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Produktbild: Halbinsel
Artikelbild von Halbinsel
Kristine Bilkau

1. Halbinsel

Halbinsel Roman - Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2025

Gesprochen von
99
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Isabelle Redfern

Spieldauer

6 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

82

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844553611

Beschreibung

Rezension

»Grandioses Zeitporträt, grandios gelesen – gerade geehrt mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Isabelle Redfern

Spieldauer

6 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

82

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844553611

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
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  • Bewertung

    aus Oberursel

    5/5

    01.04.2026

    Hörbuch-Download

    unerwartet spannend und vielschichtig

    Erneut ein Roman, der ohne meine Literaturkreise an mir vorbeigegangen wäre. Von Frau Bilkau habe ich vorher noch nichts gelesen; und mich persönlich hat der Klappentext auch nicht wirklich angesprochen….klang so nach vielen Problemen und Negativität, und erschöpft bin ich oftmals selbst genug, da brauch ich eigentlich in meiner Freizeit nicht auch noch von zu lesen….aber nun, das hier ist unsere aktuelle Lektüre diesen Monat, also habe ich mir das Hörbuch auf Spotify heruntergeladen und war trotz allem gespannt. Zuerst einmal: Die Sprecherin ist sehr angenehm, hat eine dunkle Stimme, ein angenehmes Timbre, unaufgeregte Betonungen, der Dame kann man sehr gut zuhören. Die Story ist aus Anetts Ich-Perspektive erzählt, und nach kurzer Zeit konnte ich zu Annett eine Beziehung aufbauen und habe ihr (ok, der Erzählung :-) ) dann doch recht interessiert zugehört. Der Klappentext gibt den Inhalt auch schon recht gut wieder; Annett ist sehr früh verwitwet, das war ein sehr einschneidender Akt, denn Johann war die große Liebe ihres Lebens und ist mit Mitte 30 plötzlich und unerwartet beim Joggen verstorben. Großer Knaller, und das hat sie nie so recht verwunden, obwohl sie ihr Leben echt gut sehr gut „gewuppt“ hat…..das Geld war zwar immer knapp, aber es gab das eigene Häuschen, und Annett hat alles gemeistert und ihre Tochter Linn allein grossgezogen. Linn ist mittlerweile Mitte 20 und hat schon einiges an Karriereschritten hingelegt; Annett erzählt mit gewissem Stolz, wie Linn zielbewusst nach der Schule ihr Studium gemeistert hat und in diversen Umweltschutzorganisationen im Ausland sich beruflich ihren Platz sucht. Und nun setzt die Geschichte damit ein, dass Linn eine Art burn-out hat, bei einem Vortrag umkippt und Annett sie im Krankenhaus mehr oder weniger einsammelt. Linn soll sich bei ihr zuhause erholen…..was Linn dann auch tut, aber anders, als Annett sich das erwartet hat. Ich werde jetzt ein wenig über den Klappentext hinausgehend spoilern; wir wissen ja schon, dass aus ein paar Tagen geplanter Erholungszeit ein paar Monate werden, und wenn erwachsene Kinder wieder nach hause kommen und in ihr Kinderzimmer zurück einziehen, sind Konflikte eigentlich vorprogrammiert. Linn ist völlig durch und nicht nur antriebslos, sondern auch komplett desillusioniert. Als Umweltfachfrau und -aktivistin hat sie in den letzten Jahren viele Dinge gesehen und durchschaut, die nicht so witzig sind (und by the way, das wird hier für uns Leser / Hörer teils echt interessant; wenn Linn ihrer Mama erklärt, was es mit den ganzen CO2 Zertifikaten eigentlich so auf sich hat, dann desillusioniert das einen gleich mit. Und ich muss sagen, der Autorin ist es hier echt gelungen, mir diesen ganzen Ablasshandel auch mal deutlich zu machen; ich denke, allein deshalb werde ich mir das dazugehörige Buch auch noch mal zulegen. Lohnt sich. Dies nur am Rande.). So, zurück zur Geschichte, Mama Annett wird das irgendwann auch etwas zu viel, wenn sie ihrer Tochter beim „chillen“ zusieht und sie sich fragt, was aus der motivierten jungen Frau eigentlich geworden ist, und warum sich Linn nicht einfach mal zusammenreißen kann…. Zwei Welten / Generationen prallen aufeinander, und das ist spannend, einfühlsam und nachvollziehbar gemacht. Mit ü40 will Annett auch ihr eigenes Leben leben und nicht wieder totale Verantwortung für eine Tochter übernehmen, die sich teils wie ein Pubertier gebärdet…..und Linn muss sich ebenfalls selbst finden. Ja, sehr spannend, und es ist dann doch nicht so erschöpfend negativ beschrieben wie ich befürchtet hatte, denn die beiden schaffen es durchaus, sich zu nähern. Beide sind durchaus sehr reflektiert und wir haben hier eine liebevolle und vor allem respektvolle Mutter-Tochter-Beziehung. Das hat mich immer wieder sehr berührt und gefreut. Ich greif mal ein Detail heraus, das mich echt berührt (getriggert?) hat. Achtung, super-Spoiler. Wie schon angedeutet, Linn hatte einen Zusammenbruch bei einem Vortrag. Ist schlicht umgekippt, der Kreislauf hat schlapp gemacht. Dabei hat sie ein Glas Saft umgeworfen, und ein Gemälde hinter sich hat es abbekommen. Das Hotel versucht im Nachgang, sie zwecks Haftung zu erreichen, und Linn geht – ausgelaugt wie sie ist – nie ans Telefon. Sie geht nie ans Telefon, wenn sie die Nummer nicht kennt (was Annett und mich bodenlos irritiert und nervt :-) ); und irgendwann kommt Post ins Haus und Annett darf sich damit befassen. Linn interessiert das nicht so wirklich. Und Annett rotiert mit der Haftpflichtversicherung und dem Hotel herum, weil: irgendwer muss sich ja kümmern. Jo. Kommt mir bekannt vor, und Annett löst irgendwann auch das Problem, aber hier hab ich mir echt gedacht: genau so isses. Mein Fazit: ein sehr lesenswerter Roman. Hat mich sehr positiv überrascht. Schöner Erzählstil, sehr unaufgeregt, trotzdem intensiv; viele interessante Gedankengänge, hat mich echt völlig abgeholt. Ich werde den Roman auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich glaube allerdings, das dieses Buch vor allem die „ältere“ Generation ansprechen wird, also „uns Annetts“, die wir uns mit dem familiären Problematiken identifizieren können. Das ist eher ein leises Buch, so wahnsinnig viel passiert eigentlich nicht an äußeren Geschehnissen, und somit werden sich die Geister hieran wahrscheinlich scheiden. Mich hat es sehr gut unterhalten und sehr zum Nachdenken angeregt. Spannend, wie unterschiedlich die Lebenswirklichkeiten von Linn und Annett so sind, wie die Zeiten sich radikal geändert haben in nur wenigen Dekaden, und die beiden das gemeinsame Leben schlussendlich meistern….und in die Zukunft blicken.

  • wal.li

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    14.01.2026

    Hörbuch-Download

    Das Mutter-Tochter-Ding

    Eines Tages erhält Annett einen Anruf aus Berlin, ihre Tochter Linn ist während eines Vortrags, den sie gehalten hat, einfach umgekippt. Sofort macht sich Annett auf den Weg, um nach ihrer Tochter zu sehen. Linn kann schon bald entlassen werden und Annett nimmt sie erstmal mit auf die Halbinsel in der Nordsee, wo sie das Familienhaus schon seit langem bewohnt. Natürlich ist es schön, Linn daheim zu haben. Aber der Aufenthalt der Tochter, die nach dem Studium einen tollen Job gefunden hatte, dehnt sich doch viel länger aus als erwartet. Annett versucht, die Hintergründe zu entschlüsseln und gleichzeitig werden Erinnerungen an ihren vor langen Jahren verstorbenen Mann wieder wach. Wie ist es, wenn die Tochter, die eigentlich aus dem Haus war, auf einmal wieder da ist? Hauptsächlich aus Sicht Annetts kann man erfahren, dass das nicht nur eitel Freude ist. Annett muss feststellen, dass sie manchmal genervt ist, weil Linn allem Anschein nach nach den Ereignissen während des Vortrags nicht so richtig wieder in die Gänge kommt. Das kann doch irgendwie nicht sein, es lief doch alles. Annett versucht herauszufinden, was bei dem Vortrag wirklich geschehen ist. Da gibt es tatsächlich ein paar Ungereimtheiten, die zu klären sind. Dieses Hörbuch wird sehr angenehm vorgetragen von Isabelle Redfern. Sie versteht es sehr gut, eine ruhige Küstenstimmung entstehen zu lassen.  Man meint ja immer, es ist das höchste für die Eltern, wenn die Kinder zu Hause sind. Wie erfrischen ist es, hier zu lesen, dass auch die Eltern, hier eben die Mutter, sich daran gewöhnen, wenn die Nachkommen nicht mehr daheim wohnen, dass sie sich ihren eigenen Rhythmus geschaffen haben. Dann ist es nicht so einfach, wenn die Tochter plötzlich da ist und nicht mal nur zu Besuch. Das ist schon eine Umgewöhnung. Es geht nicht so nach der Nase der Mutter, aber natürlich kümmert sie sich. Und sie möchte, dass es ihrer Tochter wieder besser geht. Wenn das Buch nicht einfach so mitten in der Bewegung aufhören würde, wäre es beinahe perfekt. Es ist klasse, mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen und dabei von einer spannenden Geschichte zu erfahren. Für gewisse Dinge haben die Töchter nach Abschluss der Ausbildung im Übrigen selbst Sorge zu tragen. 

  • Bewertung

    4/5

    26.05.2025

    Hörbuch-Download

    Mutter/Tochter-Beziehung

    Kurzkommentar: Die Mutter erzählt sehr reflektiert und intelligent ihr Verhältnis zu ihrer erwachsenen Tochter, die vorübergehend nach Hause zurückkehrt. Ruhig, einfühlsam und authentisch gelesen. Ein grosser Hörgenuss.

  • Bewertung

    5/5

    17.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Still, aber eindringlich

    Kristine Bilkaus „Halbinsel“ ist die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, die auf einer nordfriesischen Halbinsel im Wattenmeer spielt. Hier hat Annett nach dem frühen, plötzlichen Tod ihres Mannes ihre Tochter Linn allein aufgezogen und lebt seit deren Auszug ein einsames, zurück-gezogenes Leben. Linn, Mitte zwanzig, hat Umweltmanagement studiert und einen ersten Job bei einem Aufforstungsprojekt begonnen. Nach einem Kreislaufkollaps und kurzem Krankenhausaufenthalt zieht sie wieder bei ihrer Mutter ein. Was eigentlich nur als kurzer Erholungsaufenthalt gedacht war, wird zur Dauerlösung, da Linn ihren Job geschmissen und ihre Wohnung in Berlin gekündigt hat. Durch die Ich-Perspektive Annetts erfährt der Leser, wie die beiden Frauen lernen müssen, ihre Beziehung zueinander neu zu bestimmen. Besonders Annett muss sich mit ihrer eigenen Vergangenheit, ihren Träumen und Sehnsüchten auseinandersetzen, um Linn als gleichberechtigt anzuerkennen und deren Lebensentwurf zu akzeptieren, auch wenn dieser vielleicht nicht dem entspricht, was Annett sich für ihre Tochter wünscht bzw. gewünscht hat. Kristine Bilkau hat einen ruhigen, sehr präzisen Erzählstil und ihr ist ein stiller, aber eindringlicher Roman gelungen. Sie beschreibt das ganz normale Leben mit Höhen und Tiefen wie sie wohl jeder kennt. Vielleicht wird es gerade deswegen nicht langweilig, da man die Gedanken und Gefühle der Protagonisten gut verstehen kann bzw. sie selbst schon so oder ähnlich gehabt hat. „Halbinsel“ ist aber nicht nur die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, es werden auch gesamtgesellschaftlich relevante Themen wie Leistungsdruck, Selbstverwirklichung, Klimakrise, Systemkritik angestoßen. Schon Bilkaus Roman „Die Glücklichen“ hat mich sehr für sie eingenommen, auch „Halbinsel“ hat mich nicht enttäuscht. Den Preis der Leipziger Buchmesse 2025 hat sie meiner Meinung nach zurecht erhalten, da es ihr hervorragend gelungen ist, die Literatur mit Themen der Gegenwart zu verknüpfen. Klare Leseempfehlung!

  • Henry

    aus Chemnitz

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man müsste 6 Sterne vergeben

    Kristine Bilkau feuert in diesem Buch am laufenden Band starke Emotionen und große Themen ab. Alles verpackt in ein Mutter-Tochter-Drama auf nur knapp über 200 Seiten. Nach kanpp 10 Seiten habe ich selber das Gefühl gehabt ich wäre die Mutter von Linn und würde die Ängste und Sorgen von ihr teilen und verstehen, obwohl ich ein Mann ohne Kinder bin. Sowas schafft nur eine unglaublich begabte Autorin. So einen tollen wertvollen Roman habe ich lange nicht gelesen! Pflichtlektüre!

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    Claudia Settele

    Thalia Linz – Landstraße

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    5/5

    19.04.2025

    eBook (ePUB)

    Feinfühliges Mutter-Tochter-Portrait im Schatten der Klimakrise

    Vor dem Hintergrund einer schönen Halbinsel im nordfriesischen Wattenmeer spielt diese berührende und bewegende Mutter-Tochter-Geschichte, bei der die Sinnkrise der erwachsenen Tochter letztendlich zu einer Chance ihrer Mutter wird, sich selbst nochmal anders zu erleben. Die Autorin dieses zu Recht preisgekrönten Romans trifft nicht nur einen ruhigen, eindringlichen Erzählton, sondern auch den Nerv unserer Zeit: Sie packt die richtigen Fragen an und verknüpft die Kunst der Literatur mit den Themen und Problemen der Gegenwart. Und sie schafft es mit ihrer präzisen, einfühlsamen Sprache und Tiefe die Komplexität des Zwischenmenschlichen einzufangen. Dieses Buch-Highlight ist traurig und lustig zugleich, macht nachdenklich und gibt Hoffnung.

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  • Produktbild: Halbinsel