktioniert hat», dass sie dann doch sterben.
4) Ich verstehe nicht ganz, wie der Tod dieses Areal nehmen konnte, soweit ich weiss, bezahlt er keine Miete und nimmt auch kein Geld ein, sondern Karmapunkte. Somit verstehe ich auch nicht ganz, wie die Mitarbeiter bezahlt werden konnten.
Jacky_liest
Thalia Book Circle Community
5/5
27.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Was wäre, wenn der Tod ein Callcenter eröffnet?
Was wäre, wenn der Tod ein Callcenter eröffnet?
Genau mit dieser herrlich schrägen und gleichzeitig erschreckend plausiblen Idee startet Whispers of Destiny und zieht einen ziemlich schnell hinein in eine Zukunft, die weh tut, weil sie gar nicht so weit weg wirkt.
Wir schreiben das Jahr 2096: Überbevölkerung, Ressourcenknappheit, Säureregen, ein rigides Stufensystem. Wer unten lebt, lebt gefährlich. Blue gehört zu diesen Menschen. Als sie erfährt, dass ihre Lebenszeit fast abgelaufen ist, bekommt sie ein Angebot, das man eigentlich nicht ablehnen kann: Arbeiten für Death Call, das Callcenter des Todes, im Tausch gegen weitere Lebensjahre. Der Preis? Entscheidungen über Leben und Tod.
Justine Pust erzählt diese Geschichte mit einem Stil, der locker, direkt und oft überraschend witzig ist, ohne jemals die Schwere der Themen zu verraten. Schwarzer Humor trifft auf Gesellschaftskritik: Kapitalismus, Klassismus, Konsum, Klimakrise, politische Verantwortung, alles schwingt mit, manchmal subtil, manchmal bitterböse. Der Tod selbst („Mister“, bitte!) ist dabei eine der spannendsten Figuren: ruhig, ironisch, fast sympathisch und damit umso beunruhigender.
Blue ist keine glatte Heldin. Sie ist frech, zynisch, impulsiv, manchmal anstrengend, aber genau deshalb glaubwürdig. Ihre inneren Konflikte, ihr Widerstand gegen ein zutiefst ungerechtes System und die moralischen Dilemmata, in die sie gerät, tragen den Roman. Nicht jede Nebenfigur bekommt maximale Tiefe und das Weltenbuilding bleibt stellenweise bewusst vage, doch das passt zum Tempo und Fokus der Geschichte. Hier geht es weniger um perfekte Systeme als um Entscheidungen und deren Konsequenzen.
Auch die romantischen Elemente fügen sich eher leise ein und stehen klar im Schatten der großen Fragen:
Wer darf leben? Wer entscheidet das? Und was macht diese Macht mit einem Menschen?
Fazit:
Whispers of Destiny ist keine leichte Fantasy-Satire, auch wenn es sich stellenweise so anfühlt. Es ist eine rasante, kluge und oft überraschend emotionale Dystopie mit bissigem Humor, klarer Haltung und vielen Denkanstößen. Nicht perfekt, aber mutig, originell und lange nachhallend.
Ein Buch für alle, die sich auf moralische Grauzonen einlassen wollen und die keine Angst davor haben, dass Unterhaltung auch unbequem sein darf.
love.books4ever
aus Villingen-Schwenningen
5/5
18.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Leben auf Zeit
„Whispers of Destiny“ von Justine Pust ist ein dystopischer Roman mit Romance- und Society-Critical-Elementen, der im Jahr 2096 spielt. In einer überbevölkerten Welt entscheidet Death Call über den Todeszeitpunkt jedes Menschen. Blues Lebenszeit ist fast abgelaufen, doch sie bekommt vom Tod eine Chance weitere Jahre zu leben, dafür muss sie selbst für den ihn arbeiten und darüber entscheiden wer leben darf und wer nicht….
Der Schreibstil von Justine Pust ist flüssig, emotional und packend. Die Atmosphäre ist nahezu durchgehend düster und beklemmend. Das Setting rund um das Callcenter des Todes wirkt erschreckend realistisch und bleibt im Kopf.
Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet. Besonders Blue überzeugt mit ihrer tapferen, mutigen und hilfsbereiten Art. Ich mochte sie ab der ersten Seite und fieberte Kapitel für Kapitel zusammen mit ihr. Auch die Nebencharaktere sind stimmig ausgearbeitet, fügen sich nahtlos in die Welt ein und verstärken das Leseerlebnis zunehmend.
Der Handlungsverlauf ist gut strukturiert, spannend und wird immer wieder moralische Fragen auf, die zum Nachdenken anregen.
Fazit
Ein intensiver, teils kritischer Roman mit Tiefgang und Emotionen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
stefanb
Thalia Book Circle Community
5/5
07.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Todesangst
“Darf ich nicht outsourcen, nur weil ich eine Urgewalt bin?” [67] Der Tod kommt schon richtig cool daher, lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und ist die Ruhe selbst. Aber eigentlich geht es bei “Whispers of Destiny” von Justine Pust um die junge Protagonistin Blue. Blue ist jung und frech, hat ihren eigenen Kopf und manchmal ist das Mundwerk schneller als das Gehirn. Ihr Herz ist aber am rechten Fleck und Blue hält so die eine oder andere Überraschung parat.
Das Setting bei “Whispers of Destiny” gefällt mir sehr gut. Wer arbeitet denn schon beim Callcenter des Todes? Mir gefällt aber auch unheimlich gut das Dystopische an der Fantasy Geschichte. Dass es nicht einfach ist über Tod und Leben zu entscheiden, merken die Mitarbeiter von Death Call selbst sehr schnell. Ich finde die Denkansätze von Pust sehr gut. Da geht es um Leben und Tod, Verteilung von Besitzgütern und Essen, Einteilung der Menschen in verschiedene Klassen und um Klimaeinflüsse in Bezug auf die Menschheit. Für eine so temporeiche, lustige und unterhaltsame spannende Geschichte, empfinde ich die Tiefe der philosophischen Themen in Ordnung.
Pust liefert ein mega unterhaltsames Werk, welches einen bestens unterhält und mit einigen Wendungen aufwartet, die man nicht auf dem Schirm hatte. Der Schreibstil ist perfekt und man rast durch eine Geschichte wo man jederzeit wissen möchte wie es weitergeht.
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2/5
23.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Vor Detah Call sind alle Menschen gleich. Unabhängig von ihren Stufen.
Wenn du über Leben und Tod entscheiden könntest - würdest du es tun?
Blue wollte das definitiv nicht. Aber ihr bleibt keine andere Wahl: Entweder sie stirbt oder sie arbeitet bei Death Call - einem Callcenter für den Tod persönlich.
Allein der Klappentext hat mich sofort gecatcht, weil die Idee einfach mal etwas komplett anderes ist. So etwas in die Richtung habe ich bisher noch nicht gelesen. Vielleicht hat mich der Klappentext am Ende allerdings mehr überzeugt als das Buch selbst.
Whispers of Destiny spielt in einer dystopischen Welt, in der Menschen in verschiedene Lebensstufen eingeteilt werden. In Stufe 1 besitzt du praktisch nichts - und in Stufe 13 lebst du wie ein Gott. Blue hasst dieses System. Für sie ist es ungerecht, menschenverachtend und komplett kaputt. Sie will es zerstören, muss dafür aber Entscheidungen treffen, die sie eigentlich nie treffen wollte.
Auf diesem Weg lernt sie Creek kennen, der später ihr Love Interest wird. Und ganz ehrlich? Ich mochte Creek, hatte aber gleichzeitig keine besonders starke Meinung zu ihm. Die Lovestory steht hier allerdings sowieso nicht im Vordergrund.
Mit Blue selbst hatte ich dagegen eher meine Probleme. Ich fand sie oft ziemlich nervig und extrem vorlaut. Sie widerspricht wirklich jedem, glaubt ständig, alles besser zu wissen, und zeigt kaum Respekt gegenüber anderen. Dadurch fiel es mir ehrlich gesagt schwer, eine richtige Verbindung zu ihr aufzubauen.
Die Story an sich fand ich trotzdem okay. Sie entwickelt sich am Ende anders, als ich erwartet hatte, was ich eigentlich ganz gut fand. Insgesamt war es für mich ein solides Buch für zwischendurch - aber leider kein neues Lieblingsbuch.
Whispers of Destiny hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Buch entführt uns in das Jahr 2096 in ein Unternehmen namens Death Call, welches darüber entscheidet, wer leben darf und wer sterben muss. Blue nimmt den ungewöhnlichen Deal an, für weitere Jahre zu leben, indem sie selbst über Leben und Tod mitbestimmt - merkt jedoch schnell, dass man das Schicksal oft nicht ändern kann.
Die dystopische Grundidee ist spannend und regt zum Nachdenken an, besonders die moralischen Fragen rund um Leben, Tod und Verantwortung. Die Geschichte schafft es, emotional zu berühren, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Auch die Charaktere sind sehr nahbar und interessant.
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