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Halber Stein Roman

79

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,6/11,5/2,7 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Tabak

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96660-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.02.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,6/11,5/2,7 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Tabak

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96660-2

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    5/5

    28.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Die Kraft der Erinnerung in wunderschönen Worten

    Mit Halber Stein hat Iris Wolff einen Roman geschaffen, der lange nachhallt. Im Mittelpunkt steht Sine, die nach zwanzig Jahren in ihr Heimatdorf Michelsberg in Siebenbürgen zurückkehrt, um ihre Großmutter zu beerdigen. Während ihres Aufenthalts fügen sich Erinnerungen und Gegenwart Stück für Stück zu einem berührenden Bild von Herkunft, Familie und dem, was Heimat eigentlich bedeutet. Dabei begegnet sie nicht nur Menschen aus ihrer Kindheit wieder, sondern erfährt auch mehr über die bewegende Lebensgeschichte ihrer Großmutter und deren unbeirrbare Haltung zur Liebe. Mich hat dieses Buch tief berührt. Es hat mich unmittelbar in meine eigene Kindheit und Jugend zurückversetzt – in ein kleines Dorf im Osten, zu den Besuchen bei meinen Großeltern und zu diesem besonderen Gefühl von Vertrautheit, das nur Orte der Kindheit auslösen können. Viele der Begegnungen und Schilderungen aus Michelberg haben in mir genau diese Erinnerungen geweckt. Besonders beeindruckt hat mich Iris Wolffs Sprache. Sie schreibt poetisch und gleichzeitig unglaublich bildhaft, ohne je gekünstelt zu wirken. Jeder Satz scheint mit großer Sorgfalt gewählt zu sein und schafft eine Atmosphäre, die den Roman zu etwas Besonderem macht. Themen wie Heimat, Zugehörigkeit, Erinnerung und Verbundenheit entfalten sich auf leise, aber nachhaltige Weise. Halber Stein ist ein stilles, kluges und zutiefst menschliches Buch, das noch lange in mir nachklingen wird. Für mich ein absolutes Lesehighlight und eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die literarische, feinfühlige Romane über Heimat, Familie und die Kraft der Erinnerung schätzen.

  • firecanyon

    5/5

    19.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Poetischer Roman über Familie, Heimat und Identität

    Halber Stein von Iris Wolff erzählt die Geschichte von Sine, die nach dem Tod ihrer Großmutter Agneta an den Ort ihrer Kindheit nach Siebenbürgen zurückkehrt. Dort wird sie mit Erinnerungen, den Erzählungen der Dorfbewohner und der Wiederbegegnung mit ihrem Kindheitsfreund Julian konfrontiert – und begibt sich auf eine leise, intensive Suche nach Herkunft, Identität und Zugehörigkeit. Der Roman ist ruhig und poetisch erzählt. Besonders die Landschaft Siebenbürgens wird sehr bildhaft beschrieben und schafft eine melancholische, dichte Atmosphäre. Anfangs empfand ich den Schreibstil etwas zäh, doch mit der Zeit hat mich die Geschichte emotional sehr berührt. Die Entwicklung von Sine und ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sind einfühlsam und glaubwürdig dargestellt. Das Erzähltempo ist gemächlich und ohne große Spannung, was nicht jedem gefallen wird. Wer sich jedoch auf die leise Erzählweise einlässt, wird mit einer tiefgehenden und nachdenklichen Geschichte belohnt, die lange nachwirkt. Fazit: Ein stiller, poetischer Roman über Familie, Heimat und Identität, der durch seine Sprache und Atmosphäre überzeugt.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    13.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Über die Kraft, die aus der Herkunft kommt

    "Halber Stein" ist das Romandebüt der vielfach ausgezeichneten deutschen Autorin Iris Wolff. Die Wurzeln der Autorin liegen selbst in Siebenbürgen, sie stammt aus einer deutschsprachigen "sächsischen" Familie in Rumänien und ist als Kind gemeinsam mit ihrer Familie nach Deutschland ausgewandert. In diesem Roman erzählt sie von Friedesine, genannt "Sine", eine fiktive junge Frau, die ein ganz ähnliches Schicksal teilt, als Kind Siebenbürgen für Deutschland verlassen hat, dort nun ihr Studium beendet hat und anlässlich des Todes der geliebten Großmutter Agneta zum ersten Mal nach Jahrzehnten wieder für eine kurze Zeit die alte Heimat besucht. Sine selbst steht an einer Weiche in ihrem Leben, weiß nicht so recht, wohin mit sich beruflich und auch sonst. Sine kommt in Siebenbürgen an und streift erst einmal herum. Sie begegnet Julian, einem alten Freund aus der Kindheit. Die beiden haben damals miteinander gespielt, nun sind sie in unterschiedlichen Ländern und Welten erwachsen geworden, begegnen einander wieder, nähern sich an, erkunden gemeinsam Sines alte Heimat, dabei entwickelt sich eine zarte, nur angedeutete Romanze zwischen ihnen. Dieses Buch lebt nicht von großen, dramatischen Ereignissen. Es ist ein stilles, poetisches Buch mit eindringlicher, wunderschöner Sprache, das mich emotional tief mit der mir bisher unbekannten ländlichen Gegend Siebenbürgens verbunden hat, denn es ist voll von detaillierten Landschaftsbeschreibungen und Hintergrundinformationen über die Region: "Ich blieb stehen. Das undurchdringliche Blaugrün eines Gletschersees lag vor uns. Die Berge umrundeten ihn im Halbkreis, eine einzelne Wolke hob sich fast senkrecht über der spiegelglatten Oberfläche in die Luft. Büschelweise lila Enzian und Silberdisteln, so weit das Auge reichte. Vereinzeltes Geröll lag übers Gras verstreut, das nicht wie in Michelsberg verdorrt und ausgebleicht die Erde bedeckte, sondern hellgrün leuchtete. Ich hatte mehr noch als unten in der transsilvanischen Ebene das Gefühl, der Herbst habe sich zwischen den Jahreszeiten verloren." (S. 181/182) Dazu kommen die Erinnerungen an die verstorbene Großmutter und an die Zeit als Kind in der siebenbürgischen Heimat... so viele Erinnerungen sind mit dem alten Haus verknüpft, doch nun wohnt keiner mehr darin, Sines Vater und Onkel haben es geerbt, der eine möchte es behalten, der andere verkaufen. Immer wieder eingewoben in das Buch sind auch historische Bezüge, wenn der passionierte Hobbyhistoriker Julian, der von einem Geschichtestudium träumt, von der Vergangenheit erzählt und dabei lebendig wird, welchen Herausforderungen die Vorfahren der Siebenbürger Sachsen ausgesetzt waren: "Mit welchem Gefühl baut man ein Dorf wieder auf, nachdem es niedergebrannt wurde? Wie schafft man es, sich wieder am selben Ort anzusiedeln, wenn eine ganze Dorfgeneration versklavt wurde? Nicht aufzugeben, obwohl man in diesem Gebiet so vielen Gefahren und Unwägbarkeiten ausgesetzt war?" (S. 45) Dann geht es wieder um die etwas jüngere Vergangenheit, um die schwierigen Zeiten unter den Kommunisten, Verschleppung von Deutschsprachigen, aber auch Diskriminierung von ethnischen Rumänen durch diese. Später dann die vielen Deutschsprachigen, die gegangen sind, sobald sie konnten. Zurück bleiben verlassene Felder und geräumige Höfe, Spuren der einst so lebendigen Gemeinschaft in dieser Gegend, und die wenigen, die noch geblieben sind. Es gibt Begegnungen mit Menschen, die Agneta kannten, und oft auch Sine als Kind. Blicke zurück in die Vergangenheit, auf die Großmutter, auf die eigene Herkunft, das eigene Erbe. Am Ende des Buches ist die Oma begraben und sonst im Außen nicht so viel passiert. Doch zurück bleibt das Gefühl, dass es vielleicht für Sine nun ein bisschen leichter werden kann, sich zu orientieren im Leben. Denn in diesen wenigen, aber tiefgründigen und bedeutungsvollen Tagen in Siebenbürgen hat sie sich wieder tiefer mit ihren Wurzeln und ihrer Herkunft verbunden und wird daraus vielleicht Kraft schöpfen können für den weiteren Weg, den sie nun geht. Mich hat dieses Buch sehr berührt und mir viel Wissen, aber vor allem auch Gefühl für Siebenbürgen und die deutschsprachigen Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gegend vermittelt, ja, sogar Lust darauf gemacht, diese interessante Gegend zu besuchen und selbst zu erkunden. Es eignet sich insbesondere für Leserinnen und Leser, die bereit sind, sich auf ein ruhiges, poetisches und dafür umso tiefgründigeres Buch einzulassen, ohne besonders viel Spannung oder ein schnelles Voranschreiten der Handlung zu erwarten.

  • Bewertung

    5/5

    12.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zurück zu den Wurzeln

    In dem Buch von Iris Wolff “Halber Stein” begleitet man Sina und ihren Vater nach Siebenbürgen. Sie reisen dorthin, um die Großmutter Agneta zu beerdigen. Von Anfang an spielen das Leben in Siebenbürgen, die Familie und die Vergangenheit eine große Rolle. Man bekommt Einblicke von dem Leben der Menschen dort, in ihre Geschichte und in das, was diese Region in Rumänien ausmacht. Es geht um Erinnerungen und um das, was bleibt, auch wenn man einen Ort schon lange verlassen hat. Sina ist mit ihren Eltern als Kind nach Deutschland gegangen. Vieles ist ihr nicht mehr präsent. Während ihres Aufenthalts in Michelsberg beginnt sie, sich wieder mit ihrer Familie und ihrer Herkunft auseinanderzusetzen. Dabei stößt sie auch auf Dinge, die lange unausgesprochen waren. Wichtig ist auch Julian, ein Freund von früher. Durch ihn bekommt sie Zugang zu Orten, Geschichten und Hintergründen. Die Autorin beschreibt sehr detailliert. Man merkt, wie viel Wissen über Siebenbürgen und das Leben dort in der Geschichte steckt. An manchen Stellen ist das sehr ausführlich beschrieben. Aber genau dadurch entsteht eine atmosphärische Stimmung beim Lesen. Alles wird sehr lebendig und man hat das Gefühl, dabei zu sein. Im Kern ist es für mich ein Buch über Herkunft, Erinnerungen und Zugehörigkeit. Darüber, wie Vergangenheit einen begleitet und wie sehr Orte und Menschen einen prägen können.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    23.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Auf der Suche nach Heimat und Zugehörigkeit

    Zur Beerdigung ihrer Großmutter Agneta reist Sine gemeinsam mit ihrem Vater Johann nach Michelsberg in Siebenbürgen. Hier hat sie die Sommer ihrer Kindheit verbracht, bevor ihre Eltern einen Ausbürgerungsantrag stellten. Mit der Rückkehr in das Haus der Großmutter und der erneuten Erkundung der Umgebung kehren auch längst vergessene Erinnerungen zurück. Sine begegnet Julian, ihrem Freund aus Kindertagen, der das Dorf nie verlassen hat. Gemeinsam besuchen sie vertraute Orte wieder, Sine entdeckt deren Schönheit dabei neu und sie erkennt ihre anhaltende Bedeutung für ihr eigenes Leben. Sines Reise nach Michelsberg fällt in eine Phase des Umbruchs. Sie hat ihr Studium abgeschlossen, ist zu ihren Eltern zurückgezogen und hat sich bislang eher halbherzig und erfolglos beworben. Der Aufenthalt im Haus der Großmutter gibt ihr den notwendigen Raum zur Reflexion und hilft ihr, Klarheit über ihre Zukunft und anstehende Entscheidungen zu gewinnen. Trotz des traurigen Anlasses ist Halber Stein kein deprimierender Roman. Er lebt von einer poetischen, ruhigen Sprache sowie von eindrucksvollen Beschreibungen der landschaftlich reizvollen Region und der inneren Prozesse der Protagonistin. Zwar gibt es einzelne dramatischere Begegnungen, insgesamt bleibt der Roman jedoch zurückhaltend und entfaltet gerade dadurch eine nachhaltige, nachdenklich stimmende Wirkung. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Heimat, Erinnerung und Zugehörigkeit. Auch die Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen sowie die Situation der ausgebürgerten und in Deutschland oft unwillkommenen Menschen werden sensibel und unaufdringlich in die Handlung eingeflochten, ohne belehrend zu wirken. Halber Stein ist ein leiser, atmosphärischer Roman, der durch Tiefe, Sprachgefühl und emotionale Ehrlichkeit überzeugt und lange nachhallt.

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    Silvio Weitzl

    Thalia Linz – Landstraße

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    4/5

    05.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Straße der Erinnerungen

    Mit zarter Poesie zaubert Iris Wolff ihre Protagonistin „Sine“ in eine Umgebung, die sie zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen. Die Szenerie um Siebenbürgen und die Dynamik der Bewohner werden mit viel Feingefühl und Liebe zum Detail beschrieben. Die Wehmut und das Heimweh der Auswanderer ist ebenso konstant wahrzunehmen, wie deren Glücksgefühl und Andacht während dem Aufenthalt im Zurückgelassenen. Dieses Debüt von Frau Wolff ist augenöffnende Zeitgeschichte in Romanform und beeindruckt mit ungeahnter emotionaler Tiefe. Durch ihre Gabe, die Natur und Landschaft auf die Art des Madeleine-Effektes zu beschreiben, fühlt man sich unweigerlich in seinen eigenen Heimatort versetzt.

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