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Halbinsel Roman - Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2025

99

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10775

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.03.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,6/13,6/2,5 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Mauve

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87730-3

Beschreibung

Rezension

»Mit einer ruhigen, lakonischen, einnehmenden Sprache fängt Kristine Bilkau das Existenzielle ein, das darin besteht, jemanden zu lieben und sich um jemanden zu sorgen; wie magisch das ist und wie brutal.« ("Alexander Solloch / NDR Kultur")
»Ein kluger, gerade in seiner Zurückhaltung aktueller Roman, dessen Stil, der typische, reduzierte Bilkau-Sound, das Verborgene und Unausgesprochene geschickt zwischen Zeilen platziert.« ("Rainer Moritz / Neue Zürcher Zeitung")
»Das ist ein ganz schnörkelloser Glücksfall der Literatur!« ("Frank Dietschreit / rbb Radio3")
»Über ihre sensiblen Figurenporträts erzählt die Autorin von den wichtigen Fragen unserer Gegenwart.« ("Ulrike Reiß / MDR Fernsehen - artour")
»Eindringlich und in dichten Begegnungen erzählt sie von den Grenzen zwischen den Generationen, von Abhängigkeitsgefühlen und ängstlicher Ungewissheit, von Liebesgeschichten und Vertrauensverlust.« ("Michael Braun / Aachener Zeitung")
»Diesen typischen Generationenkonflikt führt Kristine Bilkau in ›Halbinsel‹ eindrucksvoll vor, in einer klaren, schnörkellosen Sprache.« ("Franziska Wolffheim / Chrismon plus")

Produktdetails

Verkaufsrang

10775

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.03.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,6/13,6/2,5 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Mauve

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87730-3

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    17.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Still, aber eindringlich

    Kristine Bilkaus „Halbinsel“ ist die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, die auf einer nordfriesischen Halbinsel im Wattenmeer spielt. Hier hat Annett nach dem frühen, plötzlichen Tod ihres Mannes ihre Tochter Linn allein aufgezogen und lebt seit deren Auszug ein einsames, zurück-gezogenes Leben. Linn, Mitte zwanzig, hat Umweltmanagement studiert und einen ersten Job bei einem Aufforstungsprojekt begonnen. Nach einem Kreislaufkollaps und kurzem Krankenhausaufenthalt zieht sie wieder bei ihrer Mutter ein. Was eigentlich nur als kurzer Erholungsaufenthalt gedacht war, wird zur Dauerlösung, da Linn ihren Job geschmissen und ihre Wohnung in Berlin gekündigt hat. Durch die Ich-Perspektive Annetts erfährt der Leser, wie die beiden Frauen lernen müssen, ihre Beziehung zueinander neu zu bestimmen. Besonders Annett muss sich mit ihrer eigenen Vergangenheit, ihren Träumen und Sehnsüchten auseinandersetzen, um Linn als gleichberechtigt anzuerkennen und deren Lebensentwurf zu akzeptieren, auch wenn dieser vielleicht nicht dem entspricht, was Annett sich für ihre Tochter wünscht bzw. gewünscht hat. Kristine Bilkau hat einen ruhigen, sehr präzisen Erzählstil und ihr ist ein stiller, aber eindringlicher Roman gelungen. Sie beschreibt das ganz normale Leben mit Höhen und Tiefen wie sie wohl jeder kennt. Vielleicht wird es gerade deswegen nicht langweilig, da man die Gedanken und Gefühle der Protagonisten gut verstehen kann bzw. sie selbst schon so oder ähnlich gehabt hat. „Halbinsel“ ist aber nicht nur die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, es werden auch gesamtgesellschaftlich relevante Themen wie Leistungsdruck, Selbstverwirklichung, Klimakrise, Systemkritik angestoßen. Schon Bilkaus Roman „Die Glücklichen“ hat mich sehr für sie eingenommen, auch „Halbinsel“ hat mich nicht enttäuscht. Den Preis der Leipziger Buchmesse 2025 hat sie meiner Meinung nach zurecht erhalten, da es ihr hervorragend gelungen ist, die Literatur mit Themen der Gegenwart zu verknüpfen. Klare Leseempfehlung!

  • Henry

    aus Chemnitz

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man müsste 6 Sterne vergeben

    Kristine Bilkau feuert in diesem Buch am laufenden Band starke Emotionen und große Themen ab. Alles verpackt in ein Mutter-Tochter-Drama auf nur knapp über 200 Seiten. Nach kanpp 10 Seiten habe ich selber das Gefühl gehabt ich wäre die Mutter von Linn und würde die Ängste und Sorgen von ihr teilen und verstehen, obwohl ich ein Mann ohne Kinder bin. Sowas schafft nur eine unglaublich begabte Autorin. So einen tollen wertvollen Roman habe ich lange nicht gelesen! Pflichtlektüre!

  • Bewertung

    5/5

    15.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinfühliges Gesellschaftsportrait

    Eine Mutter und eine Tochter, die sich wieder annähern und ihren Lebensweg hinterfragen, dass versprach ich mir vom Roman „Halbinsel“ von Kristine Bilkau, erschienen bei Luchterhand. Bekommen habe ich tiefe Einblicke in unsere Gesellschaft, in die Rolle der Mutter und auch eine kritische Auseinandersetzung damit. Unbezahlte Werbung, da Buchgeschenk. Danke, liebe Jasmin, für dieses wertvolle Buch. Kurz zur Handlung: Annett erreicht der Anruf des Krankenhauses. Ihre Tochter Linn, Mitte 20, brach bei einem Vortrag zusammen. Annett holt ihrer Tochter zu sich an ihr Haus am Wattenmeer. Aus einer Woche werden Monate, in denen die beiden Frauen ihr Leben überdenken und neu ausrichten. Meine Meinung: Kristine Bilkau ist eine Meisterin der Beobachtung und nimmt sich in alltäglichen Situationen gekonnt die Fragen unserer Gesellschaft vor. Oft wird mir der Spiegel vorgehalten, denn ich erkenne mich selbst in Annetts Gedankengängen und ich kann ihre Zerrissenheit so gut verstehen. Die Autorin schreibt so bildgewaltig, dass ich das kleine Haus am Wattenmeer direkt vor meinem inneren Auge sehen kann und ich das Schweigen zwischen Mutter und Tochter und die Leere, die Annett in sich empfand, spüren. Mit etwas über 200 Seiten skizziert das Buch unsere Gesellschaft, die Ängste der jüngeren Generation sowie die Zweifel ihrer Eltern messerscharf. Der Roman wird aus der Perspektive von Annett erzählt, die jung verwitwet, immer allein für Linn sorgen musste, und sich nun fragt, ob sie dabei Fehler gemacht hat. Ihre Zweifel und Zwiespalt haben mich sehr bewegt, da ich diese als Mutter sehr gut nachempfinden konnte. „Halbinsel“ ist ein wertvolles Buch über das Loslassen, das Ziehen lassen und das Überwinden von Zweifeln. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen für diesen einfühlsamen Roman über eine Mutter-Tochter-Beziehung.

  • Bewertung

    aus Weil am Rhein

    5/5

    01.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leiser Roman mit viel Raum für eigene Gedanken

    „[…] das Großziehen eines Kindes glich einem Bergaufstieg, mit aller Kraft hatte ich meine Tochter hochgehievt, um ihr die Chance zu geben, weiterzukommen als ich. Damit sie es leichter haben würde, bei allem, was ihr wichtig wäre. Und sie? Ließ sich einfach wieder herunterrutschen, hockte sich neben mich und sagte, zu anstrengend, und außerdem – nicht so wichtig.“ Annett lebt seit über zwanzig Jahren in einem kleinen Ort auf der Halbinsel Eiderstedt. Nach dem Tod ihres Partners hat sie die damals dreijährige Tochter Linn alleine grossgezogen. Linn, die das Elternhaus früh veralssen hat, schien die „perfekte“ Tochter zu sein. Nach dem Abitur hat sie als Volontärin beim Aufforsten geholfen, Umwelt-Management studiert, und ist mit der festen Absicht, etwas Gutes zu bewirken, ins Berufsleben gestartet. Nun ist sie bei einem Vortrag, bei dem sie die negativen Seiten von CO2-Zertifikaten ansprechen wollte, ohnmächtig geworden. Antriebslos und ohne Zukunftsperspektive kündigt sie ihren Job, zieht nach vielen Jahren wieder bei der Mutter ein und beginnt, in der örtlichen Bäckerei zu arbeiten. Enttäuscht darüber, dass existentielle Probleme wie der Klimawandel verharmlost und mit Labels und Zertifikaten schöngeredet werden, lebt sie ziellos in den Tag. Annett ist irritiert und verunsichert, beginnt aber zaghaft, durch Linns Krise auch ihr eigenes Leben neu auszurichten. Halbinsel“ von Kristine Bilkau hat mich sehr berührt und begeistert. Ein leiser, einfühlsamer Roman, der zahlreiche existenzielle Fragen thematisiert, ohne dabei belehrend oder aufdringlich zu sein. Vieles wird nur angeschnitten und regt zum eigenen Nachdenken an. Also auch ein wunderbares Buch für einen Buddyread oder einen Lesekreis. Die von der Autorin aufgegriffenen Themen sind vielfältig. So ist „Halbinsel“ einerseits ein Buch über eine Mutter und ihre erwachsene Tochter, über Fürsorge und die damit verbundenen Erwartungen , nicht zuletzt, die, dass es dem eigenen Kind möglichst immer gut gehen soll. Und darüber, was wie wir unseren Kindern das Leben in einer Welt schmackhaft machen, die vor so gravierenden Problemen steht. Ich fand sowohl die Mutter- wie auch die Tochtersituation empathisch dargestellt, obwohl das Buch aus der Sicht von Annett geschrieben ist. „ Ich hatte ihr die Welt angepriesen, mit allen Vorzügen und Möglichkeiten, aber dabei hatte ich die horrenden Mängel verharmlost oder ganz verschwiegen. Lauter Halbwahrheiten.“ Darüber hinaus geht es aber auch allgemein um die Beziehung zwischen den Generationen. Um Leistungsdruck, Erwartungen an die Kinder, um Verantwortung den nachfolgenden Generationen gegenüber, um Ideale, Wahrhaftigkeit, Zukunftsängste, Hoffnung und nicht zuletzt um Trauer, Einsamkeit und Verlust. Und auch um einen gewissen gesellschaftlichen Konsens darüber, was ein sinnvolles Leben ist und wie dieses Konstrukt sich in der Erziehung unserer Kinder manifestiert. Kristine Bilkau schreibt federleicht und flüssig Sätze, die mitten ins Herz treffen. Dabei blickt sie voll Empathie auf die jüngere Generation und deren Ängste und Hoffnungen. Sehr schön zu lesen sind auch die Szenen, in denen das Watt und die Nordsee als Rahmen, aber auch als eine Art Spiegel für die Situation und das Ringen von Annett und Linn beschrieben werden. Ich mochte bereits „Nebenan“ von Kristine Bilkau sehr. „Halbinsel“ hat mich aber noch deutlich mehr erreicht. Obwohl nicht viel geschieht und die Ereignisse stets etwas Zartes, Feines an sich haben, hat „Halbinsel“ doch sehr intesniv gewirkt auf mich. Die Autorin schafft es ganz wunderbar, ohne viel Drama und Pathos auf eine leise Art tief zu berühren. „Das Recht eines Kindes, denke ich, warum reden wir darüber so selten. Das Recht auf Schutz und Unversehrtheit, das Recht auf Zukunft. Das Recht von uns mehr zu verlangen für diese Zukunft, die nicht uns gehört, doch über die wir verfügen, die wir prägen durch alles, was wir tun oder unterlassen.“

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    20.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mutter – Tochter: Fürsorge – Freiheit - Leben

    Nach einem Schwächeanfall kommt die erwachsene Linn zu ihrer verwitweten Mutter an die Nordsee zurück, um sich zu erholen. Zu den Spannungen kommt das grosse Schweigen von Linn über das, was denn genau gewesen ist. Wochen, Monate vergehen, zaghafte Versuche von Gesprächen, Abwehr von Linn. Irgendwann gelingt es, das offene, auch schmerzliche Gespräch, dann auch die Einsicht, wie verschieden die Welten sind, wie Fürsorge zu Bevormundung führen kann, gegenseitig zu Unfreiheit führt. Das schwierige Zusammenleben führt aber auch zu Mitgefühl und Empathie, zur Einsicht, dass jede die Spur ihres eigenen Lebens finden muss und wahrnehmen muss, wieviel Freiheit im eigenen Leben ist, und dieses Leben gelebt werden will. Eindrücklich und feinfühlig beschreibt Bilkau aus der Sicht der Mutter die unerwartete Begegnung mit ihrer Tochter, mit ihrem eigenen Leben, ihren Gedanken, Wünschen, Hoffnungen und Plänen. Langsam getraut sie sich, genauer hinzuschauen, die Fremdheit zur Vertrautheit werden zu lassen, das Leben wie es ist anzunehmen und zu leben.

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    Claudia Settele

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.04.2025

    eBook (ePUB)

    Feinfühliges Mutter-Tochter-Portrait im Schatten der Klimakrise

    Vor dem Hintergrund einer schönen Halbinsel im nordfriesischen Wattenmeer spielt diese berührende und bewegende Mutter-Tochter-Geschichte, bei der die Sinnkrise der erwachsenen Tochter letztendlich zu einer Chance ihrer Mutter wird, sich selbst nochmal anders zu erleben. Die Autorin dieses zu Recht preisgekrönten Romans trifft nicht nur einen ruhigen, eindringlichen Erzählton, sondern auch den Nerv unserer Zeit: Sie packt die richtigen Fragen an und verknüpft die Kunst der Literatur mit den Themen und Problemen der Gegenwart. Und sie schafft es mit ihrer präzisen, einfühlsamen Sprache und Tiefe die Komplexität des Zwischenmenschlichen einzufangen. Dieses Buch-Highlight ist traurig und lustig zugleich, macht nachdenklich und gibt Hoffnung.

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