Es ist Kommissarin Alma Oberkoflers erste Woche in Wien und schon hat sie einen toten Politiker am Hals. Max Langwieser - jung, konservativ, Landwirtschaftsminister und bester Freund des Kanzlers - hat sich den Kopf an seinem Designertisch aufgeschlagen. Ein Unglück oder stilechter Mord? Der Fall sorgt selbst im skandalerprobten Österreich für Aufsehen und bereitet Alma Kopfschmerzen. Ihre einzige Spur, Langwiesers Verlobte Jessica, ist verschwunden. Die sitzt derweil in ihrem Mini-Cabriolet und will nur weg, weg, weg. Warum sie in ihrer Panik Max' Laptop eingesteckt hat, weiß sie nicht mehr so genau. Zum Glück hat sie oft genug Tatort geschaut, um eine Zeit lang untertauchen zu können. Vielleicht kommt sie ja so doch noch lebend aus der Nummer raus. Mit feinem Humor und unbestechlichem Blick schaut Petra Hartlieb tief in die politische Seele Österreichs und zeichnet das Porträt einer Riege junger Politiker, die sich für unbesiegbar hält - bis einer von ihnen zu Fall gebracht wird. Ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2025.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
KS
aus Rems-Murr-Kreis
5/5
19.01.2025
eBook (ePUB)
Freunderlwirtschaft
Hier war es eindeutig der Titel, der mich auf das Buch neugierig gemacht hat.
Und die Tatsache, dass die Geschichte in Wien spielt.
Nach dem Lesen kann ich nun sagen, dass meine Erwartungen voll und ganz erfüllt wurden.
Mit Alma Oberkofler betritt eine sympathische Figur die Krimilandschaft.
Zu Beginn des Buches erfahren wir, wie es dazu gekommen ist, dass sie diese berufliche Laufbahn eingeschlagen hat.
Und weshalb sie sich nach Wien versetzen lassen hat.
Hier ermittelt sie nun in einem ungeklärten Todesfall.
Da der Tote ein Minister und Freund des amtierenden Bundeskanzler ist, gestalten sich die Ermittlungen nicht immer einfach.
Denn die titelgebende Freunderlwirtschaft ist auch hier an allen Ecken und Enden zu spüren.
Eine größere Rolle spielt auch die Freundin des Toten. Jessica ist auf der Flucht und gilt natürlich als verdächtig.
Alma setzt ihren ganzen Ehrgeiz darauf, diesen Fall zu lösen.
Es macht großen Spaß ihr bei den Ermittlungen zu folgen.
Der Schreibstil ist flüssig und locker, die Story unterhaltsam und gut vorstellbar.
Ich hoffe, dass weitere Bücher mit Alma Oberkofler als Kommissarin in geplant sind.
Ich würde der Reihe treu bleiben.
Gertie G.
aus Wien
5/5
21.08.2024
eBook (ePUB)
Eine unbedingte Leseempfehlung
Dass Alma Oberkofler in ihrem ersten Fall als leitende Ermittlerin der Abteilung Leib und Leben in Wien ausgerechnet den Tod des Landwirtschaftsministers untersuchen muss, hatte sie sich nicht gedacht. Ein einfacher Eifersuchtsmord oder einer im Drogenmilieu hätte es als Einstand in der neuen Dienststelle wohl auch getan.
Nun stellt sich die Frage: Mord oder Unfall? Und wo ist die Lebensgefährtin des Ministers? Schon auffällig, dass die ausgerechnet jetzt verschwunden ist. Während Almas Team auf die Suche nach der jungen Frau geht, beschäftigt sich Alma mit der beruflichen Seite des Toten, denn als Politiker hat man neben Parteifreunden auch einige Feinde.
Und immer, wenn es um einen toten Politiker geht, gibt es Einflussnahmen von allen Seiten. Alma Oberkofler, die schon als Kind Polizistin werden wollte, bekommt selbstredend einen Mitarbeiter des Staatschutzes an die Seite gestellt. Doch davon lässt sie sich nicht irritieren und deckt einige Geheimnisse auf, die einige aus dem Dunstkreis des Toten lieber unentdeckt gesehen hätten....
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist der erste aus Petra Hartliebs Feder. Die Autorin ist durch ihre Bücher wie „Frühlinge in Wien“ oder „Meine wundervolle Buchhandlung“ bekannt. Der vorliegende Krimi „Freunderlwirtschaft“ ist nicht nur eine Hommage an Wien, sondern eine ironische Betrachtung der österreichischen Innenpolitik in der smarte Slim-Fit Politiker hinter den Kulissen so manche Freunderlwirtschaft innerhalb ihrer Buberlpartie pflegen. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind natürlich nicht beabsichtigt und daher gänzlich ausgeschlossen. Eon Schelm, der da denkt, die Autorin hätte ihr Anleihen an der aktuellen oder den vergangenen Bundesregierungen genommen. Herzlich lachen musste ich über die fiktive Wirtschaftsministerin mit den Initialen MS, denn reale war von 2017-2022 „meine“ Ministerin.
Geschickt sind politische Intrigen, alte Freundschaften und neue Allianzen in die Ermittlungen verwoben. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Spannung bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Hervorheben möchte ich, dass dieser Krimi ohne unnötige Gewalt oder übertriebene Dramatik auskommt. Daher werden Liebhaber von Action-Thrillern hier nicht auf ihre Rechnung kommen. „Freunderlwirtschaft“ lebt der Roman von seiner atmosphärischen Dichte und dem subtilen Witz.
In einem Zeitalter, in dem sich die aktuellen Politiker täglich selbst karikieren, ist es nicht einfach, einen humorvollen Krimi zu verfassen. Petra Hartlieb ist es hier gelungen.
Die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Besonders Alma Oberkofler, deren Kindheit durch den gewaltsamen Tod ihrer Schwester geprägt war, ist sehr gut gelungen. Geschickt zeigt Petra Hartlieb mögliche Beziehungen zwischen Politikern, die verschiedene Netzwerke unterhalten, auf.
Neben Alma ist die verschwundene Verlobte des Ministers ein spannender Charakter. Anfangs ein wenig unterschätzt und versteht sie es, elegant die Kurve zu kratzen, was man ihr gar nicht zugetraut hätte.
Das Cover, das in der Farbe türkis gehalten ist, lässt natürlich Assoziationen aufkommen, hebt sich von den sonst üblichen dunklen oder blutigen, die für Krimis verwendet werden, wohltuend ab.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem lesenswerte Krimi, der mir unterhaltsame und spannende Lesestunden beschert hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
buecherwurm_01
aus Heinsberg
4/5
08.02.2025
eBook (ePUB)
Toter Politiker gibt Rätsel auf
In ihrer ersten Arbeitswoche in Wien sieht sich die dorthin versetzte Kommissarin mit dem aufsehenerregenden Mord an einem hochrangigen Politiker konfrontiert. Eine wichtige Zeugin ist spurlos verschwunden, Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der Kommissarin und der nicht auffindbaren Verlobten erzählt. Dieser Aufbau ist gelungen und hat mir gut gefallen. Die Politik aus der nahen Vergangenheit Österreichs wird interessant, realitätsnah und informativ thematisiert.
Die Charaktere sind sehr gut entwickelt und getroffen. Die Kommissarin ist mir sympathisch, sie macht ihre Arbeit mit viel Liebe zum Detail. Auch die zweite Hauptperson, die Zeugin und Verlobte des Mordopfers, ist authentisch dargestellt. Der Fall enthält viele unerwartete Wendungen, die gut nachvollziehbar sind und für Schwung in der Geschichte sorgen. Der politische Part ist hervorragend eingebunden und kommt den bekannten Skandalen sehr nah. Gerne empfehle ich diesen Krimi Liebhabern der leisen Töne im Umfeld eines Krimis.
Bewertung
aus Wien
3/5
08.01.2025
eBook (ePUB)
Zufälle soll es ja geben
Mir persönlich hat es leider nicht gefallen, habe mir etwas mehr erwartet.
Ich fand einiges unnötig, bspw wie sie Antti kennenlernte oder wann und wie man speiste (wen interessiert das in einem Krimi, wenn es nicht zum Fall gehört?).
Auch habe ich gleich zu Beginn die Zeitsprünge zwar interessant gefunden, ...und schwupps ohne nähere Info war sie bereits Inspektor in Wien (erst war sie 12, dann 16 und dann bereits Inspektor in Wien ...). Auch die Sache mit ihrer Schwester, was hat das mit dem Fall zu tun oder sollte das nur wegen der Berufswahl der Hinweis sein.
Der Fall selber, naja...wer in Wien oder Österreich zuhause ist, der kann auch zwischen den Zeilen herausfinden um wen es 'zufällig' geht. Bei so vielen Zufällen, ist es mathematisch wieder unwahrscheinlich, dass es nur Zufall ist. Auch die anderen Protagonisten haben mich nicht ganz überzeugen können.
Wie auch immer. So ganz hat mich Alma nicht überzeugen können, da sie erst neu angefangen hat, kann sie sich bestimmt noch weiterentwickeln und noch einiges lernen. ... Klischees oder solche Zufälle ...entscheidet selber
3*
Bewertung
5/5
18.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Gelungen
Nach dem Tod ihrer Schwester war es Almas größter Wunsch Polizistin zu werden.
Nun ist sie Hauptkommissaren in Wien. Kaum hat sie ihre Stelle angetreten wird ein Minister tot in seiner Wohnung aufgefunden. Eine Tatverdächtige ist von den Medien schnell gefunden, die Freundin des Ministers, die nicht aufzufinden ist. Doch Alma hat dabei ein Störgefühl und geht der Sache weiter nach. Aber egal wo sie Anfragen stellt, keiner ist bereit Auskunft zu geben. Was wird hier vertuscht? Und war es wirklich die Freundin des Ministers.
Ich habe diesen Krimi von Petra Hartlieb verschlungen. Richtig gut geschrieben und der Realität vielleicht gar nicht so unähnlich.
Ich durfte Freunderlwirtschaft als Rezensionsexemplar lesen und empfehle es.
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5/5
05.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Österreichische Politik im Fadenkreuz....
Österreichische Politik im Fadenkreuz. Korruption in einem erstklassigen Krimi verpackt. Danke Frau Hartlieb für Ihr mutiges Buch! Ganz dem Vorbild der Autorin, gebührt auch den kritischen Journalisten die noch hin schauen unser Dank!
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5/5
22.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein wirklich interessanter Krimi
Der Autorin gelingt es hier, einen Krimi mit politischem Geschehen zu mischen. Die durchaus spannende Story spielt in der Stadt Wien. Hauptkommissarin Alma Oberkofler muss den tödlichen Unfall des Tourismusministers aufklären. Immer mehr treten dabei die Verstrickungen von Politik, Wirtschaft, Medien usw hervor. Ein sehr spannend aufgebauter Krimi, der Ähnlichkeiten mit der österreichischen Politik aufweist. Vielleicht ist es sogar der Auftakt einer Krimireihe im heutigen Wien. Empfehlenswert.
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4/5
13.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Frei erfunden
Ein österreichischer Politkrimi mit reichlich Zündstoff – natürlich alles frei erfunden! Inspektorin Alma Oberkofler entwirrt hier ein Netz aus Macht, Geheimnissen und Intrigen und bringt dabei die Buberlpartie ordentlich ins Schwitzen. Leichtgängig und doch herrlich bissig.
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4/5
26.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Dieser brisante Krimi im Politmilieu...
Dieser brisante Krimi im Politmilieu in Anlehnung an die österr. Innenpolitik samt mutmaßlicher Korruption und Intrigen der Ära Kurz ist sehr interessant und gut gelungen. Auch wenn einiges bekannt zu sein scheint: "Die Geschichte ist zur Gänze von mir ausgedacht." (Zitat P. H.)
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