Noah ist ein Künstler Anfang dreißig. Das Gehalt seiner Freundin Camilla reicht knapp für sie beide. Camilla jedoch hat sich mehr vom Leben erhofft, weshalb sie sich von Noah trennt. Es ist eine Kopfentscheidung, doch wann, wenn nicht jetzt, soll sie ihre Zukunft in die Hand nehmen? Um seine verlorene Liebe zurückzugewinnen, ist Noah zu allem bereit. Als eine ältere Dame ihm die Chance bietet, zu einem Vermögen zu kommen, lässt er sich auf den zweifelhaften Deal mit ihr ein.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
14.08.2025
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typisch martin suter
man ist bei diesem roman mitten in der geschichte drin - die bild- und szenen-beschreibungs-sprache überzeugt wie immer bei martin suter. besonders als hörbuch mit der guten stimme des vorlesers.
Bewertung
aus Penzberg
5/5
24.04.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Wut, Liebe und ein tiefer Blick in die Abgründe der Seele
Camilla und Noah sind das perfekte Paar, doch er liebt sein freies Künstlerleben und während er auf den großen Durchbruch hofft, erschöpft sich Camillas Willen, ihn dauerhaft zu unterstützen. Und so beschließt sie, ihn zugunsten eines finanziell abgesicherten Lebens zu verlassen und stürzt Noah damit in tiefe Verzweiflung.
Das zauberhafte Porträt einer schönen Frau auf dem Cover passt ganz ausgezeichnet zu Noah, der ohne seine bis dato brotlose Kunst nicht leben kann. Aber auch nicht ohne Camilla. Als er auf Betty trifft, die ihm von ihrem tristen Leben erzählt, fasst er einen grausamen Entschluss.
Martin Suter ist ein absolut fantastischer Erzähler. Er jongliert mit tiefen Gefühlen, seelischen Zuständen und zutiefst menschlichen Abgründen, führt den Leser auf eine unvorhersehbare Achterbahn der Gefühle und gerade wenn man meint, den Ausgang zu erahnen, wendet sich das Blatt und man steht vor neuen Überraschungen, neuen Rätseln. Man spürt die Verzweiflung und den Hass, erlebt Liebe und Egoismus, Überheblichkeit und Absturz, und vor allem exzellente, feinsinnige und bitterböse Manipulation.
Wut und Liebe spiegelt alle Facetten der Menschlichkeit, sowohl positiv, als auch deren Abgründe. Es ist eine Geschichte in erstklassiger Suter-Manier, die fesselt, mitreißt und überzeugt. Für mich eins seiner besten Bücher überhaupt! Unbedingt lesen!
Oder dem brillanten Gert Heidenreich zuhören!
Bewertung
aus Quickborn
5/5
23.04.2025
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Wut verfliegt, aber Liebe ist niemals egal
Martin Suter ist einer meiner liebsten Romanschriftsteller des deutschsprachigen Raums. Er füllt seit Jahren immer wieder mein Bücherregal und meine iCloud, nicht nur „Allmen“ und „Weynfeldt“ gefielen mir, auch die unabhängigen Romane. Nie schreibt Suter zu lang, zu ausführlich, immer mit feinen Beschreibungen und Dialogen, die so echt wirken wie Sprachaufnahmen von Gesprächen. Nun also ein neuer Suter, neue Figuren, neue Probleme, viel Wut, viel Liebe.
Die zu Beginn: eine gescheiterte Liebes- und Wohnbeziehung zwischen dem Künstler Noah und Camilla, die in einem ungeliebten Beruf mehr verdient als ihr Geliebter. Camilla hat keine Lust mehr, Noah durchzufüttern, also beschließt sie, sich einen reichen Mann zu suchen, der sie mit Liebe und Geld überschüttet. Da man so einen Mann natürlich nicht auf dem Flohmarkt oder beim Bäcker um die Ecke kaufen kann, erweist sich das Vorhaben doch nicht als so einfach wie gedacht.
Noah, voller Liebeskummer, lernt Betty kennen, die ältere Witwe mit den Mordgedanken, mit dem unstillbaren Wunsch, ihren Mann zu rächen, der aus seinem Unternehmen gedrängt und bis in den Tod getrieben wurde. So sieht es jedenfalls die Witwe. Gegenspieler und Ex-Partner ihres Mannes ist Zaug, der Buhmann schlechthin. Da Noah, der brotlose Künstler, unter ständiger Geldnot leidet, scheint ein bezahlter Mord doch der ideale Weg aus der Misere. Jedenfalls in Gedanken.
Camilla erfährt bei ihrer Suche nach dem Glück schnell und auf die harte Tour, dass Geld machen auch ein glückliches Händchen braucht und dass gute Freunde sich als solche stets beweisen müssen. Das merkt auch Noah, und dessen viele, sich sehr ähnelnden Triptychons machen die Misere auch nicht besser. Ob es ihm noch gelingt, eine Million zu verdienen? Egal. Das verrate ich hier ebenso wenig, wie den Ausgang der Geschichte. Nur so viel, das Hören wie das Lesen bis zum letzten Satz lohnt sich. Gert Heidenreich als schon früher (z. B. bei „Allmen und Herr Weynfeldt“, „Elefant“ oder „Der letzte Weynfeldt“) bewährter Sprecher der Bücher von Martin Suter ist beim Hörbuch das zusätzliche Vergnügen.
Fazit: Vergnügliche Stunden mit der Erkenntnis, „Herz und Verstand, das sind natürliche Feinde“. Man folgt einem Hin und Her der Gefühle, der Liebe, der Wahrheiten und jeder Menge Lügen. Das Sahnehäubchen kommt von Gert Heidenreich als genialer Suter-Interpret. Gute Unterhaltung und eine klare Hör- oder Leseempfehlung, je nach Wunsch!
Uneingeschränkte 5 Sterne, gern noch mehr.
Island
aus Nürnberg
4/5
17.06.2025
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Ein unmoralisches Angebot
Das Cover des Romans ist im typischen Stil von Diogenes gestaltet. Mir persönlich wäre bei der Auswahl des Titelbildes etwas mehr Bezug zur Geschichte lieber gewesen.
In deren Mittelpunkt steht Noah, ein eher erfolgloser Künstler Anfang 30, der gerade von seiner Freundin Camilla verlassen wurde, da sie unzufrieden damit war, sie beide mit dem Gehalt ihres ungeliebten Jobs versorgen zu müssen und sich einen wohlhabenden Partner gesucht hat. In dieser Situation lernt er die ältere Witwe Betty kennen, die ihm ein unmoralisches Angebot macht. Er könnte alle Geldsorgen los sein, wenn er sie bei ihrem Racheplan am angeblich skrupellosen Geschäftspartner ihres verstorbenen Mannes unterstützt und diesen für sie umbringt.
Die Geschichte war unterhaltsam mit einigen unerwarteten Wendungen und Twists. Natürlich wurden aber auch immer wieder Klischees bedient und diese ausgereizt, zum Beispiel, was mittellose Künstler oder junge Frauen und reiche Männer angeht. Was das Ende angeht, hatte ich schon eine gewisse Vorahnung. Der Schreibstil war gekonnt, mit vielen sprachlichen Bildern und so, dass man sich die beteiligten Personen gut vorstellen kann. Die sachlich-distanziert wirkende Erzählweise des Hörbuchsprechers passt sehr gut dazu.
Das Cover des Romans ist im typischen Stil von Diogenes gestaltet. Mir persönlich wäre bei der Auswahl des Titelbildes etwas mehr Bezug zur Geschichte lieber gewesen.
In deren Mittelpunkt steht Noah, ein eher erfolgloser Künstler Anfang 30, der gerade von seiner Freundin Camilla verlassen wurde, da sie unzufrieden damit war, sie beide mit dem Gehalt ihres ungeliebten Jobs versorgen zu müssen und sich einen wohlhabenden Partner gesucht hat. In dieser Situation lernt er die ältere Witwe Betty kennen, die ihm ein unmoralisches Angebot macht. Er könnte alle Geldsorgen los sein, wenn er sie bei ihrem Racheplan am angeblich skrupellosen Geschäftspartner ihres verstorbenen Mannes unterstützt und diesen für sie umbringt.
Die Geschichte war unterhaltsam mit einigen unerwarteten Wendungen und Twists. Natürlich wurden aber auch immer wieder Klischees bedient und diese ausgereizt, zum Beispiel, was mittellose Künstler oder junge Frauen und reiche Männer angeht. Was das Ende angeht, hatte ich schon eine gewisse Vorahnung. Der Schreibstil war gekonnt, mit vielen sprachlichen Bildern und so, dass man sich die beteiligten Personen gut vorstellen kann. Die sachlich-distanziert wirkende Erzählweise des Hörbuchsprechers passt sehr gut dazu.
Bewertung
5/5
22.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch verschlungen
„Es könnte alles auch ganz anders sein!“ ;-)
Das lasse ich mal so stehen. Tolle Szenen und Erzählungen. Ich war so richtig dabei und hatte das Buch nach drei Tagen durch. Hat mir sehr gut gefallen.
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5/5
21.05.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Suter - einfach unschlagbar gut!
Martin Suters Roman wurde wunderbar gelesen von Gert Heidenreich!!! Eine Geschichte, in der es um Liebe, Geld und vieles mehr geht. Mich hat Suter gleich ab der ersten Zeile gefangen. Gute Schilderungen, Dialage, Beschreibungen der Charaktere und Szenen - ein Aufbau, der mich bis zum Schluss mitleben und mitfiebern lies - und ein Ende, mit dem ich nicht gerechnet hätte - einfach TOLL. Volle Empfehlung!!!
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4/5
17.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Den Anschein…..
Nichts scheint so wie es am Anfang den Anschein hat. Zwei fiktive Leben? Das Ende-die Lösung der Geschichte, sehr spannend. Anfangs ein großes zerzaustes Wollknäuel wird zum Schluss in seine Einzelteile entwirrt. Geniale Story. Empfehlung
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3/5
21.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Finanzwelt trifft auf Künstler
An sich mag ich Suters Bücher sehr. Dieses Mal handelt es sich jedoch um einen Roman mit gegensätzlichen Charakteren: Sie ist bodenständig und resolut, er ist Künstler und lebt derzeit von ihrem Einkommen. Auf mich wirkte die Geschichte sehr nüchtern, begleitet von einem sachlichen Unterton. Die Ereignisse überschlagen sich zum Ende hin so schnell, dass man fast den Eindruck bekommt, der Autor habe unter Zeitdruck gestanden. Auch in diesem Werk merkt man deutlich, dass Suter in der Businesswelt zu Hause ist.
Das Leben des erfolglosen Künstlers Noah gerät aus den Fugen als ihn seine Freundin Camilla verlässt. Sie will ein sorgloses, geregeltes Leben, dass sie an der Seite Noahs nicht haben kann. Um Camilla wieder zurückzugewinnen, geht Noah einen riskanten Deal mit der älteren, sterbenskranken Betty ein, die ihm für das Beseitigen des Geschäftspartners ihres verstorbenen Ehemannes, einen Millionenbetrag verspricht. Doch dieser Pakt führt ihn in ein Netz aus Lügen, Manipulation und moralischen Grenzen. Wie weit kann ein Mensch gehen um seine Wünsche und Träume zu erfüllen?
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