DER Begleiter bei Liebeskummer – witzig, klug und einfühlsam. Jetzt originell illustriert und ausgestattet mit gestaltetem Farbschnitt
Die Chronik einer gescheiterten Liebe, von der ersten Begegnung bis zur Trennung – erzählt anhand von 43 Objekten. Der gutaussehende Ed ist der Star der Basketballmannschaft, die 16-jährige Min eine sensible, künstlerisch begabte Filmnärrin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Als sich beide auf einer Party begegnen, funkt es gewaltig. Doch beim näheren Kennenlernen zeigt sich, wie grundverschieden sie sind. Ihre Beziehung ist kurz, aber heftig – voller Überraschungen und Entdeckungen, voll Bemühen und Enttäuschung. In einem glühenden Brief erklärt Min Ed, warum es aus ist – und gibt ihm all die Dinge zurück, die in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt haben. Ein außergewöhnlich erzählter und gestalteter Roman.
Kundinnen und Kunden meinen
3.3/5.0
Putzibaer
5/5
30.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Manchmal reicht Liebe nicht
Auch wenn das Original dieses Buches bereits 2011 erschienen ist, spiegelt diese sehr liebevoll gestaltete Neuauflage einen aktuellen Teil der US-amerikanischen Gesellschaft und vor allem der Teenagerkultur wider. Durch die Charaktere dieses Jugendbuches wird die Aufteilung der High-School-Jugendlichen in die sportaffinen, sehr auf gesellschaftliche Anerkennung ausgerichteten Schüler auf der einen Seite und die eher künstlerisch interessierten, um Unabhängigkeit von ihren Peers bemühten, vermeintlichen Außenseiter auf der anderen Seite dargestellt.
Aus diesen beiden Lagern stammen die beiden Protagonisten dieser Liebesgeschichte: Die von alten Kinofilmen faszinierte Min, die aus ihrer Leidenschaft einmal einen Beruf machen möchte und der Basketball-Star Ed, der aufgrund seines guten Aussehens und seines sportlichen Erfolgs von seinen Mitschülern und Mitschülerinnen angehimmelt wird. Zu sagen, dass zwei Kulturen aufeinandertreffen, wäre untertrieben. Beide leben nicht nur in unterschiedlichen Welten, sondern sie haben auch verschiedene Wertvorstellungen. Ed wirkt oberflächlich, emotional weniger reif als Min und hat kritiklos Vorurteile seines Umfelds übernommen, das alles, was nicht als männlich, erfolgreich und dominant gilt, als "schwul" bezeichnet, wobei der Begriff natürlich abwertend gemeint ist. Darunter wird die Beschäftigung mit Arthouse-Filmen, Literatur und Gedichten genauso erfasst wie Tätigkeiten wie Kuchen backen, Liebeslieder hören oder Sinn für Romantik haben. Min hingegen, die wenig Wert auf ihr Styling legt, verachtet Eds Freunde, die vor allem an Sport, Sex und Alkohol interessiert sind, und besonders die Mitschülerinnen, die sich hauptsächlich auf ihr Äußeres konzentrieren und sich im Umgang mit den Sportstars der Schule in deren Ruhm sonnen.
Trotz aller Unterschiede versuchen die beiden Teenager aufgrund ihrer Verliebheit und gegenseitigen sexuellen Anziehung in der nur wenige Wochen dauernden Beziehung, sich besser kennenzulernen und für ihre entgegengesetzten Interessen zu erwärmen. Sie erleben viele schöne Momente einer ersten Liebe zusammen und bemühen sich beide, die Welt des anderen zu erkunden. Die von Min im Rückblick erzählte Geschichte verzaubert, denn die gemeinsamen Erlebnisse und Gefühle sind echt und glaubwürdig. Und dieser Eindruck wird durch die mit den Erfahrungen verbundenen 43 Gegenstände, die im Buch sehr liebe- und fantasievoll illustriert wurden, noch verstärkt. Doch bei aller Zuneigung überwiegen ihre verschiedenen Einstellungen und dies wird noch durch die unterschiedlichen Freundeskreise der beiden verstärkt, die gegenseitig aufeinander herabblicken und die Beziehung von Min und Ed ablehnen.
Auch wenn Min in ihrem langen Abschiedsbrief an Ed vor allem die Gründe für das Scheitern der Beziehung zu erklären scheint, feiert sie gleichzeitig auch die schönen Erfahrungen und ihre Erinnerung daran und durch ihre Schilderungen wird deutlich, dass sich Ed, obwohl er sie letztlich enttäuscht hat, an ihrer Seite auch weiter entwickelt hat und gereift ist.
Wie bereits zu Anfang angedeutet, spiegelt dieses Buch die derzeit in Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft vorhandene Verachtung von Wokeness, gepaart mit der Rückkehr zu traditionelleren Rollenbildern, Homophobie und Intoleranz gegenüber Minderheiten wider und ist damit aktueller denn je. Ich kann es Lesern jeder Altersgruppe nur empfehlen.
Putzibaer
5/5
30.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Manchmal reicht Liebe nicht…
Manchmal reicht Liebe nicht Auch wenn das Original dieses Buches bereits 2011 erschienen ist, spiegelt diese sehr liebevoll gestaltete Neuauflage einen aktuellen Teil der US-amerikanischen Gesellschaft und vor allem der Teenagerkultur wider. Durch die Charaktere dieses Jugendbuches wird die Aufteilung der High-School-Jugendlichen in die sportaffinen, sehr auf gesellschaftliche Anerkennung ausgerichteten Schüler auf der einen Seite und die eher künstlerisch interessierten, um Unabhängigkeit von ihren Peers bemühten, vermeintlichen Außenseiter auf der anderen Seite dargestellt. Aus diesen beiden Lagern stammen die beiden Protagonisten dieser Liebesgeschichte: Die von alten Kinofilmen faszinierte Min, die aus ihrer Leidenschaft einmal einen Beruf machen möchte und der Basketball-Star Ed, der aufgrund seines guten Aussehens und seines sportlichen Erfolgs von seinen Mitschülern und Mitschülerinnen angehimmelt wird. Zu sagen, dass zwei Kulturen aufeinandertreffen, wäre untertrieben. Beide leben nicht nur in unterschiedlichen Welten, sondern sie haben auch verschiedene Wertvorstellungen. Ed wirkt oberflächlich, emotional weniger reif als Min und hat kritiklos Vorurteile seines Umfelds übernommen, das alles, was nicht als männlich, erfolgreich und dominant gilt, als "schwul" bezeichnet, wobei der Begriff natürlich abwertend gemeint ist. Darunter wird die Beschäftigung mit Arthouse-Filmen, Literatur und Gedichten genauso erfasst wie Tätigkeiten wie Kuchen backen, Liebeslieder hören oder Sinn für Romantik haben. Min hingegen, die wenig Wert auf ihr Styling legt, verachtet Eds Freunde, die vor allem an Sport, Sex und Alkohol interessiert sind, und besonders die Mitschülerinnen, die sich hauptsächlich auf ihr Äußeres konzentrieren und sich im Umgang mit den Sportstars der Schule in deren Ruhm sonnen. Trotz aller Unterschiede versuchen die beiden Teenager aufgrund ihrer Verliebheit und gegenseitigen sexuellen Anziehung in der nur wenige Wochen dauernden Beziehung, sich besser kennenzulernen und für ihre entgegengesetzten Interessen zu erwärmen. Sie erleben viele schöne Momente einer ersten Liebe zusammen und bemühen sich beide, die Welt des anderen zu erkunden. Die von Min im Rückblick erzählte Geschichte verzaubert, denn die gemeinsamen Erlebnisse und Gefühle sind echt und glaubwürdig. Und dieser Eindruck wird durch die mit den Erfahrungen verbundenen 43 Gegenstände, die im Buch sehr liebe- und fantasievoll illustriert wurden, noch verstärkt. Doch bei aller Zuneigung überwiegen ihre verschiedenen Einstellungen und dies wird noch durch die unterschiedlichen Freundeskreise der beiden verstärkt, die gegenseitig aufeinander herabblicken und die Beziehung von Min und Ed ablehnen. Auch wenn Min in ihrem langen Abschiedsbrief an Ed vor allem die Gründe für das Scheitern der Beziehung zu erklären scheint, feiert sie gleichzeitig auch die schönen Erfahrungen und ihre Erinnerung daran und durch ihre Schilderungen wird deutlich, dass sich Ed, obwohl er sie letztlich enttäuscht hat, an ihrer Seite auch weiter entwickelt hat und gereift ist. Wie bereits zu Anfang angedeutet, spiegelt dieses Buch die derzeit in Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft vorhandene Verachtung von Wokeness, gepaart mit der Rückkehr zu traditionelleren Rollenbildern, Homophobie und Intoleranz gegenüber Minderheiten wider und ist damit aktueller denn je. Ich kann es Lesern jeder Altersgruppe nur empfehlen.
Bewertung
aus Essen
4/5
18.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Liebe, Wut und zu vielen Seiten
Eine Kiste voller Erinnerungen, so etwas kennt wahrscheinlich jede*r, wenn man frisch verliebt ist. Alles erscheint plötzlich wichtig und kostbar. Normalerweise wirft man so eine Kiste irgendwann weg, aber Min gibt sie tatsächlich zurück. Und nicht nur das: zu jedem der 43 Gegenstände schreibt sie eine lange Erklärung, warum ihre Beziehung mit Ed vorbei ist.
Von Anfang an ist klar: die Liebe zwischen Basketballstar und Schulschwarm Ed und der Film-Nerdin Min hält nicht. Trotzdem ist ihre Geschichte spannend und berührend. Für Min, aber irgendwie auch für Ed. Die Briefe wirken wie eine riesige, wütende „Ich liebe dich eigentlich noch“-Nachricht, die absolut nachvollziehbar ist, wenn man an den ersten Liebeskummer denkt.
Besonders schön sind die Illustrationen und die Verknüpfung der Gegenstände mit den gemeinsamen Erinnerungen. Oft interpretiert Min im Nachhinein die Dinge als Warnsignale, auch wenn am Ende ein sehr offensichtlicher Trennungsgrund auftaucht. Genau das macht es aber so realistisch: Im Rückblick fragt man sich ja immer, ob man die Anzeichen früher hätte sehen sollen. Heutzutage würde Min wahrscheinlich einfach eine viel zu lange WhatsApp-Nachricht in ihre Notizen tippen und die beste Freundin würde ihr dringend raten, sie nicht abzuschicken.
Min wirkt wie eine „alte Seele“: ungefähr 89-mal im Buch wird erwähnt, dass sie „anders“ ist. Dazu kommen viele Filmreferenzen, mit denen man klarkommen muss. Man merkt auch, dass das Buch von 2011 ist, manche Ausdrücke oder Einstellungen würden 2025 so nicht mehr passen (zum Beispiel, dass Ed „schwul“ als Beleidigung benutzt. Heute könnte Min ihm wohl besser erklären, warum das nicht geht).
Das Buch zieht sich manchmal ein bisschen, und ob Ed wirklich alles lesen würde, ist fraglich. Aber man merkt: Min schreibt es vor allem für sich selbst, als eine Art Abschluss.
Eine kreative Idee, um enttäuschte Liebe zu erzählen. Manchmal etwas holprig, aber originell und mit vielen schönen Details.
printbalance
4/5
08.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Alles in allem ist diese Jugendlektüre eine bittersüße Liebesgeschichte, die zeigt, dass nicht jede erste große Liebe für immer hält, sie es aber trotzdem wert ist, erlebt zu werden.
Das Cover von „43 Gründe, warum es aus ist“ sticht sofort ins Auge. Die vielen bunten Gegenstände auf dem rosafarbenen Untergrund, die später in der Geschichte eine wesentliche Rolle spielen, wecken die Neugier des Lesers und laden zum Entdecken ein. Besonders gelungen finde ich auch den Buchschnitt, auf dem diese Erinnerungsstücke ebenfalls abgebildet sind.
Die Protagonisten Min und Ed könnten unterschiedlicher nicht sein. Min ist eine sympathische Schülerin, die sich von den klassischen Highschool-Klischees abhebt. Sie ist kreativ, leidenschaftlich und hat ihren eigenen Kopf. Ed hingegen entspricht zunächst genau dem Bild, das man von ihm erwartet: ein gut aussehender, erfolgreicher Mädchenschwarm und ein Ass im Sport. Doch mit der Zeit wird er dem Leser sympathischer, auch wenn er es einem nicht immer leicht macht.
Der Erzählstil von Daniel Handler hat mir grundsätzlich gut gefallen. Er ist flüssig und offen, allerdings werden sehr viele Spielfilmnamen integriert, deren Szenen die Handlung untermalen sollen. Da ich jedoch keinen einzigen der erwähnten Filme kannte, fiel es mir manchmal schwer, die Vergleiche nachzuvollziehen.
Die Geschichte selbst plätschert in ruhigen Tönen vor sich hin. Twists und große Spannungsbögen sind hier nicht zu finden, was ich jedoch nicht als störend empfand.
Die vielen bunten Illustrationen von Maira Kalman gefielen mir sehr gut und lockerten das Buch optisch auf.
Fazit: Alles in allem ist diese Jugendlektüre eine bittersüße Liebesgeschichte, die zeigt, dass nicht jede erste große Liebe für immer hält, sie es aber trotzdem wert ist, erlebt zu werden.
Bewertung
3/5
02.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Erste Liebe, wie sie jede/r kennt
Nach ihrer ersten gescheiterten Liebe, gibt Min ihrem Ex allen Krempel zurück, der mit ihm zu tun hat und schreibt dazu einen endlos langen Brief, inklusiver verschachtelter Gedankenschleifen und verletzter Eitelkeiten. Leider passiert nichts unvorhergesehenes, obwohl ich bis zum Schluss auf eine überraschende Wendung hoffte, was auch irgendwie für das Buch spricht. Der Titel macht neugierig und die Idee ist wirklich toll, aber einen Twist hätte die Geschichte vertragen.
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