Ein magisches Winterabenteuer über das Verlorengehen und Wiederfinden – zum Eintauchen und Träumen!
Bei einem Ausflug geraten Vater und Sohn in einen Schneesturm und verlieren sich aus den Augen. Der kleine Junge kann den Weg nach Hause nicht finden, doch die Tiere des Waldes nehmen ihn auf. Bär, Fuchs und alle anderen kümmern sich um ihn und sie schließen Freundschaft. Nach einiger Zeit aber beginnt der Junge sein altes Zuhause zu vermissen. Gemeinsam mit dem Bären macht er sich auf die Suche nach dem Heimweg, und tatsächlich sind sie erfolgreich – Vater und Sohn können sich wieder in die Arme schließen.
Perfekt für einen kuschligen Winterabend: Diese Geschichte ohne Worte verbindet über Sprachgrenzen hinweg und bietet Raum für die eigene Fantasie
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
papa.hirsch.liest
5/5
13.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sprachgewaltig
Worum geht es?
Ein Junge ist mit seinem Vater im Wald unterwegs. Während eines Schneesturmsgeraten beide auseinander und der Junge findet den Weg nicht mehr nach Hause. Er kommt in einer Höhle, in der er auf viele Tiere trifft, die dort ebenfalls Unterschlupf gesucht haben.
Mein Eindruck:
Das Buch ist ein Silent Book, d.h. es gibt nur Illustrationen, keinen Text. Ich liebe solche Bücher, und wenn es so gestaltet ist wie dieses, macht es riesigen Spaß es sich anzuschauen. Die Illustrationen sind sehr, sprachgewaltig und bedürfen keinerlei Text. Ich finde, man kann sehr gut mit den Kindern über die jeweiligen Illustrations sprechen und sich gegebenenfalls selbst eine kleine Geschichte dazu ausdenken. Das fördert die Fantasie und sorgt für ein wunderbares Miteinander.
Bewertung:
lesenmitausblick
5/5
30.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein zauberhaftes Silent Book!
Beim Weihnachtsbücherkauf in meiner Stammbuchhandlung @huttenffo kam ich an diesem neuen Bilderbuch einfach nicht vorbei:
„Es war einmal ein Schneesturm“ ist ein Silent Book von Richard Johnson und im Annette Betz Verlag erschienen. Erzählt wird die Geschichte von Vater und Sohn, die in den Bergen leben. Im Haus ist es gemütlich, der Vater liest Zeitung, der Sohn malt, an der Wand hängt ein Bild mit Mutter, die jedoch nicht da ist, vielleicht ist sie verstorben. An der Wand hängen Trophäen von Hirsch und Fuchs. Möglicherweise ist der Mann Jäger. Der Teller ist leer, der Junge hat Hunger, die beiden machen sich auf den Weg. Doch draußen herrscht ein heftiger Schneesturm. Die Schneeflocken peitschen dem Jungen ins Gesicht als seien sie rasende Hasen, Hirsche, Füchse oder Vögel im Sturzflug. Der Junge verliert sich ein wenig in seiner Fantasie und dabei auch die schützende Hand des Vaters. Sie verlieren sich im Schneesturm aus den Augen. Der Junge irrt im kalten Winterwald umher, es wird dunkel, er kauert sich zum Schlafen hin. Als er erwacht, ist er umringt von den Tieren des Waldes. Sie beäugen sich neugierig-staunend, kommen einander näher und werden Freunde, die viel Spaß haben. Darüber vergisst der Junge fasst, dass er nach Hause wollte. Doch dann überkommt ihn der Schmerz, er vermisst seinen Vater. So macht er sich mit dem Bären auf den Rückweg. Der Vater hat in der Zwischenzeit verzweifelt nach seinem Sohn gesucht und schließt ihn nun glücklich in seine Arme, bevor er den Bären entdeckt und schrecklich erschrickt. Doch der Sohn stellt sich schützend vor seinen neuen Freund und so werden der Bär, der Junge und der Vater gute Freunde und auch die anderen Tiere des Waldes gesellen sich dazu.
Das Buch lebt allein von den zauberhaften Illustrationen. Die Not des Jungen, das Staunen der Tiere, die herzerwärmende Wiedersehensfreude des Vaters – Richard Johnson vermittelt all die Gefühle allein über seine Bilder. Das Buch lädt also dazu ein, die Geschichte selbst zu erzählen. Ich bin mir sicher, dass jede/r die Geschichte ein klein wenig anders erzählt. Ich freue mich im neuen Jahr schon sehr darauf, das Buch mit meinen Schüler/innen zu „lesen“. Sie sind jetzt in der ersten Klasse und mittlerweile Feuer und Flamme, wenn ich vorlese und fabulieren sehr gern im dialogischen Lesen mit, wie es weitergehen könnte. Es macht mir sehr viel Spaß, wie die Kinder sich begeistern können.
„Es war einmal ein Schneesturm“ ist somit ein neuer, wunderschöner Bilderbuchschatz in meinem Regal und sei euch sehr ans Herz gelegt.
CorniHolmes
5/5
23.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine märchenhafte Wintergeschichte - wunderschön illustriert und ganz ohne Worte!
Mitten in einem verschneiten Winterwald in einem kleinen Haus lebt ein Vater mit seinem Sohn. Als die beiden eines Tages beschließen, zusammen einen Ausflug zu machen, geraten sie in einen Schneesturm und verlieren sich aus den Augen. Der Junge ruft nach seinem Papa, kann ihn und den Weg nach Hause aber nicht finden. Er irrt umher und entdeckt schließlich eine Höhle, in der er Schutz sucht und erschöpft einschläft. Als er erwacht, sieht er sich auf einmal von mehreren Tieren umringt. Sie nehmen ihn in ihre Gemeinschaft auf – Bär, Fuchs, Dachs, Eule, Hase, Maus, Waschbär, Wildschwein, Eichhörnchen und die Tauben – alle sind sie freundlich zu dem Jungen und kümmern sich liebevoll um ihn. Doch trotz Freundschaft und jeder Menge Spaß beginnt der Junge sein Zuhause und seinen Papa zu vermissen. Zusammen mit dem Bären macht er sich auf die Suche nach dem Heimweg. Auf dem Rücken seines großen felligen Freundes reitet der Junge durch den Wald und da, endlich, sieht er seinen Vater, der verzweifelt nach ihm sucht. Glücklich schließen sie sich in die Arme und bedanken sich herzlich bei dem Bären und den anderen Waldtieren.
Ich bin ein großer Fan von Silent Books und habe mittlerweile schon einige tolle Titel in meinen Regalen stehen. Bei dem hier vorliegenden Buch war ich mir sehr sicher, dass meine Sammlung um ein weiteres Schätzchen reicher werden wird und was soll ich sagen, ich lag damit goldrichtig!
Schon das Cover zieht einen direkt in den Bann und lässt erahnen, dass es sich hierbei um ein märchenhaftes Winterabenteuer handelt. Richard Johnson hat mit „Es war einmal ein Schneesturm“ ein eindrucksvolles Bilderbuch geschaffen, welches im wahrsten Sinne des Wortes ein BILDERbuch ist. Ganz ohne Text erzählt der englische Künstler eine bewegende und mitreißende Geschichte über Familie, Heimweh, Sehnsucht und Hilfsbereitschaft. Über das Verlorengehen und Wiederfinden und unverhoffte Freundschaften. Das Buch überwindet jegliche Sprachbarrieren und lässt enorm viel Raum für eigene Interpretationen. Mal großformatig über eine Doppelseite, mal in kleinen comicartigen Panelbildern erschafft Richard Johnson Bilderwelten, die mehr aussagen, als es Worte jemals könnten. Man spürt die eisige Kälte des Winters regelrecht, fühlt die Angst und Verzweiflung des Jungen, das Erstaunen der Tiere und die Freude, wenn am Ende alles gut ausgeht.
Richard Johnsons Illustrationen sind überaus ausdrucksstark und atmosphärisch und voller Magie und liebevoller Details. Ob die Wandfotografien im Haus; Schneeflocken, die Silhouetten von Tieren bilden, Höhlenmalereien oder die absolut herrlichen Porträts der Tiere – es gibt auf sämtlichen Seiten einfach so viel zu entdecken und zu interpretieren. Jeder kann die Geschichte anders deuten und erzählen, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Besonders für die kalte Jahreszeit ist dieses Buch ideal geeignet, schön gemütlich eingekuschelt auf dem Sofa, wenn es drinnen wohlig-warm ist und der Schnee draußen in dicken Flocken vom Himmel fällt.
Fazit: „Es war einmal ein Schneesturm“ ist ein wundervolles textloses Bilderbuch ab 4 Jahren, das zum Entdecken, Erzählen und immer-wieder-Angucken einlädt. Eine magisch-winterliche Bilderbuchreise für Leser*innen jedes Alters. Berührend, fesselnd, herzerwärmend und so schön illustriert! Ich bin hellauf begeistert von diesem Buch und kann nur sagen: Schaut’s euch unbedingt an! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.
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