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Produktbild: Die Richtige

Die Richtige Roman | »Extrem empfehlenswert. Ein großes sprachliches Vergnügen.« (Jörg Magenau, rbb)

4

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

1278 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783423400244

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • alle Texte können angepasst werden
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  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • navigierbarer Index
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Landmark-Navigation vorhanden

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

1278 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783423400244

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Nicht ganz leicht zu folgen

MarieOn am 23.06.2025

Bewertungsnummer: 2522137

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Louis Creutz malt nur bei Tageslicht. Seine Präferenz ist der Akt, aber auch mit Porträts hat er nicht schlecht verdient. Jeden Morgen zur gleichen Zeit bekommt er Besuch von zwei ganz ähnlichen Vögeln. Sie kommen durch die gekippten Atelierfenster herein, schwirren umher und setzen sich auf die Leinwände, um tschilpend Zwiesprache miteinander zu halten. Als mittlerweile erfolgsverwöhnter und über die Landesgrenzen hinaus bekannter Künstler, lassen ihn Kritiken sowohl positiv als auch negativ, kalt. Sind doch die Maßstäbe, die er an sich selbst setzt, bedeutend größer als der kurze Blick des Betrachters. In aller Ausschließlichkeit malt er Frauen, denn Frauen sind für ihn das Sujet der Ölmalerei. Seine beiden Freunde Rudolf und Beate, die ihm aus erfolgloseren Anfangszeiten geblieben sind, folgen ihm auf jede Vernissage und halten ihm den Großteil derer, die ihn mit Fragen löchern wollen, weil sie nicht verstehen möchten, dass seine Bilder selbsterklärend sind, vom Leib. Beate war ihm schon zu Studienzeiten begegnet, ein streitbarer Geist, zuweilen vor Selbstgefälligkeit strotzend. Nachdem Beate in die Sicherheit der Familiendynastie hineingeheiratet und Rudolfs Bruder Dietmar gleich irgendwie mitgeheiratet hat, spielt sie sich gerne als Mittlerin in Dietmars Liebesleben auf und manipuliert den Künstler, sie darin zu unterstützen. Nach der gestrigen Vernissage, die der Künstler frühzeitig verlassen hatte, berichtet ihm Beate nun, endlich die Richtige gefunden zu haben. Ein gefälliges Weibchen, hübsch, beredt und anpassungsbereit. Sie sollten gemeinsam nach Venedig fahren und Dietrich dabei helfen, die gute zu erobern. Fazit: Martin Mosebachs Ränkespiel ist faszinierend und durchtrieben. Eine Frau empfindet den Bruder ihres Gatten als Zumutung ihrer Ehe und will ihn durch Heirat aus dem Haus treiben. Ein selbstverliebter Maler analysiert seine Mitmenschen und treibt manipulative Spielchen mit ihnen. Eine charakterstarke junge Frau geht ihm auf den Leim. Die Geschichte hat durchaus ihren Reiz, mir jedoch wegen der langen, verschachtelten Sätze alles abverlangst. Die Sprache ist die der elitären Oberklasse und passt gut zu den Charakteren. Die Epoche wird mir nicht ganz klar, allerdings gibt es schon Mobiltelefone. Ich empfinde die Geschichte als zeitlos. Alle Darsteller sind konsequent gut gezeichnet und von deren Handlungsweise lebt das ganze Konstrukt. Zum Ende hin wird es erstaunlich grausam. Ich meine die Handlungen eher intuitiv begriffen zu haben, als intellektuell verstanden. Doch mag ich kaum groß kritteln denn schreiben kann der Autor absolut. Ich empfehle den Roman den Anhängern des gehobenen Bildungsbürgertums ab fünfzig aufwärts.

Nicht ganz leicht zu folgen

MarieOn am 23.06.2025
Bewertungsnummer: 2522137
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Louis Creutz malt nur bei Tageslicht. Seine Präferenz ist der Akt, aber auch mit Porträts hat er nicht schlecht verdient. Jeden Morgen zur gleichen Zeit bekommt er Besuch von zwei ganz ähnlichen Vögeln. Sie kommen durch die gekippten Atelierfenster herein, schwirren umher und setzen sich auf die Leinwände, um tschilpend Zwiesprache miteinander zu halten. Als mittlerweile erfolgsverwöhnter und über die Landesgrenzen hinaus bekannter Künstler, lassen ihn Kritiken sowohl positiv als auch negativ, kalt. Sind doch die Maßstäbe, die er an sich selbst setzt, bedeutend größer als der kurze Blick des Betrachters. In aller Ausschließlichkeit malt er Frauen, denn Frauen sind für ihn das Sujet der Ölmalerei. Seine beiden Freunde Rudolf und Beate, die ihm aus erfolgloseren Anfangszeiten geblieben sind, folgen ihm auf jede Vernissage und halten ihm den Großteil derer, die ihn mit Fragen löchern wollen, weil sie nicht verstehen möchten, dass seine Bilder selbsterklärend sind, vom Leib. Beate war ihm schon zu Studienzeiten begegnet, ein streitbarer Geist, zuweilen vor Selbstgefälligkeit strotzend. Nachdem Beate in die Sicherheit der Familiendynastie hineingeheiratet und Rudolfs Bruder Dietmar gleich irgendwie mitgeheiratet hat, spielt sie sich gerne als Mittlerin in Dietmars Liebesleben auf und manipuliert den Künstler, sie darin zu unterstützen. Nach der gestrigen Vernissage, die der Künstler frühzeitig verlassen hatte, berichtet ihm Beate nun, endlich die Richtige gefunden zu haben. Ein gefälliges Weibchen, hübsch, beredt und anpassungsbereit. Sie sollten gemeinsam nach Venedig fahren und Dietrich dabei helfen, die gute zu erobern. Fazit: Martin Mosebachs Ränkespiel ist faszinierend und durchtrieben. Eine Frau empfindet den Bruder ihres Gatten als Zumutung ihrer Ehe und will ihn durch Heirat aus dem Haus treiben. Ein selbstverliebter Maler analysiert seine Mitmenschen und treibt manipulative Spielchen mit ihnen. Eine charakterstarke junge Frau geht ihm auf den Leim. Die Geschichte hat durchaus ihren Reiz, mir jedoch wegen der langen, verschachtelten Sätze alles abverlangst. Die Sprache ist die der elitären Oberklasse und passt gut zu den Charakteren. Die Epoche wird mir nicht ganz klar, allerdings gibt es schon Mobiltelefone. Ich empfinde die Geschichte als zeitlos. Alle Darsteller sind konsequent gut gezeichnet und von deren Handlungsweise lebt das ganze Konstrukt. Zum Ende hin wird es erstaunlich grausam. Ich meine die Handlungen eher intuitiv begriffen zu haben, als intellektuell verstanden. Doch mag ich kaum groß kritteln denn schreiben kann der Autor absolut. Ich empfehle den Roman den Anhängern des gehobenen Bildungsbürgertums ab fünfzig aufwärts.

Kunst!

Johanna aus München am 15.05.2025

Bewertungsnummer: 2491016

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch für Freunde der Malerei. Aber nicht des kaltschnäuzigen Malers, der darin portraitiert wird. Einer, der seine Modelle zu Objekten macht, sie manipuliert, ausnutzt. Und das alles beschrieben in einer äußerst eleganten und bildreichen Sprache. Louis Creutz mag keine Portraits. Schon gar nicht von den Frauen, die ihm Modell sitzen oder liegen. Ihn interessiert die Haut, das „Inkarnat“, deshalb nur Akte. Die Haut sei es, die den Menschen repräsentiere. Da gebe es Beispiele, etwa „das Marzipan-Inkarnat von Ingres und das Schinken-Inkarnat von Franz Hals, das Elfenbein-Inkarnat von van Eyck und das durchblutete Inkarnat von Courbet“. Astrid ist eine der Frauen, die sich willig zum Objekt machen lassen, sie ist die „Richtige“. Sie bildet sich ein, da sei etwas Gegenseitiges, wird zur Figur in seinem Beisein, eine Figur, die sich wortwörtlich mit Haut und Haar in die Hände des Malers gegeben hat. Wie gebannt. Erst als der Maler nicht nur die Frau, sondern auch deren Mann zu seinen Zwecken benutzt, beginnt das „Unbehagen an ihrer Rolle“ zum Zorn der Frau zu werden, zur Verzweiflung, an der sie zerbricht. Nur hier lernt man sie richtig kennen: nicht als Geschöpf anderer, sondern als gebrochene Person. Es geht in dem Buch um die Macht des Malers, die Scheinheiligkeit des Kunstbetriebs, um das Fehlen jeglicher Empathie, um Liebe und existenzielle Einsamkeit. Wer Identifikationsfiguren sucht, sucht vergeblich. Der Roman ist ein großes Kunstwerk, aber keines das den Frauenfiguren mehr zugesteht als eine Opferrolle. Im Mai 2025 auf der Bestenliste des SWR.

Kunst!

Johanna aus München am 15.05.2025
Bewertungsnummer: 2491016
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch für Freunde der Malerei. Aber nicht des kaltschnäuzigen Malers, der darin portraitiert wird. Einer, der seine Modelle zu Objekten macht, sie manipuliert, ausnutzt. Und das alles beschrieben in einer äußerst eleganten und bildreichen Sprache. Louis Creutz mag keine Portraits. Schon gar nicht von den Frauen, die ihm Modell sitzen oder liegen. Ihn interessiert die Haut, das „Inkarnat“, deshalb nur Akte. Die Haut sei es, die den Menschen repräsentiere. Da gebe es Beispiele, etwa „das Marzipan-Inkarnat von Ingres und das Schinken-Inkarnat von Franz Hals, das Elfenbein-Inkarnat von van Eyck und das durchblutete Inkarnat von Courbet“. Astrid ist eine der Frauen, die sich willig zum Objekt machen lassen, sie ist die „Richtige“. Sie bildet sich ein, da sei etwas Gegenseitiges, wird zur Figur in seinem Beisein, eine Figur, die sich wortwörtlich mit Haut und Haar in die Hände des Malers gegeben hat. Wie gebannt. Erst als der Maler nicht nur die Frau, sondern auch deren Mann zu seinen Zwecken benutzt, beginnt das „Unbehagen an ihrer Rolle“ zum Zorn der Frau zu werden, zur Verzweiflung, an der sie zerbricht. Nur hier lernt man sie richtig kennen: nicht als Geschöpf anderer, sondern als gebrochene Person. Es geht in dem Buch um die Macht des Malers, die Scheinheiligkeit des Kunstbetriebs, um das Fehlen jeglicher Empathie, um Liebe und existenzielle Einsamkeit. Wer Identifikationsfiguren sucht, sucht vergeblich. Der Roman ist ein großes Kunstwerk, aber keines das den Frauenfiguren mehr zugesteht als eine Opferrolle. Im Mai 2025 auf der Bestenliste des SWR.

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Die Richtige

von Martin Mosebach

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Herbert Hofer

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Große Kunst

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin Mosebach ist mit „Die Richtige“ ein ganz besonderes Buch gelungen. Seine Sprache ist leicht, weit, reichhaltig, sachkundig, den beschriebenen Personen als auch den Ereignissen immer sehr angemessen, auch dort, wo diese durchaus dramatisch werden. Eine Sprache, die Räume zu eröffnen und Unterscheidungen vorzunehmen imstande ist wo sonst nur oberflächliche Beschreibung wäre. Auch eine Sprache, die sich all dieser Qualitäten sehr bewusst ist, die dabei aber niemals in Ironie oder Eitelkeit zu verfallen droht. ____ Der Maler Louis Creutz verfügt über das was man als Künstler zuallererst benötigt, ein umwerfendes Selbstwertgefühl und die stillschweigende Annahme dass ihm - in der Kunst aber auch darüber hinaus - alles gelingt („Wär ja noch schöner“ lässt ihn der allwissende Erzähler bei Gelegenheit denken). Dabei ist es duchaus interessant - für den Leser ebenso wie für seine Mitmenschen im Buch - ihm bei seinen Ausführungen zur Malerei, zu Schönheit, (zu Haut), zu so manch anderem zuzuhören. ____ Das Buch kommt mit einer sehr überschaubaren Anzahl an handelnden Personen aus. Neben Louis Creutz sind das das vermögende Brüderpaar Rudolf und Dietrich und Rudolfs Ehefrau Beate. Ed Weiss und Fiona Ortiz, ein Schulfreund Creutz’s und eine psychisch labile Stadtstreunerin, sowie Mitarbeiter aus dem Galerien- und Kunstbetrieb sind ausschliesslich über Louis verbunden. Und dann ist da noch Astrid Thorblèn, die anfangs von Beate, später von Louis als mögliche Heiratskandidatin Dietrichs dem Kreis Beate/Rudolf/Dietrich zugeführt wird. Beate zufolge ist Astrid dafür jene Richtige, die es zum Titel des Buches gebracht hat. ____ Louis Creutz ist zweifellos kein sehr liebevoller und empathischer Mann. Aber ich denke, es geht in dem Text auch um die gesellschaftliche Übereinkunft, die zwischen dem Künstler und seinem Publlikum besteht. Egozentrischen Charakteren wie Louis wird ein Freiraum gewährt, den sie nutzen um sich mit etwas zu befassen, das ans Absolute herangeht - insoferne als alles was sie denken, sehen und empfinden aufrichtig in diese Arbeit einfliesst und sie sich auch zur Gänze darüber definieren. Umgekehrt erhält das Publikum des Künstlers Zugang zu und Rückmeldung von diesem Prozess, kann ihn bewerten und kritisieren und tatsächlich richtet er sich ja auch an es. Das sind alles Dinge, die mit den Hydraulik Anlagen aus Dietrichs und Rudolfs Industriebetrieb nicht möglich sind und Louis Creutz erfüllt diese Rolle anfangs geradezu vorbildlich. ____ Ist die erwähnte gesellschaftliche Rollenverteilung unverhaltnismäßig oder gar unzeitgemäß oder sind es ausschliesslich individuelle Faktoren, die Entwicklungen in Gange bringen, die für alle Alles ändern? ____ Die Leichtigkeit und Weite der Sprache Mosebachs und die Plastizität der Charaktere waren mir eine echte Bereicherung, die wie ein Widerhall noch Tage nachgeklungen hat, „Die Richtige“ für mich ein wunderbares Buch, das ich mit ganz besonderem Nachdruck empfehlen möchte.
  • Herbert Hofer
  • Buchhändler/-in

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Große Kunst

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin Mosebach ist mit „Die Richtige“ ein ganz besonderes Buch gelungen. Seine Sprache ist leicht, weit, reichhaltig, sachkundig, den beschriebenen Personen als auch den Ereignissen immer sehr angemessen, auch dort, wo diese durchaus dramatisch werden. Eine Sprache, die Räume zu eröffnen und Unterscheidungen vorzunehmen imstande ist wo sonst nur oberflächliche Beschreibung wäre. Auch eine Sprache, die sich all dieser Qualitäten sehr bewusst ist, die dabei aber niemals in Ironie oder Eitelkeit zu verfallen droht. ____ Der Maler Louis Creutz verfügt über das was man als Künstler zuallererst benötigt, ein umwerfendes Selbstwertgefühl und die stillschweigende Annahme dass ihm - in der Kunst aber auch darüber hinaus - alles gelingt („Wär ja noch schöner“ lässt ihn der allwissende Erzähler bei Gelegenheit denken). Dabei ist es duchaus interessant - für den Leser ebenso wie für seine Mitmenschen im Buch - ihm bei seinen Ausführungen zur Malerei, zu Schönheit, (zu Haut), zu so manch anderem zuzuhören. ____ Das Buch kommt mit einer sehr überschaubaren Anzahl an handelnden Personen aus. Neben Louis Creutz sind das das vermögende Brüderpaar Rudolf und Dietrich und Rudolfs Ehefrau Beate. Ed Weiss und Fiona Ortiz, ein Schulfreund Creutz’s und eine psychisch labile Stadtstreunerin, sowie Mitarbeiter aus dem Galerien- und Kunstbetrieb sind ausschliesslich über Louis verbunden. Und dann ist da noch Astrid Thorblèn, die anfangs von Beate, später von Louis als mögliche Heiratskandidatin Dietrichs dem Kreis Beate/Rudolf/Dietrich zugeführt wird. Beate zufolge ist Astrid dafür jene Richtige, die es zum Titel des Buches gebracht hat. ____ Louis Creutz ist zweifellos kein sehr liebevoller und empathischer Mann. Aber ich denke, es geht in dem Text auch um die gesellschaftliche Übereinkunft, die zwischen dem Künstler und seinem Publlikum besteht. Egozentrischen Charakteren wie Louis wird ein Freiraum gewährt, den sie nutzen um sich mit etwas zu befassen, das ans Absolute herangeht - insoferne als alles was sie denken, sehen und empfinden aufrichtig in diese Arbeit einfliesst und sie sich auch zur Gänze darüber definieren. Umgekehrt erhält das Publikum des Künstlers Zugang zu und Rückmeldung von diesem Prozess, kann ihn bewerten und kritisieren und tatsächlich richtet er sich ja auch an es. Das sind alles Dinge, die mit den Hydraulik Anlagen aus Dietrichs und Rudolfs Industriebetrieb nicht möglich sind und Louis Creutz erfüllt diese Rolle anfangs geradezu vorbildlich. ____ Ist die erwähnte gesellschaftliche Rollenverteilung unverhaltnismäßig oder gar unzeitgemäß oder sind es ausschliesslich individuelle Faktoren, die Entwicklungen in Gange bringen, die für alle Alles ändern? ____ Die Leichtigkeit und Weite der Sprache Mosebachs und die Plastizität der Charaktere waren mir eine echte Bereicherung, die wie ein Widerhall noch Tage nachgeklungen hat, „Die Richtige“ für mich ein wunderbares Buch, das ich mit ganz besonderem Nachdruck empfehlen möchte.

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Die Richtige

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