Produktbild: Meine Freunde

Meine Freunde Roman - Pulitzer Preisträger

1

27,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/4,7 cm

Gewicht

668 g

Farbe

Dunkellila / Mauve

Originaltitel

My Friends

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87787-7

Beschreibung

Rezension

»Sein neuer Roman entwirft ein im Exil entstehendes, komplexes Rhizomgeflecht von Freundschaften, ohne dabei die verbrannte Erde der Heimat aus dem Blick zu verlieren.« ("Perlentaucher "Vorworte", Angela Schader")
»[Der Roman] führt vor Augen, wie Vertreibung, Flucht und Exil sich in die Seele, in die Freundschaften und in die Identität eines Menschen einschreiben.« ("Deutschlandfunk, Büchermarkt, Cornelius Wüllenkemper")
»[ein] mitreißender, psychologisch hochintelligenter Roman […] ein starker Text über die Kraft, aber auch die Grenzen der Freundschaft, und über den Zusammenhang von Heimat, Identität und Literatur.« ("SR, Meike Stein")
»Das ist packend erzählte Zeitgeschichte, die in den Schlüsselpassagen psychologisch plausibel dargestellt wird« ("Salzburger Nachrichten, Helmut Müller")
»[…] ein wunderbar austariertes Buch, ich würde von einem Meisterwerk sprechen. « ("Deutschlandfunk Kultur, Lesart, Marko Martin")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.11.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

21,7/14,2/4,7 cm

Gewicht

668 g

Farbe

Dunkellila / Mauve

Originaltitel

My Friends

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87787-7

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Große Literatur, die man sich erarbeiten muss

Zauberberggast aus München am 21.01.2026

Bewertungsnummer: 3018976

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Auf dem Rückweg spürte ich Leere in mir aufwallen, ein Nichts, das trotz allem eine Präsenz besaß. Diese Leere weckte den Wunsch in mir, davonzulaufen, tiefer in mich zu tauchen, in jene kalte Trostlosigkeit, bis auf ihren Grund. Ich fühlte mich angezogen vom Schmerz, ähnlich wie wenn ein Zahn wehtut und man ihn am besten in Ruhe lassen sollte, stattdessen aber auf ihm herumbeißt." (Hisham Matar, Meine Freunde, S. 192) Wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte “Meine Freunde/My Friends” von Hisham Matar in einem Zug verschlungen, weil ich so gefesselt war von der Handlung, dass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht, dann wäre das ziemlich unwahr. Würde ich aber sagen, ich hätte nicht hinterher das Gefühl gehabt, 100% mehr zu wissen als vorher über Libyen, das Terrorregime von Gaddafi und seine traumatischen Folgen, dann wäre auch das unwahr. Und ebenso nicht wahr wäre es zu behaupten, dass ich nach der Lektüre nicht das Gefühl habe, hier großer Literatur begegnet zu sein. Große Literatur lähmt uns immer ein wenig, lässt uns ahnen, dass das, was wir da zu verdauen versuchen viel größer ist als vieles, was wir bisher in einem immer wieder neuen Mix aus 26 Buchstaben schon verdaut und gedanklich wieder ausgeschieden haben. Aber Bücher wie “Meine Freunde” sind gekommen, um zu bleiben. Um Zeugnis abzulegen von Schicksalen, die einem so nahe gehen, als wären es die Schicksale der eigenen Freunde oder zumindest von jemand Echtem aus Fleisch und Blut. Der Roman geht der Frage nach: Was macht (politisches) Exil mit einem Menschen? Einem Menschen wie Khaled, einem ganz normalen Libyer, der eigentlich nur in Großbritannien studieren wollte, um danach wieder in sein Land zurückzukehren. Doch als er zusammen mit seinen Freunden Mustafa und Hosam eines Tages im April 1984 vor der libyschen Botschaft in London für Freiheit und Menschenrechte demonstriert, ist nichts mehr wie zuvor: Khaled wird angeschossen, überlebt und kann fortan nicht mehr riskieren in seine Heimat zu seinen Eltern und seiner Schwester zurückzukehren. Der Roman ist mit 535 Seiten wirklich umfangreich. Wir nehmen sehr ausführlich teil an Khaleds Schicksal. Er reflektiert immer wieder seine Vergangenheit, die eigene Situation und die seiner Freunde. Der Titel ist meines Erachtens vielleicht etwas unglücklich gewählt. Und das ist nicht nur dem Fakt geschuldet, dass, wenn ich “Meine Freunde” in die Suchfenster der Onlinebuchhandlungen eingebe, zunächst nur Freundebücher für Kinder angezeigt werden. Ich denke die Freundschaften zu Hosam und Mustafa sind zwar wichtig, aber identitätsstiftend für Khaled ist vielmehr die Erfahrung des Vertriebenseins, des Exils. Stell dir vor, dein Land hasst dich weil du mit dem Regime nicht konform gehst und wenn du dort einfach leben willst, musst du riskieren, verschleppt und umgelegt zu werden. Unvorstellbar. Die Männer werden einander im Exil dennoch zum Familienersatz, von daher hätte ich mir wahrscheinlich trotzdem keinen besseren Titel ausdenken können. Ein Exilroman, ein London-Roman, ein Roman über den Arabischen Frühling. Ein Buch für Intellektuelle und für solche, die sich mehr mit Libyen, seiner Kultur und Geschichte auseinandersetzen möchten. Und ja, auch für solche, die Libyen immer falsch schreiben. Zwinkersmiley. Große Literatur, für die man aber Zeit und Geduld aufbringen muss und die man nicht mal eben zwischendurch weglesen kann. Könnerhaft aus dem Englischen übersetzt von Werner Löcher-Lawrence.

Große Literatur, die man sich erarbeiten muss

Zauberberggast aus München am 21.01.2026
Bewertungsnummer: 3018976
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Auf dem Rückweg spürte ich Leere in mir aufwallen, ein Nichts, das trotz allem eine Präsenz besaß. Diese Leere weckte den Wunsch in mir, davonzulaufen, tiefer in mich zu tauchen, in jene kalte Trostlosigkeit, bis auf ihren Grund. Ich fühlte mich angezogen vom Schmerz, ähnlich wie wenn ein Zahn wehtut und man ihn am besten in Ruhe lassen sollte, stattdessen aber auf ihm herumbeißt." (Hisham Matar, Meine Freunde, S. 192) Wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte “Meine Freunde/My Friends” von Hisham Matar in einem Zug verschlungen, weil ich so gefesselt war von der Handlung, dass ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht, dann wäre das ziemlich unwahr. Würde ich aber sagen, ich hätte nicht hinterher das Gefühl gehabt, 100% mehr zu wissen als vorher über Libyen, das Terrorregime von Gaddafi und seine traumatischen Folgen, dann wäre auch das unwahr. Und ebenso nicht wahr wäre es zu behaupten, dass ich nach der Lektüre nicht das Gefühl habe, hier großer Literatur begegnet zu sein. Große Literatur lähmt uns immer ein wenig, lässt uns ahnen, dass das, was wir da zu verdauen versuchen viel größer ist als vieles, was wir bisher in einem immer wieder neuen Mix aus 26 Buchstaben schon verdaut und gedanklich wieder ausgeschieden haben. Aber Bücher wie “Meine Freunde” sind gekommen, um zu bleiben. Um Zeugnis abzulegen von Schicksalen, die einem so nahe gehen, als wären es die Schicksale der eigenen Freunde oder zumindest von jemand Echtem aus Fleisch und Blut. Der Roman geht der Frage nach: Was macht (politisches) Exil mit einem Menschen? Einem Menschen wie Khaled, einem ganz normalen Libyer, der eigentlich nur in Großbritannien studieren wollte, um danach wieder in sein Land zurückzukehren. Doch als er zusammen mit seinen Freunden Mustafa und Hosam eines Tages im April 1984 vor der libyschen Botschaft in London für Freiheit und Menschenrechte demonstriert, ist nichts mehr wie zuvor: Khaled wird angeschossen, überlebt und kann fortan nicht mehr riskieren in seine Heimat zu seinen Eltern und seiner Schwester zurückzukehren. Der Roman ist mit 535 Seiten wirklich umfangreich. Wir nehmen sehr ausführlich teil an Khaleds Schicksal. Er reflektiert immer wieder seine Vergangenheit, die eigene Situation und die seiner Freunde. Der Titel ist meines Erachtens vielleicht etwas unglücklich gewählt. Und das ist nicht nur dem Fakt geschuldet, dass, wenn ich “Meine Freunde” in die Suchfenster der Onlinebuchhandlungen eingebe, zunächst nur Freundebücher für Kinder angezeigt werden. Ich denke die Freundschaften zu Hosam und Mustafa sind zwar wichtig, aber identitätsstiftend für Khaled ist vielmehr die Erfahrung des Vertriebenseins, des Exils. Stell dir vor, dein Land hasst dich weil du mit dem Regime nicht konform gehst und wenn du dort einfach leben willst, musst du riskieren, verschleppt und umgelegt zu werden. Unvorstellbar. Die Männer werden einander im Exil dennoch zum Familienersatz, von daher hätte ich mir wahrscheinlich trotzdem keinen besseren Titel ausdenken können. Ein Exilroman, ein London-Roman, ein Roman über den Arabischen Frühling. Ein Buch für Intellektuelle und für solche, die sich mehr mit Libyen, seiner Kultur und Geschichte auseinandersetzen möchten. Und ja, auch für solche, die Libyen immer falsch schreiben. Zwinkersmiley. Große Literatur, für die man aber Zeit und Geduld aufbringen muss und die man nicht mal eben zwischendurch weglesen kann. Könnerhaft aus dem Englischen übersetzt von Werner Löcher-Lawrence.

Kundinnen und Kunden meinen

Meine Freunde

von Hisham Matar

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Meine Freunde