Das dramatische Finale des packenden Zweiteilers von Bestsellerautorin Miriam Georg.Hamburg, 1914. Rosa ist fort! Alice sucht überall nach ihrer kleinen Tochter, aber sie bleibt verschwunden. Zugleich muss Alice eine respektable Arbeit vorweisen, um vor Gericht die Auflösung ihrer Ehe zu bewirken. Die Situation scheint ausweglos ... In ihrer Verzweiflung schleust Alice sich als Dienstmädchen in John Reevens Villa am Feenteich ein. Nun begegnen Alice und John sich täglich, ohne ein offenes Wort miteinander wechseln zu können.Seine Familie, seine Verlobung, das Vermögen - alles um John herum zerfällt. Wohin die Weltlage steuert und welche Werte gelten, ist unklar. Wie kann John, mit Alice täglich vor Augen, nun noch eine Vernunftehe eingehen? Der Anwalt fühlt sich zerrissen zwischen seinen Gefühlen und seiner Verantwortung.Unaufhaltbar ziehen Alice und John sich an, doch eine Liebe zwischen ihnen ist undenkbar. Und John weiß nichts von Alice' Vergangenheit, die sie mit aller Macht vor ihm verborgen hält ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
05.12.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Im Nordlicht
Inhalt siehe Klappentext.
Ich hatte vor 3 Monaten den ersten Teil der Nordwind-Saga gehört und auch bei Band 2 "Im Nordlicht" konnte mich die Stimme von Tanja Fornaro wieder mitreißen. Sie liest Miriam Georgs dramatische Geschichte um die Hamburger Schaustellertochter Alice, die direkt am 1. Teil anknüpft, so fesselnd und gleichzeitig mitfühlend vor, dass einem bei 13:34 Stunden Lesedauer nicht langweilig wird. Ich empfehle die 1,25-fache Geschwindigkeit. Der Hörer erfährt, auch in diesem Band in mehreren Zeitsträngen, wie es 1914 mit Alice, Rosa, John etc. weitergeht. Dazu gibt es Rückblicke in Alice' Kindheit und Jugend Ende des 19. Jahrhunderts, wie über sie bestimmt wurde, wie ihr übel mitgespielt wurde und wie sie versuchte, ihrer Lage Herr zu werden. Man schaut hinter die Kulissen der Familie Reeven, auch in besseren Kreisen machen Krankheit oder verschmähte Liebe nicht Halt - auch nicht die verbotene Liebe! Jeder ist angreifbar, aber zeigen will es niemand. Ich hatte angenehme Hörstunden, konnte ganz in der norddeutschen Familiensaga abtauchen, mitzittern, wie die Suche nach Rosa weiter-/ausgeht, ob Alice endlich von Henk loskommen kann, wie sich die Beziehungen John/Evelin, Julius/Marlies und Blanche/Niklas entwickeln. Ein Hörbuch, das eher negative Seiten des Lebens zeigt, als positive, aber auch diese sollte man nicht verdrängen. Eine Geschichte über eine Zeit, in der Frauen nichts zu sagen hatten, sondern sich dem Mann unterzuordnen hatten. Abschluss der Dilogie, die nachdenklich macht, Tod, Leid, Schmerz sind immer parat. Hörempfehlung mit 5 Sternen, das Titelbild zu Band 2 passt wunderbar zu Band 1, der Wiedererkennungsfaktor ist da.
Martina
aus Eschweiler
5/5
04.12.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Schöne Fortsetzung
Das Cover ist dem ersten Band angepasst gestaltet und gefällt mir gut. Die Hörbuchstimme ist die gleiche, wie beim ersten Band und hat mir wieder gut gefallen. Im zweiten Band geht es in der Geschichte um Alice weiter und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte springt zwar manchmal in den Zeiten etwas hin und her, aber das hat mich nicht gestört. Ich habe mich auch hier wieder gut unterhalten gefühlt. Man sollte jedoch auf alle Fälle den ersten Band zuerst hören bzw. lesen, da man ansonsten meines Erachtens nicht in die Geschichte hineinfindet. Ich gebe auch hier eine 100 %ige Lese- bzw. Hörempfehlung, an all diejenigen, die den ersten Band bereits kennen.
Lesemone
4/5
02.12.2024
Hörbuch-Download (MP3)
Sorgerecht
Die Fortsetzung der Geschichte dreht sich um den Sorgerechtstreit, den Alice mit ihrem Mann Henk austrägt. Er hat ihr die gemeinsame Tochter Rosa weggenommen und nun versucht Alice mit Anwalt John, sie wiederzubekommen. Die Geschichte wird sehr moduliert vorgetragen. Man kann der Sprecherin gut folgen. Gut fand ich, dass auf mehreren Zeitebenen erzählt wird. Man bekommt zusätzlich einen guten Einblick, was bei John und seiner Familie vor sich geht. Ich fand den zweiten Teil nicht ganz so mitreißend, wie es bei dem ersten Buch gewesen war. Insgesamt war das Hörbuch aber sehr gut zu hören und man bekommt einen guten Eindruck, was die Menschen damals beschäftigt hat und wie sie mit den Menschenrechten umgingen.
Lena
aus Köln
5/5
08.04.2026
eBook (ePUB 3)
Dramatischer und packender Abschluss der historischen Dilogie um die gesellschaftlichen Zwänge, Liebe und Ränken zur damaligen Zeit
Alice Bloom ist auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter Rosa, die ihr Ehemann, von dem sie sich scheiden lassen möchte, ihr entzogen hat. Im Haus der Familie von John Reeven, der sie bisher als Anwalt vertreten hat, hat Alice eine Anstellung als Dienstmädchen gefunden, wobei es beide schmerzt, dass sie sich so nah sind, aber ihre Gefühle nicht zulassen dürfen. John muss die Heirat mit seiner Verlobten Evelyn planen, nachdem die Familie mit der Erkrankung von Johns Vater Theodor und dem überraschenden Tod von Evelyns Eltern gelitten hat.
Auch Johns Schwester Blanche leidet, hat aber einen Plan entwickelt, um der Tyrannei ihres Ehemanns Einhalt zu gebieten. Währenddessen verzweifelt Marlies an ihren unerwiderten Gefühlen für John, ist sie doch mit seinem Bruder Julius verheiratet, der wiederum mit seinem Rang innerhalb der Familie hadert.
"Im Nordlicht" ist der zweite Band der atmosphärischen "Im Nordwind"-Saga und setzt genau dort fort, wo "Im Nordwind" spannungsgeladen endete.
Der Fokus der Geschichte liegt weiterhin auf Alice, insbesondere da über Rückblenden in die Zeit vor der Jahrhundertwende erzählt wird, was sie in jungen Jahren durchgemacht hat und ihr im Kampf um das Sorgerecht für Rosa zum Verhängnis werden könnte. Darüber hinaus werden die Lebensgeschichten der weiteren aus Band 1 bekannten Personen vertieft. Im Hause Reeven spielen sich dabei zahlreiche Dramen ab, die jedoch nicht unglaubwürdig sind, sondern mit der Entwicklung der Figuren schlüssig einhergehen.
Die Geschichte ist facettenreich und lebendig und verknüpft anschaulich die harten Fakten der damaligen Zeit mit den emotional bewegenden Schicksalen der fiktiven Personen.
Der Roman versetzt die/ den LeserIn nach Hamburg ins Jahr 1914 und entwirft ein detailgetreues Porträt der Gesellschaft, wobei die unterschiedlichen sozialen Schichten mit ihren Schwierigkeiten und Entscheidungen beleuchtet werden. Die Liebesdramen und Sorgen um geliebte Angehörige treffen Arm und Reich. Für die untere Schicht ist das Leben ein ewiger Kampf und mit Leid verbunden, das mitunter zu Verzweiflungstaten führt. Aber auch die Schicksale der Privilegierten gehen nahe, die in den Konventionen gefangen sind und sich Glück ebenso wenig erkaufen können.
Gefesselt verfolgt man jedes einzelne Schicksal, unabhängig von sozialem Rang oder Sympathie, und kann durch die sich stetig ändernden Perspektiven in die Lebenswelt, Gedanken und Gefühle jedes einzelnen eintauchen. Mit dem Wechsel zwischen Vergangenheit und erzählender Gegenwart steigert sich die Spannung um das Schicksal von Alice, deren Geheimnisse bekannt zu werden drohen, und ihrer Tochter kontinuierlich bis zum Ende.
"Im Nordlicht" ist ein dramatischer und packender Abschluss der historischen Dilogie, der die in Band 1 aufgeworfenen Themen Scheidungsrecht, Gewalt in der Ehe, soziale Ungerechtigkeit, Depressionen, Zwangsprostitution und Menschenhandel noch weiter vertieft und die gesellschaftlichen Zwänge zur damaligen Zeit eindrücklich darlegt.
Isabel (engi)
aus Bietigheim-Bissingen
5/5
18.11.2025
Hörbuch (Audio)
Nahtlos knüpft nicht nur…
Nahtlos knüpft nicht nur dieser zweite Teil an den ersten an, sondern auch für mich war es ein großes Glück, die beiden Bücher back-to-back hören zu können. Schnell konnte ich wieder eintauchen in die Geschichte um Alice, Rosa und Henk aber auch um John Reeven und seine Familie. Für Alice dreht sich alles darum ihr geliebte Tochter Rosa zurückzubekommen, die von ihrem Vater verschleppt wurde. Sie ist bereit alles dafür zu geben und nimmt in ihrer Verzweiflung eine Stelle im Hause Reeven an, wo sie nicht nur John, sondern auch seiner Verlobten Eveline täglich über den Weg laufen muss. Intensiver beleuchtet wird nun auch die Familie Reeven, die mit Problemen an allen Ecken und Enden zu kämpfen hat und in der der eine unglücklicher scheint als der andere und manche Mord- oder Selbstmordgedanken gehegt werden …. Mit der Autorin Miriam Georg und der Sprecherin Tanja Fornaro durfte ich mich nun zum zweiten und leider letzten Mal nach Hamburg im beginnenden letzten Jahrhundert begeben und die Höhen und Tiefen der beiden so unterschiedlichen Familien erleben. Das Ende ist bewusst offengehalten und passt für mich ganz wunderbar. Natürlich hätte man im Ersten Weltkrieg wieder anknüpfen können, aber dafür gibt es ja genug andere Romane. Von mir gibt es natürlich wieder fünf funkelnde Sterne und ein unbedingte Leseempfehlung, aber bitte vorab mit dem ersten Teil beginnen, sonst wird verpasst ihr was!
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