In unserem schnelllebigen Alltag nehmen Stress und schlechte Laune allzu oft eine große Rolle ein. Wir nehmen uns keine Zeit, um zu genießen, machen Überstunden und ärgern uns über Kinderlärm. Wie gerne würden wir dagegen so leben wie die Menschen im Süden: innerlich gelassen, naturverbunden und der Lebensfreude zugeneigt bis ins hohe Alter. Alexander Oetker, als Korrespondent stets auf Reisen und als Restaurantkritiker Genießer von Beruf, erzählt uns auf wunderbar leichte Weise von den Menschen in den südlichen Ländern und von den Geheimnissen des Dolce-Vita-Prinzips. Diese bestehen nicht nur aus Olivenöl und Siesta, sondern machen eine ganze Philosophie aus, die immer wieder aufs Neue beweist: Es kann so schön sein, das Leben.
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Lebensverändernd
MsWatson aus Rüdersdorf am 24.09.2025
Bewertungsnummer: 2605596
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Es kommt nicht oft vor, dass ein Buch mich derart mitreißt, berührt und inspiriert – aber “Es kann so schön sein, das Leben” von Alexander Oetker hat genau das geschafft. Seite für Seite habe ich mich mehr in dieses Buch verliebt. Und ins Leben. (Wo ich nie gedacht hätte, dass das noch steigerungsfähig bei mir ist!) Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Das ist mir in dieser Intensität noch nie passiert. Vielleicht war es einfach der perfekte Moment. Vielleicht liegt es aber auch noch vielmehr daran, dass Alexander Oetker es mit einem unvergleichlichen Gespür schafft, dieses spezielle Lebensgefühl des Südens einzufangen und in Worte zu übersetzen, die direkt ins Herz gehen.
Das Buch ist mehr als nur eine Liebeserklärung an das südeuropäische Lebensgefühl – es ist ein Weckruf an uns alle. An all jene, die sich im Alltagstrott verlieren, die sich im Hamsterrad der Selbstoptimierung abstrampeln und dabei vergessen, wie schön und leicht das Leben sein kann. In zehn wunderbar komponierten Kapiteln widmet sich Oetker Themen wie Freundschaft, Genuss, Gelassenheit, Familie oder dem Älterwerden. Man muss das Buch dabei nicht chronologisch lesen – jedes Kapitel steht für sich, wie kleine Oasen der Lebensfreude, an denen man sich niederlassen kann, wenn man erschöpft oder orientierungslos ist. Dort findet man Kraft, Erholung und Lebensmut und so vieles mehr! Und am Ende jedes Abschnitts fasst er die wichtigsten Gedanken noch einmal zusammen. Viele dieser “Merksätze” stehen jetzt auf Post-its und sind in meiner ganzen Wohnung verteilt – als liebevolle Erinnerung an mich selbst, wie ich künftig leben möchte und was wirklich wichtig ist.
Oetker schreibt aus der Erfahrung heraus – mit der Leichtigkeit eines frankophilen Genießers und der Tiefe eines Menschen, der weiß, was wirklich zählt. Seine Anekdoten sind nie prätentiös, sondern herzergreifend schön und teilweise lustig. In jedem Falle aber machen sie auf eine ganz positive Weise nachdenklich. Mehr als einmal musste ich mir die Tränen von den Wangen wischen – vor Rührung, vor Freude und ja - manchmal auch aus zärtlicher Melancholie. Und dann, im nächsten Moment, musste ich wieder schmunzeln oder lachen. Es ist diese Bandbreite, die das Buch so besonders macht: Es ist gleichzeitig klug, berührend und unterhaltsam.
Die Stärke dieses Buches liegt aber nicht nur in seinem Inhalt, sondern auch in seiner Wirkung. “Es kann so schön sein, das Leben” hat mich nicht nur inspiriert, sondern verändert. Ich spüre eine neue Lust, mein Leben achtsamer, bewusster, liebevoller und vor allem gelassener zu gestalten – nicht nur für mich, sondern auch für mein Umfeld. Es schenkt eine neue Sicht aufs Leben – nicht nur auf das Leben im Süden, sondern auf das eigene. Es hält einem sanft den Spiegel vor und hilft, sich von utopischen Idealen zu lösen und stattdessen echte Lebensfreude zu finden.
Als besonderes i-Tüpfelchen finden sich im Buch sogar ein paar Rezepte, die einem La Dolce Vita nicht nur in den Kopf und ins Herz, sondern auch direkt auf den Teller bringen. Der Rosé vom Weingut, das im Buch erwähnt wird, begleitet mich mittlerweile auch schon. Und ja – ich habe ihn mit Hochgefühl getrunken, weil dieses Buch eben nicht nur gelesen, sondern gelebt werden will.
Mein Fazit: Dieses Buch ist ein Geschenk. Für den Kopf, das Herz und den Bauch. Und deshalb bekommt es von mir nicht nur 10 von 5 Bibliotheksausweisen – ich würde auch 100 vergeben, wenn ich könnte. Es ist ein Must-Read für alle, die das Leben nicht nur irgendwie überstehen, sondern wirklich in allen Facetten erleben wollen. Für alle, die auf der Suche sind – nach Sinn, nach Ruhe, nach Genuss, nach sich selbst.
Also: Bitte lest dieses Buch! Und dann – lebt ein bisschen mehr so, wie Alexander Oetker es uns in diesem Buch beschreibt. Es lohnt sich. Wirklich. Und damit: Basta.
Wundervoll inspirierend – eine Einladung das Leben zu genießen
G. K. am 03.08.2025
Bewertungsnummer: 2557448
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Ich kannte Alexander Oetker bisher als Autor eines sehr gelungenen Reiseführers – umso neugieriger war ich auf dieses Buch. Was würde mich erwarten?
Alexander Oetker zeigt mit dem Dolce-Vita-Prinzip, wie viel wir vom Lebensgefühl südlicher Länder lernen können. Seine Beobachtungen und Geschichten haben mich tief berührt und mir neue Impulse für ein bewussteres, leichteres Leben gegeben.
Die Eindrücke und Geschichten haben mich tief berührt. Das Buch hat mir nicht nur bewusst gemacht, wie wenig Raum wir uns oft für echte Lebensfreude nehmen, sondern auch gezeigt, wie einfach sich kleine Veränderungen im Alltag umsetzen lassen.
Ein Buch, das mein Herz geöffnet hat – für mehr Lebensfreude, Gelassenheit und kleine Veränderungen im Alltag. Sehr empfehlenswert!
Meinung aus der Buchhandlung
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Warum es in den südlichen Ländern den Menschen so gut geht
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die westliche Destination unterlag in den letzten Jahren großer Veränderungen. Viele Menschen kommen damit zunehmend schwer zurecht. Phsychische Erkrankungen wie Depression und Burn out werden vermehrt diagnostiziert. Doch woher kommt diese Entwicklung? Wie kann es sein, dass vorwiegend im deutschsprachigen und englischsprachigen Raum Frustration im Steigen begriffen ist? Antriebslosigkeit und Resignation scheinen Überhand zu nehmen. Andererseits gibt es südliche Länder die es schaffen ihren Bewohnern ein zufriedenes und glückliches Umfeld zu bieten. Immer mehr Menschen ziehen es vor, ihren Lebensmittelpunkt nach Spanien, Frankreich, Italien und auch Griechenland zu verlegen. Doch liegt es wirklich nur am milden Klima und der Vegetation um besser mit Krisen und Herausforderungen umgehen können? Können wir etwa von diesen Bewohnern jener Länder etwas lernen?
Der Autor des hier vorliegenden Buches, Alexander Oetker, ist davon überzeugt. Seine berufliche Laufbahn als Journalist führte ihn in Frankreichs Hauptstadt Paris. Durch seine Arbeit hatte er Kontakte zu sämtlichen Altersgruppen die alle eines eint: die Liebe zu ihrem Land und der Region in welcher sie beheimatet sind. Nicht nur Einwohner der Landstriche mit dünner Besiedlung, auch die der großen Städte wie Paris, leben gerne dort wo sie sind. Keine Spur von einhergehender Frustration oder gar Depression. Sein wirklich toll zu lesendes Buch ist eine Potpourri aus Lebensratgeber, Reisebericht und ein klein wenig Kochbuch.
Er zeigt gekonnt und nachvollziehbar weshalb es dem Süden Europas leichter fällt Krisen unserer Zeit auszublenden oder zumindest abzuschwächen. Es liegt nämlich, so ist er überzeugt, nicht am Medienkonsum. Düstere Abendnachrichten gibt es in Italien etwa mit wiederholten Neuwahlen genug. Griechenland war von der Finanzkrise stark betroffen, Spanien vom Platzen der Immobilienblase im eigenen Land. Doch es ist der Zusammenhalt innerhalb der Familien der es ermöglicht, trotz aller Widerstände, aufzustehen und sich völlig neu zu orientieren.
Gesunde Ernährung mit Olivenöl und frisch zubereitete Gerichte sorgen für ein besseres Lebensgefühl als hier zu Lande. Es scheint, dass es am innerfamiliären Zusammenhalt liegt, der der Gesellschaft Halt gibt. Sozialprojekte für Benachteiligte sind hier nur vereinzelt zu finden. Einzig die Familie und gute Freunde helfen den Menschen besser mit Herausforderungen umzugehen. Egal ob finanziell, familiär oder auch beruflich, die südlichen Länder zählen zu den Vorreitern.
Er invertiert als Journalist ganz unterschiedliche Berufe. Etwa einen österreichischen Koch, eine britische Modeschöpferin, einen französischen Weinbauern oder auch einen Schafhirten der in den Pyrenäen ein abgeschiedenes Dasein fristet. Wirklich toll zu lesen wie bereichernd Menschen in anderen Regionen Europas ihren Alltag gestalten. Wir sollten davon lernen!
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