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Produktbild: Der Junge

Der Junge Das literarische Phänomen aus Spanien. Über 100.000 begeisterte Leserinnen und Leser, große Netflix-Verfilmung.

10

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

3042 KB

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

EAN

9783644022683

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

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  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

3042 KB

Übersetzt von

Willi Zurbrüggen

Sprache

Deutsch

EAN

9783644022683

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Ein baskischer Ort muß eine Tragödie verarbeiten

Rita aus Wolframs-Eschenbach am 19.02.2025

Bewertungsnummer: 2416847

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Am 23.10.1980 gibt es in der Marcelino Ugalde Schule von Ortuella/Spanien eine Gasexplosion und 50 Kinder und 3 Lehrer verlieren dabei ihr Leben. Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie zuvor, das Leben stockt, der Ort und die Menschen sind paralysiert. Auch der 6jährige Nuco war unter den Opfern. Um ihn trauern seine Eltern Mariaje und José Miguel sowie sein Großvater Nicasio. Wie sie mit ihrem unendlichen Schmerz und der Trauer umgehen, das wird im Buch thematisiert. Es geschieht sehr unterschiedlich – Nicasio, der Großvater, und Nuco waren ein Herz und eine Seele. Er geht regelmäßig zum Grab, führt Gespräche mit dem Jungen, will ihn nicht aufgeben und verliert dabei den Verstand. Mutter Mariaje will nur einige Fotos aufbewahren, aber sie möchte keine Gespräche mit anderen Leuten und deshalb, will sie raus aus dem Ort und unerkannt unter die Leute. Aus diesem Grund fährt sie nach Bilbao. Vater José Miguel blickt in die Zukunft, will mit Nicos Sachen abschließen und denkt an ein weiteres Kind mit Mariaje. Dieser Wunsch erfüllt sich nicht schnell genug und eines Tages kommt José Miguel von einem Angelausflug mit seinen Freunden nicht mehr heim. Es war für mich das erste Buch des Autors und er konnte mich damit voll und ganz überzeugen. Seine Leser hat er mit einer Einleitung auf ein Experiment vorbereitet. Er hat zehn Passagen dazwischengeschaltet und läßt es jedem freigestellt, ob er diese lesen möchte oder nicht. Sie nicht zu lesen, wäre nach meiner Meinung ein echter Verlust. Das angekündigte andere Schriftlayout konnte ich beim eBook leider nicht feststellen. Es ist eine Geschichte voller Tragik, Emotionen, es beschreibt diesen unendlichen Schmerz und das Trauma, das sich Außenstehende nicht annähernd vorstellen können. Die Eltern mußten ihre Kinder identifizieren und dann diese brutale Dramatik bei der Beerdigung mit farbenfrohen Kränzen – einfach grausam! Dem Autor ist damit ein großartiges, berührendes Buch gelungen, das trotz des Themas nicht nur deprimierend ist, sondern am Ende hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Ich werde es auf jeden Fall weiter empfehlen!

Ein baskischer Ort muß eine Tragödie verarbeiten

Rita aus Wolframs-Eschenbach am 19.02.2025
Bewertungsnummer: 2416847
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Am 23.10.1980 gibt es in der Marcelino Ugalde Schule von Ortuella/Spanien eine Gasexplosion und 50 Kinder und 3 Lehrer verlieren dabei ihr Leben. Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie zuvor, das Leben stockt, der Ort und die Menschen sind paralysiert. Auch der 6jährige Nuco war unter den Opfern. Um ihn trauern seine Eltern Mariaje und José Miguel sowie sein Großvater Nicasio. Wie sie mit ihrem unendlichen Schmerz und der Trauer umgehen, das wird im Buch thematisiert. Es geschieht sehr unterschiedlich – Nicasio, der Großvater, und Nuco waren ein Herz und eine Seele. Er geht regelmäßig zum Grab, führt Gespräche mit dem Jungen, will ihn nicht aufgeben und verliert dabei den Verstand. Mutter Mariaje will nur einige Fotos aufbewahren, aber sie möchte keine Gespräche mit anderen Leuten und deshalb, will sie raus aus dem Ort und unerkannt unter die Leute. Aus diesem Grund fährt sie nach Bilbao. Vater José Miguel blickt in die Zukunft, will mit Nicos Sachen abschließen und denkt an ein weiteres Kind mit Mariaje. Dieser Wunsch erfüllt sich nicht schnell genug und eines Tages kommt José Miguel von einem Angelausflug mit seinen Freunden nicht mehr heim. Es war für mich das erste Buch des Autors und er konnte mich damit voll und ganz überzeugen. Seine Leser hat er mit einer Einleitung auf ein Experiment vorbereitet. Er hat zehn Passagen dazwischengeschaltet und läßt es jedem freigestellt, ob er diese lesen möchte oder nicht. Sie nicht zu lesen, wäre nach meiner Meinung ein echter Verlust. Das angekündigte andere Schriftlayout konnte ich beim eBook leider nicht feststellen. Es ist eine Geschichte voller Tragik, Emotionen, es beschreibt diesen unendlichen Schmerz und das Trauma, das sich Außenstehende nicht annähernd vorstellen können. Die Eltern mußten ihre Kinder identifizieren und dann diese brutale Dramatik bei der Beerdigung mit farbenfrohen Kränzen – einfach grausam! Dem Autor ist damit ein großartiges, berührendes Buch gelungen, das trotz des Themas nicht nur deprimierend ist, sondern am Ende hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Ich werde es auf jeden Fall weiter empfehlen!

Bagatellen Der sechsjährige…

clematis am 18.02.2025

Bewertungsnummer: 2923156

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bagatellen Der sechsjährige Nuco sitzt gemeinsam mit etlichen anderen Kindern in der Schule, als eine dramatische Propangasexplosion am 23. Oktober 1980 nicht nur das Erdgeschoss erschüttert, sondern dieses völlig zerstört und auch fünfzig Schüler und drei Erwachsene das Leben kostet. Wie Nucos Eltern und sein Großvater mit dem tragischen Tod des Kindes umgehen, erzählen die Bagatellen und Belanglosigkeiten, welche Autor Fernando Aramburu hier festhält. Ruhige, kurze Kapitel führen durch die Handlung, welche abseits einer chronologischen Abfolge dahinfließen und den Leser teilhaben lassen am Leben von Großvater Nicasio, Vater José Miguel und Mutter Mariaje. Der Tod des Jungen trifft sie gleichermaßen, ihr Umgang mit dem Schicksalsschlag ist jedoch höchst unterschiedlich. Einzelne Episoden erläutern auf nüchterne und gleichzeitig so bewegende Art, was passiert ist im Dörfchen Ortuella und wie es danach weitergeht. Während Nicasio jeden Donnerstag zum Friedhof pilgert und mit Nuco spricht, als wäre er noch am Leben, möchte Mariaje ein paar Erinnerungsstücke aufbewahren und José Miguel am liebsten alles hinter sich lassen und nur nach vorne blicken. Trauer und Schmerz holen die drei wichtigsten Menschen aus Nucos Leben immer wieder ein, Fernando Aramburu beschreibt Alltägliches, um mit und zwischen seinen Zeilen eine große Bandbreite an Emotionen darzustellen. Zwischen die eigentliche Handlung streut er erläuternde Kapitel, welche man (siehe Vorbemerkungen) auch auslassen könnte, wer das tut, beraubt sich aber selbst wesentlicher Informationen, welche die Geschichte aus dem spanischen Baskenland erst so richtig authentisch werden lassen. Bagatellen, so spricht der Autor selbst (kindle, Pos. 1799), sind die Bausteine dieses außergewöhnlichen Romans rund um Tod und Weiterleben, gerade diese Bagatellen aber sind es, welche das Buch so lesenswert erscheinen lassen und zutiefst menschliche Gefühle an die Oberfläche bringen. Ein kühler Bericht, der trotzdem – oder gerade deshalb – seine Leser bewegt und mit dem offenen Ende eine tröstende Zukunft bereithalten kann. „Der Junge“ ist das erste Buch, welches ich von Fernando Aramburu gelesen habe, aber sein einzigartiger Schreibstil (die Ich-Erzählerin wendet sich immer wieder an ihre Leserschaft) hat mich von Anfang an gefesselt und mit ihrer tragischen Geschichte sehr berührt. Leseempfehlung!

Bagatellen Der sechsjährige…

clematis am 18.02.2025
Bewertungsnummer: 2923156
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Bagatellen Der sechsjährige Nuco sitzt gemeinsam mit etlichen anderen Kindern in der Schule, als eine dramatische Propangasexplosion am 23. Oktober 1980 nicht nur das Erdgeschoss erschüttert, sondern dieses völlig zerstört und auch fünfzig Schüler und drei Erwachsene das Leben kostet. Wie Nucos Eltern und sein Großvater mit dem tragischen Tod des Kindes umgehen, erzählen die Bagatellen und Belanglosigkeiten, welche Autor Fernando Aramburu hier festhält. Ruhige, kurze Kapitel führen durch die Handlung, welche abseits einer chronologischen Abfolge dahinfließen und den Leser teilhaben lassen am Leben von Großvater Nicasio, Vater José Miguel und Mutter Mariaje. Der Tod des Jungen trifft sie gleichermaßen, ihr Umgang mit dem Schicksalsschlag ist jedoch höchst unterschiedlich. Einzelne Episoden erläutern auf nüchterne und gleichzeitig so bewegende Art, was passiert ist im Dörfchen Ortuella und wie es danach weitergeht. Während Nicasio jeden Donnerstag zum Friedhof pilgert und mit Nuco spricht, als wäre er noch am Leben, möchte Mariaje ein paar Erinnerungsstücke aufbewahren und José Miguel am liebsten alles hinter sich lassen und nur nach vorne blicken. Trauer und Schmerz holen die drei wichtigsten Menschen aus Nucos Leben immer wieder ein, Fernando Aramburu beschreibt Alltägliches, um mit und zwischen seinen Zeilen eine große Bandbreite an Emotionen darzustellen. Zwischen die eigentliche Handlung streut er erläuternde Kapitel, welche man (siehe Vorbemerkungen) auch auslassen könnte, wer das tut, beraubt sich aber selbst wesentlicher Informationen, welche die Geschichte aus dem spanischen Baskenland erst so richtig authentisch werden lassen. Bagatellen, so spricht der Autor selbst (kindle, Pos. 1799), sind die Bausteine dieses außergewöhnlichen Romans rund um Tod und Weiterleben, gerade diese Bagatellen aber sind es, welche das Buch so lesenswert erscheinen lassen und zutiefst menschliche Gefühle an die Oberfläche bringen. Ein kühler Bericht, der trotzdem – oder gerade deshalb – seine Leser bewegt und mit dem offenen Ende eine tröstende Zukunft bereithalten kann. „Der Junge“ ist das erste Buch, welches ich von Fernando Aramburu gelesen habe, aber sein einzigartiger Schreibstil (die Ich-Erzählerin wendet sich immer wieder an ihre Leserschaft) hat mich von Anfang an gefesselt und mit ihrer tragischen Geschichte sehr berührt. Leseempfehlung!

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Der Junge

von Fernando Aramburu

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Danijela Turkijevic-Zauner

Thalia Gmunden – SEP

Zum Portrait

5/5

Sehr emotional.

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ich habe mich schon lange auf ein neues Buch von Aramburu gefreut und war am Anfang der Lektüre doch etwas skeptisch. Der Aufbau mit kurzen Kapiteln und dazwischen die Einschnitte vom Manuskript selbst fand ich sehr mutig, ja sehr gewagt und dachte, das kann für mich als Leser nicht funktionieren. Aber beim Beenden der Lektüre war ich sehr froh darüber. Die kleinen Unterbrechungen empfand ich als unbedingt notwendig, um den emotionalen Inhalt der Geschichte zu verarbeiten, die in dieser Erzählung behandelt werden. Ohne sie wäre so viel Schmerz und Trauer kaum zu ertragen gewesen. Eine sehr berührende Geschichte über den Verlust eines Kindes und wie verschieden der Umgang mit dieser Tragödie sein kann. Großartig geschrieben, tolle Figuren, ich bin überwältigt.
  • Danijela Turkijevic-Zauner
  • Buchhändler/-in

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5/5

Sehr emotional.

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ich habe mich schon lange auf ein neues Buch von Aramburu gefreut und war am Anfang der Lektüre doch etwas skeptisch. Der Aufbau mit kurzen Kapiteln und dazwischen die Einschnitte vom Manuskript selbst fand ich sehr mutig, ja sehr gewagt und dachte, das kann für mich als Leser nicht funktionieren. Aber beim Beenden der Lektüre war ich sehr froh darüber. Die kleinen Unterbrechungen empfand ich als unbedingt notwendig, um den emotionalen Inhalt der Geschichte zu verarbeiten, die in dieser Erzählung behandelt werden. Ohne sie wäre so viel Schmerz und Trauer kaum zu ertragen gewesen. Eine sehr berührende Geschichte über den Verlust eines Kindes und wie verschieden der Umgang mit dieser Tragödie sein kann. Großartig geschrieben, tolle Figuren, ich bin überwältigt.

Walter Fürhacker

Thalia Salzburg – Europark

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5/5

BEDRÜCKEND SCHÖN!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Todesnachrichten schwappen wie Wellen an den baskischen Strand, wobei die Erste, gleich einem wilden Sturm, das Leben des Dorfes Ortuella und die Idylle einer ansässigen Familie in traurige Stücke reißt. In der versickernden, schaumigen Gischt der Brandung spiegeln sich die Gesichter von fünfzig toten Kindern und drei Lehrern, verstorben durch eine gewaltige Explosion im Keller ihrer Schule. Darunter auch der kleine Nico. Seine Familie hadert mit dem tragischen Schicksal. Der Umgang mit der Todesnachricht lässt tiefe Gräben entstehen, in der Verneinung und Akzeptanz der menschlichen Sterblichkeit schwingt Hoffnung mit, eine Hoffnung, die im tragischen Tod Nicos Vaters jedoch schicksalsvoll versandet. Nicasio, Nicos Großvater, lässt den Jungen nicht los, sucht im irrationalen Tun den toten Enkel am Leben zu halten, während Mariaje, Nicos Mutter, im Angesicht der vielen Tode, verzweifelt nach neuen Lebensufern sucht. Trotz aller Trauer lebt der Roman zwischen den Kapiteln immer wieder erschreckend ironisch auf. Eine irrwitzige Idee des Autors erteilt dem Text spöttische Brüche, indem das Manuskript selbst den Fortlauf und den Inhalt des Romans kommentiert, Brüche, die mich immer wieder aus der ergreifenden Stille des Romans herausreißen und mit Fortdauer der Geschichte zu befreienden Stützen werden, die mich die tiefe Traurigkeit des Romans ertragen lassen. Ein bedrückendes, schönes Buch.
  • Walter Fürhacker
  • Buchhändler/-in

5/5

BEDRÜCKEND SCHÖN!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Todesnachrichten schwappen wie Wellen an den baskischen Strand, wobei die Erste, gleich einem wilden Sturm, das Leben des Dorfes Ortuella und die Idylle einer ansässigen Familie in traurige Stücke reißt. In der versickernden, schaumigen Gischt der Brandung spiegeln sich die Gesichter von fünfzig toten Kindern und drei Lehrern, verstorben durch eine gewaltige Explosion im Keller ihrer Schule. Darunter auch der kleine Nico. Seine Familie hadert mit dem tragischen Schicksal. Der Umgang mit der Todesnachricht lässt tiefe Gräben entstehen, in der Verneinung und Akzeptanz der menschlichen Sterblichkeit schwingt Hoffnung mit, eine Hoffnung, die im tragischen Tod Nicos Vaters jedoch schicksalsvoll versandet. Nicasio, Nicos Großvater, lässt den Jungen nicht los, sucht im irrationalen Tun den toten Enkel am Leben zu halten, während Mariaje, Nicos Mutter, im Angesicht der vielen Tode, verzweifelt nach neuen Lebensufern sucht. Trotz aller Trauer lebt der Roman zwischen den Kapiteln immer wieder erschreckend ironisch auf. Eine irrwitzige Idee des Autors erteilt dem Text spöttische Brüche, indem das Manuskript selbst den Fortlauf und den Inhalt des Romans kommentiert, Brüche, die mich immer wieder aus der ergreifenden Stille des Romans herausreißen und mit Fortdauer der Geschichte zu befreienden Stützen werden, die mich die tiefe Traurigkeit des Romans ertragen lassen. Ein bedrückendes, schönes Buch.

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Der Junge

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