Skelthsea, 1860. Eine windgepeitschte Insel vor der schottischen Küste.
Elspeth Swansome wird dort als Kindermädchen für die kleine Mary eingestellt. Mary hat seit dem plötzlichen Tod ihres Zwillingsbruders William kein Wort mehr gesprochen. Und das Schweigen des Mädchens ist nicht das einzige Rätsel.
Doch im Herrenhaus spricht niemand darüber. Im Dorf hingegen wird gemunkelt, dass Williams Sturz von den Klippen keinesfalls ein Unfall war.
Diese Gerüchte könnte Elspeth leicht ignorieren, würde sie nicht Zeugin einer Reihe von seltsamen Phänomenen: Schritte auf dem Dachboden, ein Schlaflied, das jeden Abend durch die leeren Flure hallt, unheimliche Puppen, die überall auftauchen – und ständig dieses unheilvolle Pfeifen einer Flöte, die angeblich Tote herbeirufen kann …
Wird dieses Haus von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht? Oder von den Geheimnissen der Lebenden?
Rebecca Netleys Debütroman ist so spannend, dass du ihn in einer Nacht bei Kerzenlicht verschlingen wirst. Perfekt für Fans von Susan Hill und Laura Purcell.
DAILY MAIL: »Ergreifend, gespenstisch und richtig, richtig gut.«
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Jtchuk
5/5
14.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannend und düster
Mir hat das Buch sehr gefallen, die Handlung wird langsam, aber spannend aufgebaut, der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, das Ende überraschend. Sehr zu empfehlen, freue mich auf mehr von der Autorin.
Kristina
aus Thüringen
4/5
22.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Gruselig und mit undurchsichtiger Handlung
Wer Spukhaus Grusel mag, der wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Doch die Story bietet noch viel mehr: Plot-Twists, Verrat, ungeklärte Todesfälle, Rache und noch einiges mehr.
Da kommt so manches zusammen, aber es tut der Handlung keinen Abbruch sondern sorgt vielmehr für Spannung, da man einfach wissen möchte, was nun wirklich geschehen ist.
Einige unheimliche Elemente sind ebenfalls sehr gut gelungen, auch wenn die Geister eher eine untergeordnete Rolle in der Handlung spielen.
Louise von lolobooks
aus Berlin
4/5
02.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Historischer Haunted House-Roman
„Die Geisterflöte“ ist ein Haunted House-Roman und entführt seine LeserInnen auf eine raue, windgepeitschte schottische Insel im 19. Jahrhundert. Das, liebe Leute, ist genau mein Ding!
Intro:
Als ich das Cover von Rebecca Netleys Debütroman entdeckte, welches im Übrigen das Setting und die Stimmung absolut perfekt wiedergibt, und anschließend den dazugehörigen Klappentext las, war mir sofort klar, dass dieses Schätzchen aus dem Festa Verlag meinen SuB nicht mal ansatzweise zu Gesicht bekommen würde! Ein historischer Haunted House Roman, der in Schottland spielt. Das sind genau meine Themen, und deren Kombination ist der Inbegriff dessen, was ich in Büchern und Filmen nur allzu sehr liebe!
So tauchte ich dann auch kurz darauf in das Buch ein und begab mich an der Seite von Elspeth auf das Schiff, welches die junge Frau nach Skelthsea bringen würde, wo sie eine Stellung als Kindermädchen antreten würde.
Zur Handlung:
Nach dem tragischen Verlust ihrer Familie fühlt Elspeth, dass sie einen Neuanfang wagen muss. Die Erinnerung rauben ihr die Luft zum Atmen, und so verlässt ihre Heimat Edinburgh. Auf Skelthsea soll sie sich der kleinen Mary annehmen, die seit dem tragischen Tod ihres Zwillingsbruders nicht mehr spricht. Doch das ist nicht das einzig Seltsame, das in dem alten, dunklen und langsam immer mehr verfallenden Herrenhaus vor sich geht. Die Bewohner des Hauses benehmen sich irgendwie auffällig, und Elspeth begegnen sehr sonderbare Phänomene. Sie sieht immer wieder Schatten in den Fenstern und registriert Schritte auf dem Flur, obwohl niemand da ist. Sie hört ein leise gesungenes Schlaflied, rollendes Spielzeug und das wiederkehrende Pfeifen einer Flöte. Laut einer Dorfbewohnerin soll diese wohl Tote herbeirufen können. Kann das sein? Ist es möglich, dass diese Geisterflöte zu so etwas fähig wäre? Und was hat das alles mit Marys plötzlicher Stummheit zu tun? Elspeth geht der Sache nach und gerät dadurch in größte Gefahr.
Die Figuren:
Jede Figur dieses Romans, ganz egal, ob es sich dabei um eine Haupt- oder Randfigur handelt, wurde ihrer jeweiligen Rolle entsprechend, sehr gut ausgearbeitet und lebendig gezeichnet. Ich konnte sie alle spüren und vor meinem inneren Auge aktiv und authentisch wahrnehmen.
Die Protagonistin Elspeth ist eine junge Frau, die in ihrem Leben bereits viel Verlust erleben musste und voller Trauer ist. Dennoch hat sie aber nie den Blick in die Zukunft verloren und geht mutig voran. Sie ist eine starke Frau, mit einem offenen, freundlichen und sehr liebevollen Wesen.
Zu weiteren häufig auftretenden Charakteren wie zum Beispiel die Hausherrin, die kleine Mary oder die Angestellten des Anwesens vermag ich hier wenig zu äußern, ohne eventuell wesentliche Inhalte preiszugeben.
Der Schreibstil:
Rebecca Netley hat einen sehr schön flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil. Ich konnte der Handlung stets gut folgen, und der rote Faden führte mich zielsicher durch diese richtig schön schaurige Geschichte. Wenn man bedenkt, dass dies ein Debütroman ist, so ist der Stil samt Wortwahl und Handlungskonstrukt umso bemerkenswerter.
Die Handlung ist insgesamt betrachtet absolut spannend, wenn es auch an ein bis zwei Stellen ein wenig geraffter hätte sein können. Hier hätte die Autorin jeweils fast meine volle Aufmerksamkeit verloren, aber da der gesamte Plott so gut konstruiert war, rutschte der Fokus nur kurzfristig weg, und ich war anschließend sofort wieder „on Point“.
Es ist der Autorin grandios gelungen, eine absolut düstere und dichte Atmosphäre zu schaffen. Dieses bedrückende, muffige und feuchte Haus mit seinen eigentümlichen Bewohnern, welches hoch oben auf einem Hügel der rauen, windigen und regnerischen schottischen Insel Skelthsea thront, ist das perfekte Setting und wurde überaus bildhaft gezeichnet. Ich habe den starken Wind und die kalten Regentropfen gefühlt und konnte sowohl die eigentümliche Stimmung im Herrenhaus als auch die Blicke der Dorfbewohner wahrnehmen. Die paranormalen Phänomene jagten mir regelmäßig erfolgreich einen Schauer über den Rücken und brachten mehrfach meine Nackenhaare dazu, sich ordentlich zu sträuben.
Fazit:
Mit ihrem Debüt „Die Geisterflöte“ hat Rebecca Netley einen richtig guten historischen Haunted House-Roman zu Papier gebracht, der mir trotz der zwei kleinen Fokus-Beeinträchtigungen mit seinen unheimlichen paranormalen Phänomenen inmitten dieser so beklemmenden, kalten, rauen und dunklen Atmosphäre eine fesselnde Lesezeit verschafft hat.
Ich freue mich schon jetzt auf Nachschub von der Autorin und bin mir sicher, dass sich ihr schriftstellerisches Können noch richtig steigern wird.
Jill von Letterheart
aus Berlin
4/5
27.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Atmosphärische Geisterstory
Ich war suuuuper gespannt auf die Story, auch wenn ich zugeben muss, dass ich den Titel eher lustig finde und nicht mit ganz so viel Ernst begegnet bin, wie es vielleicht sein sollte.
Gemeinsam mit unserer Protagonistin verschlägt es uns nach Skelthsea ins Jahre 1860, eine abgeschiedene Insel vor der schottischen Küste, die doch einen ziemlichen Kontrast zu Elspeth vorherigem Umfeld bietet.
Doch aus der Not heraus hat sie dort eine Stelle als Kindermädchen angenommen und landet im mysteriösen Herrenhaus, über das sich die Leute so manch gruselige Geschichten erzählen.
Die kleine Mary spricht nicht mehr, seitdem ihr Zwillingsbruder William vor einigen Monaten verstorben ist. Ihr Verlust ist so groß wie der, den auch Elspeth in sich trägt und so knüpfen die beiden schnell ein besonderes Band.
Doch Elspeth versteht nicht, wieso in diesem Anwesen aus allem ein Geheimnis gemacht wird und nach und nach hört sie Stimmen, ein Pfeifen und sieht in jeder dunklen Ecke Schatten.
Die Gerüchte aus dem Dorf befeuern ihre Fantasie nur noch, doch es gibt auch einfach zu viele belegbare Anhaltspunkte, als dann man all diese Vorkommnisse abtun könnte.
In gewisser Weise eine typische Geisterstory, die sich ruhig aber stetig steigert. Auf der einen Seite hätte ich mir früher mehr Tempo gewünscht, da sich die Story aber so gut wegliest, will ich mich auch gar nicht allzu sehr beschweren.
Wer es ein wenig schaurig und gruselig mag, aber nicht direkt einen Splatter braucht, sondern lieber von einer sich aufbauenden Atmosphäre etwas haben will, sollte sich dieses Buch mal genau anschauen - für mich war es letzte Nacht auf jeden Fall die perfekte Bettlektüre!
Bewertung
4/5
04.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Klassische Schauergeschichte mit stimmiger Atmosphäre
Nachdem sie bei einem Unfall ihre gesamte Familie verliert, verlässt die junge Elspeth Swansome im Jahr 1860 ihre Heimat Edinburgh und reist auf die schottische Insel Skelthsea. Hier soll sie als Kindermädchen die verschwiegene Mary unter ihre Fittiche nehmen. Ein Mädchen, das nach dem mysteriösen Tod ihres Zwillingsbruders aufgehört hat zu sprechen.
Auf Iskar, einem alten Herrschaftssitz, der seine besten Tage längst hinter sich hat, lebt Elspeth zusammen mit Mary, ihrer Tante Mrs. Gillies und einer Handvoll Bediensteten. Elspeth baut eine innige Bindung zu dem stummen Mädchen auf – und versucht herauszufinden, warum Mary so eisern schweigt.
Ein Schauerroman wäre natürlich wenig schauerlich, wenn sich nicht bald unheimliche Dinge zutragen würden. Abgeschlossene Zimmer, unheimlicher Gesang, der des Nachts durch die Flure hallt und Gerüchte über Hexerei und Geisterbeschwörung, die unter den Dorfbewohnern der sturmumtosten Insel die Runde machen, bilden die Grundlage für den schleichenden Grusel, den «Die Geisterflöte» der Leserschaft bietet.
Sprachlich und inszenatorisch orientiert sich «Die Geisterflöte» an klassischen Schauergeschichten aus vergangenen Zeiten und bedient damit ein Genre, das heutzutage besonders durch Laura Purcell und Susan Hill eine Renaissance erlebt. Zwar kommt Netley mit ihrem Debüt (noch) nicht an deren Klasse heran. Sie liefert aber ein beeindruckend atmosphärisches und stimmiges Schauerstück ab, das trotz einiger Längen, dramaturgischen Vorhersehbarkeiten und einem insgesamt eher unspektakulären Finale gut unterhält.
Das liegt nicht zuletzt auch an der gelungenen Übersetzung von Olaf Bentkämper, der die gewollt altmodische Sprechweise der Ich-Erzählerin Elspeth treffgenau ins Deutsche übertragen hat.
Rezensionsexemplar wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt.
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