Wenn man sie hört, ist es schon zu spät ...
Skelthsea, 1860. Eine windgepeitschte Insel vor der schottischen Küste.
Elspeth Swansome wird dort als Kindermädchen für die kleine Mary eingestellt. Mary hat seit dem plötzlichen Tod ihres Zwillingsbruders William kein Wort mehr gesprochen. Und das Schweigen des Mädchens ist nicht das einzige Rätsel.
Doch im Herrenhaus spricht niemand darüber. Im Dorf hingegen wird gemunkelt, dass Williams Sturz von den Klippen keinesfalls ein Unfall war.
Diese Gerüchte könnte Elspeth leicht ignorieren, würde sie nicht Zeugin einer Reihe von seltsamen Phänomenen: Schritte auf dem Dachboden, ein Schlaflied, das jeden Abend durch die leeren Flure hallt, unheimliche Puppen, die überall auftauchen - und ständig dieses unheilvolle Pfeifen einer Flöte, die angeblich Tote herbeirufen kann ...
Wird dieses Haus von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht? Oder von den Geheimnissen der Lebenden?
Rebecca Netleys Debütroman ist so spannend, dass du ihn in einer Nacht bei Kerzenlicht verschlingen wirst. Perfekt für Fans von Susan Hill und Laura Purcell.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Jtchuk
5/5
14.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannend und düster
Mir hat das Buch sehr gefallen, die Handlung wird langsam, aber spannend aufgebaut, der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, das Ende überraschend. Sehr zu empfehlen, freue mich auf mehr von der Autorin.
Bewertung
5/5
30.01.2024
eBook (ePUB)
Spannung pur
Einfach großartig geschrieben. Spannend von der Ersten bis zur letzten Seite. 100Prozent Empfehlung.
Habe dieses Buch kaum aus der Hand legen können. Für alle die gerne Geschichten von Geistern und Übersinnliches lesen .
Sue
aus Uelzen
4/5
23.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Schöne Spukgeschichte für den Herbst
"Manche Seelen sind dazu gemacht, dunkel zu sein."
"Die Geisterflöte" von Rebecca Netley passt für mich ganz hervorragend in die Herbstzeit, denn es ist düster, schaurig und stürmisch.
Netley entführt uns nach Skelthsea, einer windumtosten Insel vor der schottischen Küste. Wir schreiben das Jahr 1860. Espeth Swanson wurde von Miss Gilles als Kindermädchen für ihre Nichte Mary eingestellt. Und macht sich von Edinburgh auf den Weg nach Skelthsea. Elspeth freut sich auf die Stelle, hat sie doch vor kurzem ihre Schwester verloren. Auch Mary leidet unter einem Verlust. Sie hat vor kurzem ihren Bruder William verloren und seitdem kein Wort mehr gesprochen.
Im Dorf munkelt man, dass Williams Tod keinesfalls ein Unfall war. Zudem gehen die Gerüchte um, dass er abgrundtief böse war und es im Herrenhaus nicht mit rechten Dingen zugeht. Anfangs tut Elspeth das ab und schiebt es auf den Aberglauben der Inselbevölkerung. Doch dann findet sie seltsame, mit Haaren umwickelt Steine und kleine Puppen, deren Gesichter weggekratzt wurden. Auch hört sie des Nachts Schritte vor ihrer Tür und ein eigentümliches Schlaflied. Und manchmal sieht sie Mary mit jemandem flüstern, der in den Schatten verborgen scheint.
"Als die Schlafenszeit näher rückte, drehte die Nacht ihren Schlüssel zu meiner Angst, und alles, was ich hörte, war der Wind auf dem Hügelkamm und wie er über die Gräber heulte, Gräber, die die Augen derer, die dort lagen, nicht geschlossen hatten."
Dieser Spukroman ist sehr atmosphärisch: Ein altes Herrenhaus, in dem es scheinbar spukt, auf einer kleinen Insel, die vom Meer und Wind umtost wird, feuchter Nebel, der einem am Tage blind macht und Gestalten zu verbergen scheint.
Die Figuren sind interessant und nicht leicht zu durchschauen. Insgesamt finde ich sie auch recht gut ausgearbeitet. Auch finde ich, dass es Netley ganz gut schafft uns lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen - sie lässt Raum für eigene Vermutungen, was mir immer ganz gut gefällt. Eine Sache hat mich jedoch auch gestört, und das war die Sache mit dem Testament. Für mich ist dieser Punkt nicht geklärt und wirft bei mir persönlich nach wie vor Fragen auf.
"Der Wind frischte auf, drückte Torfrauch tief über die Dächer und zerrte am Meer, und ich fühlte mich, als wäre ich von einer Art Wahnsinn befallen worden."
Dieser Spukroman ist meiner Meinung nach sehr sanft und nicht übermäßig gruselig. Ich konnte ihn auch vorm Schlafengehen lesen ohne mir dabei ins Hemd zu machen. Und ich bin jemand, die sich schnell gruselt, die dank Stephen King bis heute nicht über Gullideckel oder Tierfriedhöfe gehen kann, und die grundsätzlich die Füße nicht vom Sofa oder Bett baumeln lassen kann.
Übersetzt von Olaf Bentkämper.
(4⭐️ von 5⭐️)
⚠️ Meine Rezensionen entstehen grundsätzlich ohne Hilfe von KI und geben immer meine ganz persönliche Meinung wieder.
Kristina
aus Thüringen
4/5
22.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Gruselig und mit undurchsichtiger Handlung
Wer Spukhaus Grusel mag, der wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Doch die Story bietet noch viel mehr: Plot-Twists, Verrat, ungeklärte Todesfälle, Rache und noch einiges mehr.
Da kommt so manches zusammen, aber es tut der Handlung keinen Abbruch sondern sorgt vielmehr für Spannung, da man einfach wissen möchte, was nun wirklich geschehen ist.
Einige unheimliche Elemente sind ebenfalls sehr gut gelungen, auch wenn die Geister eher eine untergeordnete Rolle in der Handlung spielen.
Louise von lolobooks
aus Berlin
4/5
02.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Historischer Haunted House-Roman
„Die Geisterflöte“ ist ein Haunted House-Roman und entführt seine LeserInnen auf eine raue, windgepeitschte schottische Insel im 19. Jahrhundert. Das, liebe Leute, ist genau mein Ding!
Intro:
Als ich das Cover von Rebecca Netleys Debütroman entdeckte, welches im Übrigen das Setting und die Stimmung absolut perfekt wiedergibt, und anschließend den dazugehörigen Klappentext las, war mir sofort klar, dass dieses Schätzchen aus dem Festa Verlag meinen SuB nicht mal ansatzweise zu Gesicht bekommen würde! Ein historischer Haunted House Roman, der in Schottland spielt. Das sind genau meine Themen, und deren Kombination ist der Inbegriff dessen, was ich in Büchern und Filmen nur allzu sehr liebe!
So tauchte ich dann auch kurz darauf in das Buch ein und begab mich an der Seite von Elspeth auf das Schiff, welches die junge Frau nach Skelthsea bringen würde, wo sie eine Stellung als Kindermädchen antreten würde.
Zur Handlung:
Nach dem tragischen Verlust ihrer Familie fühlt Elspeth, dass sie einen Neuanfang wagen muss. Die Erinnerung rauben ihr die Luft zum Atmen, und so verlässt ihre Heimat Edinburgh. Auf Skelthsea soll sie sich der kleinen Mary annehmen, die seit dem tragischen Tod ihres Zwillingsbruders nicht mehr spricht. Doch das ist nicht das einzig Seltsame, das in dem alten, dunklen und langsam immer mehr verfallenden Herrenhaus vor sich geht. Die Bewohner des Hauses benehmen sich irgendwie auffällig, und Elspeth begegnen sehr sonderbare Phänomene. Sie sieht immer wieder Schatten in den Fenstern und registriert Schritte auf dem Flur, obwohl niemand da ist. Sie hört ein leise gesungenes Schlaflied, rollendes Spielzeug und das wiederkehrende Pfeifen einer Flöte. Laut einer Dorfbewohnerin soll diese wohl Tote herbeirufen können. Kann das sein? Ist es möglich, dass diese Geisterflöte zu so etwas fähig wäre? Und was hat das alles mit Marys plötzlicher Stummheit zu tun? Elspeth geht der Sache nach und gerät dadurch in größte Gefahr.
Die Figuren:
Jede Figur dieses Romans, ganz egal, ob es sich dabei um eine Haupt- oder Randfigur handelt, wurde ihrer jeweiligen Rolle entsprechend, sehr gut ausgearbeitet und lebendig gezeichnet. Ich konnte sie alle spüren und vor meinem inneren Auge aktiv und authentisch wahrnehmen.
Die Protagonistin Elspeth ist eine junge Frau, die in ihrem Leben bereits viel Verlust erleben musste und voller Trauer ist. Dennoch hat sie aber nie den Blick in die Zukunft verloren und geht mutig voran. Sie ist eine starke Frau, mit einem offenen, freundlichen und sehr liebevollen Wesen.
Zu weiteren häufig auftretenden Charakteren wie zum Beispiel die Hausherrin, die kleine Mary oder die Angestellten des Anwesens vermag ich hier wenig zu äußern, ohne eventuell wesentliche Inhalte preiszugeben.
Der Schreibstil:
Rebecca Netley hat einen sehr schön flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil. Ich konnte der Handlung stets gut folgen, und der rote Faden führte mich zielsicher durch diese richtig schön schaurige Geschichte. Wenn man bedenkt, dass dies ein Debütroman ist, so ist der Stil samt Wortwahl und Handlungskonstrukt umso bemerkenswerter.
Die Handlung ist insgesamt betrachtet absolut spannend, wenn es auch an ein bis zwei Stellen ein wenig geraffter hätte sein können. Hier hätte die Autorin jeweils fast meine volle Aufmerksamkeit verloren, aber da der gesamte Plott so gut konstruiert war, rutschte der Fokus nur kurzfristig weg, und ich war anschließend sofort wieder „on Point“.
Es ist der Autorin grandios gelungen, eine absolut düstere und dichte Atmosphäre zu schaffen. Dieses bedrückende, muffige und feuchte Haus mit seinen eigentümlichen Bewohnern, welches hoch oben auf einem Hügel der rauen, windigen und regnerischen schottischen Insel Skelthsea thront, ist das perfekte Setting und wurde überaus bildhaft gezeichnet. Ich habe den starken Wind und die kalten Regentropfen gefühlt und konnte sowohl die eigentümliche Stimmung im Herrenhaus als auch die Blicke der Dorfbewohner wahrnehmen. Die paranormalen Phänomene jagten mir regelmäßig erfolgreich einen Schauer über den Rücken und brachten mehrfach meine Nackenhaare dazu, sich ordentlich zu sträuben.
Fazit:
Mit ihrem Debüt „Die Geisterflöte“ hat Rebecca Netley einen richtig guten historischen Haunted House-Roman zu Papier gebracht, der mir trotz der zwei kleinen Fokus-Beeinträchtigungen mit seinen unheimlichen paranormalen Phänomenen inmitten dieser so beklemmenden, kalten, rauen und dunklen Atmosphäre eine fesselnde Lesezeit verschafft hat.
Ich freue mich schon jetzt auf Nachschub von der Autorin und bin mir sicher, dass sich ihr schriftstellerisches Können noch richtig steigern wird.
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