Die inspirierendsten Freiheitskämpferinnen der Weltgeschichte
Auf der ganzen Welt kämpfen Frauen seit Jahrhunderten für Gleichberechtigung, Demokratie, Freiheit und Bürgerrechte. Die Historikerin Alexandra Bleyer erzählt die inspirierenden Geschichten so unterschiedlicher Persönlichkeiten wie Olympe de Gouges und Sojourner Truth, Emily Davison und Bertha von Suttner, Rosa Luxemburg und Alexandra Kollontai und nimmt ihre Leser:innen mit auf eine faszinierende Reise vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.
Die wichtigsten Freiheitskämpferinnen aus allen fünf Kontinenten
Ein Buch für alle, denen die Demokratie am Herzen liegt
Faszinierende Porträts, verfasst von einer ausgewiesenen Historikerin
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Kämpferinnen um Gleichberechtigung und Freiheit
Gertie G. aus Wien am 01.03.2025
Bewertungsnummer: 2425933
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Historikerin Alexandra Bleyer, die sich neben ihrem Lieblingsthema Propaganda, den Biografien von Kämpferinnen für Frauenrechte verschrieben hat, erzählt in diesem Buch von 20 Frauen, die unter Einsatz ihres Lebens, dafür eingetreten sind. Sie legt den Fokus auf Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Frauen, die für ihre Überzeugung, Frauen müssen Männern gleich gestellt sein, mit Repressalien wie Gefängnis, behördliche Abnahme der Kinder oder gar einer Hinrichtung ausgesetzt waren. Nicht alle können in diesem Buch Aufnahme finden. Wie ich die Autorin kenne, ist ihr die Wahl sehr schwer gefallen.
Einige, wie Olympe de Gouges, Bertha von Suttner, Louise Otto-Peters, Rosa Luxemburg, George Sand oder Alexandra Kollontai sind durchaus bekannt. Andere wiederum kennen nur Insiderinnen. Zum einem, weil sie auf einem anderen Kontinent oder wie Sojouner Truth (USA) zusätzlich noch von schwarzen Sklaven abstammten. Namen von Feministinnen wie Pandita Ramabai (Indien), Kishida Toshiko (Japan) oder Emine Semiye (Türkei) sind hier Mitteleuropa kaum bekannt.
Natürlich können in einem rund 300 Seiten umfassenden Buch keine ausführlichen Biografien dargestellt werden. Sie machen allerdings Lust, sich mit den Frauen näher zu beschäftigen. Alexandra Bleyer ist bekannt dafür, das Wesentliche auf nur wenigen Seiten anschaulich ihrer Leserschaft näherzubringen. So ist es ihr gelungen, Aufstieg und Fall von Napoleon Bonaparte in der Reclam-Reihe „100 Seiten“ auf ebenso viele zusammenzufassen.
Wer mehr über Revolutionen, vor allem über jene von 1848/49 lesen möchte, dem sei Alexandra Bleyer Buch „1848. Eine gescheiterte Revolution“ ebenfalls im Reclam-Verlag erschienen, empfohlen. Hier geht die Autorin ebenfalls auf die weibliche Sicht der Revolutionen ein.
Eine an den Verlag gerichtete Anmerkung möchte ich auch noch anbringen: Die Schriftgröße im gedruckten Buch ist unglücklich gewählt, weil sie für ein angenehmes Lesen viel zu klein ist. Ursprünglich war das Buch ja mit 400 Seiten ne gekündigt worden. Geht das Schonen von Ressourcen nun auf Kosten der Lesefreundlichkeit?
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Überblick über revolutionäre Frauen, der zahlreiche Anregungen bietet, sich mit einer der genannten Frauen näher zu beschäftigen, 5 Sterne.
Vorbilder mit menschlichen Schwächen
Bewertung am 09.12.2025
Bewertungsnummer: 2673939
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Die Frauen, die in diesem Buch vorgestellt werden sind sowohl bekannt als auch unbekannt. Klar, von George Sand und Bertha von Suttner (war da nicht was mit Nobel und so) hatte ich schon gelesen. Aber Emine Semiye oder Pandita Ramabai?
Was sie alle einte über Länder-, Sprach- und Kulturgrenzen hinweg: Sie wollten das Leben von Frauen verbessern, sie als die andere Hälfte der Menschheit mit den ihnen zustehenden Rechten versehen, orientiert an Rechten für Männer. Weiße Männer.
Dem Recht auf Bildung. Dem Recht auf Wählen, aktiv und passiv. Dem Recht auf eigenes Einkommen, Vermögen, Erbe. Dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, dem Recht gesehen und gehört zu werden.
Diese Frauen erreichten zum Teil ihre Ziele durch Schreiben und Veröffentlichung von Artikeln. Unkonventionellem Leben. Gründung von Schulen und Vereinen. Austausch. Solidarität. Hingabe an die Sache und trotzdem menschlich und fehlbar.
Erst nach dem Lesen wurde mir so nach und nach klar, wie viele sich persönlich kannten. Diese Frauen reisten um die Welt und zwischen den Kontinenten umher. Trotzten Armut, Anfeindungen, ließen Kinder und (Ehe)Männer zurück. Manchmal.
Feminismus kann afrikanisch sein. Japanisch, chinesisch, gefährlich und vieles mehr. So viele neue Informationen und Sichtweisen wurden vor mir ausgebreitet. Ja, ich mag solche Bücher! Historisch. Ein bisschen trocken und trotzdem lächelte ich ab und zu.
Was nehme ich mit? Die Autorin fragt, was bleibt. Gemeinsam sind wir stärker. Nehmen wir uns den Raum, der uns zusteht. Diese Frauen haben für uns so viel erreicht, weichen wir nicht zurück, sondern bleiben auch in diesen politisch unruhigen Zeiten standhaft!
Denn das Private ist immer auch politisch! Sei es Mütterrente, Elterngeld, Care-Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und vieles mehr.
Meinung aus der Buchhandlung
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20 wunderbar recherchierte Biographien von Frauen, die die Welt und vor allem die Geschichte der Frauenrechte durch ihr Denken und Handeln prägten. Von Olympe de Gouges über Rosa Luxemburg bis hin zu den im Westen relativ unbekannten Persönlichkeiten wie Pandita Ramabai und Kishida Toshiko – kurz und knapp werden jeweils Errungenschaften und Rückschläge zusammengefasst. Besonders gut gefallen hat mir, dass Bleyer auch die Schwächen und verwerflichen Ansichten, die manche der Frauen vertreten haben, offenlegt und nicht versucht, diese zu korrigieren, zu beschönigen oder einfach wegzulassen. Der Schreibstil war mir persönlich stellenweise zu trocken, der Inhalt konnte dies allerdings wieder wettmachen. (4,5/5)
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