Eine große Flut hat die Erde überschwemmt. Nur die Tiere in einem Zoo haben überlebt und hoffen, von Wasser umschlossen, auf Rettung. Der Roboter NOA kümmert sich liebevoll um sie. Doch das Wasser steigt weiter und NOA weiß, dass er handeln muss. Er baut eine Arche und setzt die Segel, unsicher, wohin die Reise führen wird. Doch die Tiere haben Vertrauen in ihren Beschützer. Als sie auf einer Insel stranden, geschieht ein Wunder: ein Luftschiff nimmt Kurs auf die Insel – mit einem weiteren Roboter an Bord …
Aaron Becker erzählt in seinen filmisch atmosphärischen Bildern, wie wichtig es ist, dass sich jeder einzelne um das Wohl dieser Erde kümmert. Ein spannendes Abenteuer voller Hoffnung.
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Ein stilles, starkes Abenteuer voller Hoffnung, das lange nachwirkt
Dani12143 aus Oldenburg am 03.02.2026
Bewertungsnummer: 3035004
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Bilderbuch Der letzte Hüter der Tiere von Aaron Becker ist ein eindrucksvolles, tief berührendes Werk, das ganz ohne viele Worte auskommt und seine Geschichte vor allem durch kraftvolle, filmisch anmutende Bilder erzählt. Es nimmt die Leser:innen mit auf eine spannende Reise durch eine überflutete Welt – und stellt dabei große Fragen nach Verantwortung, Vertrauen und Hoffnung.
Nach einer gewaltigen Flut scheint die Erde verlassen. Nur die Tiere eines Zoos haben überlebt und sind von Wasser umschlossen. Inmitten dieser trostlosen Szenerie kümmert sich der Roboter NOA mit großer Hingabe um sie. Seine Fürsorge und Geduld zeigen, dass Mitgefühl und Verantwortung nicht an Herkunft oder Wesen gebunden sind. Still, aber eindrucksvoll wird deutlich, wie sehr die Tiere auf ihren Hüter angewiesen sind – und wie sehr sie ihm vertrauen.
Als das Wasser weiter steigt, erkennt NOA, dass Abwarten keine Option mehr ist. Mit Entschlossenheit baut er eine Arche und begibt sich mit den Tieren auf eine ungewisse Reise. Diese Passage des Buches ist besonders spannend und emotional, denn sie verbindet Abenteuer mit der leisen Hoffnung auf Rettung. Die Illustrationen lassen Raum für eigene Gedanken und Gefühle und laden dazu ein, die Geschichte immer wieder neu zu entdecken.
Der Wendepunkt auf der Insel, an der schließlich ein weiteres Luftschiff erscheint, ist von großer Symbolkraft. Die Begegnung mit einem zweiten Roboter steht für Gemeinschaft, Zusammenarbeit und die Erkenntnis, dass niemand allein die Welt retten muss. Hoffnung entsteht dort, wo sich Einzelne füreinander einsetzen.
Erschienen im Gerstenberg Verlag, ist Der letzte Hüter der Tiere ein außergewöhnliches Bilderbuch, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Es vermittelt auf eindringliche Weise, wie wichtig es ist, Verantwortung für die Erde und ihre Lebewesen zu übernehmen. Ein stilles, starkes Abenteuer voller Hoffnung, das lange nachwirkt.
Rezension von: Die Magie der Bücher
Ein meisterhaft illustriertes, wortloses Bilderbuch für Jung und Alt!
CorniHolmes am 10.07.2025
Bewertungsnummer: 2536337
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine riesige Flut hat die Erde überschwemmt und das Wasser steigt immer weiter. Die Menschheit hat nicht überlebt, nur verschiedene Tiere sind noch da, die sich auf den letzten Landstrichen retten konnten. NOA, ein Roboter, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt und seine restlichen Bewohner zu schützen. Liebevoll kümmert er sich um die Tiere und baut ihnen aus Trümmern eine große Arche. Als alle sicher an Bord sind, setzt er entschlossen die Segel, ohne zu wissen, wohin die Reise führen wird. Auf ihrer Suche nach einem neuen Zuhause geschieht etwas Wundersames: Ein weiterer Roboter erscheint in einem großen Luftschiff und schließt sich der Rettungsmission an...
Aaron Becker gilt als Meister der Silent Books und das vollkommen zu Recht! Ihm gelingt es jedes Mal in seinen Büchern, ganz ohne Text tiefgreifende Botschaften zu vermitteln. Und sein neuer Geniestreich „Der letzte Hüter der Tiere“ bildet da definitiv keine Ausnahme.
Lose inspiriert von der biblischen Arche-Noah-Erzählung präsentiert uns Aaron Becker weiteren visuellen Bilderbuchgenuss vom Feinsten. Bis auf ein Zitat von Jane Goodell zu Beginn, welches die Kernaussage dieses Buches unterstreicht, kommt die Geschichte völlig textfrei daher. Allein mit Zeichenstift und Aquarellfarben hat es der US-amerikanische Autor und Illustrator einmal mehr vollbracht, Bilder zu erschaffen, die mehr aussagen, als es Worte jemals könnten. Atmosphärisch, kraftvoll, unglaublich detailreich und mit leichtem Steampunk-Einschlag ziehen seine Illustrationen einen direkt in den Bann, laden zum genauen Betrachten, wiederholten Durchblättern und Weiterspinnen ein und lassen viel Freiraum für eigene Interpretationen. Sämtliche Seiten strotzen mal wieder nur so vor Detailliebe, sodass man sich stundenlang in ihnen verlieren kann und auch nach mehrmaligem Anschauen etwas Neues entdeckt.
In gewohnter Aaron-Becker-Manier wird auch hier ganz leise eine starke Geschichte erzählt, die lange nachklingt. Als Betrachtender wird man in eine dystopische Welt entführt, die die enormen Auswirkungen des Klimawandels zeigt – und die vielleicht näher ist, als gedacht. Die Erde ist überschwemmt, die Menschheit komplett verschwunden. Es gibt nur noch Tiere und verschiedene Bauten, die davon zeugen, dass es die Menschen einst gegeben hat. Und dann ist da noch NOA, ein riesiger Roboter mit viel Empathie und Herz. Seine Liebe und Sorge für die Tiere sind direkt spürbar. Denn trotz fehlender Gesichtszüge und geschriebener Worte fühlt man seine Emotionen und Stimmungen, einzig indem man seine Körpersprache liest, die seine Gedanken und Gefühle wunderbar widerspiegelt. Selbstlos kümmert er sich um die Tiere und setzt alles daran, sie zu retten. In diesem Buch wird uns Menschen der Spiegel vorgehalten und gezeigt, was wir unserem Planeten mit unserem Verhalten antun. Wir alle sollten uns ein Beispiel an NOA nehmen und unseren Beitrag dazu leisten, unsere Erde zu einem besseren Ort zu machen.
Wie Beckers vorheriges Werk „Der Baum und der Fluss“ ist auch „Der letzte Hüter der Tiere“ eine Geschichte von Veränderungen. Von Verzweiflung und Zerstörung über Fürsorge, Entschlossenheit und Einfallsreichtum bis hin zu Geborgenheit, Zuversicht und Neuanfang. Aber wer weiß, vielleicht interpretiert ihr die Geschichte ja auch ganz anders als ich? Durch die fehlenden Texte sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Probiert es doch einfach mal aus!
Fazit: „Der letzte Hüter der Tiere“ ist eine brillant bebilderte, futuristische Neuerzählung der Arche Noah zum Immer-wieder-Angucken, Neu-Entdecken, Nachdenken und Staunen. Eine faszinierende wortlose Bilderbuchreise für Leser*innen jeden Alters. Fesselnd, bewegend, zeitlos und voller Hoffnung. Ich bin mal wieder absolut begeistert, ich kann Aaron Beckers neues Silent Book jedem ab 5 Jahren nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
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