Produktbild: Von Stufe zu Stufe

Von Stufe zu Stufe Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Verlag

Picus

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,9/13,6/2,5 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2155-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Verlag

Picus

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,9/13,6/2,5 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7117-2155-6

Herstelleradresse

Picus Verlag GmbH
Friedrich-Schmidt-Str 4
1080 Wien
AT

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    19.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feministische österreichische Filmgeschichte

    >> Von Stufe zu Stufe << von Felix Kucher ist im Picus Verlag erschienen. Mit seinen 262 Seiten hat es Kucher geschafft, einen feministischen Roman mit Mehrwert zu schreiben. Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Die erste Perspektive wird aus der Sicht von Marc erzählt. Er ist ein Anfang 40-jähriger Filmwissenschaftler der im Jahr 2021 lebt. Bald ist er arbeitslos und erfährt zufällig durch die 24-Stunden-Pflege von seiner Großmutter, von verschollenen österreichischen Filmen die sich in Czernowitz befinden. Fest entschlossen, mit diesem sensationellen Fund seine Karriere zu starten, macht er sich auf den Weg dorthin. Die zweite Perspektive wird von Luise Kolm erzählt. Es ist das Jahr 1907 und die schwarz-weißen Stummfilme erobern gerade die Welt. Luise und ihr Mann Anton führen zusammen mit ihrem Gehilfen Jakob Fleck ein Fotostudio in Wien. Durch die Initiative von Luise beginnen die drei zusammen kurze „Films“ zu drehen. Ausschlaggebend und die treibende Kraft bei dieser ganzen Aktion ist Louise. Sie ist fest entschlossen einen Film zu drehen, ohne Klamauk, ohne Nackte. Der erste österreichische Film mit Mehrwert. Zu Beginn war ich etwas skeptisch. Marc konnte mich nicht auf anhieb begeistern. Er wirkt antriebslos und verloren. Was Marc nicht hat, gleicht Louise vollkommen aus. Sie ist eine starke, selbstbewusste Frau, die weiß, was sie will. Nur durch ihre treibende Kraft leihen sie sich zu dritt einen Kinematographen aus und kaufen sich im Laufe der Geschichte sogar einen eigenen. Durch den Roman wurde ich neugierig auf die österreichische Filmgeschichte. Und tatsächlich: Louise Kolm-Fleck hat tatsächlich gelebt und war die zweite Filmregisseurin der Welt! Erst am 15. März 2025 hatte sie ihren 75. Todestag. Die Geschichte ist wirklich spannend aufgebaut und man muss bis zum Schluss warten, ob Marc tatsächlich die Kolm-Filme findet und ob diese noch brauchbar oder bereits zersetzt sind. Mit dem Schreibstil konnte ich mich auf anhieb anfreunden und es war flüssig zum Lesen. Ich mag auch die abwechselnde Erzählweise, so erfährt man nach und nach mehr aus beiden Welten und die Teile fügen sich zusammen wie ein Puzzle. Fun Fact zum Abschluss: Sowohl der Roman wie auch der namensgebende Film „Von Stufe zu Stufe“, werden in drei Akte unterteilt. Wer mehr über die einzelnen Akte erfahren will, muss selbst lesen. ;-)

  • Bewertung

    5/5

    29.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Filmpioniere

    Das Cover von Felix Kuchers Roman "Von Stufe zu Stufe" gefällt mir ausgesprochen gut. Es passt zum Inhalt und hat mich sofort an die Zeit mit dem Filmvorführgerät und an das manchmal mühselige Einlegen eines Films denken lassen. Die Vorder- und Rückseite sind geprägt . Sie ähneln den früher oft schön in Leinen gebundenen Büchern. Interessent finde ich die eingestreuten (Phantasie-)Gedanken des Erzählers. Auch wird anfangs das Leben der alten Oma ehrlich beschrieben. Das Auftauchen der Foto von den alten ersten Filmrollen macht Lust darauf, den Fortgang der Geschichte zu erfahren. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Vom Kapitel 3 - 24.12.2021 - sprigt der Roman im Kapitel 4 ins Jahr 1906 zurück usw. Und dann geht die Reise auch noch in die Ukraine, 3 Monate bevor der Krieg anfängt. Unwillkürlich musste ich beim Lesen daran denken, wie es inzwischen dort aussieht. Ich finde den Roman wirklich gelungen und absolut lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    08.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolut lesenswerte Geschichtsstunde über die Anfänge des Films

    Das Buch hat zwei Erzählstränge: einmal von den Anfängen des Films ab 1906 und dann aus der Sicht eines erfolglosen Filmwissenschaftlers, der Filmrollen aus eben diesen Anfängen in der kriegsgeschüttelten Ukraine sucht. Wir erfahren in kurzen Kapiteln von Louise, die mit Ehemann und Angestelltem das neue Projekt des Filmens wagen möchte. Sie kann filmen, entwickeln und auch gute Drehbücher schreiben, wird aber permanent von den Männern ausgebremst. Es bleibt spannend bis zum Schluß, ob sie sich durchsetzen kann, Filme mit Anspruch, Tiefgang und Sozialkritik zu erstellen. Der andere Protagonist hat das „Orchideenfach“ Filmwissenschaften studiert und hangelt sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag. Er entdeckt auf Fotos alte Filmrollen und hofft auf die ganz große Entdeckung, die ihm doch noch Ruhm und Ehre bringen könnte. Seine wilde Suche nach den Filmrollen bringen ihn in die Ukraine, und hier erlebt er einige Angriffe und Fehlschläge - aus meiner Sicht eine etwas übertriebene Räuberpistole. Das Buch ist insgesamt schön geschrieben. Wir lesen von plissierten Haaren und Klodeckelbärten, erfahren vom Bechdel-Test bzgl. der Rollen von Frauen im Film und lernen, dass der Plural der Filme 1906 noch „Films“ lautete und es Automatenbuffets mit lauwarmem Gulasch gab. Die Kapitel sind kurz und knapp, das Ende ist - nun ja, unerwartet. Das Buchcover ist haptisch sehr schön, das Cover ist nämlich direkt aufs Buch gedruckt und nicht auf den lästigen Schutzumschlag, den ich als erstes immer entferne. Allerdings gefallen mir die stilisierten Filmstreifen überhaupt nicht! Ein schön erzähltes kurzweiliges Buch über die Anfänge des Films.

  • Bewertung

    5/5

    19.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feministische Filmgeschichte und ein Roadtrip in der Gegenwart

    In seinem Buch "Von Stufe zu Stufe" verbindet der Autor Felix Kucher die österreichischen Anfänge des Films um 1909 mit der Gegenwart kurz vor Beginn des Ukraine-Krieges. 1909 in Österreich: Louise Holm, Frau des Fotografen Anton Holms, verheißt sich in die Idee, in Zeiten des Beginns der "bewegten Bilder" selbst einen Film zu drehen. Mit Hilfe ihres Mannes und seinem Assistenten Jakob Fleck produziert sie nach langem Hin ubd Her und Widrigkeiten den Film "Von Stufe zu Stufe". Dies ist der erste längere Spielfilm Österreichs jenseits der damals vorherrschenden Kurzfilme des Klamauks und der Erotik. 2021: Der 40-jährige arbeitslose "Roofer" (illegale Hochhausbegeher) und Filmwissenschaftler Marc gerät durch Zufall an ein Handyfoto der ukrainischen Pflegerin seiner Oma, auf dem in einem ukrainischen Keller möglicherweise alte Filmrollen zu sehen sind, unter anderem auch "Von Stufe zu Stufe". Mit der Pflegerin Katalyna begibt er sich auf einen abenteuerlichen Roadtrip in die Ukraine, um die Filme zu finden. Dies ist ein wirklich gelungener Roman, der einen in die Vergangenheit in das Zeitalter der ersten Filme entführt. Gleichzeitig berichtet er von der feministischen angehauchten Louise, die sich gegen die Männer durchsetzt und es schafft, einen eigenen Film zu produzieren. Das Cover ist auch sehr gelungen. Einerseits stellt es graphisch einen ausgerollten Film dar. Andererseits kann es sich auch auf den Titel beziehen, da es auch Stufen darstellen können. Dies verweist auch auf den Handlungsstrang der Gegenwart: Marx ist "Roofer", bewegt sich also auch in seinem Hobby von Stufe zu Stufe aufwärts. Des weiteren hat er Angst vor Kellern und Kellergewölben, er traut sich nicht, abwärts in Kellergeschosse zu gehen. Insgesamt ein sehr gelungenes Werk!

  • Bewertung

    aus Ratingen

    5/5

    15.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Filmgeschichte

    Die Handlung besteht aus zwei Handlungssträngen, der eine beginnt 2021 in der Gegenwart und der andere 1906. In der Gegenwart geht es um das Leben von Marc, der gerade seinen Job im österreichischen Filmarchiv verloren hat. Bei dem Besuch seiner Oma entdeckt er auf einem Foto, dass ihre ukrainischen Pflegerin Katalina ihm zeigt, alte Filmrollen. Unter anderem ist der Titel gebende Film „Von Stufe zu Stufe“ zu sehen, den er in seiner Masterarbeit zitiert hat und der als verschollen gilt. Damit ist sein Interesse an dem Filmmaterial geweckt und er begibt sich mit Katalina in die Ukraine wo das Foto entstanden ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lernen wir Anton und Louise Kolm kennen, die 1910 die österreichische Kinofilms-Industrie gründeten kennen. Für den Film „Von Stufe zu Stufe“ schrieb Louise das Drehbuch und Jakob Fleck, der nach dem Tod von Anton ihr Ehemann wurde, führte Regie. Der Roman verbindet Fiktion und Filmgeschichte. Dabei gibt es viele technische Details aus der Filmbranche. Die beiden Handlungsstränge liegen mehr als 100 Jahre auseinander und sind thematisch eng verwoben, da die verlorenen Filme der Gegenwart in dem Erzählstrang der Vergangenheit entstanden sind. Insgesamt ist es ein interessantes und spannendes Buch mit historischen Hintergründen.

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