Zwar ist Ella in der Schule für ihr aufbrausendes Temperament bekannt, aber diesmal könnte ihre Strafe nicht schlimmer aussehen: Ausgerechnet sie soll bei der Planung des Winterballs helfen. Als wäre eine weitere Gruppenarbeit nicht schlimm genug, besteht das Komitee bisher aus einer einzigen Person. Der liebenswürdigen, hilfsbereiten, perfekten Holly, die stets ein zu süßes Lächeln auf den Lippen trägt und Ella mit ihrer guten Laune zur Weißglut treibt. Doch zwischen langen Tabellen, pinken Planungsordnern und jeder Menge gemeinsamer Zeit fängt selbst Ellas Herz an, zu schmelzen. Und als sie hinter Hollys perfekte Fassade zu blicken beginnt, kann sie ihr Herzklopfen nicht länger leugnen …
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Geithain
5/5
03.11.2024
Buch (Taschenbuch)
Himmlisch romantisch
Queer, witzig, romantisch und vorallem eins: ein ganz normales Jugendbuch. Und das brauchen wir alle sehr!
Ich habe letztens einen Thread gelesen, dass das Jugendbuch aussterben würde, aber das stimmt einfach nicht. Und Love in every Detail ist der Beweis dazu. Ich hab mich ganz doll in Holly verliebt und in Ella auch! In die Schule und die Familien und natürlich in Spencer!
Danke Annie für deinen Beitrag für Jugendbücher, die ich mit 15 gebraucht hätte. Ich liebe den Schreibstil, die Handlung und Bücher, die ohne Third Act Breakup auskommen!
Und das Cover ist ja auch einfach großartig!
Bitte alle unbedingt lesen!!
lizzys.leseliste
4/5
22.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Die Geschichte, die mein Teenie-Ich gebraucht hätte
"Love in every Detail" ist ein YA-Roman für alle, die ...
• gerne Geschichten mit High-School-Setting lesen.
• Rivals-to-Lovers-Dynamik mögen (wobei die Rivalität nur einseitig in Ellas Kopf besteht, Holly kriegt davon nix mit, haha).
• es sweet statt spicy mögen.
• ein queeres Power-Pärchen bei der Organisation des Schulballs begleiten wollen.
Es gibt vieles, was mir an dem Jugendroman gefallen hat. Zum einen natürlich die Repräsentation des asexuellen Spektrums - es tut so gut, sich selbst in einer Geschichte wiedergespiegelt zu sehen!
Gleichzeitig wurde die Asexualität der beiden Protagonistinnen mit unaufgeregter Selbstverständlichkeit aufgegriffen - keine Struggles, keine Sorgen, keine Unsicherheiten (auch wenn diese Teil der Reise vieler Aces auf dem Weg zu sich selbst sind - und grade deshalb ist casual queerness in dem Zusammenhang so befreiend und bestärkend). Holly & Ella sind out & proud, ohne ihre Persönlichkeit ausschließlich darüber zu definieren.
Auch abseits der beiden Hauptfiguren ist casual queerness auf verdammt coole Weise in die Geschichte eingewoben, was es zu einer absoluten Wohlfühlstory macht.
Zum anderen war die Eltern-Kind-Beziehung in Patchworkfamilien unterschwellig stets präsent. Ich mochte es total gerne, wie das aufgearbeitet wurde. Holly und Ella teilen ähnliche Erfahrungen - ihre leiblichen Eltern sind in keiner Beziehung miteinander; die Mädchen leben bei ihren Müttern, die glücklich in neuen Partnerschaften sind -, stehen dabei aber an ganz unterschiedlichen Punkten. Ella hat sich mit dieser neuen Familiensituation noch nicht ganz abgefunden und findet in Holly eine Vertraute, die sich in sie hineinversetzen kann.
Des Weiteren hat mich der Roman noch aus einem anderen Grund sehr bewegt: Ich war damals in der Schule in einer ganz ähnlichen Situation wie Holly.
Holly schultert selbstlos die gesamte Organisation des Schulballs - Location, Band, Motto, Deko, Verköstigung, Plakate, Karten ... alles liegt in ihrer Verantwortung, und aufopferungsvoll steckt sie ihre gesamte Energie und Freizeit in die Planung, damit alles glatt läuft. Anstatt Anerkennung für ihre Arbeit oder gar Unterstützung erfährt sie allerdings von ihren Mitschüler*innen (die sich selbst 0 an der ganzen Arbeit beteiligen) bloß Vorwürfe, als die Vorbereitungen nicht ganz so reibungslos laufen. Das hat eine Wunde in mir gestreift, die mittlerweile gut verheilt ist, aber Spuren hinterlassen hat. Somit hatte es etwas Heilsames zu lesen, wie Ella Holly den Rücken freihält und ihren Mitschüler*innen die Meinung sagt.
Alles in allem ein supersüße queere YA-Geschichte, langsam erzählt, vom Schreibstil her noch nicht hundertprozentig ausgereift. Aber wo er formal noch etwas schwächelt, überzeugt der Text zu 110 % inhaltlich!
Definitiv eine Lesemepfehlung meinerseits für alle, die ihrem jüngeren Ich die Highschool-Story schenken möchten, die es damals gebraucht hätte.
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