Nicht zu wissen, ist manchmal schwerer zu ertragen als zu wissen
Familie bedeutet für Isa: sie, ihr Vater, ihr jüngerer Bruder Ben und ihre Pflegegeschwister Alexander und Sera. Mehr braucht sie nicht. Doch dann verschwindet Ben auf der Suche nach ihrer Mutter in der Provence, und für Isa steht fest, dass sie verhindern muss, dass ihre Mutter die Familie noch einmal zerstört. So, wie Adèle es schon einmal getan hat, als sie vor vielen Jahren einfach abgehauen ist. Um Ben zu finden, muss Isa sich jedoch den Geheimnissen ihrer Familie stellen. Geheimnisse, die nicht nur die verwirrenden Gefühle zwischen Alexander und ihr bedrohen, sondern auch dazu führen, dass Isa alles infrage stellen muss, was sie über sich selbst und ihr Leben zu wissen glaubte ...
Hochemotional zeigt Kathrin Lange, dass Familie das ist, was man gemeinsam daraus macht und wie wir selbst bestimmen können, wer wir sind.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Sonja
aus Freiburg
4/5
01.09.2024
eBook (ePUB 3)
Jugendbuch / Familie / Geheimnisse
Familie bedeutet Isa alles, daher ist sie verunsichert, als sich die Gefühle für ihren großen Pflegebruder Alexander ändern. Auch Alexander kommt nicht damit zurecht, dass er in Isa verliebt ist. Aber die Probleme fangen erst an, als sie einen Anruf von ihrem jüngeren Bruder Ben bekomm, der in der Provence auf einem Schulausflug ihre Mutter Adele trifft. Isa kann es nicht erklären, aber eine Panik erfasst sie, so dass sie selbst in die Provence fahren muss. Alexander begleitet sie und es kommen mehr Wahrheiten auf den Tisch, als eine Familie haben sollte.
Wir folgen hauptsächliche Isa, aber auch Alexander bekommt einige Kapitel. Ich finde Isa sehr reflektiert. Sie weiß erst nicht, was die Gefühle bedeuten. Nicht nur die zu Alexander, sondern auch zu ihrer Mutter. Denn diese ist psychisch so labil, dass sie manipulative und sehr dramatische Spielchen spielt. Alexander ist überfordert mit den Gefühlen für Isa, aber schlimm für ihn wird es erst, als der Verdacht aufkommt, sie könnten tatsächlich verwandt sein.
Mir gefällt, wie die beiden ihre Gefühle versuchen zu verstehen und eigentlich ist es schade, dass wir die beiden nach den ganzen Wahrheiten nicht weiterverfolgen, denn dann geht es eigentlich erst los.
Das Setting mit Paris und der Provence ist passend, auch wie die Figuren agieren. Die Sprache ist jung und klug, aber es wird sehr auf Gefühle und ihre Verarbeitung Wert gelegt.
Hier wird aufgezeigt, dass bestimmte Geheimnisse in einer Familie ungesund sein können und wie tief ein Traumata einer Person eine Familie treffen können.
Mir hat das Buch sehr gefallen, außer eben, dass mir die Verarbeitung der Wahrheit fehlt, daher vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.
Aarany
aus Berlin
4/5
12.07.2024
eBook (ePUB 3)
Vampirgefühle
Cover & Klappentext
Zugegeben, ich habe keine Ahnung, was mich hier zuerst angesprochen hat. War es das Cover, was zweifellos wunderschön ist, oder doch der Name der Autorin? Da ich schon das eine oder andere Buch von ihr kenne, war sehr neugierig. Tja, und der Klappentext hat mich überzeugt.
Meinung
Als sich Isas Mutter nach Jahren der Abwesenheit meldet und kurz darauf ihr Bruder, als er Kontakt zu ihr hat, verschwindet, reist seine Schwester mit dem gemeinsamen Pflegebruder in die Provence, um ihn zu suchen. Dabei steht für sie fest, dass ihre Mutter nur Unheil über die Familie gebracht hat. Je näher sie ihr kommen, desto mehr Geheimnisse gelangen ans Tageslicht. Zu viele, um die Familie zu zerstören?
Dieser Roman besticht durch seine Emotionen, deswegen darf man hier auch keine rasante, explosive Mischung aus Thriller-Elementen und Lovestory erwarten. Beides ist sicherlich zum Teil enthalten, aber gerät nicht in den Fokus. Den Schwerpunkt nimmt das Verhältnis der Geschwister zueinander ein. Da wären Isa und Ben, beides leibliche Geschwister. Dann Alexander, ihr gemeinsamer Pflegebruder, für den Isa Gefühle entwickelt hat, die über die Liebe zu einem Bruder hinausgehen. Und Sera, die Pflegeschwester. Alle verbindet ein enges Band. Da der Vater viel unterwegs ist, helfen sie sich untereinander. Diese Dynamik war sehr rührend.
Die Geschichte spielt in Frankreich, was auf eine seltsame Art und Weise passt. Dabei werden natürlich auch ein paar schöne Gegenden beschrieben, aber nicht übertrieben dargestellt. Und während Isa und ihr Pflegebruder Ben suchen, wird die Anziehung zwischen ihr und Alexander immer deutlicher, aber reagieren, wie auch im Buch erwähnt, widersprüchlich. Es ist eine Mischung aus Innigkeit und Meideverhalten. Das wurde zeitweilig etwas schwierig, weil es sich eine ganze Weile zog. Als Isa auch noch erschreckende Flashbacks bekommt, vermeintliche Erinnerungen an eine Zeit, in der ihre Mutter noch da war, ist es für alle wichtig, auch sie zu finden. Nicht nur, weil ihr Vater sich lieber in Schweigen hüllt, sondern auch, weil Adéle Antworten auf wichtige Fragen hat. Gleichzeitig muss sich Isa mit den Gefühlen, die sie für ihre Mutter hegt, auseinandersetzen. Aber gerade diese Zerrissenheit ist wirklich gut gelungen. Dabei gehen die Sichtweisen fließend ineinander über, sodass man Einblicke in Isa, Ben und Alexander bekommt. Es gibt keine extremen Brüche, die oftmals in Büchern vorkommen, weil ein Kapitel endet und gleichzeitig auch die Sicht. Das war sehr angenehm, weil es dem Buch, neben dem an das Alter der Protagonisten angepassten Schreibstils, etwas Fließendes gibt.
Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war das langsame Tempo. Ja, etwas Rasantes hätte zu der Geschichte nicht gepasst und ihr den Zauber genommen, aber etwas mehr Geschwindigkeit hätte auch zwischendurch die Spannung etwas erhöht, nicht nur zum Ende hin.
Insgesamt zeigt dieser Roman, dass eine Familie mehr ausmacht als eine Blutsverwandtschaft, und dass man entscheidet, wer man sein will. Gerade in dem Alter, in dem sich die Protagonisten befinden, ist Selbstfindung sehr wichtig – obwohl man sich diesbezüglich auch später immer wieder neu entdecken kann. Schon allein deshalb ist dieses Buch für eine breite Leserschaft geeignet, unabhängig vom Alter.
Fazit
Ich bin wirklich sehr angetan von der Geschichte, die mich etwas nachdenklich stimmt. Schon allein weil sie auch wichtige Themen anspricht. Hier verweise ich auf die Trigger-Warnung.
Wer hochemotionale, besondere Storys mag, dem kann ich uneingeschränkt „Everything we left unsaid“ empfehlen. Ich vergebe vier von fünf Sternen.
Bewertung
5/5
22.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Everything we left unsaid
Ich fande dieses Buch super.
Dieses Buch ist zwar erst ab 14 Jahren empfohlen aber ich bin 13 und fande es für mein Alter perfekt.
Es wurde sehr schnell spannend und die Spannung hielt die ganze Zeit an.
Es kam immer wieder etwas mit dem nicht gerechnet hat. Der Schreibstil ist sehr schön und angenehm geschrieben.
Ich empfehle das Buch für Mächen ab 13 oder 14.Ab 13 aber nur wenn man auf sensible Themen nicht sensibel reagiert.
Marira
5/5
24.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Emotional fesselndes Familiendrama
Das Cover des Buches "Everything we left unsaid" von Kathrin Lange gefällt mir gut und erinnert mich an die geflickte Schale in Adeles Wohnwagen und das Zitat "We are all broken.That's how the lights get in!" Die Farbgebung ist in sich stimmig aber lässt eher auf eine "schöne, sanfte und wohlige Geschichte" hoffen, was aufgrund der Schwere der Themen nicht gegeben ist.
Dennoch ist das Buch in einfacher Sprache gut verständlich geschrieben und lässt den Leser schnell in die Story eintauchen. Die präzise beschriebenen Emotionen der einzelnen Charaktere machen das Buch zu etwas ganz besonderem und lassen den Leser Teil der Geschichte werden.
Die Geschichte handelt von den Geschwistern Ismena und Benjamin, die zusammen mit ihrem Vater Johann und ihren beiden Adoptivgeschwistern Alexander und Sera in Paris leben. Als plötzlich ein mysteriöses Päckchen an Johann, Isa und Ben geliefert wird, welches Isa aus dem Briefkasten holt und alleine heimlich öffnet, gerät ihr Leben aus dem Gleichgewicht. Sie verbrennt den Brief sowie die gesendete Spieluhr mit der Melodie "Sur le pont d'Avignon..." die ihr eine beängstigende Gänsehaut und merkwürdige Gefühle bereitet.
Und als Ben plötzlich von seiner Klassenfahrt aus der Provence anruft und berichtet, dass er seine Mutter Adele getroffen hat und Johann auf Isa's Nachfrage bezüglich der Kinderliedes äußerst seltsam reagiert, beschließt sie ihrem Bruder nachzureisen. Zusammen mit Alexander, für den sie mehr als nur "geschwisterliche Gefühle" empfindet, tritt sie die Reise ins Unbekannte an und schon bald wird sie von den ganzen Eindrücken und den plötzlich erwachenden Erinnerungen an ihre Kindertage übermannt.... Zusammen mit Ben und Alexander versucht Isa, ihre Wurzeln zu ergründen und zu verstehen, warum ihr Vater sie bislang alleine aufzog und kaum ein Wort über ihre Mutter verlor....
Diese Story hat es wahrlich in sich. Ich war gefesselt, schockiert, traurig berührt und von den unzähligen Emotionen erfasst. Es tat fast körperlich weh, diesen Schmerz und diese unbändige Zerrissenheit die Isa und auch Alexander verspürt zu ertragen. Die Ängste und das plötzliche Erkennen der Realität sowie die furchtbare Qual zu ertragen, dass die große Liebe eventuell doch ein Blutsverwandter sein könnte den Isa niemals so lieben dürfte, wie sie es tut zerreißt einem beim Lesen das Herz.
Ich war von Anfang bis zum Schluss von der Geschichte in den Bann gezogen und konnte das Buch kaum beiseite legen.
Meine absolute Leseempfehlung!
Nicole Brinkmann
aus Meiningen
5/5
12.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Familiengeheimnisse und große Gefühle
Ich durfte dieses Buch über Netgalley als Rezensionsexemplar lesen.
Angesprochen hatte mich das Cover und der Klappentext.
Die Autorin hat einen einfachen und lockeren Schreibstil und das Setting in Frankreich war für mich mal etwas anderes als ich bisher so gelesen habe. Ich hab mich schnell eingefunden und die Story und sowohl in Paris als auch in der Provence sehr wohl gefühlt.
Es geht nicht nur um ein Familiengeheimnis sondern auch um die Liebe zwischen zwei vermeintlichen Stiefgeschwistern. Ich fand den Spannungsbogen gut aufgebaut und war mit jedem weiteren Twist überrascht was noch ans Licht gerät. Die Hauptprotagonisten waren mir sympatisch und auch die Dramatik zwischendrin hat mir gut gefallen.
FAZIT: Emotional, Spannend und empfehlenswert. 5 Sterne und eine Weiterempfehlung gibt's von mir.
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4/5
09.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gefühlvolle Familiengeschichte mit einem Hauch Romantik
Auf der Suche nach Familie, Liebe und sich selbst. Eine bewegende, mitreißende und wahre Achterbahn der Gefühle, eine Geschichte um ein gut gehütetes Familiengeheimnis in der Provenve. Isa erlebt diesen Moment, in dem sich ihr Leben auf einmal komplett und unaufhaltsam verändert. Isa und Ben, sowie Sera und Alexander, ihre Pflegegeschwister, sind es gewohnt ohne ihre Mutter aufzuwachsen und bei ihrem Vater Johann in Paris zu leben. Adele ihre Mamam ist vor vielen Jahren einfach untergetaucht. Doch dann kommt plötzlich ein mysteriöses Paket von ihr und Isa versucht mit allen Mitteln, den nahezu unausweichlichen Bruch ihrer Familie aufzuhalten. Dafür reist sie sogar mit Alexander in die Provence, um all die Unklarheiten in ihrer Vergangenheit aufzudecken. Aber nicht nur die Vergangenheit macht Isa zu schaffen, sondern auch die verwirrenden Gefühle zu ihrem großen Bruder Alexander, bringen sie an ihre Grenzen. Die Suche nach ihrer Mutter wirft viele Fragen und Geheimnisse auf, doch nur einer kennt die wahre Geschichte von Adele und Johann. Wird die Familie an der schrecklichen Vergangenheit zerbrechen oder gibt es noch Hoffnung auf ein gutes Ende. Wahnsinn, was für eine dramatische und ergreifende Geschichte mit Gänsehautfeeling. Ein Jugendroman mit ernsten und starken Themen, die unter die Haut gehen und mich zum Nachdenken gebracht haben. Eine Familienkonstellation, die auf einen Schlag ins Wanken gerät, als ein weiteres Familienmitglied auftaucht. Geheimnisse, Fragen und Antworten, die Vater und Mutter in ein anderes Licht rücken. Wie weit würden wir selber gehen, um die, die wir lieben, vor der Wahrheit zu schützen? Eine tolle Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat, nur das Ende war mir persönlich etwas zu schnell abgehandelt, da hätte ich mir mehr erwartet.
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