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bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann Roman

79

23,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21/13/2,3 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Originaltitel

Da vi var yngre

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28160-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21/13/2,3 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Originaltitel

Da vi var yngre

Übersetzt von

Karoline Hippe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28160-8

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    05.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Harte Realität

    „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann“ schildert den Alltag von vier Osloer Jungs mit Migrationshintergrund. Ivor, der Ich-Erzähler, Marco, Arjan und Jonas, sind die Protagonisten, die in den Außenbezirken Oslos, sozialen Brennpunkten, aufwachsen. Sie haben unterschiedliche Wurzeln, aber die gleichen Probleme. Zerrüttete Familien, die keinen Rückhalt bieten, fehlendes Geld, ständige Ablehnung – der Weg vom Schulschwänzer zum gewaltbereiten Drogendealer ist nahezu unausweichlich; Zukunftsträume werden wohl Träume bleiben. Der Autor, Oliver Lovrenski, geboren 2003, wuchs in Oslo als Sohn kroatisch-norwegischer Eltern auf. "bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann", ist sein autobiographischer Debütroman, den er teilweise auf dem Handy schrieb. Der Text besteht aus kurzen, fast fragmentartigen Kleinstgeschichten, verzichtet auf Groß- und Kleinschreibung und korrekte Grammatik, die Zeichensetzung ist kreativ, so dass der Leser das Gefühl hat, die Handynotizen eines Jugendlichen zu lesen. Auch die Sprache ist eine echte Herausforderung, es ist der „Sound der Straße“, rau und ungeschliffen, ein Slang gespickt mit arabischen, kroatischen und somalischen Begriffen. Sprache und Stil lassen die Geschichte krass authentisch erscheinen und haben mich so in den Bann gezogen, das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Roman schildert brutal ehrlich die unschöne, harte Realität und die Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit dieser Jugendlichen am Rande der Gesellschaft. Da fragt man sich schon, ob in unserer Gesellschaft nicht irgendetwas so richtig schief läuft!

  • Eric

    aus Dresden

    5/5

    15.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein anderer Blick auf Oslo

    Oliver Lovrenski, geboren 2003, aufgewachsen in Oslo. Sohn mit kroatischen und norwegischen Wurzeln. „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann“ ist Lovrenski Debütbuch. Teilweise hat er dieses Buch auf dem Handy geschrieben. 250 Seiten umfasst dieses Buch. 250 Seiten mit mehr oder weniger Text. 250 Seiten mit mehr oder weniger Zeilen. 250 Seiten mit sehr wenigen Satzzeichen, maximal Frage-, Ausrufezeichen, Komma oder Semikolon. 250 Seiten ohne Großbuchstaben. Was ungewöhnlich klingt, ist ungewöhnlich zu lesen. Der Klang der Sprache ist anfangs anstrengend. Wo ist ein Satz zu Ende, wo fängt ein neuer an. Der besondere Rhythmus der Sprache muss gefunden werden. Das Buch wird in 3 große Blöcke geteilt und die Seiten mit dicken Überschriften, teilweise nummeriert, versehen. Was mitunter sehr hilfreich ist. Hinzu kommt die Jugendsprache die Lovrenski nutzt. Ich bin jetzt noch nicht so alt, aber auch ich musste im Glossar spicken, was das eine oder andere Wort bedeutet. Die Handlung wird linear erzählt. Änderungen der Sichtweisen der Protagonisten macht es den Roman einfacher zu verstehen. Die Liebe zwischen den Menschen in der Clique treibt sie an. Status ist wichtig und muss ausgebaut werden. Träume sind schön. Sind Träume zum Greifen nah? Lovrenski verarbeitet harte Themen. Alkohol – und Drogenmissbrauch, Gewalt und Kriminalität. Mit diesen werden sie tagtägliche konfrontiert. Durch die alltägliche Konfrontation wird das Einschätzen der Gefahr (teilweise) spät erkannt. Oliver Lovrenski hat ein ungeschöntes, sprachlich geniales und ungewöhnliches Buch geschrieben. Als ich das Buch gelesen habe, war ich in Oslo und habe es noch einmal anders wahrgenommen!

  • Bewertung

    5/5

    11.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    außergewöhnlich

    Ehrlich und brutal erzählt Lovrenski die Geschichte von vier Jungs auf den Straßen Oslos. Drogen und Gewalt sind ihr Alltag, dennoch stecken in ihnen auch Ängste und Sehnsüchte. Schonungslos berichtet Loverenski von deren Leben, von tiefer Freundschaft geprägt und durch jedes einzelene Erlebnis näher zusammengeschweißt. Dieses Debüt hat mich mit all seinen Emotionen umgehauen. Auch sprachlich ist dieser Roman unfassbar interessant und außergewöhnlich, wie verschriftlichte Sprachnachrichten.

  • Theresa Gruber

    aus Bayern

    5/5

    09.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein geniales Buch Der Titel…

    Ein geniales Buch Der Titel verrät schon viel über dieses kleine Meisterwerk. Ivor, Marco, Jonas und Arjan sind Brüder, also nicht wirklich, aber sie bezeichnen sich so. Vereint sind sie durch die Straße und die Drogen. Sie dealen und teilen auch schon einmal gerne Prügel aus. Auf ihre richtigen Familien können sie jedenfalls nicht zählen. Ihre Jugend scheint verloren, die Drogen werden mehr, die Wahl der Waffen schärfer. Der junge Autor lässt Ivor die Geschichte erzählen und dieser schreibt so, wie er spricht. Ganz kurze Abschnitte in Kleinschreibung in feinster Jugendsprache. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, ist dieses Buch so wahnsinnig authentisch. Ich gebe zu, dass ich nicht alles verstanden habe, aber das hätte ich im "real life" wahrscheinlich auch nicht. Ich fühlte mich auf jeden Fall sofort mitten drin und habe auch teilweise echt gelitten, als die Geschichte mit Jonas erzählt wurde, der von seinem Vater geschlagen wird und so gerne wieder zu seiner Mutter und seinen kleinen Bruder ziehen würde. Ein großes Lob auch an die Übersetzerin Karoline Hippe. Diese Art der Sprache aus dem norwegischen zu übersetzen muss schon eine ziemliche Herausforderung gewesen sein. Ich habe dieses Buch wirklich sehr gerne gelesen und kann es nur jedem weiterempfehlen, der sich für das Leben und die Sprachen der Jugend interessiert. Beeindruckend und bewegend!

  • Bewertung

    5/5

    04.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wow. Einfach nur wow.

    Wie schon der Buchtitel erahnen lässt, ist dieses Buch anders. Ganz anders. Alles ist klein geschrieben, was anfangs mehr als gewöhnungsbedürftig ist, weil unser Horn dann doch auf bestimmte Satzstrukturen getrimmt ist. Das ist einer der Gründe, weshalb ich dazu rate, das Buch in wenigen Leseabschnitten zu konsumieren. Man kriegt nach ein paar Seiten die Kurve und liest sich ein in den ungewöhnlichen Schreibstil und die kurzen - oder besser kürzesten - Kapitel. Und dieser Leseflow sollte nicht lange oder oft unterbrochen werden, dann liest es sich sehr flüssig. Der Roman über wahre Freundschaft, Zusammenhalt, aber auch tiefste Abgründe spart nichts aus und ist mehr als authentisch geschrieben. Das liegt zum einen darin begründet, dass der Roman autobiographisch ist und der 20jähige Autor vieles davon auf seinem Smartphone abgetippt hat. Das führt zu viel atmosphärischer Dichte in dieser extremen Kürze. Ich möchte mich zum Schluss Charlotte Gneuss in allen Punkten anschließen, die sagt: "Das ist Gegenwartsliteratur, aber halt echt, also echt gegenwärtig." Ich bin immer noch geflasht und hoffe, dass wir von Oliver Lovrenski noch einiges hören in Zukunft!

Kundinnen und Kunden meinen

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lou D.

    Lou D.

    Thalia Wien – Westbahnhof

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.03.2025

    eBook (ePUB)

    „wir haben genug para für so viel dope wie wir wollen, aber ich will nicht mehr, ich muss“

    Oliver Lovrenskis Debüt Roman erzählt autobiographisch von einer Gruppe von Jugendlichen in Oslo, die nach und nach immer mehr in die Drogensucht und Kriminalität rutschen. In kurzen Kapiteln, auf jegliche Rechtschreibregeln verzichtend, erfährt man in kleinen Ausschnitten aus dem Leben von Ivor, Jonas, Marco und Arjan. Die sich daraus ergebende Geschichte ist, wenn auch in Jugensprache verfasst, erstaunlich tiefgründig und lässt tiefer in die Lebensrealität von vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund einblicken. Obwohl ich zugegebenermaßen das Buch nur angefangen habe zu lesen weil der Titel sehr lustig klang, war ich sehr positiv überrascht und konnte nicht mehr aufhören.
  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „wenn dieses leben hier mich nicht bald umbringt, ich schwöre, dann mach ichs selbst“

    „an träumen hat es uns nie gefehlt, nur an hoffnung und darum sind wir heute hier und werden chapos“ Der gefeierte norwegische Jung-Autor mit einem unmittelbaren Einblick in die von Gewalt, Macho-Gehabe, Drogen und Trostlosigkeit bestimmte Szene abgehängter migrantischer Jugendlicher in Oslo – in szene-typischer Jugendsprache verfasst. „und du weißt, bruder, das war der tag an dem arjan für mich real wurde, denn ich hab schon oft gesehen, wie leute sich verpissen, wenn es knallt, aber die jungs hier, echte brüder mann, die leute können uns auf den hals hetzen, wen sie wollen, kgb pst kmdd jugendhilfe gegen drogen, fuck it, schickt alle rum, wir stehen schulter an schulter“

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