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Verbunden Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26524

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Verlag

Heyne

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21/13,4/4 cm

Gewicht

538 g

Farbe

Grau / Schwarz

Originaltitel

Kindred

Übersetzt von

Mirjam Nuenning

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-32350-6

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26524

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Verlag

Heyne

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21/13,4/4 cm

Gewicht

538 g

Farbe

Grau / Schwarz

Originaltitel

Kindred

Übersetzt von

Mirjam Nuenning

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-32350-6

Herstelleradresse

Heyne Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Meliha K.

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    23.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Rassismus, Trauma und Zeitreisen

    Dana ist eine junge Schwarze Schriftstellerin, die 1976 mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung in Los Angeles zieht, aber plötzlich unerwartet in der Zeit zurückreist: 1815, eine Plantage in Maryland. Und es ist nicht ihre einzige Reise - immer wieder zieht ihr weißer Vorfahr Rufus sie in die Vergangenheit, wenn er in Gefahr ist und Dana muss hautnah miterleben, wie Sklavenhaltung sich anfühlt.   Die Zeitreisen sind für Dana sehr emotional. Da es sich um ihre Vorfahren handelt, ist es sehr persönlich und sie versucht schon, einen positiven Einfluss zu haben, aber was kann eine einzelne Schwarze Frau bewirken, wenn die ganze Welt anderer Meinung ist? Man fühlt ihre Angst, Hoffnung und Frustration angesichts all der Herausforderungen, denen sie begegnet. Wie schwierig es ist, die Lebensumstände mitanzusehen und nicht wirklich eingreifen zu können - nicht nur, weil sie wenig Macht hat, sondern auch, weil sie nicht zu stark eingreifen kann, um die Vergangenheit ihrer Familie nicht zu verändern. So teilt sie direkt das Trauma ihrer Vorfahren.  Auch wenn der Roman schon vor mittlerweile 50 Jahren erschienen ist, fühlt sich die Handlung und Sprache, vielleicht auch durch die Übersetzung, noch aktuell und modern an. Ich kann gut verstehen, warum es ein Klassiker ist und bin froh, dass ich es ebenfalls gelesen habe. Die Zeitreisen fand ich durchgehend spannend, weil sie nicht kontrolliert werden konnten und immer Gefahr bedeuteten und auch die ganze Idee, weil es zwar auch im frühen 19. Jahrhundert freie Schwarze Personen gab, aber Dana kennt auch eine Zeit ohne Sklaverei und mit viel mehr Rechten für Schwarze Menschen, daher ist der Kontrast zu ihren Erfahrungen auf der Plantage noch größer.  Nach meiner Rezension bin ich gespannt auf die Serie “Kindred: Verbunden”, die ich nicht vorher geschaut habe, damit es meine Meinung nicht beeinflusst.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Mara Hollenstein-Tirk

    Mara Hollenstein-Tirk

    Thalia Graz – Murpark

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Die gefährlichste Zeitreise der Literaturgeschichte seit "Die Zeitmaschine"

    Ende der 1970er: ein gemischtrassiges Paar, ein neues Zuhause, eine gemeinsame Zukunft. Es könnte alles so schön sein, doch plötzlich verschwindet Dana einfach. Löst sich wortwörtlich vor Kevins Augen in Luft auf. Ende der 1810er: ein Fluss, ein ertrinkender Junge, eine verwirrte Frau, die alles dafür tut, um dem Jungen das Leben zu retten. Und dann wieder dieses merkwürdige Gefühl, ein Augenblick der Schwindels, plötzlich wieder die eigenen vier Wände. Was sich wie der blanke Horror anhört, wird für die Protagonistin dieses wegweisenden Werks der modernen Literaturgeschichte zur Realität. Immer wieder springt sie zurück in die Vergangenheit, zunächst noch ohne erkennbaren Grund. Nach und nach scheint sie zwar zu verstehen, weshalb Sie dorthin gezogen wird, wann und wie es passiert, bleibt trotzdem ein Rätsel. Und da gibt es dann natürlich noch ein Problem. 1815 war nicht gerade das beste Jahr, um in den amerikanischen Südstaaten als schwarze Frau zu stranden. Schnell sieht sich Dana den Greueln der Sklaverei hautnah gegenüber und muss lernen, in dieser unmenschlichen Welt zu überleben. Butler verwendet hierfür ganz bewusst eine explizite Sprache und schreckt auch vor der Beschreibung gewaltsamer Szenen nicht zurück. Aufrütteln, sichtbar machen, den Finger in die Wunde legen, das ist, was Butler mit ihrer Geschichte auf jeden Fall bezwecken möchte. Und doch auch noch so viel mehr. Hier findet man auch die Grautöne, man findet das Normale im Unbegreiflichen, das Menschliche im Unmenschlichen. Denn es ist nicht das Monster unterm Bett, es sind die Menschen selbst, die zu den schlimmsten Taten der Geschichte fähig waren. Wie es dazu kommen kann, auch das versucht Butler hier zu beleuchten. Ein wichtiges Buch also, mit einer starken Botschaft, das einem gewaltig an die Nieren geht.

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