Mit stimmungsvollen Illustrationen und gereimten Texten erkundet dieses Buch das Gefühl der Einsamkeit aus der Perspektive eines Kindes
Britta Teckentrups neues Buch über Emotionen ist dem leider äußerst aktuellen Thema Einsamkeit in der Kindheit gewidmet. Zwar ist das Gefühl, allein zu sein, ganz natürlich und jeder und jede kennt es. Doch kann es auch sehr beunruhigend und beängstigend sein, wenn sich ein Kind einsam fühlt. Mit der für sie charakteristischen Sensibilität erkundet Britta Teckentrup solche Momente, in denen die Welt weit entfernt scheint und wir mit der schweren Stille kämpfen, die uns umgibt, wenn sich die Einsamkeit wie ein allumfassender Schatten über uns legt. In einer Welt, in der Kinder wie Erwachsene häufig an solchen intensiven Gefühlen leiden, bietet dieses Buch eine ruhige, mitfühlende und verständnisvolle Stimme, die jungen Leser*innen hilft, ihre Gefühle zu erkennen und zu benennen. Das Buch vermittelt Kindern, dass Einsamkeit zwar traurig und schwierig sein kann, aber ein Teil des Lebens ist, den jede*r erlebt. Und es bietet einen Hoffnungsschimmer: auch in den dunkelsten Momenten liegt vor uns die Möglichkeit von Licht und Verbindung. Ein schönes und wichtiges Buch für alle, die mit Kindern über das Gefühl der Einsamkeit sprechen möchten.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
21.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Buch, das Stillen und schüchternen Kindern Mut macht
Auf euch wartet ein zauberhaftes Bilderbuch über das Gefühl der Einsamkeit.
Erzählt mit wenigen, aber intensiven, Worten und vor allem wunderschönen, ausdrucksstarken Bildern, die das Gefühl der Einsamkeit in ihren Facetten, ganz fantastisch erleben und mitfühlen lässt.
Es ist eine Geschichte, die stillen und schüchternen Kindern eine Stimme gibt und ihnen gleichzeitig hilft ihre Gefühle zu erkennen und zu benennen.
Eine Geschichte, die verständnisvoll und Mut machend ist.
-In leichter Reimsprache erzählt,
die die Gefühle so noch intensiver wirken lassen-
Für alle, die Geschichten lieben ab 4 Jahren
Vorab:
Wieso gibt es die Altersempfehlung ab 4 Jahren?
Dies ist nur eine grobe Empfehlung, insbesondere für die Buchbetrachtung mit einer Gruppe von Kindern z.B. in einer Einrichtung.
Ihr könnt das Buch auch schon mit 3-Jährigen anschauen/ lesen, wenn das Kind Bucherfahrung hat und von euch als Erwachsene begleitet wird.
Jedes Kind ist anders. Jedes Kind fühlt anders.
Es ist an euch zu entscheiden!
Ich habe es mit einer 3-Jährigen angeschaut und es war ein tolles Bucherlebnis.
Jedoch muss man sagen, je älter das Kind / die Kinder, umso intensiver kann man, über das Buch, mit den Kindern über das Gefühl "EINSAMKEIT" ins Gespräch kommen.
Unsere Kinder lieben die Bilderbücher von Britta Teckentrup sehr. Stimmungsvoll, mit einer schönen Klarheit in Wort und Bild und meist visuell sehr fokussierend erzählt sie Geschichten, die berühren.
Dies ist nun schon das dritte Bilderbuch in ihrer "GEFÜHLE" Reihe.
Nachdem sie sich schon mit "WUT" und "MUT" beschäftigt hat, widmet sich nun der "EINSAMKEIT".
Zugegeben ist gerade die Einsamkeit kein leichtes Thema.
Vermutlich gibt es deshalb auch recht wenige Bilderbücher (im Verhältnis zu den Themen Wut und Mut), die sich mit diesem Gefühl beschäftigen.
Dabei ist es ein so wichtiges, bewegendes Thema.
Einfühlsam, ruhig und wahnsinnig gut mit(nach)fühlbar erzählt sie ihre Geschichte aus der Perspektive eines Kindes. Genau diese Perspektive ist es dann auch, die Kinder anspricht. Sie können sich sofort und zu jeder Zeit mit dem Kind identifizieren und mit ihren bereits gemachten eigenen Erfahrungen an die Gefühlswelt des Kindes im Buch "andocken".
"Ich fühle mich einsam.
Ich fühle mich klein…" (Zitat)
Mit diesen kurzen knappen und umso intensiveren Sätzen beginnt die Geschichte, begleitet von dem Bild eines Kindes, einsam, allein in einem verschneiten Wald.
Das Kind, nur mit einem Kleid bekleidet, ohne Jacke, Schuhe und Mütze einsam im Schnee zu sehen berührt die Kinder sofort. Die kahlen Bäume in weiß-grau in Kombination mit dem auf dem Boden liegenden Schneeteppich und den fallenden Schneeflocken unterstreichen die Einsamkeit des Kindes. Die intensive Bildsprache wird uns begleiten.
Während wir das Kind auf ihrem Weg durch den Schnee begleiten, spüren wir die Kälte, die Einsamkeit, ja auch ein recht trostloses, sehr trauriges Gefühl.
Einsamkeit hat viele Facetten.
Das Kind fragt sich, ob es für immer einsam sein wird, oder ob es da jemanden geben wird, der es liebt.
Zeitgleich sehen wir einen Wolf, der das Kind zu verfolgen scheint.
"Oder ist es ein Hund?", fragen einige Kinder.
Beim Betrachten der Bilder schwanken die Kinder zwischen dem Mitfühlen mit dem Kind, das sich so allein fühlt und einer leichten Ungewissheit.
Ist es gut, dass das Tier dem Kind folgt?
Oder ist das Kind in Gefahr?
Nach einiger Zeit und mehrmaligem Umblättern lüftet sich das Geheimnis und auch visuell wird uns beim Betrachten wärmer. Wärmer genau wie dem Kind, das nicht mehr allein ist. Das einen wärmenden Begleiter, einen Beschützer hat.
Trotzdem hadert das Kind mit sich.
Es sehnt sich nach Freundschaft und zweifelt gleichzeitig.
"Ich sehne mich nach Freundschaft,
doch ich fühle mich nicht stark.
Und weiß nicht, was tun.
Was, wenn mich keiner mag?" (Zitat)
Genau dieses Gefühl, diese Frage kennen viele Kinder. Besonders natürlich die Stillen, die Schüchternen. Und sie werden es auch sein, die doppelt gestärkt und mutiger aus dieser Geschichte hinausgehen werden.
Das Tier ist hier der Mutmacher, der das Kind "an die Hand nimmt" und mit ihm auf die Suche geht, nachdem was es liebt. Es ermutigt Neues zu entdecken, in sich hineinzuhorchen, Geduld zu haben....
Ihr Weg ist ein ganz besonderes Abenteuer, das Abenteuer zu sich selbst zu finden und die Welt um sich herum wahrzunehmen. "Forschen, lernen, lugen, spähen." (Zitat)
Und tatsächlich entdeckt das Kind, das es nicht allein ist mit seinen Ängsten, seinen Selbstzweifeln, seiner Einsamkeit.
Sie sind viele.
Es sind viele, die genauso fühlen, was Britta Teckentrup in einem absolut beeindruckenden Bild eingefangen hat. Hier sehen wir mehrere Kinder in Körperhaltungen, die deutlich machen, wie sie sich fühlen. Einsam. Jedem Kind steht ein Tier zur Seite, so wie "unserem" Kind.
Wir sehen sie in der Folge auf einem Bild, auch in einer Reihe, doch die Bildsprache zeigt deutlich, was wir in der erzählenden Geschichte erfahren, sie finden noch nicht zueinander.
Wie sie es letztendlich doch schaffen, wie intensiv und gefühlsbeladen die Annäherung stattfindet, das erleben wir in dieser wundervollen Geschichte, die nach und nach auch in den Bildern immer wärmer und farbiger wird und auch unsere Leserherzen wärmt.
"Wir laufen gemeinsam der Zukunft entgegen......" (Zitat)
Es ist absolut fantastisch, wie Britta Teckentrup die zarten Annäherungen visuell entwickelt hat und ihre Leser mit einem so warmen Gefühl aus der Geschichte hinausführt. Wobei man sagen kann, sie lässt das endgültige Ende offen. Wichtig ist sie haben sich gefunden und Vertrauen aufgebaut. Was danach kommt wird die Zukunft zeigen, die sie gemeinsam entdecken werden.
Das wiederum inspiriert viele Kinder die Geschichte eigenständig weiterzuerzählen. Einige erzählen davon, wie sie gemeinsam die Welt entdecken und Neues finden, andere bleiben beim Thema Freundschaft und richten ihre Erzählperspektive auf Zweisamkeit.
Wie auch immer sie ihre Geschichten weitererzählen, das Gefühl nicht mehr allein zu sein spielt immer eine zentrale Rolle.
Einsamkeit = Kälte= Trostlosigkeit=...
Zusammen = Wärme = Geborgenheit = Sicherheit = mutiger sein können = Glücklichsein =....
Unsere Kinder haben wahre Gefühlsketten dazu entwickeln können.
Was verbindest du mit dem Wort EINSAMKEIT?
Was verbindest du mit den Worten "ZWEISAMKEIT", "ZUSAMMEN" und "FREUNDSCHAFT"?
Britta Teckentrup gibt mit ihrer zauberhaften Geschichte stillen, schüchternen Kindern eine Stimme und schafft gleichzeitig bei den Kindern, die offener sind Verständnis für die Stilleren.
Beobachtet einmal das schüchterne, stille Kind beim Entdecken der Geschichte.
Viele gehen mit einer gewissen Körperspannung (Anspannung) in die Geschichte, die gepaart ist mit Neugier. Erst ganz langsam, dann immer deutlicher können wir erkennen, wie sich die Anspannung löst, Neugier bleibt und nach und nach ein Gefühl von Leichtigkeit und leuchtenden Augen wahrzunehmen ist.
Und so haben wir hier nicht "nur" ein Bilderbuch, dass Kinder das Gefühl Einsamkeit näherbringt, sondern vor allem Betroffenen Hoffnung gibt / Mut macht.
Wir werden es besonders in der Einzelfallarbeit mit einsetzen, da die letzten (Vor-)Lesestunden (1 zu 1) deutlich gezeigt haben, wie sehr einzelne Kinder im Geschichtenverlauf regelrecht aufgeblüht sind.
Es ist eine tolle Grundlage für weiterführende Gespräche und das sowohl mit einer Gruppe als eben auch in der Einzelfallbetreuung.
Von hier gibt es eine gaaanz große Herzensempfehlung.
CorniHolmes
5/5
07.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderschön poetisches und kraftvolles Bilderbuch zum Thema Einsamkeit!
Nachdem mich Britta Teckentrup zuletzt mit „Mutig“ sehr beeindruckt hat, war ich voller Vorfreude auf den dritten Band ihrer Bilderbuchreihe „Kinder und ihre Gefühle“. Wie schon der Titel erahnen lässt, widmet sich die deutsche Künstlerin dieses Mal dem aktuellen Thema Einsamkeit – und überzeugt dabei auf ganzer Linie!
Britta Teckentrup ist es einmal mehr gelungen, ein komplexes Gefühl eindrucksvoll in Bild und Sprache darzustellen. Bereits das Cover lässt einen die Verlorenheit des Kindes spüren und verströmt eine gewisse Melancholie. In der Geschichte dahinter begleiten wir unsere kleine Hauptperson durch einen dunklen, winterlichen Wald. In einem dünnen Kleid und mit bloßen Füßen stapft das Mädchen durch den Schnee, fühlt sich allein und klein und fragt sich, ob sie wohl jemals gesehen und geliebt werden wird. Nichts wünscht sie sich mehr als Freundschaft, doch ihre düsteren Gedanken hindern sie daran, den ersten Schritt zu tun. Ihr einziger Begleiter in dieser schweren Zeit ist ein großer Wolf, der ihre Einsamkeit verkörpert. Jedoch nicht als Bedrohung, sondern als eine sanfte Umarmung. Als das Mädchen schließlich neue Hoffnung schöpft, findet sie den Mut, auf andere einsame Kinder zuzugehen.
In kurzen, eindringlichen Reimen beschreibt Britta Teckentrup die kindliche Gefühlswelt und den Weg aus der Einsamkeit. Die Texte lesen sich wie ein innerer Monolog, der anfangs voller Zweifel und Düsternis steckt, zum Ende hin aber immer hoffnungsvoller wird. Kindern wird hier einfühlsam vermittelt, dass sie nicht alleine sind – dass sich jeder mal verloren und traurig fühlt. Die Geschichte zeigt ihnen, dass das Gefühl der Einsamkeit zum Leben dazu gehört und auch in den dunkelsten Momenten tiefe, echte Verbundenheit möglich ist. Man muss sich nur trauen, sich zu öffnen und neue Freundschaften schließen. Dass diese für immer halten, ist nicht garantiert, aber es lohnt sich dennoch, es zu wagen.
Genauso tiefgründig und voller Poesie wie der Text sind auch die ausdrucksstarken und stimmungsvollen Illustrationen von Britta Teckentrup. Mit ihrem unverwechselbaren, nostalgischen Stil – eine Mischung aus handgemachter und digitaler Collage – hat sie mal wieder wahre Kunstwerke geschaffen. Anfangs dunkel und kalt, werden die Bilder zunehmend wärmer und freundlicher und haben fast schon etwas Magisches an sich. Text und Bild bilden eine starke Einheit, erzählen mal gemeinsam und manchmal auch alleine die Geschichte und machen dieses Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Fazit: „Einsam“ ist ein bild- und wortgewaltiges Bilderbuch ab 4 Jahren über den Umgang mit Einsamkeit und der Kraft der Hoffnung. Ein poetischer und kraftvoller Begleiter, der Kindern hilft, ihre Gefühle zu erkennen, zu benennen und darüber zu reden. Britta Teckentrup hat es mal wieder geschafft, mich komplett zu begeistern! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!
Daggy
5/5
28.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Gefühl der Einsamkeit greifbar gemacht
Schon das in dunklen Farben gehaltene Cover lässt und die Verlorenheit des Kindes spüren. So sehen wir das Mädchen durch die fallenden Schneeflocken nur im Kleid und mit nackten Füssen laufen. „Ich bin ganz allein“ lässt sie uns wissen. Obwohl sie glaubt, ganz allein im Wald zu sein, sehen wir einen Wolf durch die Bäume streichen. „Werde ich für immer so einsam sein?“ fragt sich das Mädchen und er Wolf kommt ihr dabei näher. Auf der nächsten Seite gibt es nur graue Buchstaben auf grauem Hintergrund, „es bleibt alles grau.“ Der Wolf, den sie dann umarmt ist die Einsamkeit, ihr einziger Begleiter. Noch eine Textseite, die die Einsamkeit beschreibt. Die beiden heulen zum Mond und es gibt viel Fragen, die sich das Mädchen stellt „Und wird alles gut?“ Doch dann keimt auch etwas Hoffnung auf und das Mädchen fasst Mut und hofft auf einen Menschen, der ihr vertraut. Da tauchen noch andere Kinder auf, die auch mit Waldtieren unterwegs sind. So wir am Ende aus der Einsamkeit eine Zweisamkeit.
Ich weiß, dass ich dieses Buch meiner Enkelin nicht vorlesen werden, denn sie wird die Trauer in Tränen verwandeln. Der Text ist so traurig und verzweifelt, dass sie es nicht ertragen könnte. Die Bilder sind poetisch und eindringlich, die Farben bleiben dunkel und trostlos, erst die allerletzten Seiten sind hell und hoffnungsvoll. Es wird viel mir der Größe der Buchstaben gespielt, auf einigen Seiten gibt es keine Bilder, da steht die Schrift für sich. Nach der Verlorenheit gibt es zum Glück am Ende die Freundschaft der beiden Kinder.
Bewertung
5/5
22.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine berührende Annäherung an ein komplexes Gefühl!
Das Buch „Einsam“ von Britta Teckentrup, neu erschienen im Prestel Verlag, ist ein poetisches und einfühlsames Kinderbuch, das einem der komplexesten Gefühle auf den Grund geht: der Einsamkeit.
In Zeiten hohen Medienkonsums und eines hektischen Alltags kommen Kinder schon früh mit dem Gefühl der Einsamkeit in Berührung. Sie fühlen sich, wie das Kind in Teckentrups Buch, allein in einem grauen Wald, klein und leise. Doch schnell begreifen sie: In der Einsamkeit steckt auch Stärke, und das Gegenteil von Einsamkeit ist nicht lauter Trubel, sondern ehrliche und tiefe Verbundenheit mit anderen.
Dieses wunderbare Buch zeigt: Bücher haben die Superkraft, Kindern Sprache zu schenken. Worte, mit denen sie ihre eigenen Wahrnehmungen ausdrücken können. Es ist sprachlich hervorragend geschrieben (in Reimform!) und wird der Komplexität des Gefühls der Einsamkeit vollkommen gerecht. Mit feinen Nuancen beschreibt es die kindliche Wahrnehmung sowie den Weg aus der Einsamkeit. Eine Art innerer Dialog, der Mut und Zuversicht schenkt.
Die meisterhaften Illustrationen machen das Buch zu einem kleinen Kunstwerk. Besonders gefällt mir, dass die künstlerische Gestaltung eine starke Einheit mit dem Text bildet und diesen wunderbar zur Geltung bringt. Die Darstellung der Einsamkeit als begleitendes Tier ist ein faszinierender Perspektivenwechsel, der für Kinder ebenso ansprechend wie tiefgründig ist.
Eine berührende Annäherung an ein komplexes Gefühl, mit viel Sensibilität und hohem künstlerischen Anspruch umgesetzt.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.