Reiten ist ihr Leben, doch als die 15-jährige Mai mit ihrem Pferd auf eine Tretmine im ehemaligen Grenzgebiet zu Mecklenburg-Vorpommern gerät, ist plötzlich alles anders. Schwer verletzt und traumatisiert braucht sie lange, um wieder auf die Beine zu kommen. Während dieser Zeit tauchen in ihrer Erinnerung immer wieder Bilder auf, die so gar nicht zu dem behüteten Leben auf dem Pferdehof ihrer Großeltern passen. Sie beschließt, diesen Bildern auf eigene Faust nachzugehen. Als ihr Vater Tage später einen Anruf eines Ferienhausvermieters im ostfinnischen Karelien erhält, weiß er endlich, wo Mai sich aufhält, und reist ihr hinterher. An diesem Ort müssen sich die beiden ihrer Vergangenheit stellen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Heek
5/5
20.07.2025
eBook (ePUB 3)
Ein gutes Buch
Die Geschichte handelt von einem 15-jährigen Mädchen, das durch einen tragischen Unfall mit ihrem Pferd aus der Bahn geworfen wird. Das Pferd stirbt bei dem Unfall und Mai hat nicht nur mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Die Autorin Katrin Faludi beschreibt in ihrem Buch den Weg dem Mai geht, durch Trauma, Selbstfindung und der Kampf mit den Erinnerungen. Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und mich hat die Geschichte beeindruckt. Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle.
Bewertung
aus Oranienburg
5/5
26.06.2025
eBook (ePUB 3)
Selten hat mich ein Buch so gefesselt und berührt
Für Mai bricht eine Welt zusammen als sie bei einem Ausritt gemeinsam mit ihrem Vater im ehemaligen Grenzstreifen Mecklenburg-Vorpommerns eine alte DDR-Mine unter ihr explodiert. Ihr geliebtes Pferd stirbt und sie selbst landet schwer verletzt in Krankenhaus. Schwer traumatisiert tauchen während der Zeit der Heilung immer wieder Bilder aus ihrer Vergangenheit auf. Bilder die sie nicht einordnen kann, die sie aber auch nicht verdrängen kann. Sie muss wissen, was dahintersteckt. Mia beginnt eine Reise in die Vergangenheit auf der Suche nach sich selbst.
Beim Lesen stückweise zu erfahren, was Mai, die dem Leser als behütet im Kreise einer mehr oder weniger funktionierenden Familie auf einem Reithof aufwachsend vorgestellt wird, hat mich mehrmals sprachlos gemacht. Eigentlich müsste ihr Leben hier glücklich sein, doch die aufkommenden Erinnerungen lösen bei der 15jährigen massive körperliche Schmerzen aus. Ihr Vater führt das auf den Reitunfall zurück, will die Schmerzen mit starken Schmerzmitteln eindämmen. Doch Mai weiß es besser. Sie muss dahin zurück, wo sie laut ihren Ausweispapieren geboren wurde, nach Karelien. Im finnischen Teil, direkt an der Grenze zu Russland beginnt ihre Suche und kommen auch ihre Erinnerungen immer mehr an die Oberfläche. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber was dort ans Licht kommt und dem sich auch ihr Vater Henning, der ihr nachgereist ist, stellen muss, wird von der Autorin mit so viel Feingefühl und Detailtreue erzählt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Dabei brilliert sie auch immer wieder mit herrlich bildhaften vergleichen. Zum Beispiel bezeichnet Mai ihren Vater als strapazierfähig. Der Vater beschreibt, dass seine Tochter den Charme von Unkrautvernichter hat. Da blieben Schmunzler nicht aus. Das hat mir gefallen.
Ich empfehle das Buch zu 100% weiter und 5 Lese-Sterne sind absolut verdient.
Bewertung
5/5
10.04.2025
eBook (ePUB 3)
Vorsichtig, dieses Buch kann dein Leben verändern, positiv verändern!
Seit ein paar Jahren folge ich der Autorin Katrin Faludi auf Instagram (@katrinfaludi) mit Begeisterung. Sie hat mit sehr viel Humor und Tiefe, ihre Follower am Schreiben dieses Buches teilhaben lassen. Während des Schreibprozesses hat sie uns mitgenommen nach Finnland während sie lange, endlose Straßen entlang gelaufen ist. Sie hat von dem kleinen Häuschen an der Grenze erzählt und von dem Grenzsoldaten, der ihr einfach so über den Weg gelaufen ist. Sie hat davon berichtete, dass sie stundenlang, nächtelang geschrieben hat, manchmal wie im Rausch.
Das waren meine Kenntnisse zum Buch: „Das Haus am Ende der Welt“, das hat mich natürlich sehr neugierig gemacht und ich war mächtig gespannt, was da wirklich für eine Geschichte dahinter steckt.
Das Haus am Ende der Welt - ein Roman, der es in sich hat!
Es ist so eine vielschichtig Geschichte, die Themen anspricht, über die gerne geschwiegen wird: Scham, Schuldgefühle, Vergebung Selbstwertgefühl. Und das Schweigen, wenn man eigentlich reden müsste, dafür aber tausend Ausreden erfindet, warum das doch nicht notwendig wäre.
Alles Themen, die ganz tief gehen, weil sie gefühlt jeden von uns betreffen. Das macht dieses Buch zu meiner eigenen Geschichte, weil ich mich immer wieder irgendwo finde.
Mai hat einen schweren Reitunfall. Seitdem ist sie nicht mehr die Tochter die Henning kennt. Dann verschwindet Mai, Henning, findet sie in Finnland. Er möchte sie nur schnell einpacken und wieder ab nach Hause auf den schönen Pferdehof in Deutschland mitnehmen, auf dem doch alles in Ordnung war! Bloß nicht nachdenken müssen, nichts hinterfragen. Dass sieht seine Tochter Mai ganz anders. Und dann sitzen die beide in diesem kleinen Ferienhaus, einem Mökki in Finnland fest, und die ganze Hintergrundgeschichte entfaltet sich. Kindergebete und ein längst vergessener Glaube spielen auch eine Rolle.
Ich konnte das Buch nicht in einem Rutsch lesen, weil ich immer wieder Pausen brauchte, um das zu verdauen, was ich da gelesen hatte. Es hat mich betroffen gemacht, erschüttert, aber auch bestärkt und ermutigt. Ermutigt meinen Ängsten und den eigenen Unzugänglichkeit entgegenzutreten, weil ich nicht so sein möchte wie manche Personen in diesem Roman.
Doch Katrin Faludi versteht es auch außerordentlich gut den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen.
Mich brachte immer wieder die Kardashian Villa zum schmunzeln, die die hofeigenen Hühner beherbergte. Die Hühner hatten alle Namen aus der Kardashian Familie – Mega witzige Idee und ich musste immer schmunzeln wenn Kim oder Khloe einen Auftritt hatten!
Mein Resümee zu diesem Buch:
Es ist ein Buch mit sehr viel Mehrwert, bei dem man viel über sich selbst erfährt und den eigenen Glauben an Gott noch mal ganz neu definieren kann. Mich hat auch das Grenzgebiet fasziniert in Finnland. Ich hatte mir noch nie darüber Gedanken gemacht, wie es ist, direkt an einer Grenze wohnen zu müssen/dürfen.
Daher Vorsicht, es könnte sein, dass diese Geschichte zum nachdenken anregt und dein Leben verändert. Positiv Verändert!
Shilo
aus Ulm
4/5
25.06.2025
eBook (ePUB 3)
Ein tiefgründiges Familiendrama
„Das Haus am Ende der Welt“ ist mein erster Roman von Katrin Faludi. Das Buch handelt von Mai, einem 15-jährigen Mädchen. Nach einem schweren Reitunfall und einer überraschenden Entdeckung ändert sich ihr Leben komplett. Die Geschichte ist ziemlich kompliziert und hat viele Ebenen, was anfangs verwirrend sein kann – ich hatte so manches Mal ein Fragezeichen im Gesicht.
Doch nach und nach entfaltet sich eine tiefgründige Familiengeschichte, die vom Kampf mit Schuld, Sehnsucht nach Heimat und Trauer geprägt ist.
Die Erzählweise, die zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herwechselt, wirkt wie ein Puzzle, das nach und nach zusammengesetzt wird. Diese Struktur erleichtert es dem Leser, die Figuren und ihre Beweggründe zu verstehen. Die Charakterentwicklung ist hervorragend gelungen; sowohl Mai als auch ihre Nebenfiguren wie der Onkel oder die finnische Tante tragen wesentlich zur starken emotionalen Tiefe bei.
Besonders spannend ist die Suche nach Mai, die nach ihrem plötzlichen Verschwinden in Finnland entdeckt wird. Die Geschichte hält zahlreiche unerwartete Wendungen bereit, die teilweise sprachlos machen und tief berühren. Faludi versteht es, die Atmosphäre der nordischen Landschaft sowie die inneren Abgründe ihrer Figuren lebendig und realistisch zu schildern. Das Lesen ist wie eine Reise durch Finnland, bei der alle Sinne angesprochen werden – der Duft von frischem Gras, Regen, Pferd und Gebäck wird fast greifbar.
Das Buch berührt Themen wie schwere Schuld, Verlust, Trauer und die Bewältigung emotionaler Wunden. Es regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen tiefen Nachklang. Besonders die Beschreibung der Natur und der Schauplätze ist wortgewaltig und authentisch, was das Leseerlebnis noch intensiver macht.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Autorin führt den Leser auf eine faszinierende und manchmal dramatische Reise, die bis zum letzten Kapitel fesselt.
Fazit: „Das Haus am Ende der Welt“ ist ein tief bewegender Roman, der trotz seiner Komplexität bald im Kopf und Herzen nachklingt. Frau Faludi ist es gelungen, eine Geschichte zu erzählen, die lange im Gedächtnis bleibt. Absolut empfehlenswert für Leser, die sich gern auf vielschichtige und emotionale Erzählungen einlassen möchten. 4 Sterne.
Jürg K.
4/5
24.06.2025
eBook (ePUB 3)
Bewegende Geschichte
Erzählt wird die eindrückliche Geschichte der 15-jährigen Mai, deren Alltag auf einem Pferdehof jäh aus der Bahn geworfen wird. Ein tragischer Unfall mit einer alten Tretmine konfrontiert sie nicht nur mit körperlichen Schmerzen, sondern auch mit einer Vergangenheit, die sich tief in ihr Gedächtnis eingebrannt hat, Die so gar nicht zum idyllischen Leben auf dem Hof ihrer Grosseltern passen will. Mit viel Feingefühl und psychologischem Tiefgang schildert Katrin Faludi Mais Weg durch Trauma, Selbstfindung und die Konfrontation mit verdrängten Erinnerungen. Verknüpft werden die emotionale Ebene der Protagonistin gekonnt mit einer überraschenden Wendung, der Reise nach Karelien. Der Ortswechsel bringt nicht nur geografisch, sondern auch seelisch eine Bewegung ins Spiel, die Vater und Tochter auf schmerzhafte wie auch heilende Weise verbindet. Beeindruckt an dieser Geschichte hat mich die Atmosphäre, das Wechselspiel zwischen der ländlichen Geborgenheit, der bedrohlichen Vergangenheit und der kargen Weite Finnlands. Die Geschichte ist ein fein nuanciertes Porträt über das Erwachsenwerden im Schatten familiärer Geheimnisse. Auch wenn dieses Buch christliche Inhalte enthält, ist es spannend zu Lesen und ich wünsche viel Vergnügen dabei.
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