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Produktbild: Meine Freunde

Meine Freunde Roman - Pulitzer Preisträger

1

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

4315 KB

Originaltitel

My Friends

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

EAN

9783641318765

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Family Sharing

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

4315 KB

Originaltitel

My Friends

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

EAN

9783641318765

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Große Literatur, die man sich erarbeiten muss

Zauberberggast aus München am 21.01.2026

Bewertungsnummer: 3018976

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Auf dem Rückweg spürte ich Leere in mir aufwallen, ein Nichts, das trotz allem eine Präsenz besaß. Diese Leere weckte den Wunsch in mir, davonzulaufen, tiefer in mich zu tauchen, in jene kalte Trostlosigkeit, bis auf ihren Grund. Ich fühlte mich angezogen vom Schmerz, ähnlich wie wenn ein Zahn wehtut und man ihn am besten in Ruhe lassen sollte, stattdessen aber auf ihm herumbeißt." (Hisham Matar, Meine Freunde, S. 192) Wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte “Meine Freunde/My Friends” von Hisham Matar in einem Zug verschlungen, weil ich so gefesselt war von der Handlung, dass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht, dann wäre das ziemlich unwahr. Würde ich aber sagen, ich hätte nicht hinterher das Gefühl gehabt, 100% mehr zu wissen als vorher über Libyen, das Terrorregime von Gaddafi und seine traumatischen Folgen, dann wäre auch das unwahr. Und ebenso nicht wahr wäre es zu behaupten, dass ich nach der Lektüre nicht das Gefühl habe, hier großer Literatur begegnet zu sein. Große Literatur lähmt uns immer ein wenig, lässt uns ahnen, dass das, was wir da zu verdauen versuchen viel größer ist als vieles, was wir bisher in einem immer wieder neuen Mix aus 26 Buchstaben schon verdaut und gedanklich wieder ausgeschieden haben. Aber Bücher wie “Meine Freunde” sind gekommen, um zu bleiben. Um Zeugnis abzulegen von Schicksalen, die einem so nahe gehen, als wären es die Schicksale der eigenen Freunde oder zumindest von jemand Echtem aus Fleisch und Blut. Der Roman geht der Frage nach: Was macht (politisches) Exil mit einem Menschen? Einem Menschen wie Khaled, einem ganz normalen Libyer, der eigentlich nur in Großbritannien studieren wollte, um danach wieder in sein Land zurückzukehren. Doch als er zusammen mit seinen Freunden Mustafa und Hosam eines Tages im April 1984 vor der libyschen Botschaft in London für Freiheit und Menschenrechte demonstriert, ist nichts mehr wie zuvor: Khaled wird angeschossen, überlebt und kann fortan nicht mehr riskieren in seine Heimat zu seinen Eltern und seiner Schwester zurückzukehren. Der Roman ist mit 535 Seiten wirklich umfangreich. Wir nehmen sehr ausführlich teil an Khaleds Schicksal. Er reflektiert immer wieder seine Vergangenheit, die eigene Situation und die seiner Freunde. Der Titel ist meines Erachtens vielleicht etwas unglücklich gewählt. Und das ist nicht nur dem Fakt geschuldet, dass, wenn ich “Meine Freunde” in die Suchfenster der Onlinebuchhandlungen eingebe, zunächst nur Freundebücher für Kinder angezeigt werden. Ich denke die Freundschaften zu Hosam und Mustafa sind zwar wichtig, aber identitätsstiftend für Khaled ist vielmehr die Erfahrung des Vertriebenseins, des Exils. Stell dir vor, dein Land hasst dich weil du mit dem Regime nicht konform gehst und wenn du dort einfach leben willst, musst du riskieren, verschleppt und umgelegt zu werden. Unvorstellbar. Die Männer werden einander im Exil dennoch zum Familienersatz, von daher hätte ich mir wahrscheinlich trotzdem keinen besseren Titel ausdenken können. Ein Exilroman, ein London-Roman, ein Roman über den Arabischen Frühling. Ein Buch für Intellektuelle und für solche, die sich mehr mit Libyen, seiner Kultur und Geschichte auseinandersetzen möchten. Und ja, auch für solche, die Libyen immer falsch schreiben. Zwinkersmiley. Große Literatur, für die man aber Zeit und Geduld aufbringen muss und die man nicht mal eben zwischendurch weglesen kann. Könnerhaft aus dem Englischen übersetzt von Werner Löcher-Lawrence.

Große Literatur, die man sich erarbeiten muss

Zauberberggast aus München am 21.01.2026
Bewertungsnummer: 3018976
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Auf dem Rückweg spürte ich Leere in mir aufwallen, ein Nichts, das trotz allem eine Präsenz besaß. Diese Leere weckte den Wunsch in mir, davonzulaufen, tiefer in mich zu tauchen, in jene kalte Trostlosigkeit, bis auf ihren Grund. Ich fühlte mich angezogen vom Schmerz, ähnlich wie wenn ein Zahn wehtut und man ihn am besten in Ruhe lassen sollte, stattdessen aber auf ihm herumbeißt." (Hisham Matar, Meine Freunde, S. 192) Wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte “Meine Freunde/My Friends” von Hisham Matar in einem Zug verschlungen, weil ich so gefesselt war von der Handlung, dass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht, dann wäre das ziemlich unwahr. Würde ich aber sagen, ich hätte nicht hinterher das Gefühl gehabt, 100% mehr zu wissen als vorher über Libyen, das Terrorregime von Gaddafi und seine traumatischen Folgen, dann wäre auch das unwahr. Und ebenso nicht wahr wäre es zu behaupten, dass ich nach der Lektüre nicht das Gefühl habe, hier großer Literatur begegnet zu sein. Große Literatur lähmt uns immer ein wenig, lässt uns ahnen, dass das, was wir da zu verdauen versuchen viel größer ist als vieles, was wir bisher in einem immer wieder neuen Mix aus 26 Buchstaben schon verdaut und gedanklich wieder ausgeschieden haben. Aber Bücher wie “Meine Freunde” sind gekommen, um zu bleiben. Um Zeugnis abzulegen von Schicksalen, die einem so nahe gehen, als wären es die Schicksale der eigenen Freunde oder zumindest von jemand Echtem aus Fleisch und Blut. Der Roman geht der Frage nach: Was macht (politisches) Exil mit einem Menschen? Einem Menschen wie Khaled, einem ganz normalen Libyer, der eigentlich nur in Großbritannien studieren wollte, um danach wieder in sein Land zurückzukehren. Doch als er zusammen mit seinen Freunden Mustafa und Hosam eines Tages im April 1984 vor der libyschen Botschaft in London für Freiheit und Menschenrechte demonstriert, ist nichts mehr wie zuvor: Khaled wird angeschossen, überlebt und kann fortan nicht mehr riskieren in seine Heimat zu seinen Eltern und seiner Schwester zurückzukehren. Der Roman ist mit 535 Seiten wirklich umfangreich. Wir nehmen sehr ausführlich teil an Khaleds Schicksal. Er reflektiert immer wieder seine Vergangenheit, die eigene Situation und die seiner Freunde. Der Titel ist meines Erachtens vielleicht etwas unglücklich gewählt. Und das ist nicht nur dem Fakt geschuldet, dass, wenn ich “Meine Freunde” in die Suchfenster der Onlinebuchhandlungen eingebe, zunächst nur Freundebücher für Kinder angezeigt werden. Ich denke die Freundschaften zu Hosam und Mustafa sind zwar wichtig, aber identitätsstiftend für Khaled ist vielmehr die Erfahrung des Vertriebenseins, des Exils. Stell dir vor, dein Land hasst dich weil du mit dem Regime nicht konform gehst und wenn du dort einfach leben willst, musst du riskieren, verschleppt und umgelegt zu werden. Unvorstellbar. Die Männer werden einander im Exil dennoch zum Familienersatz, von daher hätte ich mir wahrscheinlich trotzdem keinen besseren Titel ausdenken können. Ein Exilroman, ein London-Roman, ein Roman über den Arabischen Frühling. Ein Buch für Intellektuelle und für solche, die sich mehr mit Libyen, seiner Kultur und Geschichte auseinandersetzen möchten. Und ja, auch für solche, die Libyen immer falsch schreiben. Zwinkersmiley. Große Literatur, für die man aber Zeit und Geduld aufbringen muss und die man nicht mal eben zwischendurch weglesen kann. Könnerhaft aus dem Englischen übersetzt von Werner Löcher-Lawrence.

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