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Produktbild: Das letzte Viertel des Mondes

Das letzte Viertel des Mondes

4

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.05.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

7455 KB

Originaltitel

The Last Quarter Of The Moon

Übersetzt von

Karin Betz

Sprache

Deutsch

EAN

9783641319120

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Family Sharing

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Text-to-Speech

Ja

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  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
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  • ARIA-Rollen vorhanden
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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

28.05.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

7455 KB

Originaltitel

The Last Quarter Of The Moon

Übersetzt von

Karin Betz

Sprache

Deutsch

EAN

9783641319120

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Bewegender Roman

Ben @Buchkomet am 12.08.2025

Bewertungsnummer: 2564980

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Stell dir vor, du sitzt an einem Lagerfeuer, tief in den Wäldern an der russisch-chinesischen Grenze, und eine 90-jährige Frau beginnt, dir die Geschichte ihres Volkes zu erzählen und du merkst, du wusstest nicht einmal, dass es dieses Volk gibt. Das letzte Viertel des Mondes von Chi Zijian erzählt von den Ewenken, einem Nomadenvolk, das seit Generationen in enger Verbindung mit der Natur lebt, den Jahreszeiten folgt, mit den Rentieren zieht und jeden Fluss, jeden Berg kennt. Die Erzählerin der Geschichte ist 90 Jahre alt, die Witwe des letzten großen Häuptlings der Ewenken und sie blickt zurück auf ein Jahrhundert voller Veränderungen, Verluste und Kämpfe. Sie erzählt von einer Zeit, in der die Welt der Ewenken noch unberührt war, und davon, wie Kriege, politische Umbrüche und Umweltzerstörung diese Welt Stück für Stück zerstören. Wälder werden gerodet, Flüsse verschmutzt, Tiere finden kein Futter mehr. Das alles passiert nicht mit einem großen Knall, sondern Stück für Stück, in kleinen Beobachtungen und Veränderungen. Gerade diese leisen Szenen haben mich wirklich tief getroffen. Chi Zijian zeigt nicht nur das harte Leben der Ewenken, sondern auch ihre Kultur, die Mythen, die Rituale, das Wissen um die Natur. Man spürt den Stolz dieses Volkes, aber auch die Zerbrechlichkeit seiner Welt. Sesshaftmachung, Eingriffe in ihre Traditionen, das Verschwinden der Wälder, all das sind nicht nur Veränderungen, sondern Angriffe auf ihre Identität. Und doch blitzen immer wieder Momente von Zärtlichkeit und tiefer Verbundenheit auf. Alles wirkt authentisch, und es ist klar, wie viel Recherche und Herzblut in diesem Roman steckt. Ein großes Kompliment geht auch an die Übersetzerin Karin Betz, die es geschafft hat, nicht nur die Worte, sondern auch die Stimmungen und Nuancen ins Deutsche zu übertragen. Für mich ist dieses Buch nicht nur das Porträt einer Frau, sondern auch das Porträt eines ganzen Volkes, das in wenigen Jahrzehnten an den Rand des Verschwindens gedrängt wurde. Gleichzeitig packt die Autorin Gesellschaftskritik rein -Umweltzerstörung, Raubbau und politische Entscheidungen, die ohne Rücksicht auf kulturelle Folgen getroffen werden. Das letzte Viertel des Mondes ist für mich ein literarisches Denkmal für die Ewenken, ein kleines Meisterwerk, das betroffen macht und den eigenen Horizont erweitert. Ein Buch, das zeigt, wie wichtig es ist, Geschichten zu bewahren, bevor sie für immer verloren gehen. 10/10

Bewegender Roman

Ben @Buchkomet am 12.08.2025
Bewertungsnummer: 2564980
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Stell dir vor, du sitzt an einem Lagerfeuer, tief in den Wäldern an der russisch-chinesischen Grenze, und eine 90-jährige Frau beginnt, dir die Geschichte ihres Volkes zu erzählen und du merkst, du wusstest nicht einmal, dass es dieses Volk gibt. Das letzte Viertel des Mondes von Chi Zijian erzählt von den Ewenken, einem Nomadenvolk, das seit Generationen in enger Verbindung mit der Natur lebt, den Jahreszeiten folgt, mit den Rentieren zieht und jeden Fluss, jeden Berg kennt. Die Erzählerin der Geschichte ist 90 Jahre alt, die Witwe des letzten großen Häuptlings der Ewenken und sie blickt zurück auf ein Jahrhundert voller Veränderungen, Verluste und Kämpfe. Sie erzählt von einer Zeit, in der die Welt der Ewenken noch unberührt war, und davon, wie Kriege, politische Umbrüche und Umweltzerstörung diese Welt Stück für Stück zerstören. Wälder werden gerodet, Flüsse verschmutzt, Tiere finden kein Futter mehr. Das alles passiert nicht mit einem großen Knall, sondern Stück für Stück, in kleinen Beobachtungen und Veränderungen. Gerade diese leisen Szenen haben mich wirklich tief getroffen. Chi Zijian zeigt nicht nur das harte Leben der Ewenken, sondern auch ihre Kultur, die Mythen, die Rituale, das Wissen um die Natur. Man spürt den Stolz dieses Volkes, aber auch die Zerbrechlichkeit seiner Welt. Sesshaftmachung, Eingriffe in ihre Traditionen, das Verschwinden der Wälder, all das sind nicht nur Veränderungen, sondern Angriffe auf ihre Identität. Und doch blitzen immer wieder Momente von Zärtlichkeit und tiefer Verbundenheit auf. Alles wirkt authentisch, und es ist klar, wie viel Recherche und Herzblut in diesem Roman steckt. Ein großes Kompliment geht auch an die Übersetzerin Karin Betz, die es geschafft hat, nicht nur die Worte, sondern auch die Stimmungen und Nuancen ins Deutsche zu übertragen. Für mich ist dieses Buch nicht nur das Porträt einer Frau, sondern auch das Porträt eines ganzen Volkes, das in wenigen Jahrzehnten an den Rand des Verschwindens gedrängt wurde. Gleichzeitig packt die Autorin Gesellschaftskritik rein -Umweltzerstörung, Raubbau und politische Entscheidungen, die ohne Rücksicht auf kulturelle Folgen getroffen werden. Das letzte Viertel des Mondes ist für mich ein literarisches Denkmal für die Ewenken, ein kleines Meisterwerk, das betroffen macht und den eigenen Horizont erweitert. Ein Buch, das zeigt, wie wichtig es ist, Geschichten zu bewahren, bevor sie für immer verloren gehen. 10/10

Bildgewaltiges Familienepos über den nordchinesischen Nomadenstamm der Ewenken

MarcoL aus Füssen am 28.06.2025

Bewertungsnummer: 2526399

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die preisgekrönte chinesische Autorin hat mit diesem Roman ein wahres Familienepos geschaffen. Selbst im nördlichsten Dorf Chinas an der Grenze zu Russland geboren, nimmt sie uns mit auf eine beinahe hundertjährige Reise in das Reich der Ewenken – ein Nomadenvolk, das bis zu Letzt dem sesshaften Leben abtrotzt und seine Freiheit nicht aufgibt. Dennoch ist diese Lebensweise mehr oder weniger zum Sterben verurteilt, zu sehr mischt sich der Staat ein, zu sehr werden die Rechte und Freiheiten durch die Politik eingeschränkt. Und was Gesetze und Abholzung nicht schaffen, erledigt der Klimawandel, der vor keinem Fleckchen Erde halt macht. Die namenlose Ich-Erzählerin, geboren 1912, beginnt mit ihren ältesten Erinnerungen an ihre Kindheit und führt uns durch das Leben des Nomadenstamms. Sie leben von der Rentierzucht, ziehen durch die Wälder und Berge des weiten nördlichen Landstriches und leben von dem, was die Natur ihnen bietet. Natur und Ewenken sind gleichsam nicht verschwenderisch. Das Leben ist karg, oftmals mühsam, durchzogen von den verschiedensten zwischenmenschlichen Querelen, erfüllte und verschmähte Liebschaften, von Neid und Zorn, von Geburt und Tod, und von Empathie und Nächstenliebe. Hilfe bekommen all jene, die sie benötigen. Besonders die Schaman*innen arbeiten erschreckend uneigennützig, und geben, was zu geben ist um das Leben eines Menschen zu retten (manchmal sehr erschreckend!). Im Laufe der Zeit lernen wir ihre Familie und ihren zugehörigen Urireng (ihre Gruppe, vergleichbar mit einem wandernden Dorf) kennen, werden in die Sitten, Bräuche und komplette Lebensweise eingeführt, lernen zu verstehen, wie sehr dieses Volk in Verbundenheit mit der Natur lebt. Nur selten führen sie Kontakte zur Außenwelt, und dann auch nur zu fahrenden Händlern, um Dinge wie Salz, Munition oder sonstige unabdingbare Gegenstände gegen Felle oder Trockenfleisch zu tauschen. Aber der Mensch rückt näher. Im Nordwesten ist es der Russe als Feind, von der anderen Seite rückt der Japaner an und versucht, alle zu unterwerfen. Und schließlich kommt die maoistische Bürokratie an, zuletzt die Verlockungen der Sesshaftigkeit samt Klimawandel. Es ist ein sehr intensives Buch, das mich einige Zeit gekostet hat zu lesen – keine Sekunde habe ich dabei bereut, ganz im Gegenteil. All die vielen kleinen Episoden und zwischenmenschlichen Geschichten, von denen einige sich tatsächlich so oder so ähnlich abgespielt haben und der Autorin zugetragen wurden, tragen dazu bei, ein sehr umfangreiches und detailgetreues Bild dieser Volksgruppe zu bekommen. Meinen allergrößten Respekt geht an die Übersetzerin Karin Betz. Allein der Eröffnungssatz erweckt eine Erwartungshaltung an den Roman, die voll und ganz erfüllt wird. S. 7: „Ich bin eine langjährige Vertraute des Regens und des Schnees. Neunzig Jahre bin ich alt. Regen und Schnee haben mich alt werden sehen, und auch ich habe sie alt werden sehen. Der Sommerregen wird heutzutage immer seltener und auch der Winterschnee Jahr um Jahr dürftiger. Sie sind wie die abgewetzte, verschlissene Rentierfellmatte unter mir, deren einst dichtes Haar wie vom Wind fortgetragen scheint.“ Ganz große Leseempfehlung für diese Hommage an das Nomadenvolk der Ewenken.

Bildgewaltiges Familienepos über den nordchinesischen Nomadenstamm der Ewenken

MarcoL aus Füssen am 28.06.2025
Bewertungsnummer: 2526399
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die preisgekrönte chinesische Autorin hat mit diesem Roman ein wahres Familienepos geschaffen. Selbst im nördlichsten Dorf Chinas an der Grenze zu Russland geboren, nimmt sie uns mit auf eine beinahe hundertjährige Reise in das Reich der Ewenken – ein Nomadenvolk, das bis zu Letzt dem sesshaften Leben abtrotzt und seine Freiheit nicht aufgibt. Dennoch ist diese Lebensweise mehr oder weniger zum Sterben verurteilt, zu sehr mischt sich der Staat ein, zu sehr werden die Rechte und Freiheiten durch die Politik eingeschränkt. Und was Gesetze und Abholzung nicht schaffen, erledigt der Klimawandel, der vor keinem Fleckchen Erde halt macht. Die namenlose Ich-Erzählerin, geboren 1912, beginnt mit ihren ältesten Erinnerungen an ihre Kindheit und führt uns durch das Leben des Nomadenstamms. Sie leben von der Rentierzucht, ziehen durch die Wälder und Berge des weiten nördlichen Landstriches und leben von dem, was die Natur ihnen bietet. Natur und Ewenken sind gleichsam nicht verschwenderisch. Das Leben ist karg, oftmals mühsam, durchzogen von den verschiedensten zwischenmenschlichen Querelen, erfüllte und verschmähte Liebschaften, von Neid und Zorn, von Geburt und Tod, und von Empathie und Nächstenliebe. Hilfe bekommen all jene, die sie benötigen. Besonders die Schaman*innen arbeiten erschreckend uneigennützig, und geben, was zu geben ist um das Leben eines Menschen zu retten (manchmal sehr erschreckend!). Im Laufe der Zeit lernen wir ihre Familie und ihren zugehörigen Urireng (ihre Gruppe, vergleichbar mit einem wandernden Dorf) kennen, werden in die Sitten, Bräuche und komplette Lebensweise eingeführt, lernen zu verstehen, wie sehr dieses Volk in Verbundenheit mit der Natur lebt. Nur selten führen sie Kontakte zur Außenwelt, und dann auch nur zu fahrenden Händlern, um Dinge wie Salz, Munition oder sonstige unabdingbare Gegenstände gegen Felle oder Trockenfleisch zu tauschen. Aber der Mensch rückt näher. Im Nordwesten ist es der Russe als Feind, von der anderen Seite rückt der Japaner an und versucht, alle zu unterwerfen. Und schließlich kommt die maoistische Bürokratie an, zuletzt die Verlockungen der Sesshaftigkeit samt Klimawandel. Es ist ein sehr intensives Buch, das mich einige Zeit gekostet hat zu lesen – keine Sekunde habe ich dabei bereut, ganz im Gegenteil. All die vielen kleinen Episoden und zwischenmenschlichen Geschichten, von denen einige sich tatsächlich so oder so ähnlich abgespielt haben und der Autorin zugetragen wurden, tragen dazu bei, ein sehr umfangreiches und detailgetreues Bild dieser Volksgruppe zu bekommen. Meinen allergrößten Respekt geht an die Übersetzerin Karin Betz. Allein der Eröffnungssatz erweckt eine Erwartungshaltung an den Roman, die voll und ganz erfüllt wird. S. 7: „Ich bin eine langjährige Vertraute des Regens und des Schnees. Neunzig Jahre bin ich alt. Regen und Schnee haben mich alt werden sehen, und auch ich habe sie alt werden sehen. Der Sommerregen wird heutzutage immer seltener und auch der Winterschnee Jahr um Jahr dürftiger. Sie sind wie die abgewetzte, verschlissene Rentierfellmatte unter mir, deren einst dichtes Haar wie vom Wind fortgetragen scheint.“ Ganz große Leseempfehlung für diese Hommage an das Nomadenvolk der Ewenken.

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Das letzte Viertel des Mondes

von Chi Zijian

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