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Die Republik der Irren ein historischer Roman über den verrücktesten Staat der Geschichte

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6341

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2,8 cm

Gewicht

361 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00745-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Aber wie ist es möglich, einen derartigen Irrsinn wie den Freistaat Fiume literarisch abzubilden, wenn bereits die historische Faktenlage so unglaublich surreal ist? Stermann hat dafür geschickt ebenjene Perspektive des Wahnsinns gewählt. ("ORF Ö1 "Ex Libris"")
Worauf die aberwitzigen Wendungen des Geschehens verweisen: Der Wahnsinn unserer Tage hatte seine Vorbilder, die aufgeblähten Egos politischer Glücksritter sind dieselben. ("Kleine Zeitung")
Buch der Stunde ... ein historischer Stoff, der alle Grenzen sprengt. ("Falter")
Die Idee, Ministerposten an Irre zu vergeben, wurde nie umgesetzt. Bei Stermann allerdings schon. Und führt dazu, dass der ganze Rest der Geschichte, die ja beileibe verrückt genug ist, aus sicherer Distanz beschrieben und auch gelesen werden kann. Und das mit allergrösstem Vergnügen. ("SRF "Literaturclub"")
Wirklich ein irres Buch - ungeheuer lesenswert! ("WDR Westart")
Rasant. ("Berliner Morgenpost")
Der High-End-Humor an „Republik der Irren“ besteht darin, dass Stermann alles relativ nüchtern erzählt. ("WELTplus")
Man kann in den Tumult der „Republik der Irren“ angenehm orientierungslos eintauchen und so Faszination und Lächerlichkeit, Brutalität und Wagnis von etwas Neuem abenteuerlich erleben. ("Abendzeitung München")

Produktdetails

Verkaufsrang

6341

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.09.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,4/12,8/2,8 cm

Gewicht

361 g

Farbe

Elfenbein / Schwarz

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00745-4

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    5/5

    20.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles, lustig, unterhaltsames und unglaubliches Buch

    Ich musste mich während des Lesens mehrmals erinnern, dass das Buch auf wahren Ereignissen basiert. Extrem lustig geschrieben, tolles Buch, sehr aktuell! Eines der besten Bücher bis jetzt in diesem Jahr, für mich.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    07.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unglaubliche Geschichte

    Eine Geschichte, wie sie nur die Geschichtsbücher hervorbringen können: Nach dem Zusammenbruch des Habsburger Reiches besetzten italienische Freischärler die Stadt Fiume an der Adria-Küste, um eine Annektion von Jugoslawien zu verhindern. Unter ihnen angehende Faschisten und Futuristen, die von einem neuen Zeitalter träumen und die alte Welt durch den “Wahnsinn” untergehen lassen wollen. Diese Episode der italienischen Geschichte war für die weitere Entwicklung Italiens von großer Bedeutung, auch wenn die Republik Fiume nur von kurzer Dauer war. Das Buch ist ausgezeichnet geschrieben und lässt einen atemlos zurück. Sehr empfehlenswert.

  • Bewertung

    5/5

    04.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gut recherchiert

    Als ich realisiert habe das der Roman auf einem realen Ereigniss basiert, kam ich aus dem "aber das ist jetzt definitiv erfunden" gar nicht mehr raus. Nur um mich jedes mal eines besseren belehren zu lassen.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    28.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine ungelaubliche und wahre Geschichte

    Wenn man dieses Buch liest, kann man kaum glauben, dass wesentliche Teile davon wahr sind. Parallelen zu aktuellen politischen Themen sind nicht zu übersehen. Es geht um die Hafenstadt Fiume, dem heutigen Rijeka, das nach dem 1. Weltkrieg als Freistaat unter die Herrschaft des Dichters Gabriele D’Annunzio geriet. Fiume gehörte nach der Neuaufteilung Europas nirgendwo dazu. In Fiume wurde deutsch, italienisch und kroatisch gesprochen. Das irre Experiment dauert ungefähr eineinhalb Jahre. D’Annunzio gründete einen Staat, in dem Menschen aus Psychiatrien zu Ministern ernannt wurden und Ministerien leiteten, wie zB das Ministerium für Handstreiche, das Ministerium für Luft oder das Ministerium Adler, Schlangen, Windhunde und noch zu erschaffende Lebewesen. Viele Futuristen, Anarchisten und Nudisten wurden von dieser Idee angezogen und fanden in Fiume eine neue Heimat. In dieser Republik wurde das Geld abgeschafft, wurden ständig Partys gefeiert und es floss der Alkohol. Kokain war an der Tagesordnung und Sex konnte frei ausgelebt werden, so dass Fiume bald mit Geschlechtskrankheiten verseucht war. D’Annunzio lebte als Herrscher in einem Palast, hielt von dessen Balkon seine Ansprachen. Dabei trug er Fantasieuniformen, dazu zB Schuhe mit aufgenähten Penissen. Er hob immer wieder seinen rechten Arm (was sich später Mussolini und die weiteren Faschisten abschauen sollten) und begeisterte sein Volk. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Cherubino, einem Pfleger in einer Psychiatrie, der einen seiner verrückten Patienten, Zino, nach Fiume begleitete. Zino, der nach einem an seiner Familie begangenen Axtmord in experimenteller Weise einer Lobotomie unterzogen wurde, ist seitdem friedlich, jedoch körperlich groß, geradezu riesig und stark – und kämpft auf Befehl. Zino wird zum Minister für Handstreiche. Das geht so lange gut, so lange Beruhigungsmedikamente vorhanden sind. Eine unglaubliche, aber eher unbekannte Geschichte, die sich nicht irgendwo zugetragen hatte, sondern tatsächlich nur ein paar hundert Kilometer von uns entfernt. Ganz nach dem Motto „Eine verrückte Welt muss von Verrückten regiert werden“. Eine unbedingt lesenswerte Geschichte.

  • Johanna

    aus München

    4/5

    13.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine frappierende Geschichte - fast wahr

    „Hier nur ein paar, vielleicht nicht einmal die Richtigen“, steht auf dem Schild, das der Pfleger Cherubino ans Tor der Irrenanstalt im Trentino schrauben muss. Er ist der Ich-Erzähler in dem erstaunlichen historischen Roman über wenig mehr als 500 Tage im frühen 20. Jahrhundert. Dirk Stermann beteuert im Nachwort: „Was in diesem Roman am unglaubwürdigsten klingt, entspricht in der Regel den historischen Tatsachen.“ Zweifellos gab es im Jahr 1919 auch außerhalb der Psychiatrie genug Irre. Beispielweise den präfaschistischen Dichter und Politiker Gabriele D’Annunzio, den Begründer des Futurismus Filippo Tommaso Marinetti oder den politischen Abenteurer Guido Baron Keller von Kellerer und Wolkenkeller. Diese drei waren maßgeblich an einem politischen Experiment beteiligt, das an Verrücktheit kaum zu überbieten ist. D‘Annunzio nutzte die instabile politische Lage nach dem Ersten Weltkrieg aus und besetzte mit seinen Legionären die Stadt Fiume (heute: Rijeka). D‘Annunzio gerierte sich sofort als Comandante der kurzlebigen „Republik“, deren Inhalte und Rituale aber umso länger fortdauerten – in Italien und Deutschland: die Führerverehrung, die Massenmobilisierung, die Balkonreden zum Volk oder der Römische Gruß. Stermann brauchte nur mehr wenig dazuerfinden, um die wunderlichen historischen Geschehnisse in einen Roman zu verwandeln. Cherubino wird von seinem Vorgesetzten beauftragt, einen der „harmlosen“ Irren seiner Anstalt nach Fiume zu begleiten. Dort sollen sie die Regierung bilden. Ausgewählt wird der nach einer Lobotomie vorgeblich so harmlose riesenhafte Axtmörder Zino. Er wird Minister für Handstreiche. Aus allen Teilen Italiens lässt Keller die Irren zusammenholen. Einer ist für Schulen und Mutproben zuständig, einer für „Adler Schlangen, Windhunde und Lebewesen, die erst noch entstehen werden“, einer für „abzureißende Mauern und neue Wände“, einer für „Schönheit, Maschinen und Märsche“ und einer für Luft. Der Ich-Erzähler Cherubino fungiert als distanzierter Beobachter des Rummels. Und das ist eine Schwachstelle des Romans. Cherubino registriert und bewertet, bleibt aber am Rande des Geschehens. Leider ohne viel Tiefe. Die andere Schwachstelle: Die absurden Episoden ziehen sich etwas. Dennoch: eine wirklich frappierende Geschichte, die Dirk Stermann manchmal ironisch, aber meist sehr nüchtern erzählt. Gewisse Parallelen zu heutigen Herrscherattitüden in Übersee sind nicht ganz von der Hand zu weisen.

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    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

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    5/5

    02.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Was in diesem Roman am unglaubwürdigsten klingt, entspricht in der Regel den historischen Tatsachen.“

    Das Schicksal verschlägt den einfachen Krankenpfleger Cherubino in Gabriele D'Annunzios revolutionäre Republik Fiume. Hier wollen Exzentriker, Futuristen und Nationalisten mit allen Konventionen brechen und einen neuen Menschen für eine neue Zeit erschaffen. „Sei froh, Cherubino. Du stehst in einer Küche, in der die großen Köche der Weltglückseligkeit die schönsten neuen Speisen zubereiten.“

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