Das dramatische Finale des packenden Zweiteilers von Bestsellerautorin Miriam Georg.Hamburg, 1914. Rosa ist fort! Alice sucht überall nach ihrer kleinen Tochter, aber sie bleibt verschwunden. Zugleich muss Alice eine respektable Arbeit vorweisen, um vor Gericht die Auflösung ihrer Ehe zu bewirken. Die Situation scheint ausweglos ... In ihrer Verzweiflung schleust Alice sich als Dienstmädchen in John Reevens Villa am Feenteich ein. Nun begegnen Alice und John sich täglich, ohne ein offenes Wort miteinander wechseln zu können.Seine Familie, seine Verlobung, das Vermögen - alles um John herum zerfällt. Wohin die Weltlage steuert und welche Werte gelten, ist unklar. Wie kann John, mit Alice täglich vor Augen, nun noch eine Vernunftehe eingehen? Der Anwalt fühlt sich zerrissen zwischen seinen Gefühlen und seiner Verantwortung.Unaufhaltbar ziehen Alice und John sich an, doch eine Liebe zwischen ihnen ist undenkbar. Und John weiß nichts von Alices Vergangenheit, die sie mit aller Macht vor ihm verborgen hält ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
5/5
16.10.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Tolle Fortsetzung
Und weiter geht es mit der Nordwind Saga. Zum Glück ließ dieser zweite Teil nicht lange auf sich warten, so dass mir alle Personen noch sehr vertraut waren. Ich war so neugierig wie diese Geschichte ausgehen wird und ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, der zweite Teil übertrifft tatsächlich den ersten. Ich hätte nicht erwartet, dass dies noch geht. Im ersten Teil steht Alice im Mittelpunkt, der zweite Teil kommt vielschichtiger daher. Die Autorin lässt uns teilhaben an den Problemen der Familienmitglieder Reeven. John hadert damit, Eveline heiraten zu müssen, nach wie vor spürt er eine große Zuneigung für Alice, die mittlerweile im Hause Reeven arbeitet. Alice kämpft immer noch um die Scheidung und sucht ihre Tochter Rosa, die ihr Mann Henk ihr entzogen hat. Johns Bruder Julius ist nicht glücklich in seiner Ehe mit Margrit, die wiederrum auch nicht. Und auch Blanche, die Schwester von John und Julius kämpft mit Eheproblemen. Ab und zu kommt es auch wieder Rückblenden, in denen es um Alices Vergangenheit geht, diese müssen sein, um Alices Handeln und Situation besser verstehen zu können. Besonders gut gefällt mir auch hier wieder die Affinität zu Hamburg. Man merkt, dass die Autorin Miriam Georg, obwohl sie in Berlin lebt, ein Herz für Hamburg hat, diese Stadt gut kennt und liebt. Alles ist außerordentlich gut recherchiert und hat Hand und Fuß. Die Hörbuchsprecherin Tanja Fornaro ist wieder ein voller Erfolg und genau die richtige Stimme für diesen tollen Roman. Sie macht die Geschichte zu einem besonderen Hörgenuss, weitere Hörbücher von Miriam Georg und Tanja Fornaro wurden bereits von mir gekauft, da ich finde, dass die beiden einfach ein tolles Team sind und genau meinen Geschmack treffen. Das 13 ½ lange Hörbuch wurde von mir an einem Wochenende gehört, dass sagt eigentlich schon alles aus. Ein ganz großes Lob möchte ich fürs Romanende aussprechen. Passender hätte es nicht sein können und im Prinzip gäbe es sogar noch die Möglichkeit einer Fortsetzung, denn der Roman endet mit dem Beginn des 1. Weltkrieges.
Für die Leserschaft von historischen Romanen, spreche ich eine unbedingte Leseempfehlung aus, aber bitte vorab mit dem ersten Teil beginnen, sonst wird es schwierig.
5+ Sterne.
Bewertung
aus Wien
4/5
30.10.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Offenes Ende, dennoch hörenswert
Ich war schon gespannt auf die Fortsetzung und was die Autorin hier uns über die damalige Zeit erzählte und wie es den Protagonisten weiter erging.
Gelesen war es wieder wunderbar von Tanja Fornaro, welche mir sehr gut gefiel; sie hat der Geschichte einen weichen Klang gegeben.
Es war für mich ein sehr düsteres Bild, dass uns in Rückblenden dargestellt wurde. Alice bzw Christina hatte es nicht einfach und dennoch ist sie eine starke Persönlichkeit geworden. Diesen Lebensmut kann man nur bewundern, ihre zeitweise Naivität fand ich mehr als erschreckend, wenn auch nachvollziehbar.
Im bevorstehenden Prozess kommt die Wahrheit (teilweise) ans Licht. Das öffnet auch John Reeven die Augen, blauäugig ging er im Leben voran, und musste auch in seiner Familie einige Dramen und Schicksalsschläge erkennen und sieht womöglich jetzt die Welt mit anderen Augen (ihm hätte ich doch etwas mehr Elan und Mut gewünscht; er hatte viel mehr davon im ersten Band).
Julius und auch Blanche, beide Protagonisten wurden wieder in die Geschichte involviert, man ließ sie dennoch mit heftigen Blessuren zurück (auch hier fehlt mir ein Ende).
Wie der Prozess bzw das Urteil des Richters ausging, man kann es sich denken. Dennoch hätte ich auf das ein oder andere Wunder doch gehofft (die Sache mit dem Waisenhaus und was Henk als Grund angab bspw wurde bei Gericht nicht erwähnt).
Geschrieben war es spannend und auch durch die Rückblenden und was Alice erlebte, zeigte es (erschreckend) auf, was man als Frau damals Wert war und was man erdulden musste.
Das Ende wiederum blieb für mich offen und hat mir nicht gefallen, da fehlt noch etwas (meiner Meinung nach). Ob absichtlich oder ungewollt, kann nur die Autorin beantworten. Hier wäre alles möglich, wir erinnern uns, es war die Zeit des ersten Weltkrieges...
Empfehlen würde ich das Hörbuch dennoch, es sollte jedoch zunächst Band 1 "Im Nordwind" gelesen bzw gehört werden, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
Knappe 4* (es war mir etwas zu düster, auch das Ende blieb mehr oder weniger offen )
Lena
aus Köln
5/5
08.04.2026
eBook (ePUB 3)
Dramatischer und packender Abschluss der historischen Dilogie um die gesellschaftlichen Zwänge, Liebe und Ränken zur damaligen Zeit
Alice Bloom ist auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter Rosa, die ihr Ehemann, von dem sie sich scheiden lassen möchte, ihr entzogen hat. Im Haus der Familie von John Reeven, der sie bisher als Anwalt vertreten hat, hat Alice eine Anstellung als Dienstmädchen gefunden, wobei es beide schmerzt, dass sie sich so nah sind, aber ihre Gefühle nicht zulassen dürfen. John muss die Heirat mit seiner Verlobten Evelyn planen, nachdem die Familie mit der Erkrankung von Johns Vater Theodor und dem überraschenden Tod von Evelyns Eltern gelitten hat.
Auch Johns Schwester Blanche leidet, hat aber einen Plan entwickelt, um der Tyrannei ihres Ehemanns Einhalt zu gebieten. Währenddessen verzweifelt Marlies an ihren unerwiderten Gefühlen für John, ist sie doch mit seinem Bruder Julius verheiratet, der wiederum mit seinem Rang innerhalb der Familie hadert.
"Im Nordlicht" ist der zweite Band der atmosphärischen "Im Nordwind"-Saga und setzt genau dort fort, wo "Im Nordwind" spannungsgeladen endete.
Der Fokus der Geschichte liegt weiterhin auf Alice, insbesondere da über Rückblenden in die Zeit vor der Jahrhundertwende erzählt wird, was sie in jungen Jahren durchgemacht hat und ihr im Kampf um das Sorgerecht für Rosa zum Verhängnis werden könnte. Darüber hinaus werden die Lebensgeschichten der weiteren aus Band 1 bekannten Personen vertieft. Im Hause Reeven spielen sich dabei zahlreiche Dramen ab, die jedoch nicht unglaubwürdig sind, sondern mit der Entwicklung der Figuren schlüssig einhergehen.
Die Geschichte ist facettenreich und lebendig und verknüpft anschaulich die harten Fakten der damaligen Zeit mit den emotional bewegenden Schicksalen der fiktiven Personen.
Der Roman versetzt die/ den LeserIn nach Hamburg ins Jahr 1914 und entwirft ein detailgetreues Porträt der Gesellschaft, wobei die unterschiedlichen sozialen Schichten mit ihren Schwierigkeiten und Entscheidungen beleuchtet werden. Die Liebesdramen und Sorgen um geliebte Angehörige treffen Arm und Reich. Für die untere Schicht ist das Leben ein ewiger Kampf und mit Leid verbunden, das mitunter zu Verzweiflungstaten führt. Aber auch die Schicksale der Privilegierten gehen nahe, die in den Konventionen gefangen sind und sich Glück ebenso wenig erkaufen können.
Gefesselt verfolgt man jedes einzelne Schicksal, unabhängig von sozialem Rang oder Sympathie, und kann durch die sich stetig ändernden Perspektiven in die Lebenswelt, Gedanken und Gefühle jedes einzelnen eintauchen. Mit dem Wechsel zwischen Vergangenheit und erzählender Gegenwart steigert sich die Spannung um das Schicksal von Alice, deren Geheimnisse bekannt zu werden drohen, und ihrer Tochter kontinuierlich bis zum Ende.
"Im Nordlicht" ist ein dramatischer und packender Abschluss der historischen Dilogie, der die in Band 1 aufgeworfenen Themen Scheidungsrecht, Gewalt in der Ehe, soziale Ungerechtigkeit, Depressionen, Zwangsprostitution und Menschenhandel noch weiter vertieft und die gesellschaftlichen Zwänge zur damaligen Zeit eindrücklich darlegt.
Isabel (engi)
aus Bietigheim-Bissingen
5/5
18.11.2025
Hörbuch (Audio)
Nahtlos knüpft nicht nur…
Nahtlos knüpft nicht nur dieser zweite Teil an den ersten an, sondern auch für mich war es ein großes Glück, die beiden Bücher back-to-back hören zu können. Schnell konnte ich wieder eintauchen in die Geschichte um Alice, Rosa und Henk aber auch um John Reeven und seine Familie. Für Alice dreht sich alles darum ihr geliebte Tochter Rosa zurückzubekommen, die von ihrem Vater verschleppt wurde. Sie ist bereit alles dafür zu geben und nimmt in ihrer Verzweiflung eine Stelle im Hause Reeven an, wo sie nicht nur John, sondern auch seiner Verlobten Eveline täglich über den Weg laufen muss. Intensiver beleuchtet wird nun auch die Familie Reeven, die mit Problemen an allen Ecken und Enden zu kämpfen hat und in der der eine unglücklicher scheint als der andere und manche Mord- oder Selbstmordgedanken gehegt werden …. Mit der Autorin Miriam Georg und der Sprecherin Tanja Fornaro durfte ich mich nun zum zweiten und leider letzten Mal nach Hamburg im beginnenden letzten Jahrhundert begeben und die Höhen und Tiefen der beiden so unterschiedlichen Familien erleben. Das Ende ist bewusst offengehalten und passt für mich ganz wunderbar. Natürlich hätte man im Ersten Weltkrieg wieder anknüpfen können, aber dafür gibt es ja genug andere Romane. Von mir gibt es natürlich wieder fünf funkelnde Sterne und ein unbedingte Leseempfehlung, aber bitte vorab mit dem ersten Teil beginnen, sonst wird verpasst ihr was!
Bewertung
5/5
20.08.2025
eBook (ePUB 3)
Interessante lektüre über das leben von frauen und männern um die 1820
Spannendes buch über das leben und die rechte der frauen um 1820 und ihre nöte , es ist erschreckend zu lesen wie frauen von den männern unterdrückt wurden, rechte hatten sie in der ehe keine
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