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Produktbild: Ethik der Appropriation

Ethik der Appropriation

8,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.08.2024

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

87 (Printausgabe)

Dateigröße

960 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783751830317

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

01.08.2024

Verlag

Matthes & Seitz Berlin Verlag

Seitenzahl

87 (Printausgabe)

Dateigröße

960 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783751830317

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

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5/5

Fröhliche Wissenschaft trifft ethische Verantwortung

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jede Epoche muss sich seinen Herausforderungen stellen und jede Zeit bringt ihre Idole hervor. Das war auch in der Vergangenheit schon so. Vieles davon hat sich aber im Laufe der Zeit gewandelt. Es ist nicht nur die Art wie uns die Botschaften unserer Vorbilder erreichen und wie wir sie konsumieren, sondern auch wie diese sich ausdrücken. Die Zugehörigkeit zu einer ethischen Gruppe, egal welcher Couleur, war immer schon ein strittiger Punkt. Hier scheiden sich bekanntlich die Geister. Auf die Frage im Jahr 2021 an eine deutsche Grünenpolitikerin wer die Idole ihrer Kindheit waren, antwortete diese am Bundesparteitag, dass sie gerne „Indianer“ geworden wäre. Dies erscheint in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, ist der Autor des hier vorliegenden Essay-Bandes, Jens Balzer, überzeugt. Zum einen liegt es an der Problematik, dass man sich hier einer ethischen Minderheit zugehörig fühlt. Nicht allein die Bezeichnung „Indianer“ ist ein No-Go in unserer sensiblen Welt. Es ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe die eigentlich weder so genannt werden möchte und auch in Europa nicht existiert. Wie kann es also sein, dass selbst eine Politikerin in einem europäischen Kernland sich einer Randgruppe eines anderen Kontinents als Kind zugehörig fühlte? Dies ist eine der Kernfragen die Herr Balzer in seinem äußerst lesenswerten kleinen Band der Serie „Fröhliche Wissenschaft“ nachgeht. Die Frage die sich hier stellt ist nicht ob diese Bezeichnung gerade dem Zeitgeist entspricht. Der Kernpunkt beruht darauf wie man überhaupt darauf kommt sich einer unterdrückten Randgruppe zugehörig zu fühlen. Herr Balzer begibt sich auf Spurensuche in seinem kleinen Band und vergleicht hier unterschiedliche Ansätze der Zugehörigkeit. Er nennt das in seinem Büchlein „Appropriation“. Ein Begriff der mir bis dato fremd war. Seine Suche führt durch verschiedene Bereiche unserer modernen Gesellschaft. Immer wieder haben kleine Gruppen versucht auf ihre Unterdrückung aufmerksam zu machen, um nicht noch weiter diskriminiert zu werden. Diese großen Blöcke beinhalten bei ihm vor allem Musiker unterschiedlicher moderner und auch älterer Stilrichtungen. Bekannte Musiker der Neuzeit haben oftmals von älteren Bands und Sängern deren Musik abgekupfert und sie als ihre eigenen Werke verkauft. Das ist bemerkenswert da gerade in Zeiten der Plagiatsjäger solche Dinge eigentlich sehr schnell aufzudecken sein sollten. Eine weitere mir völlig neue Bezeichnung in diesem Zusammenhang ist die des „Schwarzen Atlantiks“. Es wäre an der Zeit sich davon loszusagen, dass europäische Siedler die Erschließung unsere Weltmeere auf ihre Fahnen heften. Aus der Geschichte Nordamerikas oder Asiens geht hervor, dass diese die Weltmeere bereits in einer viel früheren Zeit für uns schiffbar machten. Eine moderne europäisch geprägte Forschung widersetzt sich jedoch diesen Aufzeichnungen. Amerika wurde demnach nicht von Christoph Kolumbus entdeckt. Dass auch andere europäische Kulturen und auch aus dem asiatischen Raum diesen Kontinent besucht haben ist heute weitestgehend anerkannt. Ein wirklich lesenswerter Band! Er zeigt warum sich selbst Spitzenpolitiker einer Randgruppe zugehörig fühlen und warum das in vielen Köpfen noch nicht angekommen zu sein scheint.
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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Fröhliche Wissenschaft trifft ethische Verantwortung

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Jede Epoche muss sich seinen Herausforderungen stellen und jede Zeit bringt ihre Idole hervor. Das war auch in der Vergangenheit schon so. Vieles davon hat sich aber im Laufe der Zeit gewandelt. Es ist nicht nur die Art wie uns die Botschaften unserer Vorbilder erreichen und wie wir sie konsumieren, sondern auch wie diese sich ausdrücken. Die Zugehörigkeit zu einer ethischen Gruppe, egal welcher Couleur, war immer schon ein strittiger Punkt. Hier scheiden sich bekanntlich die Geister. Auf die Frage im Jahr 2021 an eine deutsche Grünenpolitikerin wer die Idole ihrer Kindheit waren, antwortete diese am Bundesparteitag, dass sie gerne „Indianer“ geworden wäre. Dies erscheint in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, ist der Autor des hier vorliegenden Essay-Bandes, Jens Balzer, überzeugt. Zum einen liegt es an der Problematik, dass man sich hier einer ethischen Minderheit zugehörig fühlt. Nicht allein die Bezeichnung „Indianer“ ist ein No-Go in unserer sensiblen Welt. Es ist die Zugehörigkeit zu einer Gruppe die eigentlich weder so genannt werden möchte und auch in Europa nicht existiert. Wie kann es also sein, dass selbst eine Politikerin in einem europäischen Kernland sich einer Randgruppe eines anderen Kontinents als Kind zugehörig fühlte? Dies ist eine der Kernfragen die Herr Balzer in seinem äußerst lesenswerten kleinen Band der Serie „Fröhliche Wissenschaft“ nachgeht. Die Frage die sich hier stellt ist nicht ob diese Bezeichnung gerade dem Zeitgeist entspricht. Der Kernpunkt beruht darauf wie man überhaupt darauf kommt sich einer unterdrückten Randgruppe zugehörig zu fühlen. Herr Balzer begibt sich auf Spurensuche in seinem kleinen Band und vergleicht hier unterschiedliche Ansätze der Zugehörigkeit. Er nennt das in seinem Büchlein „Appropriation“. Ein Begriff der mir bis dato fremd war. Seine Suche führt durch verschiedene Bereiche unserer modernen Gesellschaft. Immer wieder haben kleine Gruppen versucht auf ihre Unterdrückung aufmerksam zu machen, um nicht noch weiter diskriminiert zu werden. Diese großen Blöcke beinhalten bei ihm vor allem Musiker unterschiedlicher moderner und auch älterer Stilrichtungen. Bekannte Musiker der Neuzeit haben oftmals von älteren Bands und Sängern deren Musik abgekupfert und sie als ihre eigenen Werke verkauft. Das ist bemerkenswert da gerade in Zeiten der Plagiatsjäger solche Dinge eigentlich sehr schnell aufzudecken sein sollten. Eine weitere mir völlig neue Bezeichnung in diesem Zusammenhang ist die des „Schwarzen Atlantiks“. Es wäre an der Zeit sich davon loszusagen, dass europäische Siedler die Erschließung unsere Weltmeere auf ihre Fahnen heften. Aus der Geschichte Nordamerikas oder Asiens geht hervor, dass diese die Weltmeere bereits in einer viel früheren Zeit für uns schiffbar machten. Eine moderne europäisch geprägte Forschung widersetzt sich jedoch diesen Aufzeichnungen. Amerika wurde demnach nicht von Christoph Kolumbus entdeckt. Dass auch andere europäische Kulturen und auch aus dem asiatischen Raum diesen Kontinent besucht haben ist heute weitestgehend anerkannt. Ein wirklich lesenswerter Band! Er zeigt warum sich selbst Spitzenpolitiker einer Randgruppe zugehörig fühlen und warum das in vielen Köpfen noch nicht angekommen zu sein scheint.

Meinung aus der Buchhandlung

Ethik der Appropriation

von Jens Balzer

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